Erwerbs­tä­tig­keit in Deutsch­land geht zu Jah­res­be­ginn zurück

Die Zahl der Erwerbs­tä­ti­gen in Deutsch­land ist im ers­ten Quar­tal 2026 gesun­ken. Nach Anga­ben des Sta­tis­ti­schen Bun­des­am­tes waren rund 45,6 Mil­lio­nen Men­schen mit Arbeits­ort in Deutsch­land erwerbs­tä­tig. Gegen­über dem vier­ten Quar­tal 2025 ent­spricht das einem Rück­gang um 486.000 Per­so­nen oder 1,1 Pro­zent. Die­ser Wert ist nicht sai­son­be­rei­nigt und ent­hält damit auch die am Jah­res­an­fang übli­chen Beschäf­ti­gungs­ef­fek­te. Sai­son­be­rei­nigt fiel der Rück­gang deut­lich gerin­ger aus: Die Zahl der Erwerbs­tä­ti­gen sank gegen­über dem Vor­quar­tal um 61.000 Per­so­nen bezie­hungs­wei­se 0,1 Pro­zent.

Der unbe­rei­nig­te Rück­gang zum Jah­res­be­ginn ist grund­sätz­lich nicht unge­wöhn­lich. In vie­len Bran­chen nimmt die Beschäf­ti­gung im ers­ten Quar­tal sai­so­nal ab, etwa nach dem Ende des Weih­nachts­ge­schäfts oder auf­grund wit­te­rungs­be­ding­ter Ein­schrän­kun­gen im Bau. Auf­fäl­lig ist jedoch, dass der Rück­gang im ers­ten Quar­tal 2026 stär­ker aus­fiel als in den Vor­jah­ren. Desta­tis ver­weist dar­auf, dass die Abnah­me um mehr als 100.000 Per­so­nen über dem Durch­schnitt der Jah­re 2023 bis 2025 lag. Damit setzt sich ein seit der zwei­ten Jah­res­hälf­te 2025 sicht­ba­rer nega­ti­ver Beschäf­ti­gungs­trend fort.

Auch im Ver­gleich zum Vor­jah­res­quar­tal zeig­te sich ein Rück­gang. Gegen­über dem ers­ten Quar­tal 2025 sank die Zahl der Erwerbs­tä­ti­gen um 157.000 Per­so­nen oder 0,3 Pro­zent. Beson­ders deut­lich war die Ent­wick­lung außer­halb der Dienst­leis­tungs­be­rei­che. Im Pro­du­zie­ren­den Gewer­be ohne Bau­ge­wer­be ver­rin­ger­te sich die Erwerbs­tä­tig­keit um 171.000 Per­so­nen bezie­hungs­wei­se 2,1 Pro­zent. Im Bau­ge­wer­be lag das Minus bei 27.000 Per­so­nen oder 1,1 Pro­zent. Auch in der Land- und Forst­wirt­schaft sowie Fische­rei ging die Zahl der Erwerbs­tä­ti­gen leicht zurück.

Die Dienst­leis­tungs­be­rei­che ent­wi­ckel­ten sich unein­heit­lich. Ins­ge­samt stieg die Beschäf­ti­gung dort gegen­über dem Vor­jah­res­quar­tal noch leicht um 45.000 Per­so­nen oder 0,1 Pro­zent. Deut­li­che Zuwäch­se gab es vor allem im Bereich Öffent­li­che Dienst­leis­ter, Erzie­hung und Gesund­heit, der um 181.000 Per­so­nen bezie­hungs­wei­se 1,5 Pro­zent wuchs. Dem stan­den Rück­gän­ge unter ande­rem bei Han­del, Ver­kehr und Gast­ge­wer­be sowie bei Unter­neh­mens­dienst­leis­tern gegen­über. Auch im Bereich Infor­ma­ti­on und Kom­mu­ni­ka­ti­on nahm die Zahl der Erwerbs­tä­ti­gen wei­ter ab.

Die Ent­wick­lung betraf sowohl Arbeit­neh­me­rin­nen und Arbeit­neh­mer als auch Selbst­stän­di­ge. Die Zahl der Arbeit­neh­me­rin­nen und Arbeit­neh­mer sank im Vor­jah­res­ver­gleich um 120.000 auf 42,0 Mil­lio­nen Per­so­nen. Die Zahl der Selbst­stän­di­gen ein­schließ­lich mit­hel­fen­der Fami­li­en­an­ge­hö­ri­ger ging um 37.000 auf 3,6 Mil­lio­nen zurück. Trotz der nied­ri­ge­ren Erwerbs­tä­ti­gen­zahl blieb das gesamt­wirt­schaft­li­che Arbeits­vo­lu­men mit 15,7 Mil­li­ar­den Stun­den unver­än­dert. Grund dafür war, dass die durch­schnitt­lich geleis­te­ten Arbeits­stun­den je erwerbs­tä­ti­ger Per­son leicht zunah­men.

Im euro­päi­schen Ver­gleich fällt die deut­sche Ent­wick­lung schwä­cher aus. Wäh­rend die Erwerbs­tä­tig­keit in Deutsch­land gegen­über dem Vor­jahr zurück­ging, stieg sie nach Anga­ben von Euro­stat in der Euro­päi­schen Uni­on im ers­ten Quar­tal 2026 im Durch­schnitt um 0,6 Pro­zent und im Euro­raum um 0,5 Pro­zent. Die Daten deu­ten damit dar­auf hin, dass der deut­sche Arbeits­markt zu Jah­res­be­ginn 2026 stär­ker unter Druck stand als der euro­päi­sche Durch­schnitt.


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