Waf­fen­aus­fuh­ren nach Isra­el im zwei­ten Quar­tal 2026

Wor­um es ins­ge­samt geht

Die Bun­des­re­gie­rung beant­wor­tet eine Klei­ne Anfra­ge der Frak­ti­on Die Lin­ke zu Waf­fen- und Rüs­tungs­expor­ten nach Isra­el im zwei­ten Quar­tal 2026. Die Ant­wort ent­hält Geneh­mi­gungs­wer­te, Arten der expor­tier­ten Güter, poli­ti­sche Ein­ord­nun­gen und Hin­wei­se auf Geheim­schutz.

Haupt­punk­te der Regie­rungs­ant­wort

Gesamt­wert der Rüs­tungs­export-Geneh­mi­gun­gen (Q2 2026)

  • 735.763.266 Euro Geneh­mi­gungs­wert für end­gül­ti­ge Aus­fuhr von Rüs­tungs­gü­tern nach Isra­el.
  • Betrof­fe­ne Aus­fuhr­lis­ten­po­si­tio­nen: A0001–A0022 (brei­tes Spek­trum mili­tä­ri­scher Güter).
  • 67 % des Wer­tes: Groß­pro­jekt im mari­ti­men Bereich.
  • 21 %: Koope­ra­ti­on deut­scher und israe­li­scher Fir­men zuguns­ten der Bun­des­wehr.
  • Rest: sons­ti­ge Rüs­tungs­gü­ter, kei­ne Kriegs­waf­fen.
  • Anga­ben sind vor­läu­fig.

Kriegs­waf­fen-Geneh­mi­gun­gen (Q2 2026)

  • Geneh­mi­gun­gen für Kriegs­waf­fen: 508.750.000 Euro.
  • Betrof­fe­ne Kriegs­waf­fen­lis­ten­num­mern: KWL 18, 54, 55, 57.
  • Auch hier: vor­läu­fi­ge Zah­len.

Tat­säch­li­che Aus­fuhr von Kriegs­waf­fen

  • Kei­ne Kriegs­waf­fen wur­den im zwei­ten Quar­tal 2026 tat­säch­lich nach Isra­el aus­ge­führt.
  • Juni-Daten lagen zum Zeit­punkt der Ant­wort noch nicht vor.

Sam­mel­aus­fuhr­ge­neh­mi­gun­gen

  • Eine gro­ße Sam­mel­aus­fuhr­ge­neh­mi­gung im Mai 2026:
    • 400 Mio. Euro, Posi­ti­on AX (alle Güter Teil I Abschnitt A der Aus­fuhr­lis­te).
    • Emp­fän­ger­län­der: über 30 Staa­ten, dar­un­ter Isra­el, USA, Frank­reich, Aus­tra­li­en, Tür­kei, u. v. m.
  • Kei­ne Sam­mel­ge­neh­mi­gun­gen für Dual-Use-Güter nach Isra­el.

Han­dels- und Ver­mitt­lungs­ge­schäf­te (§§ 46, 47 AWV)

  • Kei­ne Geneh­mi­gun­gen erteilt.
  • Kei­ne Ableh­nun­gen wer­den detail­liert genannt – die Bun­des­re­gie­rung ver­weist auf Geheim­schutz und das BVerfG-Urteil von 2014.

Ein­satz deut­scher Waf­fen in Gaza / paläs­ti­nen­si­schen Gebie­ten

  • Bun­des­re­gie­rung ver­weist auf frü­he­re Ant­wor­ten.
  • Kei­ne neu­en Anga­ben zu mög­li­chem Ein­satz deut­scher Waf­fen durch israe­li­sche Streit­kräf­te.

Unter­stüt­zungs­in­stru­men­te für deut­sche Rüs­tungs­un­ter­neh­men

Gefragt waren u. a.:

  • Unter­stüt­zungs­schrei­ben
  • Regie­rungs­kon­tak­te
  • Export­kre­dit­ga­ran­tien
  • Bürg­schaf­ten
  • Koope­ra­tio­nen
  • Aus­bil­dungs­un­ter­stüt­zung
  • mili­tä­ri­sche Prü­fun­gen
  • Zer­ti­fi­zie­run­gen

Ant­wort:

  • Ver­weis auf frü­he­re Druck­sa­chen.
  • Kei­ne Export­kre­dit­ga­ran­tien über­nom­men.
  • Zu Bürg­schaf­ten, Preis-/Men­gen­ge­rüst­prü­fun­gen und Tei­len von For­schungs­ko­ope­ra­tio­nen: kei­ne Infor­ma­tio­nen.

Poli­ti­sche Ein­ord­nung durch die Bun­des­re­gie­rung

  • Meh­re­re Ant­wor­ten ver­wei­sen auf das Staats­wohl und das BVerfG-Urteil von 2014: → Detail­lier­te Anga­ben zu Emp­fän­ger­be­dar­fen könn­ten außen­po­li­ti­sche Bezie­hun­gen belas­ten und wer­den daher nicht ver­öf­fent­licht.

Kurz­fa­zit

Im zwei­ten Quar­tal 2026 geneh­mig­te die Bun­des­re­gie­rung umfang­rei­che Rüs­tungs- und Kriegs­waf­fen­ex­por­te nach Isra­el, führ­te aber kei­ne Kriegs­waf­fen tat­säch­lich aus. Ein gro­ßer Teil der Geneh­mi­gun­gen betrifft mari­ti­me Groß­pro­jek­te und Koope­ra­tio­nen mit israe­li­schen Fir­men. Vie­le Detail­fra­gen wer­den aus Geheim­schutz­grün­den nicht beant­wor­tet.


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