Worum es geht
Die Bundesregierung beantwortet eine Kleine Anfrage der AfD-Abgeordneten zur Erfassung antiziganistischer Straftaten im Jahr 2025. Grundlage sind Daten des Kriminalpolizeilichen Meldedienstes Politisch motivierter Kriminalität (KPMD-PMK), Stichtag 31. Mai 2026.
1. Anzahl antiziganistischer Straftaten 2025
Gesamtzahl: 244 Straftaten
Wichtigste Kategorien:
- Gewaltdelikte: 15 (v. a. Körperverletzungen)
- Sachbeschädigungen: 11
- Nötigung/Bedrohung: 17
- Volksverhetzung: 80 → größte Einzeldeliktsgruppe
- Andere Straftaten: 105 (z. B. Beleidigungen, verhetzende Beleidigungen, weitere Delikte)
Bundesländer mit den höchsten Fallzahlen:
- Nordrhein‑Westfalen: 44
- Bayern: 19
- Berlin: 22
- Rheinland‑Pfalz: 25
- Baden‑Württemberg: 33
2. Tatverdächtige 2025
Insgesamt ermittelte Tatverdächtige: 192
Verteilung nach Deliktgruppen:
- Gewaltdelikte: 18
- Nötigung/Bedrohung: 17
- Volksverhetzung: 56
- Andere Straftaten: 93
3. Nichtdeutsche Tatverdächtige
Gesamtzahl: 36
Wesentliche Gruppen:
- Gewaltdelikte: 2
- Nötigung/Bedrohung: 7
- Volksverhetzung: 7
- Andere Straftaten: 20
Hinweis der Bundesregierung:
- Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit (auch Doppelstaatler) werden als deutsch gezählt.
- Automatisierte Auswertung von Mehrfachstaatsangehörigkeiten ist nicht möglich.
Kernbotschaft
Die Daten zeigen für 2025:
- 244 antiziganistische Straftaten, davon überwiegend Volksverhetzung und Beleidigungsdelikte.
- 192 Tatverdächtige, davon 36 nichtdeutsche Personen.
- Die meisten Fälle entfallen auf einige große Bundesländer, insbesondere NRW, BW, RP und Berlin.
Quelle: Bundestagsdrucksache 21/7043