Marktbericht Deutschland – Wirtschafts- und Börsennachrichten


Detail
Index: DAX
Handelsplatz: Deutsche Börse
Datum: 29.07.2026
Vortag: 25464.01
Erster: 25551.97
Höchst: 25571.45 (14:06:09)
Tiefst: 25336.39 (11:33:56)
Letzter: 25460.48
Veränderung: ‑3.53
Veränderung(%): ‑0.01
| Datum | Kurs | % | Volumen |
|---|---|---|---|
| 29.07.26 | 25.460,48 PTS | -0,01 % | 61.382.643 |
| 28.07.26 | 25.464,01 PTS | +0,41 % | 56.076.283 |
| 27.07.26 | 25.361,03 PTS | +1,04 % | 51.887.606 |
| 24.07.26 | 25.099,00 PTS | +1,36 % | 44.474.007 |
| 23.07.26 | 24.763,12 PTS | -1,56 % | 61.919.215 |
Quartalszahlen stabilisieren den DAX – Öl und Chips begrenzen das Potenzial
- Treiber: Nicht die Geopolitik, sondern die Berichtssaison entschied über den deutschen Handelstag. Rheinmetall, BASF, Siemens Healthineers und SAP kompensierten den erneuten Ölpreisschock sowie den Abverkauf bei Halbleiterwerten.
- Bestätigung und Widerspruch: Der nahezu unveränderte DAX verdeckt eine ausgeprägte Rotation. Der SDAX und der TecDAX legten zu, der MDAX verlor. Die Marktbreite war im DAX knapp positiv, in der zweiten Reihe jedoch schwach. Der deutliche Anstieg des VDAX-New signalisiert zugleich höhere Absicherungsnachfrage.
- Nächster Handelstag: Entscheidend werden das deutsche und europäische Bruttoinlandsprodukt, die deutsche Inflationsschätzung und die US-Konjunkturdaten. Hinzu kommen zahlreiche Unternehmensberichte sowie am späten Abend die Zahlen von Amazon und Apple.
Marktüberblick
| Markt | Stand | Veränderung |
|---|---|---|
| DAX | 25.460,48 Punkte | −0,01 % |
| MDAX | 32.243,82 Punkte | −0,47 % |
| TecDAX | 3.845,33 Punkte | +0,21 % |
| SDAX | 18.564,98 Punkte | +1,16 % |
| Euro Stoxx 50 | 6.248,84 Punkte | −0,65 % |
| Dow Jones* | ca. 51.818 Punkte | −1,75 % |
| S&P 500* | ca. 7.347 Punkte | −1,12 % |
| Nasdaq 100* | ca. 27.307 Punkte | −1,67 % |
| Brent | ca. 90,20 US-Dollar | +7,3 % |
| EUR/USD | 1,1383 US-Dollar | nahezu unverändert |
| Gold | 4.013,63 US-Dollar | −0,3 % |
| Bundrendite, 10 Jahre | 3,16 % | +1,61 % / +5 BP |
| VDAX-New | 19,00 Punkte | +5,23 % |
Analyse des Tages
Unternehmenszahlen neutralisieren den Ölpreisschock
Der eigentliche Treiber war die ungewöhnlich starke Differenzierung zwischen den Einzelwerten. Neue militärische Auseinandersetzungen im Nahen Osten trieben Brent zeitweise um mehr als sieben Prozent nach oben. Damit stiegen zugleich die Inflationserwartungen und die Renditen am deutschen Anleihemarkt. Die zehnjährige Bundesanleihe rentierte zuletzt bei rund 3,15 bis 3,16 Prozent; der Bund-Future verlor 0,28 Prozent.
Normalerweise belastet eine solche Kombination aus steigenden Energiepreisen und höheren Renditen den Gesamtmarkt deutlich. Dass der DAX dennoch lediglich 3,53 Punkte verlor, zeigt die Tragfähigkeit der positiven Unternehmensnachrichten. Der Index bewegte sich im Tagesverlauf zwischen 25.336 und 25.571 Punkten und schloss damit nahezu exakt auf dem Vortagesniveau.
Marktbreite besser als der Index – aber nicht durchgehend
Im DAX standen 21 Gewinnern 19 Verlierer gegenüber. Die Marktbreite war damit leicht positiv, obwohl der Index stagnierte. Das spricht gegen einen breiten Ausverkauf. Unterstützend wirkten Rüstung, Gesundheit, Chemie, Automobile und Software. Dagegen verloren Halbleiter, Immobilien, Versicherer und Teile der Versorger.
Das Bild unterhalb des DAX blieb widersprüchlich. Im MDAX fielen 30 von 50 Titeln; nur 19 stiegen. Besonders Halbleiterzulieferer, Industriewerte, Immobilien und Transporttitel gerieten unter Druck. Der Rückgang des MDAX um 0,47 Prozent bestätigt daher die Vorsicht, die der fast unveränderte DAX allein nicht erkennen lässt.
Der SDAX widersprach diesem Befund: Er gewann 1,16 Prozent, 37 Titel schlossen höher. Allerdings beruhte die Stärke teilweise auf kräftigen Sondereffekten bei Shelly, MLP, Indus, Ströer und mehreren Technologiewerten. Der TecDAX legte ebenfalls zu, obwohl Chipwerte wie Siltronic, Infineon, PVA TePla und Elmos deutlich verloren. Solar‑, Software- und Medizintechnikwerte glichen diese Schwäche aus.
Der Anstieg des VDAX-New auf 19 Punkte passt zu diesem selektiven Markt: Die Anleger reduzierten nicht pauschal Aktienpositionen, bezahlten aber mehr für Absicherung. Der DAX-Schluss suggeriert daher mehr Stabilität, als Volatilität, Ölpreis und US-Vorgaben tatsächlich anzeigen.
