Marktbericht Deutschland – Wirtschafts- und Börsennachrichten


Detail
Index: DAX
Handelsplatz: Deutsche Börse
Datum: 05.08.2026
Vortag: 26202.35
Erster: 26393.43
Höchst: 26403.81 (09:03:07)
Tiefst: 26123.18 (17:35:16)
Letzter: 26126.30
Veränderung: ‑76.05
Veränderung(%): ‑0.29
| Datum | Kurs | % | Volumen |
|---|---|---|---|
| 05.08.26 | 26.126,30 PTS | -0,29 % | 60.397.282 |
| 04.08.26 | 26.202,35 PTS | +0,77 % | 60.970.273 |
| 03.08.26 | 26.001,31 PTS | +1,45 % | 63.659.293 |
| 31.07.26 | 25.629,24 PTS | +0,07 % | 61.427.149 |
| 30.07.26 | 25.612,03 PTS | +0,60 % | 59.547.858 |
Gewinnmitnahmen stoppen DAX-Rekord – Nebenwerte bleiben schwach
- Treiber: Entscheidend war nicht eine neue Konjunktursorge, sondern die Bereinigung überdehnter Positionen nach der jüngsten Rekordrally. Die Hoffnung auf eine Öffnung der Straße von Hormus trug den DAX zunächst auf ein Allzeithoch, konnte Gewinnmitnahmen und enttäuschende Unternehmensausblicke aber nicht kompensieren.
- Marktbestätigung: Die positive DAX-Marktbreite widerspricht dem Indexminus. MDAX, SDAX und TecDAX bestätigen dagegen eine vorsichtigere Risikohaltung. Defensive Gesundheitswerte stiegen, während Halbleiter, Autos, Immobilien und viele Nebenwerte verloren.
- Nächster Handelstag: Eine außergewöhnlich dichte Berichtssaison mit Siemens, Deutsche Telekom, Commerzbank und Rheinmetall trifft auf deutsche Industrieaufträge. Technisch stehen 26.120 Punkte als kurzfristige Unterstützung und 26.404 Punkte als Widerstand im Mittelpunkt.
Marktüberblick
| Markt | Stand | Veränderung |
|---|---|---|
| DAX | 26.126,30 | −0,29 % |
| MDAX | 32.426,33 | −0,41 % |
| TecDAX PR | 2.801,97 | −0,89 % |
| SDAX | 18.553,91 | −0,46 % |
| Euro Stoxx 50 | 6.476,98 | −0,15 % |
| Dow Jones* | 54.504,77 | +0,77 % |
| S&P 500* | 7.736,83 | +0,00 % |
| Nasdaq Composite* | 26.460,95 | −0,47 % |
| Brent | 80,10 Dollar | +0,93 % |
| EUR/USD | 1,1548 | +0,14 % |
| Gold | 4.294,60 Dollar | +3,42 % |
| Bundesanleihe, 10 Jahre | 3,10 % | −0,32 % / −1 BP |
| VDAX-New | 16,28 Punkte | +0,48 % |
Analyse des Tages
Der eigentliche Treiber war eine Positionsbereinigung nach einem sehr schnellen Anstieg. Der DAX hatte seit dem 20. Juli rund 1.500 Punkte beziehungsweise mehr als sechs Prozent gewonnen. Am Mittwoch eröffnete er bei 26.393 Punkten und erreichte bereits kurz nach Handelsbeginn das Rekordhoch von 26.403,81 Punkten. Danach gab der Index nahezu kontinuierlich nach und schloss mit 26.126,30 Punkten nur knapp über dem Tagestief von 26.123,18 Punkten.
Die Aussicht auf Fortschritte bei der Öffnung der Straße von Hormus erklärte den freundlichen Handelsbeginn: Sinkende Energiepreise würden die Inflationserwartungen und damit den Druck auf die Kapitalmarktzinsen reduzieren. Diese positive Wirkungskette war nach der jüngsten Rally jedoch bereits weitgehend eingepreist. Zudem blieb eine verbindliche Vereinbarung zwischen Iran und den USA aus.
Die Marktbreite im DAX fiel besser aus als der Indexstand vermuten lässt: 22 Werte stiegen, 17 verloren, Siemens Energy schloss unverändert. Das DAX-Minus entstand somit vor allem durch die Gewichtung größerer Verlierer, darunter Infineon, DHL und mehrere Autoaktien. Im MDAX überwogen die Verlierer dagegen mit 26 zu 23.
Deutlicher war die Schwäche weiter unten in der Marktkapitalisierung. Im SDAX schlossen 42 von 70 Titeln im Minus, nur 24 gewannen. Im TecDAX standen 20 Verlierern lediglich zehn Gewinner gegenüber. Das widerspricht der These eines bloß technischen Rücksetzers der Schwergewichte: Bei kleineren Unternehmen, CleanTech- und IT-Werten nahm die Risikobereitschaft sichtbar ab.
Die Sektorrotation verlief klar. Gesundheits- und Konsumwerte wie Fresenius, Beiersdorf und Bayer profitierten, ebenso Versicherer und Börsenbetreiber. Unter Druck standen Halbleiter, Automobilhersteller, Logistik, Immobilien und erneuerbare Energien. Im MDAX bildeten Chemie- und Rohstoffwerte eine Ausnahme; Wacker Chemie führte den Index an.
Der VDAX-New stieg lediglich um 0,48 Prozent auf 16,28 Punkte. Zusammen mit der kaum veränderten Bundesanleiherendite spricht dies gegen einen abrupten Stressabbau. Der kräftige Goldanstieg zeigt allerdings, dass Absicherungen gegen geopolitische und zinspolitische Risiken gefragt blieben.
