Marktbericht Deutschland – Wirtschafts- und Börsennachrichten


Detail
Index: DAX
Handelsplatz: Deutsche Börse
Datum: 31.07.2026
Vortag: 25612.03
Erster: 25709.37
Höchst: 25891.51 (09:34:03)
Tiefst: 25549.53 (16:09:10)
Letzter: 25629.24
Veränderung: +17.21
Veränderung(%): +0.07
| Datum | Kurs | % | Volumen |
|---|---|---|---|
| 31.07.26 | 25.629,24 PTS | +0,07 % | 61,43 Mio. |
| 30.07.26 | 25.612,03 PTS | +0,60 % | 59,55 Mio. |
| 29.07.26 | 25.460,48 PTS | -0,01 % | 61,38 Mio. |
| 28.07.26 | 25.464,01 PTS | +0,41 % | 56,08 Mio. |
| 27.07.26 | 25.361,03 PTS | +1,04 % | 51,89 Mio. |
Chiprally hält DAX im Plus – Marktbreite warnt vor falscher Stärke
- Treiber: Starke US-Technologieberichte lösten eine Erholung bei Halbleiterwerten aus. Infineon und SAP hielten den DAX trotz steigender Ölpreise und höherer Renditen knapp im Plus.
- Bestätigung: Die Marktbreite widersprach dem Indexstand deutlich. MDAX, SDAX und TecDAX gaben nach; im DAX standen lediglich 13 Gewinner 26 Verlierern gegenüber.
- Nächster Handelstag: Entscheidend sind die Einkaufsmanagerindizes, deutsche Einzelhandelsdaten und der US-ISM. Technisch muss der DAX die Zone um 25.900 Punkte überwinden, ohne erneut unter 25.550 Punkte zurückzufallen.
Marktüberblick
| Markt | Stand | Veränderung |
|---|---|---|
| DAX | 25.629,24 Punkte | +0,07 % |
| MDAX | 31.980,52 Punkte | −0,73 % |
| TecDAX | 3.827,49 Punkte | −0,05 % |
| SDAX | 18.302,79 Punkte | −0,86 % |
| Euro Stoxx 50 | 6.358,01 Punkte | +0,21 % |
| Dow Jones* | 52.443,42 Punkte | +0,45 % |
| S&P 500* | 7.463,84 Punkte | +0,35 % |
| Nasdaq Composite* | 25.231,90 Punkte | +0,44 % |
| Brent | 90,10 Dollar | +1,20 % |
| EUR/USD | 1,1514 Dollar | −0,10 % |
| Gold | 4.100,40 Dollar | −1,45 % |
| Bundesanleihe, 10 Jahre | 3,21 % | +1,26 % / +4 BP |
| VDAX-New | 17,06 Punkte | −5,84 % |
*Kein Schlussstand, sondern laufende Notierung zum Redaktionsschluss.
Analyse des Tages
Technologieimpuls überdeckt die Belastungsfaktoren
Der DAX schloss 17 Punkte höher, doch die geringe Veränderung unterschätzt die Rotation innerhalb des Marktes. Der eigentliche Treiber war nicht eine allgemein gestiegene Risikobereitschaft, sondern die konzentrierte Nachfrage nach Halbleiter- und KI-Aktien. Starke Quartalsberichte von Microsoft und Amazon stärkten die Erwartung, dass die hohen Investitionen in Rechenzentren, Cloud-Infrastruktur und künstliche Intelligenz vorerst anhalten.
Davon profitierten vor allem Infineon sowie im MDAX und TecDAX Aixtron, Siltronic, Jenoptik und Süss Microtec. Der DAX erreichte am Vormittag 25.891,51 Punkte und verfehlte seine bisherige Bestmarke nur knapp. Danach gab er nahezu den gesamten Tagesgewinn ab und schloss bei 25.629,24 Punkten.
Der Rücklauf hatte nachvollziehbare Ursachen. Brent verteuerte sich auf rund 90 Dollar je Barrel. Damit nahm der Inflationsdruck erneut zu, während die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen um vier Basispunkte auf 3,21 Prozent stieg. Für hoch bewertete Wachstumsaktien ist diese Kombination grundsätzlich ungünstig. Dass Halbleiterwerte trotzdem zulegten, unterstreicht die Stärke des unternehmensspezifischen KI-Impulses.
Die zweite Reihe widerspricht dem DAX
Die Indexstruktur liefert das wichtigere Signal als das kleine DAX-Plus. Im Leitindex stiegen nur 13 der 40 Aktien, 26 fielen und eine notierte unverändert. Schwergewichte kompensierten damit die Verluste der Mehrheit.
In der zweiten Reihe funktionierte dieser Gewichtungseffekt nicht. Der MDAX verlor 0,73 Prozent, der SDAX 0,86 Prozent. Selbst der TecDAX schloss trotz der ausgeprägten Chiprally knapp im Minus. Dort standen zwölf Gewinner 18 Verlierern gegenüber.
Auch die Sektorrotation blieb eng. Halbleiter und Chipausrüster führten, während Autohersteller und ‑zulieferer, Chemie, Telekommunikation, E‑Commerce sowie erneuerbare Energien zurückblieben. Im SDAX verloren 48 von 70 Titeln; lediglich 20 legten zu.
Der Rückgang des VDAX-New um 5,84 Prozent auf 17,06 Punkte signalisiert zwar geringere kurzfristige Absicherungsnachfrage. Er bestätigt aber keine breit angelegte Hausse. Der Volatilitätsindex reagierte stärker auf das Ausbleiben eines DAX-Rückschlags als auf eine Verbesserung der Marktbreite.
