Der asiatische Börsenverlauf am Dienstag, dem 17. Februar 2026, war geprägt von einer vorsichtigen Stimmung und einer durch die Feiertage zum Mondneujahr (Lunar New Year) bedingten geringen Handelsaktivität. Da auch die US-Börsen am vorangegangenen Montag wegen des „Presidents‘ Day“ geschlossen blieben, fehlten den asiatischen Märkten klare Impulse von der Wall Street.
1. Marktstimmung und Handelsunterbrechungen durch Feiertage
Ein Großteil der asiatischen Finanzplätze blieb aufgrund der Feierlichkeiten zum Mondneujahr vollständig oder teilweise geschlossen. Dies betraf insbesondere:
- Festlandchina: Die Börsen in Shanghai und Shenzhen sind vom 16. bis zum 23. Februar geschlossen; der Handel wird erst am 24. Februar wieder aufgenommen.
- Hongkong: Nach einer halbtägigen Sitzung am 16. Februar blieb die Börse vom 17. bis 19. Februar geschlossen.
- Südkorea, Singapur, Malaysia und Taiwan: Diese Märkte waren am Dienstag ebenfalls wegen des Neujahrsfestes geschlossen.
- Indonesien: Die Börse in Jakarta war am 16. Februar wegen eines nationalen Brückentages und am 17. Februar wegen des Mondneujahrs geschlossen.
2. Japan: Fokus auf schwache Wirtschaftsdaten
Der japanische Aktienmarkt verzeichnete am Dienstag Verluste und setzte damit seine Abwärtsbewegung den vierten Handelstag in Folge fort.
- Indexverlauf: Der Nikkei 225 schloss die Morgensitzung mit einem Minus von etwa 0,8 % bei 56.354,55 Punkten ab. Andere Berichte bezifferten den Rückgang im weiteren Verlauf auf 0,5 %, während der breitere Topix um 0,2 % auf 3.779,29 Punkte sank.
- Wirtschaftlicher Hintergrund: Die Stimmung wurde durch enttäuschende BIP-Daten belastet, wonach Japans Wirtschaft im letzten Quartal auf annualisierter Basis nur um 0,2 % wuchs. Dies nährte Spekulationen über mögliche neue staatliche Stimulierungsmaßnahmen.
- Branchen und Einzelwerte: Besonders belastet waren die Sektoren Technologie und Verteidigung. Zu den größten Verlierern gehörten Unternehmen wie Hitachi, Softbank, Sony und Mitsubishi Heavy Industries, die Verluste zwischen 3 % und 6 % erlitten. Demgegenüber standen Gewinne bei Werten wie Sumco (+6,5 %), Nissan (+5 %) und Nikon (+4 %).
3. Australien: Gewinne durch den Rohstoffsektor
Im Gegensatz zu Japan tendierte der australische Markt freundlich, angetrieben durch eine starke Performance im Rohstoffbereich.
- Indexverlauf: Der S&P/ASX 200 stieg um etwa 0,36 % bis 0,5 %. Zum Ende der Sitzung notierte der Index bei einem Plus von 0,36 %, nachdem er in der Spitze bereits um 0,66 % zugelegt hatte.
- BHP-Rekordhoch: Ein wesentlicher Treiber war der Bergbaugigant BHP Group, dessen Aktie nach überzeugenden Halbjahreszahlen (1H26) um 5,6 % bis 6,5 % auf ein neues Allzeithoch von etwa 53 AUD stieg. Das Unternehmen profitierte von starken Margen und einer dominierenden Stellung im Kupfergeschäft.
- Geldpolitik: Die Protokolle der letzten Sitzung der Reserve Bank of Australia (RBA) zeigten, dass die Zentralbank die Zinsen Anfang des Monats angehoben hatte, da die Inflation hartnäckiger als erwartet ausfiel. Die RBA äußerte sich jedoch unsicher über den weiteren Zinspfad.
- Verlierer: Schwäche zeigten vor allem die Sektoren Immobilien (-0,8 %), Technologie (-0,8 %) und Energie (-0,5 %). Goldminen-Aktien wie Westgold Resources (-2,5 %) gaben nach, da der Goldpreis über Nacht leicht nachgab.
4. Neuseeland
Der neuseeländische Markt zeigte sich ebenfalls vorsichtig und verzeichnete leichte Rückgänge. Der NZX 50 sank um 0,31 % auf 13.076,41 Punkte. Die Anleger warteten hier auf die anstehende Zinsentscheidung der Reserve Bank of New Zealand, bei der weitgehend mit unveränderten Leitzinsen gerechnet wurde.
Zusammenfassende Marktdaten (Stand 17. Februar 2026)
| Markt / Index | Veränderung | Status |
|---|---|---|
| Nikkei 225 (Japan) | -0,5 % bis -0,8 % | Geöffnet |
| S&P/ASX 200 (Australien) | +0,36 % bis +0,5 % | Geöffnet |
| NZX 50 (Neuseeland) | -0,31 % | Geöffnet |
| Shanghai Composite (China) | Geschlossen | Neujahrsfest (bis 23.02.) |
| Hang Seng (Hongkong) | Geschlossen | Neujahrsfest (bis 19.02.) |
| KOSPI (Südkorea) | Geschlossen | Neujahrsfest |
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der asiatische Handel am 17. Februar durch die Abwesenheit der chinesischen Märkte und die schwachen Konjunkturdaten aus Japan an Dynamik vermisste, während in Australien die Berichtssaison der Unternehmen (insbesondere BHP) für positive Akzente sorgte.