Deutsch­land: Nach­rich­ten des Tages (10.09.2026)

Wirt­schaft & Finanz­märk­te: EZB-Zins­er­hö­hung, Ölschock und Bör­sen­trends

Die Euro­päi­sche Zen­tral­bank (EZB) hat ihren Leit­zins (Ein­la­gen­zins) um 0,25 Pro­zent­punk­te auf 2,5 % ange­ho­ben. Dies stellt die zwei­te Zins­an­pas­sung im lau­fen­den Jahr dar. Ziel der Wäh­rungs­hü­ter ist es, die Teue­rungs­ra­te in der Euro­zo­ne mit­tel­fris­tig wie­der auf die Ziel­mar­ke von 2,0 % abzu­sen­ken. Im August lag die Infla­ti­ons­ra­te im Euro­raum bei 3,3 % und in Deutsch­land bei 2,9 %. EZB-Prä­si­den­tin Chris­ti­ne Lag­ar­de erklär­te in einem Inter­view, dass die Noten­bank jede erfor­der­li­che Maß­nah­me ergrei­fen wer­de, um die Preis­sta­bi­li­tät zu sichern. Sie räum­te jedoch ein, dass die Auf­wärts­ri­si­ken für die Prei­se bestehen blei­ben und der Infla­ti­ons­druck ver­mut­lich län­ger anhal­ten wird als ursprüng­lich ange­nom­men.

Der Haupt­grund für den anhal­ten­den Preis­druck sind stark gestie­ge­ne Ener­gie­prei­se infol­ge des Irankriegs und der anhal­ten­den Schlie­ßung der stra­te­gisch wich­ti­gen Stra­ße von Hor­mus im Per­si­schen Golf. Der Ölpreis für die Nord­see­sor­te Brent klet­ter­te am Abend auf etwa 106 US-Dol­lar je Fass. Heiz­öl ver­teu­er­te sich im Ver­gleich zum Juni um knapp 50 %, wäh­rend die Prei­se für Die­sel an ein­zel­nen Tank­stel­len auf bis zu 2,50 Euro pro Liter stie­gen. Ulrich Reu­ter, Prä­si­dent des Spar­kas­sen­ver­bands DSGV, bezeich­ne­te den Zins­schritt der EZB als kon­se­quent, um schäd­li­chen Zweit­run­den­ef­fek­ten in der Wirt­schaft ent­ge­gen­zu­wir­ken.

An den Finanz­märk­ten sorg­te die Kom­bi­na­ti­on aus Zins­stei­ge­rung und hohen Ener­gie­prei­sen für Ver­lus­te. Der deut­sche Leit­in­dex DAX schloss mit einem Minus von 0,84 % bei 25.361 Punk­ten. Seit sei­nem Höchst­stand Ende August sum­mie­ren sich die Ver­lus­te des DAX auf über 1.200 Punk­te. An der Wall Street ver­zeich­ne­ten Indi­zes wie der Dow Jones (-0,6 %) und der Nasdaq 100 (-0,9 %) eben­falls Kurs­rück­gän­ge. Auf Unter­neh­mens­ebe­ne schloss der Sport­wa­gen­bau­er Por­sche AG unter Vor­stands­chef Micha­el Lei­ters den Ver­kauf sei­ner Betei­li­gun­gen an Bug­at­ti und Rimac für eine Mil­li­ar­de Euro ab. Von den Erlö­sen flie­ßen 250 Mil­lio­nen Euro in die Aus­fi­nan­zie­rung von Pen­si­ons­ver­pflich­tun­gen. Gleich­zei­tig ver­zeich­ne­te der deut­sche Auto­markt im August mit nahe­zu 70.000 rei­nen Elek­tro­au­to-Zulas­sun­gen einen deut­li­chen Nach­fra­ge­an­stieg.


