1. „Nach dem Schock folgt der Abriss“
Sentix-Konjunkturindex
- Auslöser: Der Iran-Krieg führte zunächst Anfang März zu Verunsicherung, gefolgt von einem massiven Einbruch der Konjunkturstimmung im April 2026.
- Euroland:
- Gesamtindex: −16,1 Punkte → −19,2
- Erwartungen: starker Rückgang (−19 Punkte)
- Deutschland:
- Gesamtindex: −27,7 (−15,6 Punkte Rückgang)
- Erwartungen: −16,8 → tiefster Stand seit Sept. 2024
- Global:
- Gesamtindex: −2,9 (−13,8 Punkte)
- Erwartungen: niedrigster Stand seit Frühjahr 2025
- Kernaussage:
Investoren rechnen wieder verstärkt mit einer Rezession. Der Einbruch ist breit angelegt und betrifft alle Weltregionen. - Treiber:
- Stark steigende Ölpreise (>110 USD/Barrel)
- Lieferkettenprobleme (v. a. Straße von Hormus)
- Inflationsanstieg
- Erwartete geldpolitische Unterstützung (z. B. Zinssenkungen)
Gesamtbewertung
- Scharfer, kriegsbedingter Stimmungsumschwung
- Erwartungskomponente bricht stärker ein als die Lage
- Rezessionsrisiko rückt klar in den Vordergrund
- Globale Dimension, nicht nur europäisches Problem
Auffällig ist, dass die Dynamik stark von Erwartungen getrieben wird — ein klassisches Muster für Frühindikatoren, das auf eine mögliche reale Konjunkturverschlechterung in den Folgemonaten hindeutet.
Quelle: sentix
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