Inves­tie­ren für die Alters­vor­sor­ge: So sicherst du dei­ne Zukunft

In Zei­ten nied­ri­ger Zin­sen und stei­gen­der Lebens­er­war­tung wird die pri­va­te Alters­vor­sor­ge immer wich­ti­ger. Doch wie sorgt man am bes­ten für den Ruhe­stand vor? Ein­fach nur spa­ren reicht oft nicht mehr aus. War­um das so ist und wel­che Vor­tei­le das Inves­tie­ren, ins­be­son­de­re in ETFs, bie­tet, erfährst du in die­sem Arti­kel.

War­um Inves­tie­ren statt nur Spa­ren?

Der ent­schei­den­de Grund liegt in der Infla­ti­on. Die­se ent­wer­tet das Geld im Lau­fe der Zeit. Wer sein Geld ein­fach nur auf einem Spar- oder Tages­geld­kon­to lie­gen lässt, ver­liert auf lan­ge Sicht an Kauf­kraft. Zwar wer­den auf Tages­geld­kon­ten Zin­sen gezahlt, doch die­se sind meist nied­ri­ger als die Infla­ti­ons­ra­te.

Tages­geld vs. Akti­en und ETFs: Ein Ver­gleich

Tages­geld­kon­ten bie­ten Sicher­heit und Fle­xi­bi­li­tät. Das Geld ist jeder­zeit ver­füg­bar und unter­liegt kei­nen Kurs­schwan­kun­gen. Die Ren­di­ten sind jedoch, wie gesagt, sehr nied­rig und rei­chen lang­fris­tig nicht aus, um die Infla­ti­on aus­zu­glei­chen. Ide­al ist das Tages­geld­kon­to für den Not­gro­schen oder kurz­fris­ti­ge Spar­zie­le, z.B. ein neu­es Auto oder den nächs­ten Urlaub. Geld­markt­fonds sind eine wei­te­re Opti­on für die kurz­fris­ti­ge Anla­ge.

Akti­en bie­ten hin­ge­gen die Chan­ce auf höhe­re Ren­di­ten. Der Akti­en­markt hat in der Ver­gan­gen­heit lang­fris­tig betrach­tet eine durch­schnitt­li­che Ren­di­te von 7–8% pro Jahr erzielt. Aller­dings sind Akti­en­in­ves­ti­tio­nen auch mit grö­ße­ren Risi­ken ver­bun­den, ins­be­son­de­re die Inves­ti­ti­on in Ein­zel­ak­ti­en. Denn die­se kön­nen star­ke Kurs­schwan­kun­gen auf­wei­sen. Wenn die Fir­ma, in die inves­tiert wur­de, plei­te geht, kann man schlimms­ten­falls einen Total­ver­lust erlei­den.

ETFs (Exch­an­ge Traded Funds) stel­len eine attrak­ti­ve Alter­na­ti­ve dar. Sie ver­ei­nen die Vor­tei­le von Akti­en und Fonds. ETFs sind bör­sen­ge­han­del­te Index­fonds, die einen bestimm­ten Akti­en­in­dex, wie z.B. den DAX, den MSCI ACWI oder den FTSE All-World, nach­bil­den. Sie ermög­li­chen eine brei­te Diver­si­fi­ka­ti­on, das heißt, eine Streu­ung des Invest­ments über vie­le ver­schie­de­ne Akti­en und Bran­chen hin­weg. Dadurch wird das Risi­ko im Ver­gleich zu Ein­zel­ak­ti­en deut­lich redu­ziert, denn selbst wenn eine Aktie im Index schlecht läuft, kön­nen die ande­ren Akti­en die­se Ver­lus­te aus­glei­chen.

Fünf Schrit­te zum erfolg­rei­chen ETF-Spar­plan:

Wer lang­fris­tig für den Ruhe­stand vor­sor­gen möch­te, kann dies mit­hil­fe eines ETF-Spar­plans tun. Die­ser bie­tet die Mög­lich­keit, regel­mä­ßig, auch mit klei­nen Beträ­gen, in ETFs zu inves­tie­ren und vom lang­fris­ti­gen Wachs­tum der Akti­en­märk­te zu pro­fi­tie­ren.

