1. 25. Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001 (9/11-Gedenken & weltweite Folgen)
Am 11. September 2026 jährten sich die islamistischen Terroranschläge auf die USA zum 25. Mal. In den USA und weltweit gedachte man der knapp 3.000 Opfer der Angriffe auf das World Trade Center, das Pentagon und des Absturzes in Pennsylvania.
- Gedenken an Ground Zero (New York): Um Punkt 8:46 Uhr Ortszeit – dem Zeitpunkt, als das erste entführte Flugzeug in den Nordturm schlug – begann an der Gedenkstätte Ground Zero ein stilles Gedenken mit einer Schweigeminute. Angehörige verlasen stundenlang die Namen aller 2.977 Opfer. Neben allen noch lebenden ehemaligen US-Präsidenten wohnte auch US-Vizepräsident JD Vance den Feierlichkeiten bei. Auf Reden von Politikern wurde am Ground Zero traditionell verzichtet, um den Hinterbliebenen den Vortritt zu lassen.
- Gedenken an Spätfolgen & Aktenfreigabe: Erstmals gab es in New York eine zusätzliche Schweigeminute für jene Menschen, die in den Folgejahren an den Spätfolgen (wie Krebs durch giftigen Staub und Asbest) verstarben. Allein über 9.000 Helfer und Feuerwehrmänner – darunter Zeitzeugen wie der Feuerwehrmann Jack Joyce oder der frühere Polizist Tim McGin (dessen Freundschaft zum ARD-Kameramann Joe McCarthy hervorgehoben wurde) – erlitten schwere Gesundheitsschäden. Zudem wurden über 170.000 Seiten Regierungsakten im Internet veröffentlicht, die belegen sollen, dass die New Yorker Stadtverwaltung unter dem damaligen Bürgermeister Rudy Giuliani das Ausmaß der Luftverschmutzung vertuschte, um Haftungen zu begrenzen.
- Pentagon und Shanksville: US-Präsident Donald Trump blieb der Zeremonie in New York fern und sprach stattdessen am Pentagon in Arlington, wo 184 Menschen starben. Trump nutzte seine Rede, um das Gedenken mit dem aktuellen Konflikt mit dem Iran zu verknüpfen, und betonte, die Islamische Republik Iran werde niemals eine Atomwaffe besitzen. In Shanksville (Pennsylvania) wurde der 40 Passagiere und Besatzungsmitglieder von Flug 93 gedacht, die Widerstand gegen die Entführer leisteten. In der Nacht erstrahlten 2.977 Drohnen über Manhattan.
- Geopolitische Bilanzen: Rückblickend analysierten Korrespondenten wie Elmar Theveßen (ZDF), Marion Schmickler (ARD) und Ramin Sina (ARD) die langfristigen Folgen der Anschläge. Der damalige US-Präsident George W. Bush rief 2001 den „Krieg gegen den Terror“ aus, der zum NATO-Bündnisfall nach Artikel 5 sowie zu den Interventionen in Afghanistan und im Irak führte. Trotz der Ausschaltung von Osama bin Laden (2011) und IS-Anführer Abu Bakr al-Baghdadi (2019) entstanden durch Machtvakua und Kriege neue Terrormilizen und nachhaltige geopolitische Spaltungen.
2. Landtagswahlen im Osten: ZDF-Politbarometer für Mecklenburg-Vorpommern und Berlin
Neun Tage vor den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und der Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin veröffentlichte das ZDF-Politbarometer Extra neue Umfragewerte.
- Mecklenburg-Vorpommern (Wahl am 20. September):
- Sonntagsfrage: Die AfD liegt mit 37 % der Stimmen knapp vor der SPD mit 34 %. Die CDU fällt auf 7 % ab, Die Linke erreicht 10 %, die Grünen liegen bei 5 % und das BSW bei 4 %.
- Duell um das Regierungsamt: Bei der Direktwahlfrage liegt SPD-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig dank ihres Amtsbonus mit 61 % sehr deutlich vor AfD-Spitzenkandidat Leif-Erik Holm (28 %).