Einzelwerte
- Fresenius +5,16 %: Der Gesundheitskonzern übertraf mit dem zweiten Quartal die Erwartungen und erhöhte seine Gewinnprognose. Die Zahlen dürften zu höheren Konsensschätzungen führen.
- Infineon −5,71 %: Umsatz und Geschäftsentwicklung überzeugten nicht ausreichend. Vor allem die für das vierte Quartal avisierte Segmentmarge von 23 Prozent enttäuschte gegenüber einer Markterwartung von 24,4 Prozent.
- DHL Group −3,71 %: Höherer Gewinn, Zollrückzahlungen und eine Ausweitung des Aktienrückkaufs reichten nicht. Nach der Annäherung an das fünf Jahre alte Rekordhoch wurden hohe Erwartungen reduziert.
- Siemens Energy 0,00 %: Auftragseingang und Ergebnis übertrafen die Prognosen, doch ein großer Teil der operativen Verbesserung war im Kurs bereits berücksichtigt.
- Wacker Chemie +5,09 %: Berichte über mögliche US-Zölle und eine Preisuntergrenze für Polysilizium verbesserten die Perspektiven des US-Geschäfts.
- Basler −7,03 %: Trotz angehobener Umsatz- und Margenziele belasteten hohe Voraberwartungen und Hinweise auf Lieferkettenrisiken.
Ausblick auf Donnerstag
- 07:00 Uhr – Siemens und Deutsche Telekom: Der von Siemens veröffentlichte Analystenkonsens erwartet rund 24,70 Milliarden Euro Auftragseingang, 20,64 Milliarden Euro Umsatz und 3,18 Milliarden Euro Ergebnis der Industriegeschäfte. Bei der Telekom liegen die Konsenswerte bei 29,96 Milliarden Euro Umsatz und 11,70 Milliarden Euro bereinigtem EBITDA AL.
- 07:00 bis 07:30 Uhr – breite Berichtswelle: Commerzbank, Merck, Aurubis, Rheinmetall, Henkel, Renk und weitere Unternehmen legen Zahlen vor. Entscheidend werden Margen und Jahresausblicke, nicht allein die absoluten Quartalsergebnisse.
- 08:00 Uhr – deutsche Industrieaufträge: Die Modellprognose liegt bei −1,6 Prozent zum Vormonat, nach zuvor +1,9 Prozent. Eine schwächere Zahl würde besonders Industrie- und Nebenwerte belasten.
- 11:00 Uhr – Einzelhandelsumsätze der Eurozone: Erwartet wird modellseitig ein Rückgang um 0,4 Prozent zum Vormonat und ein Anstieg um 0,9 Prozent zum Vorjahr.
- Charttechnik: 26.404 Punkte bilden den unmittelbaren Widerstand. Unter 26.120 Punkten rücken 26.000 und anschließend der Bereich um 25.630 Punkte als Unterstützungen in den Fokus.

Die wichtigsten Indizes
| Name | Letzter Preis | +/- % | Datum/Zeit letzter Preis |
| AEX 25 | 1112,66 | -0,34 | 2026.08.05 18:17 |
| ATX | 6681,11 | 0,33 | 2026.08.05 17:29 |
| Benzin NYMEX Rolling | 2,86 | 0,17 | 2026.08.05 18:17 |
| Brent Crude Rohöl Preis | 79,9 | 0,5 | 2026.08.05 18:17 |
| CAC 40 | 8673,64 | -0,23 | 2026.08.05 18:17 |
| CDAX (Performance) | 2206,29 | -0,35 | 2026.08.05 17:50 |
| DAX | 26126,3 | -0,29 | 2026.08.05 17:50 |
| DAX (Kursindex) | 9536,14 | -0,29 | 2026.08.05 17:50 |
| Dieselpreis | 1180,72 | 3,85 | 2026.08.05 18:17 |
| Dow Jones Industrial | 54530,91 | 0,7 | 2026.08.05 18:17 |
| Erdgaspreis | 2,68 | 0,25 | 2026.08.05 18:17 |
| EUR/USD | 1,15 | 0,15 | 2026.08.05 18:17 |
| EURO STOXX 50 | 6483,66 | -0,39 | 2026.08.05 18:17 |
| FTSE 100 Index | 10898,84 | -0,03 | 2026.08.05 18:17 |
| GEX (Performance) | 2628,81 | -0,2 | 2026.08.05 17:50 |
| Goldpreis | 4236,75 | 3,91 | 2026.08.05 18:17 |
| Hang Seng | 25686,12 | -2,58 | 2026.08.05 18:17 |
| HDAX (Performance) | 13835,24 | -0,3 | 2026.08.05 17:50 |
| IBEX35 | 20093,48 | 0,31 | 2026.08.05 18:17 |
| MDAX | 32432,53 | -0,95 | 2026.08.05 18:17 |
| NASDAQ 100 | 29625,59 | -0,38 | 2026.08.05 18:17 |
| Nikkei 225 | 65811,87 | 0,4 | 2026.08.05 18:17 |
| Platin NYMEX | 1740,87 | -0,38 | 2026.08.05 18:17 |
| S&P 500 | 7734,21 | -0,15 | 2026.08.05 18:17 |
| SDAX | 18575,62 | -0,83 | 2026.08.05 18:17 |
| Silberpreis | 61,98 | 3,98 | 2026.08.05 18:17 |
| SMI | 14549,92 | 0,24 | 2026.08.05 18:17 |
| TecDAX | 3946,73 | -0,89 | 2026.08.05 17:50 |
| VDAX | 16,3 | 0,58 | 2026.08.05 17:30 |
| WTI Rohöl Preis | 75,61 | -0,23 | 2026.08.05 18:17 |
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