Gesund­heits- & Haus­halts­po­li­tik: Streit um das GKV-Spar­ge­setz und Etat­be­ra­tun­gen

Im Deut­schen Bun­des­tag ver­han­del­te das Par­la­ment wäh­rend der Haus­halts­wo­che die Etats der ein­zel­nen Res­sorts. Der neu ver­ei­dig­te Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Cars­ten Lin­ne­mann ver­trat den Etat sei­nes Minis­te­ri­ums, der um ein Drit­tel gekürzt wer­den soll. Lin­ne­mann unter­strich in sei­ner Antritts­re­de, dass eine soli­de Finan­zie­rung Prio­ri­tät habe und die Aus­ga­ben zwin­gend an die Ein­nah­men ange­passt wer­den müs­sen, um die Bei­trags­ent­wick­lung lang­fris­tig zu sta­bi­li­sie­ren. Im Gegen­satz dazu steigt der Etat des Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­ums unter Alex­an­der Dob­rindt um 950 Mil­lio­nen Euro auf 16,7 Mil­li­ar­den Euro, womit unter ande­rem zusätz­li­ches Per­so­nal für das Bun­des­kri­mi­nal­amt und die Bun­des­po­li­zei finan­ziert wird.

Gegen die im Rah­men der Gesund­heits­re­form beschlos­se­nen Kür­zun­gen for­miert sich erheb­li­cher Wider­stand bei den Ärz­tin­nen und Ärz­ten. Durch das ab 2027 grei­fen­de Spar­ge­setz ent­fal­len Zusatz­ver­gü­tun­gen – wie etwa für die Ver­mitt­lung von Pati­en­ten an Fach­ärz­te –, und die Ver­gü­tung für die Auf­nah­me neu­er Pati­en­ten wird mit Abschlä­gen belegt. Die Haus­ärz­tin­nen Lei­la Elmass­ri aus Brems­tal und Nike Blan­ken­stein aus Ber­lin-Lank­witz sowie der Haus­ärz­tin­nen- und Haus­ärz­te­ver­band war­nen vor einer aku­ten Ver­schlech­te­rung der Ver­sor­gung, län­ge­ren War­te­zei­ten und dro­hen­den Auf­nah­me­stopps. Der Spit­zen­ver­band der gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen ver­tei­dig­te die Reform­maß­nah­men und ver­wies dar­auf, dass den Kas­sen im kom­men­den Jahr ohne Ein­spa­run­gen eine Finan­zie­rungs­lü­cke von 18 Mil­li­ar­den Euro dro­he, da die Kas­sen­aus­ga­ben im ers­ten Halb­jahr um über 7 % gestie­gen sei­en, wäh­rend die Ein­nah­men nur um 4,1 % zuleg­ten.


Innen­po­li­tik: AfD-Ver­bots­de­bat­te, bevor­ste­hen­de Land­tags­wah­len und Vor­wür­fe in Ber­lin

Nach den Wahl­er­fol­gen der AfD in Sach­sen-Anhalt, wo die Par­tei 39 Land­tags­ab­ge­ord­ne­te stellt, gewinnt die poli­ti­sche und juris­ti­sche Debat­te über ein Par­tei­ver­bots­ver­fah­ren erneut an Dyna­mik. Der nord­rhein-west­fä­li­sche Minis­ter­prä­si­dent Hen­drik Wüst schlug die Errich­tung einer gemein­sa­men Arbeits­grup­pe von Bund und Län­dern vor, um das Vor­lie­gen der recht­li­chen Vor­aus­set­zun­gen und die Rechts­fol­gen einer Prü­fung unvor­ein­ge­nom­men zu bewer­ten. Bun­des­kanz­ler Fried­rich Merz ver­bleibt hin­sicht­lich eines Ver­bots­an­trags beim Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt skep­tisch und beton­te, dass die Wäh­ler­schaft durch poli­ti­sche Über­zeu­gungs­ar­beit in der Mit­te zurück­ge­won­nen wer­den müs­se. In Sach­sen-Anhalt hat der Lan­des­vor­stand des BSW beschlos­sen, ein Ange­bot der AfD für Son­die­rungs­ge­sprä­che anzu­neh­men.

Zehn Tage vor den Land­tags­wah­len am 20. Sep­tem­ber zeich­nen sich in den Bun­des­län­dern unter­schied­li­che Kräf­te­ver­hält­nis­se ab:

