Kernereignis: Fed erhöht Leitzins
- Die US‑Notenbank hebt den Leitzins um 25 Basispunkte auf 3,75–4,00 % nach einer einstimmigen Entscheidung der Gouverneure.
- 16 von 18 geldpolitischen Entscheidungsträgern erwarten mindestens eine weitere Zinserhöhung in diesem Jahr.
Trumps Reaktion
- Trump kritisiert die Entscheidung öffentlich und fordert auf Truth Social: „Interest Rates … should be 1% or less“ und „LOWER THE INTEREST RATES … AND FAST!“
- Er deutet an, dass die Fed politisch agiere und „das Falsche“ tue.
- Trump verbindet erneut Handelsdefizite mit den Zinsen, obwohl beides kaum zusammenhängt.
- Er hatte zuvor sogar gedroht, Handel mit Ländern mit US‑Defiziten zu stoppen, falls die Fed die Zinsen nicht senkt.

Kevin Warshs Position
- Warsh nennt die Entscheidung eine „sober, serious, responsible decision“.
- Er betont, dass die Inflation weiterhin zu hoch sei und die Sommerdaten keine Verbesserung der zugrunde liegenden Trends zeigen.
- Warsh lehnt weiterhin Forward Guidance ab und gab keine eigene Projektion ab.
- Er äußert sich nicht dazu, ob er Trump das Vorgehen der Fed persönlich erklären wird.
Politischer Kontext
- Trump hatte Warsh erst Anfang des Jahres als Nachfolger von Jerome Powell ernannt.
- Die Bestätigung im Senat war fast gescheitert — u. a. wegen einer Untersuchung gegen Powell und Renovierungen im Fed‑Gebäude.
- Das Weiße Haus hatte die Fed zuvor öffentlich unter Druck gesetzt, die Zinsen nicht zu erhöhen.
- Ein ehemaliger Regierungsbeamter bezeichnet Trumps Reaktion als vergleichsweise mild, da er Warsh nicht direkt angreift.
Weitere politische Spannungen
- Trump kritisierte in derselben Woche auch drei seiner eigenen Supreme‑Court‑Ernannten, nachdem ein Urteil gegen seine Wahlrechtspläne erging.