Krise der Metall- und Elektroindustrie: steigende Arbeitslosigkeit und drohender Stellenabbau

1. Steigende Arbeitslosigkeit in der Branche

Die Arbeitslosigkeit in qualifizierten Berufen der Metall- und Elektroindustrie ist im Februar 2026 auf etwa 180.000 Personen gestiegen. Das entspricht einem Anstieg von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr und ist der höchste Stand seit der Corona-Krise im Jahr 2021. Gleichzeitig sinkt die Zahl der offenen Stellen; es gibt rund 120.000 Stellenangebote, etwa drei Prozent weniger als im Vorjahr.

2. Befürchteter massiver Arbeitsplatzabbau

Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall warnt vor einem möglichen Verlust von bis zu 150.000 Arbeitsplätzen in diesem Jahr. Der Verband spricht von einer dramatischen Lage und einer möglichen Deindustrialisierung der Branche.

3. Ursachen der Krise laut Arbeitgebern

Als Hauptprobleme für den Standort Deutschland werden genannt:

  • hohe Energiekosten
  • hohe Unternehmenssteuern
  • steigende Sozialabgaben
  • zu viel Bürokratie

Diese Faktoren würden Investitionen unattraktiv machen, wodurch Produktionsanlagen veralten und weniger neue Arbeitsplätze entstehen.

4. Rückgang von Investitionen und Beschäftigung

Unternehmen investieren weniger in neue Anlagen und Ausrüstung. Dadurch setzt sich der Arbeitsplatzabbau fort, da Produktion und Wettbewerbsfähigkeit leiden. Seit 2018 sind bereits etwa 270.000 Jobs verloren gegangen, und die Beschäftigtenzahl in der Branche ist unter 3,8 Millionen gefallen.

5. Negative Erwartungen der Unternehmen

Auch die Personalplanung zeigt eine negative Entwicklung:

  • 28 % der Unternehmen planen Stellenabbau,
  • nur 9 % wollen Personal aufbauen.

Damit könnte sich die Verschlechterung des Arbeitsmarktes in der Branche weiter fortsetzen.


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