  • Meck­len­burg-Vor­pom­mern: Gemäß der ARD-Vor­wahl­um­fra­ge liegt die AfD mit 38 % an ers­ter Stel­le, gefolgt von der SPD mit 33 %, der CDU mit 14 %, den Lin­ken mit 9 %, den Grü­nen mit 5 % und dem BSW mit 4 %. Minis­ter­prä­si­den­tin Manue­la Schwe­sig (SPD) setzt auf den Zuspruch bei der Direkt­wahl­fra­ge, bei der 59 % der Befrag­ten ihre Amts­füh­rung bevor­zu­gen, wäh­rend der AfD-Her­aus­for­de­rer Leif-Erik Holm auf 28 % kommt. Gemein­sam mit Holm wirbt auch AfD-Ko-Spit­zen­kan­di­dat Enri­co Schuld im Wahl­kampf.
  • Ber­lin: In der Bun­des­haupt­stadt liegt Die Lin­ke in den Umfra­gen mit 21 % knapp vor der CDU mit 20 %, der AfD mit 18 %, den Grü­nen mit 16 % und der SPD mit 12 %. CDU-Spit­zen­kan­di­dat Ste­fan Evers, der nach dem Rück­tritt von Kai Weg­ner ange­tre­ten ist, grenzt sich scharf gegen Die Lin­ke um deren Spit­zen­kan­di­da­tin Elif Eralp ab.
  • Ermitt­lun­gen gegen Stef­fen Krach: Der Ber­li­ner SPD-Spit­zen­kan­di­dat Stef­fen Krach steht zehn Tage vor der Wahl unter poli­ti­schem Druck, nach­dem die Staats­an­walt­schaft Han­no­ver Ermitt­lun­gen wegen des Anfangs­ver­dachts auf Vor­teils­an­nah­me im Zusam­men­hang mit einem frü­he­ren Kran­ken­haus­ge­län­de in Lehr­te auf­ge­nom­men hat. Krach wies alle Anschul­di­gun­gen auf einer Pres­se­kon­fe­renz ent­schie­den als unbe­grün­det zurück.

Abseits der Wahl­kämp­fe wand­te sich der ehe­ma­li­ge Uni­ons­frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Jens Spahn in einem Brief an die Mit­glie­der sei­nes Wahl­krei­ses im Müns­ter­land, um sich für sei­nen fei­gen Umgang bezüg­lich einer Leih­mut­ter­schaft in den USA zu ent­schul­di­gen.


Welt­ge­sche­hen & Außen­po­li­tik: VAE-Staats­be­such, Vor­wür­fe gegen Netan­ja­hu und US-Wahl­kampf

Der Prä­si­dent der Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­ra­te, Scheich Moham­med bin Sayy­id Al Nahyan, absol­vier­te einen Staats­be­such in Ber­lin und traf mit Bun­des­kanz­ler Fried­rich Merz sowie Bun­des­prä­si­dent Frank-Wal­ter Stein­mei­er zusam­men. Im Rah­men des Besuchs kün­dig­ten die VAE ein umfang­rei­ches Inves­ti­ti­ons­pa­ket in Höhe von 40 Mil­li­ar­den Euro an, wel­ches in deut­sche Rechen­zen­tren, künst­li­che Intel­li­genz, die Stär­kung von Lie­fer­ket­ten und die Ener­gie­ver­sor­gung flie­ßen soll.

Im Vor­feld des Besuchs sorg­ten Ent­hül­lun­gen der israe­li­schen Zei­tung Haa­retz für inter­na­tio­na­le Auf­merk­sam­keit. Dem Bericht des Jour­na­lis­ten Schlo­mi Eldar zufol­ge soll der emi­ra­ti­sche Prä­si­dent Moham­med bin Sayy­id Al Nahyan Isra­els Pre­mier­mi­nis­ter Ben­ja­min Netan­ja­hu etwa ein­ein­halb Wochen vor dem Ter­ror­an­griff der Hamas vom 7. Okto­ber 2023 tele­fo­nisch aus­drück­lich vor Anschlags­plä­nen gewarnt haben. Netan­ja­hu wies die Dar­stel­lung unver­züg­lich als Lüge zurück und droh­te mit einer Kla­ge. Der israe­li­sche Oppo­si­ti­ons­po­li­ti­ker Gadi Eisen­kot warf Netan­ja­hu dar­auf­hin schwe­res Ver­sa­gen in der Amts­füh­rung vor.