- Wahlkampfstrategie: Schwesig setzt mit der Kampagne „Unsere Frau gegen Blau“ auf direkte Polarisierung gegen die AfD. Wichtigste Wählerthemen im Land sind hohe Preise (21 %), Wirtschaftslage, Schule/Bildung sowie Arbeitslosigkeit; außer bei der Migration sprechen die Befragten der SPD die höchste Lösungskompetenz zu.
- Berlin:
- Sonntagsfrage: Die bisherige schwarz-rote Koalition verliert ihre Mehrheit. Die Linke führt das Feld überraschend mit 23 % an, gefolgt von der CDU mit 21 %, der AfD mit 17 %, den Grünen mit 16 %, der SPD bei historischen Tiefwerten von 10 % sowie dem BSW bei 3 %. Der bisherige Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) tritt nicht mehr an.
- Spitzenkandidaten & Themen: Es zeichnet sich ein Duell zwischen Stefan Evers (CDU) und Elif Eralp (Die Linke) ab. Eralp fordert Mietendeckel sowie Enteignungen großer Wohnkonzerne, was Evers als „ökonomischen Irrsinn“ ablehnt. Gegen den SPD-Spitzenkandidaten Steffen Krach wird unterdessen wegen Korruptionsverdachts ermittelt. Dominierendes Hauptthema der Berliner ist mit 43 % der überhitzte Wohnungsmarkt.
- Stimmungsbild & Wirtschaft: ZDF-Moderatorin Marietta Slomka berichtete live vom Holzmarkt in Berlin und sprach unter anderem mit dem Autor Jens Bisky über die Besonderheiten der Stadt. Ein weiterer Bericht beleuchtete Berlins Aufstieg zum Finanztech- und Raumfahrtstandort (u. a. der Bau des Mikrosatelliten Cisat der TU Berlin sowie Einblicke durch Gründerin Aiga Senftleben).
3. Bundespolitik & Haushalt: Streit um Rentenreform und Sozialetat
Zum Abschluss der Haushaltswoche im Deutschen Bundestag stand der Etatsentwurf für Arbeit und Soziales im Mittelpunkt. Von den für 2027 geplanten Gesamtbundesausgaben in Höhe von 555 Milliarden Euro entfallen über 200 Milliarden Euro auf den Sozialetat, wobei der Großteil in die gesetzliche Rentenversicherung fließt.
- Rentenreform-Debatte: Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) verteidigte die Reformpläne und betonte, dass ohne Anpassungen Rentenkürzungen und drastisch steigende Beiträge drohen.
- Streit um die „Rente mit 63“: Besonderer Kritikpunkt ist die geplante Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren. Ministerin Bas sagte für Betroffene Übergangsregeln und Vertrauensschutz zu.
- Innereheliche & oppositionelle Kritik: In der CDU wächst der Druck auf Parteichef Friedrich Merz. Ortsverbände wie die CDU Großbeeren und mehrere Ministerpräsidenten fordern Nachbesserungen am Paket. Demgegenüber warnte der Vertreter der Jungen Union, Pascal Reddig, vor finanziellen Löchern von 10 Milliarden Euro jährlich, sollte der Kompromiss aufgeschnürt werden. Scharfe Kritik kam zudem von AfD, Die Linke und den Grünen.
4. Wirtschaft & Finanzen: DAX-Erholung, Ölpreis und Insolvenzwelle
- Börse & Geldpolitik: Dank positiver Vorgaben von der Wall Street und leicht nachgebender Ölpreise erholte sich der deutsche Leitindex DAX um 0,8 % auf 25.568 Punkte, verbuchte auf Wochensicht jedoch ein Minus von 1,8 %. Die Notierung für Nordseeöl Brent fiel auf 105 US-Dollar je Fass. Marktanalysten wie Bastian Hepperle (Bethmann Bank) und Christoph Balz (Commerzbank) bewerteten die Zinsaussichten der US-Notenbank Fed unter Notenbankchef Kevin Warsh angesichts verharrender US-Inflationsdaten von 3,4 %. Die EZB hatte ihren Leitzins am Vortag um 25 Basispunkte auf 2,5 % angehoben.
