Nov­ar­tis Q2 2026: Soli­des Kern-Ergeb­nis und posi­ti­ve Markt­re­ak­ti­on trotz Gene­ri­ka­druck

Finan­zi­el­le Ent­wick­lung (Q2 und H1 2026)

  • Umsatz­wachs­tum im Q2: Der Net­to­um­satz stieg im zwei­ten Quar­tal auf 14,4 Mrd. USD (+3 % in USD, +1 % in kon­stan­ten Wechselkursen/cc). Das Volu­men­wachs­tum betrug 18 Pro­zent­punk­te, wur­de jedoch durch die Kon­kur­renz durch Gene­ri­ka (-14 Pro­zent­punk­te) und Preis­ef­fek­te (-3 Pro­zent­punk­te) teil­wei­se aus­ge­gli­chen. Im ers­ten Halb­jahr (H1) lag der Umsatz bei 27,5 Mrd. USD (+1 % in USD, ‑2 % cc).
  • Betriebs­er­geb­nis (Ope­ra­ting Inco­me): sank im Q2 auf 4,8 Mrd. USD (-2 % in USD, ‑3 % cc), bedingt durch einen gerin­ge­ren Brut­to­ge­winn, was teil­wei­se durch nied­ri­ge­re Ver­triebs- und Ver­wal­tungs­kos­ten (SG&A) abge­fe­dert wur­de.
  • Rein­ge­winn (Net Inco­me) & EPS: Der Rein­ge­winn im Q2 ging um 19 % (USD und cc) auf 3,3 Mrd. USD zurück. Dies ist im Wesent­li­chen auf höhe­re Ertrags­steu­ern und gestie­ge­ne Zins­auf­wen­dun­gen zurück­zu­füh­ren. Der Gewinn je Aktie (EPS) sank um 17 % auf 1,71 USD.
  • Core-Ergeb­nis­se:
    • Das Core Ope­ra­ting Inco­me blieb im Q2 mit 5,9 Mrd. USD sta­bil (0 % in USD und cc). Die Core-Mar­ge lag bei 41,2 % (-1,0 Pro­zent­punk­te in USD).
    • Das Core EPS lag bei 2,41 USD (sta­bil in USD, ‑1 % cc).
  • Frei­er Cash­flow (Free Cash Flow): belief sich im Q2 auf 5,6 Mrd. USD (-12 % in USD), was auf einen gerin­ge­ren ope­ra­ti­ven Cash­flow zurück­zu­füh­ren ist. Im ers­ten Halb­jahr betrug der freie Cash­flow 8,9 Mrd. USD (-9 %).

Wich­ti­ge Wachs­tums­trä­ger (Prio­ri­ty Brands)

Das ope­ra­ti­ve Wachs­tum wur­de im zwei­ten Quar­tal vor allem durch eine star­ke Dyna­mik bei wich­ti­gen Kern­mar­ken getra­gen:

  • Cosen­tyx: 1,82 Mrd. USD (+12 % in USD, +10 % cc)
  • Kis­qa­li: 1,70 Mrd. USD (+44 % in USD, +43 % cc) – star­kes Wachs­tum in allen Regio­nen im Bereich Brust­krebs.
  • Kesimp­ta: 1,42 Mrd. USD (+32 % in USD und cc)
  • Plu­vic­to: 651 Mio. USD (+43 % in USD und cc) – anhal­tend hohe Nach­fra­ge in den USA.
  • Scem­blix: 562 Mio. USD (+89 % in USD und cc)
  • Leq­vio: 480 Mio. USD (+61 % in USD, +59 % cc)

Pipe­line & regu­la­to­ri­sche Mei­len­stei­ne

  • Zulas­sun­gen im Q2:
    • Rhap­si­do (Remi­bru­ti­nib): Zulas­sung in der EU und Japan zur ora­len Behand­lung der chro­ni­schen spon­ta­nen Urti­ka­ria (CSU).
    • Itvis­ma: Zulas­sung in der EU als Gen­er­satz­the­ra­pie für eine brei­te Pati­en­ten­grup­pe mit spi­na­ler Mus­kel­atro­phie (SMA).
    • Fab­hal­ta: Erhalt der tra­di­tio­nel­len FDA-Zulas­sung im Juli zur Ver­lang­sa­mung des Nie­ren­funk­ti­ons­ver­lusts bei IgA-Neph­ro­pa­thie (IgAN).
  • Regu­la­to­ri­sche Updates:
    • Kis­qa­li: Die US-ame­ri­ka­ni­sche FDA gewahr­te eine päd­ia­tri­sche Exklu­si­vi­tät, wodurch sich der Patent­schutz für alle im „Oran­ge Book“ gelis­te­ten Paten­te um 6 Mona­te ver­län­gert.
    • Del-zota (KPE179): Ein­rei­chung des Zulas­sungs­an­trags (BLA) bei der FDA für ein beschleu­nig­tes Zulas­sungs­ver­fah­ren bei Duchen­ne-Mus­kel­dys­tro­phie (DMD).

Kapi­tal­struk­tur & Ver­schul­dung

  • Net­to­ver­schul­dung: Erhöh­te sich zum 30. Juni 2026 deut­lich auf 39,4 Mrd. USD (gegen­über 21,9 Mrd. USD per 31. Dezem­ber 2025).
  • Grün­de für den Anstieg: Hohe Liqui­di­täts­ab­flüs­se für M&A‑Transaktionen und ande­re Akqui­si­tio­nen (15,3 Mrd. USD), die jähr­li­che Divi­den­den­zah­lung (9,1 Mrd. USD) sowie Akti­en­rück­käu­fe (3,1 Mrd. USD). Im ers­ten Halb­jahr wur­den ins­ge­samt 18,2 Mil­lio­nen Akti­en für 2,8 Mrd. USD zurück­ge­kauft.
  • Kre­dit­ra­tings: Unver­än­dert bei Aa3 (Moody’s) und AA- (S&P).

Aus­blick auf das Gesamt­jahr 2026

Nov­ar­tis hat sei­ne Pro­gno­se für das Gesamt­jahr 2026 (unter Aus­schluss unvor­her­ge­se­he­ner Ereig­nis­se und zu kon­stan­ten Wech­sel­kur­sen) bestä­tigt:

  • Net­to­um­satz: Erwar­te­tes Wachs­tum im nied­ri­gen ein­stel­li­gen Pro­zent­be­reich (low sin­gle-digit).
  • Core Ope­ra­ting Inco­me: Erwar­te­ter Rück­gang im nied­ri­gen ein­stel­li­gen Pro­zent­be­reich (low sin­gle-digit).
  • Wech­sel­kurs­ein­fluss: Soll­ten die Wech­sel­kur­se von Mit­te Juli für das rest­li­che Jahr anhal­ten, wird ein posi­ti­ver Effekt von 1 Pro­zent­punkt auf den Net­to­um­satz und von 1 Pro­zent­punkt auf das Core Ope­ra­ting Inco­me erwar­tet.

Der Markt wer­tet den Quar­tals­be­richt als robus­ten Befrei­ungs­schlag. Den­noch blei­ben Inves­to­ren und Ana­lys­ten auf­grund der anste­hen­den Patent­ab­läu­fe und der unver­än­der­ten Jah­res­pro­gno­se lang­fris­tig rea­lis­tisch und wach­sam


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