Einzelwerte
Rheinmetall: +6,13 %
Der Konzern übertraf mit vorläufigen Quartalszahlen die Erwartungen. Der Umsatz stieg um rund 69 Prozent auf knapp 3,29 Milliarden Euro, das operative Ergebnis erreichte 562 Millionen Euro. Die Aktie stellte den wichtigsten positiven DAX-Beitrag.
BASF: +3,87 %
Fortschritte beim Kostenabbau, geringere Investitionen und ein neues Aktienrückkaufprogramm stützten den Kurs. Die Aktie profitierte zudem von der Erwartung höherer Kapitalrückflüsse.
Siemens Healthineers: +4,51 %
Besser als erwartete Zahlen des US-Wettbewerbers GE Healthcare verbesserten die Einschätzung für das Medizintechniksegment.
Infineon: rund −5,7 %
Die Aktie litt unter dem internationalen Abverkauf von Halbleiterwerten. Zweifel an den Renditen der hohen KI-Investitionen belasteten Chip- und Ausrüsteraktien über mehrere Märkte hinweg.
Shelly Group: rund +11 %
Vorläufige Gespräche mit Schneider Electric über ein mögliches Übernahmeangebot lösten den stärksten Kursanstieg im SDAX aus.
Medios: rund −9 %
Der Spezialpharmahändler rechnet nach einem schwächeren Halbjahr mit einem niedrigeren Jahresgewinn.
Ausblick auf Donnerstag
- 07:30 bis 08:00 Uhr: Ergebnisse unter anderem von Adidas, BMW, Aixtron, Symrise, MTU Aero Engines und Munich Re. Besonders BMW und Aixtron können die bereits auffällige Rotation in Auto- und Halbleiterwerten verstärken. (n‑tv.de)
- 10:00 Uhr: Deutsche BIP-Schnellmeldung für das zweite Quartal. Der Konsens liegt je nach Quelle bei etwa 0,0 Prozent zum Vorquartal.
- 11:00 Uhr: BIP, Arbeitslosenquote und Wirtschaftsvertrauen der Eurozone.
- 14:00 bis 14:30 Uhr: Deutsche Verbraucherpreise sowie US-BIP, PCE-Inflation, Einkommen, Ausgaben und Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Diese Daten entscheiden, ob der Renditeanstieg anhält.
- Charttechnik: Unterhalb von 25.336 Punkten droht ein Rücklauf in Richtung 25.300/25.250. Oberhalb des Tageshochs bei 25.571 Punkten wäre der Weg zur runden Marke von 25.600 Punkten frei.
Nach US-Börsenschluss folgen um 22:05 Uhr Amazon und um 22:30 Uhr Apple. Ihre Aussagen zu KI-Investitionen, Margen und Konsumnachfrage dürften die europäische Technologieindikation am Freitag maßgeblich prägen.

Die wichtigsten Indizes
| Name | Letzter Preis | +/- % | Datum/Zeit letzter Preis |
| AEX 25 | 1089,98 | -0,44 | 2026.07.29 18:16 |
| ATX | 6322,27 | -0,27 | 2026.07.29 17:29 |
| Benzin NYMEX Rolling | 3,24 | 3,3 | 2026.07.29 18:16 |
| Brent Crude Rohöl Preis | 88,07 | 7,34 | 2026.07.29 18:17 |
| CAC 40 | 8394,78 | -0,97 | 2026.07.29 18:16 |
| CDAX (Performance) | 2154,83 | 0,04 | 2026.07.29 17:50 |
| DAX | 25460,48 | -0,01 | 2026.07.29 17:50 |
| DAX (Kursindex) | 9293,11 | -0,01 | 2026.07.29 17:50 |
| Dieselpreis | 1325,59 | 8,04 | 2026.07.29 18:16 |
| Dow Jones Industrial | 51812,01 | -1,84 | 2026.07.29 18:17 |
| Erdgaspreis | 2,72 | 1,08 | 2026.07.29 18:16 |
| EUR/USD | 1,14 | -0,1 | 2026.07.29 18:16 |
| EURO STOXX 50 | 6231,35 | -1,13 | 2026.07.29 18:17 |
| FTSE 100 Index | 10877,26 | -0,23 | 2026.07.29 18:17 |
| GEX (Performance) | 2657,89 | -0,37 | 2026.07.29 17:50 |
| Goldpreis | 4007,25 | -0,48 | 2026.07.29 18:17 |
| Hang Seng | 25605,42 | 0,59 | 2026.07.29 18:17 |
| HDAX (Performance) | 13509,04 | -0,04 | 2026.07.29 17:50 |
| IBEX35 | 19309,88 | -2,32 | 2026.07.29 18:16 |
| MDAX | 32183,46 | -0,84 | 2026.07.29 18:17 |
| NASDAQ 100 | 27268,96 | -1,89 | 2026.07.29 18:17 |
| Nikkei 225 | 61292,33 | -1,83 | 2026.07.29 18:17 |
| Platin NYMEX | 1587,83 | -1,59 | 2026.07.29 18:17 |
| S&P 500 | 7343,24 | -1,22 | 2026.07.29 18:17 |
| SDAX | 18557,44 | 1,02 | 2026.07.29 18:17 |
| Silberpreis | 56,82 | -0,48 | 2026.07.29 18:17 |
| SMI | 14473,26 | -1,05 | 2026.07.29 18:17 |
| TecDAX | 3845,33 | 0,21 | 2026.07.29 17:50 |
| VDAX | 19 | 5,23 | 2026.07.29 17:30 |
| WTI Rohöl Preis | 84,81 | 7,02 | 2026.07.29 18:17 |
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