Schritt 1: ETF aus­wäh­len:

Zuerst soll­test du einen pas­sen­den ETF aus­wäh­len. Für die Alters­vor­sor­ge eig­nen sich beson­ders welt­weit gestreu­te ETFs, die einen brei­ten Index wie den MSCI ACWI oder den FTSE All-World abbil­den. Die­se Indi­zes beinhal­ten tau­sen­de Akti­en aus ver­schie­de­nen Län­dern und Bran­chen. Ach­te bei der ETF-Aus­wahl auf ein hohes Fonds­vo­lu­men (über 100 Mil­lio­nen Euro) und nied­ri­ge Kos­ten, die soge­nann­te Total Expen­se Ratio (TER). Ein güns­ti­ger ETF ist zum Bei­spiel der Inves­co FTSE All-World mit einer TER von 0,15%, deut­lich gerin­ger als die 0,22% des belieb­ten Van­guard FTSE All-World, der aber bereits län­ger am Markt ist und über ein grö­ße­res Fonds­vo­lu­men ver­fügt. Mer­ke dir die Wert­pa­pier­kenn­num­mer (WKN) dei­nes aus­ge­wähl­ten ETFs.

Schritt 2: Depot eröff­nen:

Um in ETFs inves­tie­ren zu kön­nen, benö­tigst du ein Depot bei einem Online-Bro­ker. Die Kos­ten für Depots unter­schei­den sich je nach Anbie­ter, daher ist ein Ver­gleich wich­tig. Beach­te dabei, dass vie­le Bro­ker mitt­ler­wei­le kos­ten­lo­se ETF-Spar­plä­ne anbie­ten. Wäh­le einen Anbie­ter, der dei­nen gewähl­ten ETF als kos­ten­lo­sen Spar­plan im Ange­bot hat. Gib dazu ein­fach die WKN dei­nes ETFs in einen Ver­gleichs­rech­ner ein. Hast du dich für einen Bro­ker ent­schie­den, musst du ein For­mu­lar aus­fül­len und dei­ne Erfah­rung im Wert­pa­pier­han­del ange­ben. Anschlie­ßend bestä­tigst du dei­ne Iden­ti­tät, in der Regel per Video­ident­ver­fah­ren.

Schritt 3: Spar­ra­te bestim­men:

Über­le­ge dir, wie viel Geld du monat­lich inves­tie­ren kannst und möch­test. Dies könn­te hel­fen, dei­ne Ein­nah­men und Aus­ga­ben in einer Bud­get­auf­stel­lung zu ver­glei­chen. Noch bes­ser: Füh­re ein paar Mona­te ein Haus­halts­buch. Die monat­li­che Spar­ra­te soll­te min­des­tens 10% dei­nes Net­to­ein­kom­mens betra­gen. Neh­men wir an, du hast dein Depot erfolg­reich eröff­net und eine geeig­ne­te Spar­ra­te von z.B. 200€ pro Monat fest­ge­legt.

Schritt 4: Dau­er­auf­trag zum Depot ein­rich­ten:

Rich­te einen Dau­er­auf­trag ein, um den monat­li­chen Spar­be­trag auf das Ver­rech­nungs­kon­to dei­nes Depots zu über­wei­sen. Es emp­fiehlt sich, den Über­wei­sungs­ter­min auf den Tag dei­nes Gehalts­ein­gangs zu legen — so bezahlst du dich selbst zuerst.