In den USA rich­tet sich die poli­ti­sche Auf­merk­sam­keit auf die bevor­ste­hen­den Kon­gress-Zwi­schen­wah­len (Mid­terms). US-Prä­si­dent Donald Trump sprach auf einem außer­or­dent­li­chen Par­tei­tag der Repu­bli­ka­ner in Dal­las, Texas, um die eige­ne Wäh­ler­ba­sis zu mobi­li­sie­ren. Für den Fall eines Wahl­siegs der Repu­bli­ka­ner in bei­den Kon­gress­kam­mern ver­sprach Trump jedem voll­jäh­ri­gen US-Bür­ger die Aus­zah­lung einer „Trump-Divi­den­de“ von 5.000 US-Dol­lar. Öko­no­men bezwei­feln die Durch­führ­bar­keit die­ser Ankün­di­gung ange­sichts der geschätz­ten Gesamt­kos­ten von 1,2 bis 1,3 Bil­lio­nen US-Dol­lar und des Rekord­stands der US-Staats­ver­schul­dung von 40 Bil­lio­nen US-Dol­lar.

In der Ukrai­ne setzt die rus­si­sche Armee ihre geziel­ten Luft­an­grif­fe auf das Schie­nen­netz fort. Im bis­he­ri­gen Jah­res­ver­lauf wur­den 250 Loko­mo­ti­ven und Züge atta­ckiert sowie 60 Eisen­bahn­mit­ar­bei­ter getö­tet. Ein­satz­be­rich­te ver­deut­li­chen die stän­di­gen Not-Eva­ku­ie­run­gen von Bahn­rei­sen­den in länd­li­che Gebie­te bei dro­hen­dem Anflug rus­si­scher Droh­nen.


Inne­re Sicher­heit & Kata­stro­phen­schutz

Die Bun­des­an­walt­schaft hat die Ermitt­lun­gen gegen einen 48-jäh­ri­gen Tat­ver­däch­ti­gen über­nom­men, der nahe Aachen fest­ge­nom­men wur­de. Dem Mann wird ver­fas­sungs­feind­li­che Sabo­ta­ge vor­ge­wor­fen. Er soll ver­sucht haben, mit selbst­ge­bau­ten Rake­ten Dräh­te über Hoch­span­nungs­lei­tun­gen zu schie­ßen, um geziel­te Kurz­schlüs­se im deut­schen Strom­netz aus­zu­lö­sen. Bei der Fest­nah­me stell­ten die Ermitt­ler ein Notiz­buch sicher, in dem hand­schrift­lich mehr als 150 poten­zi­el­le Sabo­ta­ge­zie­le ver­merkt waren.

Bun­des­weit fand um 11:00 Uhr der jähr­li­che Pro­be­alarm im Rah­men des Warn­tags statt. Über Cell Broad­cast, Warn-Apps, digi­ta­le Anzei­ge­ta­feln, Sire­nen sowie mobi­le Laut­spre­cher­wa­gen wur­den Test­war­nun­gen ver­brei­tet. Das Bun­des­amt für Bevöl­ke­rungs­schutz und Kata­stro­phen­hil­fe zog ein posi­ti­ves Fazit hin­sicht­lich der Zuver­läs­sig­keit der Warn­in­fra­struk­tur.

Dar­über hin­aus gab das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt bekannt, dass die Zahl der Emp­fän­ger von Asyl­be­wer­ber­leis­tun­gen in Deutsch­land Ende 2025 auf 390.000 Per­so­nen gesun­ken ist. Dies ent­spricht einem Rück­gang von 15 % im Ver­gleich zum Zeit­raum 2024.


Kul­tur, Gesell­schaft & Sport

Bei der Ver­lei­hung des Deut­schen Fern­seh­prei­ses in Köln sicher­te sich Talk­mas­ter Mar­kus Lanz die Tro­phäe in der Kate­go­rie Bes­te Infor­ma­ti­on. Als bes­ter Fern­seh­film wur­de die ZDF-Pro­duk­ti­on Oli­via – Die Geschich­te eines jun­gen Man­nes aus der Pro­vinz prä­miert, in der Haupt­dar­stel­ler Johan­nes Hege­mann die Lebens­ge­schich­te von Drag Queen Oli­via Jones dar­stellt. Die Come­dy-Serie Chab­os errang zwei Aus­zeich­nun­gen, wäh­rend Fabi­an Kös­ter für die bes­te Come­dy Late Night Show geehrt wur­de. Den Ehren­preis der Stif­ter erhielt der lang­jäh­ri­ge News-Anchor Peter Kloep­pel.

