Die Drucksache enthält die Antwort der Bundesregierung (BMAS) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion zum Thema:
„Anteil von Personen im Bürgergeld (SGB‑II‑Quoten) im Jahr 2025“
Die Anfrage zielt stark auf Vornamenstatistiken, Nationalitäten, regionale Unterschiede und Vergleiche zwischen Deutschen und Ausländern im Bürgergeldbezug.
1. Kontext der Fragesteller
- Die AfD verweist auf hohe SGB‑II‑Quoten bei Ausländern, besonders:
- Ukrainer: 52,3 %
- Top‑8‑Asylländer: 39,9 %
- Deutsche: 5,3 %
- Große regionale Unterschiede:
- Berlin: 13,9 %
- Bayern: 4,1 %
2. Fragen zu Vornamen (Fragen 1–27)
Die AfD fragt extrem detailliert nach:
- den 50 häufigsten Vornamen von Leistungsberechtigten,
- sowie nach Varianten bestimmter Vornamen (Mohammed, Ahmad, Ali, Yusuf, Omar, Hassan, Aishe, Zeynep, Elif, Fatima, Aliyah, Amina, Olena, Tatjana, Irina, Svetlana, Olga, Dimitri, Sergei, Volodymyr, Oleksandr, Michael, Thomas, Andreas, Alexander, Christian),
- jeweils aufgeschlüsselt nach Nationalität.
Antwort der Bundesregierung:
- Nur für Frage 1 liegen Daten vor (Tabelle 1).
- Für alle anderen Namensfragen (2–27):„Der Bundesregierung liegen keine Kenntnisse im Sinne der Fragestellung vor.“
3. Die 50 häufigsten Vornamen (Stichtag 8. Juli 2026)
Die Bundesregierung liefert eine Liste der häufigsten Vornamen unter SGB‑II‑Leistungsberechtigten. Die Top 10:
- Michael – 15.170
- Daniel – 12.790
- Andreas – 12.740
- Thomas – 12.360
- Olena – 12.110
- Alexander – 11.910
- Ali – 11.780
- Ahmad – 11.580
- Oleksandr – 10.980
- Christian – 10.970
(Die vollständige Liste umfasst 50 Namen.)
4. Regionale SGB‑II‑Quoten (Fragen 28–39)
Bundesländer – Deutsche Staatsangehörige (März 2026)
Höchste Quoten:
- Bremen: 11,0 %
- Berlin: 10,9 %
- Sachsen-Anhalt: 7,7 %
Niedrigste Quoten:
- Bayern: 2,4 %
- Baden-Württemberg: 3,1 %
- Rheinland-Pfalz: 4,3 %
Bundesländer – Ausländische Staatsangehörige
Höchste Quoten:
- Bremen: 29,6 %
- Sachsen-Anhalt: 26,3 %
- Sachsen/Saarland/Hamburg: 25,7 %
Niedrigste Quoten:
- Rheinland-Pfalz: 17,5 %
- Baden-Württemberg: 13,5 %
- Bayern: 10,9 %
5. Kreise & kreisfreie Städte (Fragen 30–39)
Höchste SGB‑II‑Quote insgesamt (Auswahl)
- Bremerhaven: 15,7 %
- Gelsenkirchen: 15,6 %
- Wilhelmshaven: 13,2 %
- Essen: 12,4 %
- Pirmasens: 12,2 %
Niedrigste SGB‑II‑Quote (Deutsche)
- Eichstätt: 0,9 %
- Ansbach: 1,0 %
- Unterallgäu: 1,1 %
- Pfaffenhofen: 1,1 %
- Ebersberg: 1,2 %
Höchste SGB‑II‑Quote (Ausländer)
- Unterallgäu: 6,9 %
- Ansbach: 7,0 %
- Freising: 7,0 %
- Miesbach: 7,3 %
- Kempten: 7,5 %
Für viele Detailfragen (Top‑8‑Asylländer, Ukraine etc.)
„Keine Kenntnisse, da keine Auswertung auf Kreisebene möglich.“
6. Gesamtfazit
- Die AfD stellt extrem detaillierte Fragen zu Vornamen und Nationalitäten im Bürgergeldbezug.
- Die Bundesregierung kann den Großteil dieser Fragen nicht beantworten, da solche Daten nicht erhoben werden.
- Nur die Top‑50‑Vornamen und regionale SGB‑II‑Quoten liegen vor.
- Die Daten zeigen:
- deutliche regionale Unterschiede,
- höhere Quoten bei ausländischen Staatsangehörigen,
- viele ukrainische und osteuropäische Vornamen unter den häufigsten Leistungsberechtigten.
Quelle: Drucksache 21/7146