- Rekordstand bei Firmenpleiten: Das Statistische Bundesamt vermeldete für das erste Halbjahr 2026 einen Anstieg der Unternehmensinsolvenzen um 6,7 % auf über 12.800 Fälle – der höchste Stand seit 2013. Am Beispiel des Traditionsbetriebs Perger Metallbau in Heilbronn (mit Schlosser Tobias Doninger und Geschäftsführer Volker Stammer) wurde gezeigt, wie die Firma nach der Insolvenz durch die Beck Stahl- und Metallbau gerettet werden konnte.
- Digitales Bezahlen: Das Bundesfinanzministerium plant eine Verordnung, nach der Geschäfte, Gastronomiebetriebe und Dienstleister ab dem kommenden Jahr verpflichtend mindestens eine elektronische Bezahlmöglichkeit (Karte oder Smartphone) anbieten müssen.
5. Internationale Krisenherde & Weltpolitik
- Jemen / Rotes Meer: Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz rückte im Jemen weiter vor und übernahm die Kontrolle über die strategisch wichtige Insel Perim in der Meerenge Bab al-Mandab sowie die Hafenstadt Mokka. Damit kontrolliert die Miliz eine der zentralen Schifffahrtsrouten des globalen Öl- und Warenverkehrs.
- Ukraine-Krieg: Russland meldete den Abschuss von mehr als 770 ukrainischen Drohnen. Bei beidseitigen Luftangriffen gab es Tote und Verletzte in Kiew sowie in der russischen Region Tula.
- Wahl in Schweden: Vor der Parlamentswahl am Sonntag zeichnet sich eine Richtungsentscheidung ab. Die rechtspopulistischen Schwedendemokraten unter Jimmie Åkesson könnten erstmals Teil einer Bündnisregierung mit den bürgerlichen Moderaten von Ministerpräsident Ulf Kristersson werden. Oppositionsführerin Magdalena Andersson (Sozialdemokraten) warnte vor einem radikalen Wandel des Landes.
- Nepal: Nach verheerenden Gletscherabbrüchen und Sturzfluten schätzt die Regierung in Nepal die Wiederaufbaukosten auf über 4 Milliarden Euro; mehr als 1.400 Menschen kamen ums Leben.
- Hamas-Anklage in Deutschland: Die Bundesanwaltschaft erhob Anklage gegen sieben mutmaßliche Hamas-Mitglieder, die Anschläge auf jüdische Einrichtungen in Deutschland und Österreich vorbereitet haben sollen.
6. Gesellschaft, Kultur & Medien
- Tag der Wohnungslosen: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Sozialverbände riefen zu verstärkten Hilfen auf. In Deutschland sind geschätzt mehr als eine Million Menschen ohne Wohnung, etwa 56.000 leben dauerhaft auf der Straße.
- Deutscher Radiopreis: Die Jury des Grimme-Instituts zeichnete in Hamburg die besten Hörfunkbeiträge aus. Die beste Reportage stellte Deutschlandfunk Nova mit „Die Schülerin“, während der NDR 2 Comedy-Podcast „Barmbek Bump – Prange vs. Rohde“ als bestes Entertainment prämiert wurde.
- Digitale Erziehung & Kinderschutz: Bundesfamilienministerin Karin Prien kündigte ein Gesetzessofortprogramm zum digitalen Kinderschutz an, darunter ein Mindestalter von 13 Jahren für soziale Medien. Ein Fallbeispiel aus Tübingen mit Kinderarzt Till Reckert beleuchtete die Herausforderungen von Bildschirmnutzung im Familienalltag.
7. Sport
- Basketball-Sensation: Die deutsche Damen-Nationalmannschaft bezwang Belgien und zog überraschend ins Halbfinale der Weltmeisterschaft ein. Getragen wurde das Team von Nyara Sabali und Leoni Fiebich; im Halbfinale wartet Frankreich.
- Fußball:
- Der FC Bayern München feierte einen 5:0‑Auftaktsieg in der Champions League gegen den norwegischen Club FK Bodø/Glimt. Nationalspieler Jamal Musiala erzielte nach seinem Comeback das Führungstor.
- Die Gelb-Rot-Sperre gegen den Trainer der SV Elversberg, Vincent Wagner, wurde vom DFB-Sportgericht aufgehoben, nachdem der Schiedsrichter einen Irrtum eingeräumt hatte.
