Asi­en am Mor­gen – 03.03.2026

Der asia­ti­sche Bör­sen­ver­lauf am 3. März 2026 ist maß­geb­lich von den eska­lie­ren­den geo­po­li­ti­schen Span­nun­gen zwi­schen den USA und dem Iran sowie den damit ver­bun­de­nen Ängs­ten vor einer glo­ba­len Ener­gie­kri­se geprägt. Wäh­rend die Märk­te gene­rell eine gewis­se Wider­stands­fä­hig­keit zei­gen und Ver­lus­te teil­wei­se wie­der aus­glei­chen konn­ten, bleibt die Stim­mung auf­grund der Unge­wiss­heit über die Dau­er des Kon­flikts ange­spannt.

Hier ist eine detail­lier­te Zusam­men­fas­sung der Ent­wick­lun­gen in den wich­tigs­ten asia­ti­schen Märk­ten:

Japan: Nik­kei unter Druck und Yen-Schwä­che

  • Akti­en­markt: Der Nik­kei 225 eröff­ne­te mit einem Minus von etwa 0,5 %. Beson­ders im Fokus ste­hen Tech­no­lo­gie­wer­te, Ver­tei­di­gungs­un­ter­neh­men und LNG-Namen (Flüs­sig­erd­gas), da die Unter­bre­chun­gen bei Öltan­kern andau­ern.
  • Wäh­rung: Der Japa­ni­sche Yen zeigt erheb­li­che Schwä­che und han­delt gegen­über dem US-Dol­lar im Bereich der 157er-Mar­ke. Dies erhöht das Risi­ko für Inter­ven­tio­nen der japa­ni­schen Behör­den, um den Ver­fall der Wäh­rung zu stop­pen.
  • Geld­po­li­tik: Die Bank of Japan (BoJ) steht vor einer Her­aus­for­de­rung, da die stei­gen­den Ölprei­se das Risi­ko einer glo­ba­len Infla­ti­on erhö­hen, was das Errei­chen des Infla­ti­ons­ziels von 4 % erschwe­ren könn­te. Zudem stieg die Arbeits­lo­sen­quo­te in Japan uner­war­tet auf 2,7 %.

Süd­ko­rea: Ver­tei­di­gungs­sek­tor im Auf­wind

  • Markt­dy­na­mik: Der korea­ni­sche Markt ver­zeich­ne­te zu Beginn der Sit­zung einen Nach­hol­ef­fekt („Catch-down“), nach­dem er am Mon­tag fei­er­tags­be­dingt geschlos­sen war.
  • Top-Per­for­mer: Ein her­aus­ra­gen­des Merk­mal ist die mas­si­ve Ral­lye bei Ver­tei­di­gungs­ak­ti­en. Unter­neh­men wie Han­wha Defen­se und LIG Nex1 ver­zeich­ne­ten Kurs­ge­win­ne von 20 % bis 25 %, getrie­ben durch die stei­gen­de glo­ba­le Nach­fra­ge nach Rüs­tungs­gü­tern.
  • Stra­te­gi­scher Aus­blick: Trotz der aktu­el­len Vola­ti­li­tät blei­ben Ana­lys­ten von Gold­man Sachs für Korea sehr opti­mis­tisch und pro­gnos­ti­zie­ren ein Gewinn­wachs­tum von 120 % für die­ses Jahr, pri­mär getra­gen durch den Spei­cher­chip-Sek­tor (Memo­ry) im Kon­text von KI.

Chi­na und Hong­kong: Fokus auf die „Zwei Sit­zun­gen“

  • Resi­li­enz der A‑Aktien: Inter­es­san­ter­wei­se waren chi­ne­si­sche A‑Aktien zeit­wei­se die ein­zi­gen Märk­te in der Regi­on, die zule­gen konn­ten, was auf ihre gerin­ge­re Kor­re­la­ti­on mit den glo­ba­len Makro­märk­ten zurück­ge­führt wird.
  • Poli­ti­sche Impul­se: Inves­to­ren war­ten gespannt auf die „Zwei Sit­zun­gen“ (Natio­na­ler Volks­kon­gress und PKKCV), die die­se Woche begin­nen. Erwar­tet wird ein BIP-Wachs­tums­ziel von etwa 4,5 % bis 5 % für das Jahr 2026.
  • KI-Restrik­tio­nen: Der Sek­tor wird durch Berich­te belas­tet, wonach die US-Regie­rung plant, den Export von NVIDIA H200-Chips an chi­ne­si­sche Unter­neh­men auf 75.000 Ein­hei­ten pro Kun­de zu deckeln.

Indi­en und Aus­tra­li­en: Ener­gie­ab­hän­gig­keit vs. Roh­stoff­ge­win­ne

  • Indi­en: Indi­sche Akti­en und die Rupie gerie­ten unter Druck, da das Land als gro­ßer Ölim­por­teur beson­ders emp­find­lich auf die gestie­ge­nen Ener­gie­prei­se reagiert. Frü­he­re Gewin­ne aus einem Han­dels­ab­kom­men mit den USA wur­den durch die Risi­ko­aver­si­tät der Anle­ger wie­der zunich­te­ge­macht.
  • Aus­tra­li­en: Wäh­rend der Gesamt­markt unter der Unsi­cher­heit litt, pro­fi­tier­ten aus­tra­li­sche LNG-Unter­neh­men sowie Rüs­tungs- und Droh­nen­her­stel­ler von der aktu­el­len Lage. Es gibt jedoch wach­sen­de Besorg­nis über Aus­tra­li­ens Abhän­gig­keit von Treib­stoff­im­por­ten, da die natio­na­len Reser­ven oft nicht die inter­na­tio­na­len Stan­dards erfül­len.

Sek­tor­über­grei­fen­de Trends und Roh­stof­fe

  • Ener­gie: Die Ölprei­se befin­den sich auf dem höchs­ten Stand seit Jah­ren, wobei Brent-Roh­öl bei etwa 77 US-Dol­lar und WTI bei 71 US-Dol­lar notiert. Beson­ders dras­tisch war der Anstieg bei den Erd­gas-Futures, die zeit­wei­se um 40 % nach oben schnell­ten, nach­dem Katar Kapa­zi­tä­ten abschal­ten muss­te.
  • Siche­rer Hafen: Der US-Dol­lar bleibt die bevor­zug­te Flucht­wäh­rung in die­sem Markt­um­feld, was die asia­ti­schen Wäh­run­gen zusätz­lich belas­tet.
  • KI-The­ma­tik: Exper­ten sehen trotz der geo­po­li­ti­schen Kri­se eine „asia­ti­sche Aus­nah­me­erschei­nung“ (Asi­an Excep­tio­na­lism), da die Fun­da­men­tal­da­ten vie­ler asia­ti­scher Tech­no­lo­gie­wer­te im Ver­gleich zu den USA stark blei­ben.

Zusam­men­fas­send lässt sich sagen, dass der asia­ti­sche Markt der­zeit zwei­ge­teilt ist: Wäh­rend Ener­gie­im­por­teu­re wie Indi­en und Japan kämp­fen, erle­ben Sek­to­ren wie Ver­tei­di­gung (Süd­ko­rea) und stra­te­gi­sche KI-Infra­struk­tur (Chi­na A‑Aktien/Speichermedien) eine ver­stärk­te Auf­merk­sam­keit und teil­wei­se signi­fi­kan­te Kurs­ge­win­ne.


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