Einzelwerte
Infineon +3,70 Prozent: Der Chiphersteller führte den DAX an. Die starken US-Technologievorgaben und neue Investitionen in KI-Infrastruktur stützten den gesamten Halbleitersektor.
Aixtron +5,28 Prozent: Eine Hochstufung durch Oddo BHF und der überraschend starke Auftragseingang vom Vortag verstärkten die Erwartung einer zyklischen Erholung.
Siltronic +2,91 Prozent: Mehrere Analysten hoben ihre Einschätzungen nach den Quartalszahlen an. Der Markt setzte auf eine Belebung der Nachfrage nach 300-Millimeter-Wafern.
Schaeffler −12,36 Prozent: Der Auto- und Industriezulieferer reduzierte seine mittelfristigen Umsatzziele. Besonders die schwächeren Perspektiven des mit Vitesco ausgebauten Elektroantriebsgeschäfts belasteten.
Hensoldt −5,03 Prozent: Trotz eines stark gestiegenen Auftragseingangs dominierten Gewinnmitnahmen. Analysten verwiesen auf die hohe Bewertung und einen schwächeren freien Cashflow.
Siemens Healthineers −0,91 Prozent: Der Konzern senkte wegen der Diagnostiksparte seine Prognose für das vergleichbare Umsatzwachstum auf 3,5 bis 4,0 Prozent.
Ausblick auf Montag, 3. August
- 08.00 Uhr – deutsche Einzelhandelsumsätze: Erwartet werden für Juni etwa +0,4 Prozent zum Vormonat nach +1,1 Prozent; im Jahresvergleich liegt die Prognose bei −0,7 Prozent.
- 09.55 Uhr – deutscher Industrie-PMI: Die endgültige Juli-Lesung wird bei 52,2 Punkten erwartet. Eine Bestätigung würde das konjunkturelle Signal aus dem Industriesektor stützen.
- 10.00 Uhr – Industrie-PMI der Eurozone: Abweichungen von der Vorabschätzung dürften vor allem Euro, Banken und zyklische Industriewerte bewegen.
- 16.00 Uhr – US-ISM für das verarbeitende Gewerbe: Der Bericht ist der wichtigste Makrotermin des Tages; ISM veröffentlicht die Juli-Daten zum US-Börsenstart.
- Charttechnik: Oberhalb von 25.900 Punkten öffnet sich der Weg zur psychologischen Marke von 26.000 Punkten. Erste Unterstützung liegt am Tagestief bei 25.550 Punkten, darunter folgt die Zone um 25.360 Punkte. Solange die Marktbreite schwach bleibt, wäre ein Ausbruch ohne Beteiligung von MDAX und SDAX wenig belastbar.

Die wichtigsten Indizes
| Name | Letzter Preis | +/- % | Datum/Zeit letzter Preis |
| AEX 25 | 1098,38 | -0,88 | 2026.07.31 18:17 |
| ATX | 6489,82 | 0,62 | 2026.07.31 17:29 |
| Benzin NYMEX Rolling | 3,12 | 0,01 | 2026.07.31 18:17 |
| Brent Crude Rohöl Preis | 87,47 | 0,06 | 2026.07.31 18:18 |
| CAC 40 | 8515,07 | 0,08 | 2026.07.31 18:17 |
| CDAX (Performance) | 2171,88 | 0,04 | 2026.07.31 17:50 |
| DAX | 25629,24 | 0,07 | 2026.07.31 17:50 |
| DAX (Kursindex) | 9354,71 | 0,07 | 2026.07.31 17:50 |
| Dieselpreis | 1300,09 | 0,14 | 2026.07.31 18:17 |
| Dow Jones Industrial | 52379,62 | 0,31 | 2026.07.31 18:18 |
| Erdgaspreis | 2,73 | -0,69 | 2026.07.31 18:17 |
| EUR/USD | 1,15 | -0,14 | 2026.07.31 18:17 |
| EURO STOXX 50 | 6357,98 | -0,07 | 2026.07.31 18:18 |
| FTSE 100 Index | 10870,9 | -0,7 | 2026.07.31 18:18 |
| GEX (Performance) | 2593,95 | -1,24 | 2026.07.31 17:50 |
| Goldpreis | 4044,04 | -1,63 | 2026.07.31 18:18 |
| Hang Seng | 25895,07 | -0,46 | 2026.07.31 18:18 |
| HDAX (Performance) | 13577,98 | -0,01 | 2026.07.31 17:50 |
| IBEX35 | 19756,96 | -0,26 | 2026.07.31 18:17 |
| MDAX | 32042,85 | -1,09 | 2026.07.31 18:18 |
| NASDAQ 100 | 28155,02 | 0,2 | 2026.07.31 18:18 |
| Nikkei 225 | 63067,08 | -1,07 | 2026.07.31 18:18 |
| Platin NYMEX | 1657,14 | -0,86 | 2026.07.31 18:18 |
| S&P 500 | 7455,4 | 0,2 | 2026.07.31 18:18 |
| SDAX | 18361,2 | -0,92 | 2026.07.31 18:12 |
| Silberpreis | 57,44 | -3,02 | 2026.07.31 18:18 |
| SMI | 14352,02 | -0,68 | 2026.07.31 18:18 |
| TecDAX | 3827,49 | -0,05 | 2026.07.31 17:50 |
| VDAX | 17,27 | -4,7 | 2026.07.31 17:30 |
| WTI Rohöl Preis | 84,55 | 0,81 | 2026.07.31 18:18 |
Disclaimer: Dieser Bericht dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Für die Richtigkeit der Daten wird keine Gewähr übernommen.