- Das DFB-Präsidium beschloss, Polizeikosten bei Hochrisikospielen künftig anteilig an die jeweiligen Heimvereine weiterzugeben.
- Tennis: Das deutsche Herrendoppel Kevin Krawietz und Tim Pütz zog durch einen Halbfinalsieg ins Finale der US Open ein.
Die Wetterlage in Deutschland zeigt sich Mitte September charakteristisch wechselhaft, beeinflusst durch hohen Luftdruck im Süden und tiefen Luftdruck über dem Norden. Trotz dieser veränderlichen Tendenz bleibt das Wetter für die Jahreszeit ungewöhnlich milde bis warm mit Höchstwerten zwischen 18 und 30 °C.
1. Wetter in der Nacht zum Samstag (12. September)
- Niederschläge & Bewölkung: In der Nordhälfte sowie in der Mitte kann es stellenweise leicht regnen oder nieseln. Ansonsten zeigt sich der Himmel klar bis locker bewölkt, wobei sich gebietsweise Nebel bilden kann.
- Temperaturen: Die Tiefstwerte kühlen im Süden sowie am Alpenrand auf recht frische 4 bis 9 °C ab. Im übrigen Bundesgebiet liegen die Nachttemperaturen meist zwischen 11 und 16 °C, wobei auf Helgoland das warme Nordseewasser für besonders milde Witterung sorgt.
2. Wetter am Samstag (12. September)
- Sonniger Südwesten: Entlang des Rheins und im Markgräflerland wird es sehr sonnig und spätsommerlich warm mit Höchstwerten von 26 bis 27 °C.
- Norden, Mitte & Osten: Hier überwiegt ein Wechsel aus Sonne und Wolken. Stellenweise sind im Norden und Osten einzelne Schauer möglich, bei sonstigen Höchstwerten zwischen 19 und 25 °C (bzw. um 20 °C an der See und in den Mittelgebirgen).
- Nachmittag an der Küste: Von der Nordsee her verdichtet sich die Bewölkung im Tagesverlauf zunehmend, sodass dort neuer Regen einsetzt.
3. Aussichten für Sonntag (13. September)
- Regenfront in der Mitte: Die Niederschläge ziehen weiter in die Mitte Deutschlands voran und fallen dort stellenweise kräftig aus (möglich sind 15 bis 20 Liter pro Quadratmeter). In den Regengebieten sinken die Temperaturen unter die 20-Grad-Marke.
- Schauer & Gewitter im Nordwesten: Über den Nordwesten ziehen von der Nordsee her weitere Schauer und örtliche Gewitter hinweg.
- Freundlicher Süden: Längeren Sonnenschein und anhaltend warme Temperaturen genießen weiterhin die Regionen im Süden.
4. Trend für die neue Woche
- Montag: Die Schauer ziehen Richtung Südosten ab, sodass der Montag bei einem Mix aus Sonne und Wolken überwiegend trocken verläuft. Im Südwesten klettern die Werte bereits wieder auf bis zu 27 °C.
- Dienstag: Ein erneuter sommerlicher Schwung bringt Temperaturen von bis zu 25 bis 30 °C. Im Westen und Norden muss jedoch im Tagesverlauf wieder mit nass-feuchtem Wetter und Gewittern gerechnet werden.
- Weitere Aussichten: Im Anschluss pendeln sich die Temperaturen wieder auf das für den September typische Niveau ein.
5. Klimatischer Kontext & Europa-Vergleich
- Sommer-Rückblick & Klimaanpassung: Die Sommermonate Juni, Juli und August fielen deutschlandweit um 3,3 °C wärmer aus als im langjährigen Klimamittel. Mit Blick auf die am Montag beginnende Woche der Klimaanpassung wird auf praktische Schutzmaßnahmen gegen Hitze und Dürre hingewiesen – etwa außenliegender Sonnenschutz an Fenstern, Regenwassernutzung sowie unversiegelte Rasengittersteine.
- Europäischer Vergleich: Deutschland liegt aktuell im mäßigen Übergangsbereich zwischen kühlen Regionen wie Reykjavík (9 °C) oder Stockholm (18 °C) und extremer Spätsommerhitze in Südeuropa mit bis zu 37 °C in Spanien und 38 °C in Serbien.