Schritt 5: Spar­plan auf­set­zen:

Sobald dein Depot eröff­net ist und Gut­ha­ben vor­han­den ist, kannst du den ETF-Spar­plan ein­rich­ten. Dazu gibst du die WKN dei­nes ETFs in der Such­funk­ti­on ein, wählst die gewünsch­te Spar­ra­te und die Fre­quenz, z.B. monat­lich, aus. Lege auch den Aus­füh­rungs­tag fest und ent­schei­de, ob du eine Dyna­mi­sie­rung (jähr­li­che Erhö­hung) der Spar­ra­te wünschst. Zuletzt wählst du aus, ob der Spar­plan vom Gut­ha­ben des Depots oder per Last­schrift von dei­nem Bank­kon­to ein­ge­zo­gen wer­den soll.

Bei­spiel Neo­bro­ker:

Apps wie die von Neo­bro­ker machen den Pro­zess noch ein­fa­cher. Nach der Depoter­öff­nung kannst du direkt in der App einen Spar­plan anle­gen und den gewünsch­ten ETF sowie die Spar­ra­te aus­wäh­len.

Lang­fris­tig den­ken und breit diver­si­fi­zie­ren

Der Schlüs­sel zum Erfolg beim Inves­tie­ren für die Alters­vor­sor­ge liegt in der Lang­fris­tig­keit und Diver­si­fi­ka­ti­on. ETFs eig­nen sich her­vor­ra­gend dafür, da sie breit gestreut sind und somit das Risi­ko mini­mie­ren. Es ist wich­tig, min­des­tens ein Jahr­zehnt, bes­ser noch län­ger, inves­tiert zu sein, um die lang­fris­ti­ge Ten­denz des Akti­en­mark­tes zu nut­zen.

Kon­se­quent spa­ren und Finanz­ma­nage­ment-Tools nut­zen:

Neben dem rich­ti­gen Invest­ment ist es eben­so wich­tig, kon­se­quent zu spa­ren und den Über­blick über sei­ne Finan­zen zu behal­ten. Rich­te einen Dau­er­auf­trag ein, um dei­ne monat­li­che Spar­ra­te auto­ma­tisch auf dein Depot zu über­wei­sen. Nut­ze Finanz­ma­nage­ment-Tools und Apps, um dei­ne Ein­nah­men und Aus­ga­ben zu ver­fol­gen und dein Bud­get zu opti­mie­ren.

Depot­wahl und Kos­ten­op­ti­mie­rung:

Wäh­le einen Online-Bro­ker mit nied­ri­gen Gebüh­ren und einer benut­zer­freund­li­chen Platt­form. Ver­glei­che die Kos­ten für Depot­füh­rung, Order­ge­büh­ren und Spar­plan­aus­füh­rung. Ein Depot­ver­gleich kann dir dabei hel­fen.

Steu­ern ein­fach gemacht:

Dein Bro­ker führt die Abgel­tungs­steu­er auto­ma­tisch an das Finanz­amt ab. Du musst dich also um nichts wei­ter küm­mern.

Fazit:

Inves­tie­ren für die Alters­vor­sor­ge ist uner­läss­lich, um den Lebens­stan­dard im Alter zu sichern. ETFs bie­ten eine ein­fa­che und kos­ten­güns­ti­ge Mög­lich­keit, lang­fris­tig Ver­mö­gen auf­zu­bau­en und von der Ren­di­te der Akti­en­märk­te zu pro­fi­tie­ren. Mit einem ETF-Spar­plan, der auf einem welt­weit gestreu­ten Index basiert, einer kon­se­quen­ten Spar­ra­te und einem lang­fris­ti­gen Anla­ge­ho­ri­zont kannst du dei­ne finan­zi­el­le Zukunft selbst in die Hand neh­men und erfolg­reich für den Ruhe­stand vor­sor­gen. Den­ke dar­an, dass auch klei­ne Beträ­ge, die regel­mä­ßig inves­tiert wer­den, über die Jah­re zu einem beacht­li­chen Ver­mö­gen anwach­sen kön­nen.


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Disclaimer: Dieser Beitrag dient lediglich zu allgemeinen Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Bitte konsultieren Sie vor jeder Anlageentscheidung einen unabhängigen Finanzberater