Die Commerzbank hat im ersten Halbjahr 2026 neue Rekordwerte erzielt und ihren Jahresausblick bestätigt:
- Das operative Ergebnis stieg um 14 % auf 2,73 Mrd. Euro.
- Das Konzernergebnis erhöhte sich um rund 40 % auf 1,81 Mrd. Euro.
- Die Erträge wuchsen um 7 % auf 6,52 Mrd. Euro.
- Der Provisionsüberschuss legte um 8 % auf 2,18 Mrd. Euro zu; der Zinsüberschuss blieb trotz niedrigerer Zinsen nahezu stabil.
- Die Nettoeigenkapitalrendite erreichte mit 12,6 % einen historischen Höchstwert.
- Die Cost-Income-Ratio verbesserte sich inklusive Pflichtbeiträgen auf 53 %, ohne Pflichtbeiträge auf 50 %.
- Die Kreditqualität blieb robust: Die NPE-Quote lag unverändert bei 1,1 %, die CET-1-Quote bei 14,4 %.
Wachstumstreiber waren insbesondere das Wertpapier- und Provisionsgeschäft, höhere Firmenkundenkredite sowie das starke Geschäft mit Privat- und Unternehmerkunden. Das durchschnittliche Kreditvolumen im Firmenkundensegment stieg um 16 % auf 123 Mrd. Euro; bei Privatkunden erhöhte sich das Wertpapiervolumen auf 285 Mrd. Euro. Auch die polnische Tochter mBank verbesserte ihr operatives Ergebnis deutlich.
Strategisch treibt die Bank „Momentum 2030“ weiter voran. Sie baut den Einsatz künstlicher Intelligenz aus, hat Microsoft Copilot und Google Gemini bankweit eingeführt und im ersten Halbjahr 10 % ihrer IT-Systeme abgeschaltet.
Für 2026 erwartet die Commerzbank weiterhin:
- mindestens 3,4 Mrd. Euro Nettogewinn,
- rund 13,2 Mrd. Euro Erträge,
- etwa 8,6 Mrd. Euro Zinsüberschuss,
- eine Nettoeigenkapitalrendite von rund 12 %,
- eine CET-1-Quote von mehr als 14 %.
Geplant ist außerdem ein Aktienrückkauf von bis zu 1,2 Mrd. Euro. Insgesamt sollen rund 3,2 Mrd. Euro an die Aktionäre zurückgegeben werden, über Dividenden und Aktienrückkäufe.
Kernaussage: Die Commerzbank meldet starkes, breit abgestütztes Wachstum, höhere Effizienz und solide Kapitalausstattung. Der bestätigte Ausblick signalisiert, dass das Management die Jahresziele trotz des anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfelds für erreichbar hält.