Die Schweizer Gesamtexporte sind im August 2026 deutlich zurückgegangen. Saisonbereinigt sanken sie gegenüber Juli nominal um 17,2 % auf 23,05 Mrd. Franken, real um 8,6 %. Hauptursache war ein Einbruch der Chemie- und Pharmaexporte um 32 %. Da diese Branche etwa die Hälfte der Schweizer Exporte ausmacht, beeinflusst sie die Gesamtstatistik stark. Andere Bereiche entwickelten sich dagegen positiv: Maschinen- und Elektroexporte stiegen um 6,3 %, Metalle um 2,3 %.
Die Schweizer Uhrenindustrie entwickelte sich deutlich besser. Die Uhrenexporte stiegen gegenüber August 2025 um 9,1 % auf 1,79 Mrd. Franken. Seit Jahresbeginn liegt das Plus bei 1,7 %; erstmals seit zwei Jahren ist die Achtmonatsbilanz wieder positiv. Allerdings hatte August 2026 einen Arbeitstag mehr als der Vorjahresmonat.
Regional zeigt sich bei Uhren ein sehr unterschiedliches Bild: Die Exporte in die USA brachen um 19,4 % ein. Dagegen stiegen sie nach Grossbritannien um 46,1 %, nach Frankreich auf mehr als das Doppelte, nach Deutschland um 34,0 %, Japan um 22,1 % und China um 15,8 %. Italien fiel mit −40,4 % deutlich zurück.
Fazit: Der starke Rückgang der Schweizer Gesamtexporte ist vor allem ein Pharmaeffekt und verdeckt die bessere Entwicklung vieler anderer Industriezweige. Die Uhrenbranche setzt ihren Aufwärtstrend fort, allerdings mit einer auffälligen Schwäche im wichtigsten Markt USA.