In der Musik­bran­che wird ver­stärkt über ein dro­hen­des Fes­ti­valster­ben dis­ku­tiert. Trotz rund 1.800 regel­mä­ßi­ger Musik­fes­ti­vals in Deutsch­land kämp­fen ins­be­son­de­re klei­ne­re Ver­an­stal­ter – wie etwa das Jetzt und immer Fes­ti­val in Ratin­gen – mit stark gestie­ge­nen Produktions‑, Tech­nik- und Künst­ler­kos­ten, wodurch fast die Hälf­te der Betrei­ber Ver­lus­te ein­fährt oder kos­ten­de­ckend abschließt.

Im Sport ver­zeich­ne­ten deut­sche Ath­le­ten her­aus­ra­gen­de Ergeb­nis­se:

  • Ten­nis (US Open): Alex­an­der Zverev erreich­te durch einen Drei-Satz-Sieg (6:2, 7:5, 6:3) gegen den Nie­der­län­der Botic van de Zan­dschulp das Halb­fi­na­le im Flus­hing Mea­dows Park und trifft dort auf den Rus­sen Karen Chat­scha­now.
  • Bas­ket­ball-WM der Frau­en: Die deut­sche Frau­en-Natio­nal­mann­schaft zog bei der Heim-WM in Ber­lin durch einen 93:74-Erfolg im Vier­tel­fi­na­le gegen Euro­pa­meis­ter Bel­gi­en erst­mals in der Ver­bands­ge­schich­te ins WM-Halb­fi­na­le ein, wo am Sams­tag Frank­reich der Geg­ner ist.
  • Fuß­ball (Cham­pi­ons League): Dem VfB Stutt­gart gelang ein Auf­takt­sieg in der Königs­klas­se mit 3:1 gegen den nor­we­gi­schen Meis­ter Viking Sta­van­ger, maß­geb­lich getra­gen von einem Hat­trick von Erme­din Demi­ro­vić inner­halb von zwölf Minu­ten.

Wet­ter­la­ge in Deutsch­land: Aus­blick für Frei­tag, den 11. Sep­tem­ber 2026

  • Nacht zum Frei­tag: Unter stel­len­wei­se auf­kla­ren­dem Him­mel kühlt es spür­bar ab, sodass die Tiefst­wer­te meist im ein­stel­li­gen Bereich zwi­schen 3 °C und 9 °C lie­gen. Ledig­lich unter dich­te­ren Wol­ken­fel­dern sowie direkt an den Küs­ten bleibt es mit 10 °C bis 13 °C spür­bar mil­der. Im Süd­os­ten, von den Alpen bis zum Baye­ri­schen Wald bezie­hungs­wei­se Nie­der­bay­ern, fällt in der Nacht gebiets­wei­se noch etwas Regen.
  • Tages­ver­lauf am Frei­tag: Ein Hoch über Mit­tel­eu­ro­pa sorgt für eine weit­ge­hend ruhi­ge Wet­ter­ent­wick­lung. Quer durch die Mit­te Deutsch­lands – von der Ost­see bis zum Schwarz­wald – zeigt sich ein freund­li­cher Strei­fen mit einem Wech­sel aus Son­ne und Wol­ken. Im Nord­wes­ten und Wes­ten ver­dich­ten sich die Wol­ken im Tages­ver­lauf jedoch wie­der und von der Nord­see her zieht schau­er­ar­ti­ger Regen auf. Auch im Süd­os­ten Bay­erns zwi­schen den Alpen und dem Baye­ri­schen Wald reg­net es am Tag zeit­wei­se.
  • Tem­pe­ra­tu­ren und Wind: Die Höchst­wer­te errei­chen ver­brei­tet 18 °C bis 23 °C (regio­nal um 20 °C), wäh­rend am Main sowie am Mit­tel- und Ober­rhein wär­me­re 24 °C bis 25 °C gemes­sen wer­den. Der Wind weht schwach bis mäßig aus west­li­chen bis süd­west­li­chen Rich­tun­gen.

