Starker Start ins dritte Quartal
- Der S&P Global Einkaufsmanagerindex (EMI) steigt von 50,3 auf 52,2 Punkte – der sechste Monat in Folge mit Wachstum.
- Das ist der stärkste Wert seit Mai 2022.
Produktion auf höchstem Niveau seit 4,5 Jahren
- Die Industrieproduktion wurde kräftig ausgeweitet.
- Gründe:
- Abbau von Auftragsbeständen
- Höhere Kapazitätsauslastung
- Gestiegene Nachfrage
Export treibt Wachstum
- Höchster Exportzuwachs seit Februar 2022.
- Nachfrage steigt aus Asien, Nord- und Südamerika sowie Teilen Europas.
- Verteidigungsausgaben und Rechenzentrumsbau fördern Neuaufträge.
Kostendruck lässt nach
- Kosteninflation sinkt auf den niedrigsten Stand seit Beginn des Nahostkriegs.
- Hauptgrund: fallende Ölpreise im Juni und Anfang Juli.
- Erzeugerpreise steigen nur noch mit der geringsten Rate seit vier Monaten.
Lieferketten bleiben angespannt
- Lieferzeiten verlängern sich erneut.
- Besonders Elektronikkomponenten sind knapp.
- Verzögerungen nehmen gegenüber dem Vormonat leicht zu.
Beschäftigung geht weiter zurück
- Stellenabbau setzt sich fort, aber langsamer.
- Gründe:
- Entlassung von Leiharbeitern
- Nichtbesetzung offener Stellen
- Umstrukturierungen
Geschäftsaussichten bleiben verhalten
- Stimmung bleibt unter Vorkriegsniveau.
- Belastende Faktoren:
- Geopolitische Unsicherheit
- Probleme in der Automobilindustrie
- Schwäche im Bausektor
Die deutsche Industrie zeigt im Juli 2026 eine deutliche Erholung, getragen von Exporten und sinkenden Kosten. Gleichzeitig bleiben Lieferkettenprobleme, Stellenabbau und unsichere Aussichten bestehen. Insgesamt ein robuster, aber fragiler Aufschwung.