S&P 500 ohne KI-Gigan­ten

Der SPXXAI, offi­zi­ell „US 500 Exclu­ding Arti­fi­ci­al Intel­li­gence Enablers Pri­ce Return Index“, wur­de 2026 von Gold­man Sachs in Zusam­men­ar­beit mit S&P Dow Jones Indi­ces ein­ge­führt. Er bil­det den S&P 500 unter Aus­schluss von Unter­neh­men ab, die als soge­nann­te „AI Enablers“ ein­ge­stuft wer­den – also Unter­neh­men, die beson­ders unmit­tel­bar von der Ent­wick­lung und Bereit­stel­lung von KI-Tech­no­lo­gie, Rechen­leis­tung und der dazu­ge­hö­ri­gen Infra­struk­tur pro­fi­tie­ren.

Dazu kön­nen ins­be­son­de­re Anbie­ter von KI-Chips, Halb­lei­tern, Spei­cher­tech­nik, Ser­vern, Netz­werk­aus­rüs­tung, Cloud-Infra­struk­tur und Rechen­zen­trums­tech­nik gehö­ren. Häu­fig mit die­sem The­men­kom­plex in Ver­bin­dung gebrach­te Unter­neh­men sind unter ande­rem Nvi­dia, Micro­soft, Alpha­bet, Ama­zon, Meta Plat­forms, Broad­com, AMD und Micron. Da kei­ne leicht zugäng­li­che voll­stän­di­ge öffent­li­che Kom­po­nen­ten­lis­te des SPXXAI vor­liegt, soll­te die­se Auf­zäh­lung jedoch nicht als offi­zi­el­le oder abschlie­ßen­de Aus­schluss­lis­te ver­stan­den wer­den.

Bei der Ein­füh­rung des Index ent­fie­len auf die als KI-bezo­gen klas­si­fi­zier­ten Unter­neh­men unge­fähr 45 % des S&P‑500-Gewichts. Der SPXXAI redu­ziert daher die Expo­nie­rung gegen­über den gro­ßen Gewin­nern des KI-Infra­struk­tur­booms erheb­lich. Die ver­blei­ben­den Unter­neh­men stam­men ver­stärkt aus Berei­chen wie Finan­zen, Gesund­heits­we­sen, Kon­sum und Indus­trie, der Index ist jedoch nicht aus­schließ­lich ein „Old-Economy“-Index.

Die Kon­zen­tra­ti­on des regu­lä­ren, markt­ka­pi­ta­li­sie­rungs­ge­wich­te­ten S&P 500 ist 2026 wei­ter­hin sehr hoch. Die soge­nann­ten Magni­fi­cent Seven – Nvi­dia, Micro­soft, Apple, Alpha­bet, Ama­zon, Meta Plat­forms und Tes­la – reprä­sen­tier­ten im Juni und Juli 2026 zusam­men unge­fähr 32 % bis 33 % des Index. Die zehn größ­ten Index­po­si­tio­nen kamen nach Anga­ben von S&P Dow Jones Indi­ces zum 30. Juni 2026 auf rund 36,4 %. Abwei­chen­de Berech­nun­gen nen­nen je nach Stich­tag und Zähl­wei­se Wer­te bis unge­fähr 40 %.

Die­se Kon­zen­tra­ti­on bedeu­tet, dass rela­tiv weni­ge Groß­un­ter­neh­men einen erheb­li­chen Ein­fluss auf die Ent­wick­lung des S&P 500 haben. Aus­schluss­in­di­zes wie der SPXXAI und gleich­ge­wich­te­te Indi­zes kön­nen die­ses spe­zi­el­le Kon­zen­tra­ti­ons­ri­si­ko redu­zie­ren. Sie stel­len jedoch kei­ne unein­ge­schränkt bes­se­re Diver­si­fi­ka­ti­on dar, da sie ihrer­seits bewuss­te sek­to­ra­le und the­ma­ti­sche Abwei­chun­gen vom Gesamt­markt ein­ge­hen.


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