Wochen­end­wet­ter und Ten­denz zum Wochen­be­ginn

  • Sams­tag (12. Sep­tem­ber): Der Süden Deutsch­lands darf sich über viel Son­nen­schein freu­en, wäh­rend in der Lan­des­mit­te Son­ne und Wol­ken ein­an­der abwech­seln. Im Nord­deut­schen Tief­land und an den Küs­ten (unter ande­rem an der Deut­schen Bucht) domi­nie­ren hin­ge­gen dich­te­te Wol­ken mit leich­ten Regen­schau­ern.
  • Sonn­tag (13. Sep­tem­ber): Das Wet­ter gestal­tet sich spür­bar wech­sel­haf­ter und herbst­li­cher. Ein Aus­läu­fer eines neu­en Tief­druck­ge­biets bringt der gesam­ten Nord­hälf­te und der Mit­te Deutsch­lands kräf­ti­ge Regen­fäl­le, Schau­er und stel­len­wei­se Gewit­ter. Ganz im Süden bleibt es bei mil­den Tem­pe­ra­tu­ren wei­ter­hin über­wie­gend tro­cken und son­nig.
  • Mon­tag (14. Sep­tem­ber): Die Nie­der­schlä­ge ver­la­gern sich wei­ter süd­ost­wärts in Rich­tung Alpen­rand. Im übri­gen Bun­des­ge­biet klin­gen die Schau­er ab und es stellt sich wie­der tro­cke­nes Wet­ter ein.

Unwet­ter im Mit­tel­meer­raum und glo­ba­le Rekord­tem­pe­ra­tu­ren

  • Unwet­ter im Mit­tel­meer: Wäh­rend in Tei­len Nord­west­eu­ro­pas (Skan­di­na­vi­en, Däne­mark, Groß­bri­tan­ni­en, Island) mit Tem­pe­ra­tu­ren von 10 °C bis 15 °C küh­le Luft ein­zieht, herr­schen im Mit­tel­meer­raum wei­ter­hin Som­mer­tem­pe­ra­tu­ren von über 30 °C. Die Ober­flä­chen­tem­pe­ra­tu­ren des west­li­chen Mit­tel­meers lie­gen aktu­ell 4 °C bis 6 °C über dem viel­jäh­ri­gen Durch­schnitt. Das Auf­ein­an­der­tref­fen küh­le­rer Luft­mas­sen mit dem sehr war­men Meer­was­ser löst schwe­re Unwet­ter und Gewit­ter­kom­ple­xe aus, wie sie unter ande­rem über Mal­lor­ca und Mit­tel­ita­li­en zu beob­ach­ten waren.
  • Glo­ba­ler Hit­ze­re­kord (Coper­ni­cus-Daten): Nach Anga­ben des EU-Kli­ma­diens­tes Coper­ni­cus war der ver­gan­ge­ne August 2026 zusam­men mit dem Juli 2023 der welt­weit wärms­te Monat seit Beginn der Auf­zeich­nun­gen. Die glo­ba­le Luft­tem­pe­ra­tur lag im Schnitt bei 16,96 °C. Gleich­zei­tig ver­zeich­ne­ten die Oze­an­ober­flä­chen außer­halb der Polar­re­gio­nen im August mit durch­schnitt­lich über 21 °C den höchs­ten je gemes­se­nen Monats­mit­tel­wert.

Kli­ma­to­lo­gi­sche Anoma­lie: Hur­ri­kan-Flau­te auf dem Atlan­tik

  • His­to­ri­scher Rekord auf dem Atlan­tik: Auf dem atlan­ti­schen Oze­an bil­de­te sich bis zum 11. Sep­tem­ber 2026 kein ein­zi­ger tro­pi­scher Wir­bel­sturm. Damit wird der bis­he­ri­ge Rekord für die spä­tes­te Hur­ri­kan-Ent­ste­hung aus dem Jahr 1966 gebro­chen. Auf dem Pazi­fik ent­stan­den in der ver­gan­ge­nen Woche hin­ge­gen drei Wir­bel­stür­me gleich­zei­tig.
  • Ursa­chen­ge­fü­ge durch El Niño: Aus­lö­ser für die­se Ent­wick­lung ist ein star­kes El-Niño-Phä­no­men im Pazi­fik. Dort steigt war­mes Was­ser auf und för­dert mäch­ti­ge Gewit­ter­wol­ken, wäh­rend über dem käl­te­ren tro­pi­schen Atlan­tik Luft­mas­sen absin­ken. Die­se ver­ti­ka­le Luft­be­we­gung ver­stärkt den Sub­tro­pen­jet (star­ker West­wind in der Höhe), was die Bedin­gun­gen für die Ent­ste­hung von Wir­bel­stür­men auf dem Atlan­tik mas­siv erschwert.

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Disclaimer: Dieser Beitrag dient lediglich zu allgemeinen Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Bitte konsultieren Sie vor jeder Anlageentscheidung einen unabhängigen Finanzberater