US-Präsident Donald Trump hat seinen Kurs gegen bestimmte Gender- und Diversity-Inhalte an staatlich finanzierten Schulen weiter verschärft. Er erklärte, Schulen würden „Kindesmissbrauch“ begehen, wenn sie Kindern vermittelten, sie seien im falschen Körper geboren. Dabei handelt es sich um Trumps politische und rechtliche Bewertung, nicht um eine pauschale neue strafrechtliche Definition.
Bereits zuvor hatte die Trump-Regierung per Dekret Maßnahmen gegen Inhalte angeordnet, die sie als „gender ideology“ oder „discriminatory equity ideology“ einstuft. Dazu zählen nach Darstellung der Regierung auch bestimmte Konzepte aus den Bereichen Diversity, Equity and Inclusion sowie Inhalte, die sie mit der sogenannten „Critical Race Theory“ in Verbindung bringt. Ein Schwerpunkt liegt zudem auf Fällen, in denen Schulen Informationen über die Geschlechtsidentität oder eine soziale Transition eines Kindes gegenüber den Eltern zurückhalten.
Bildungsministerin Linda McMahon kündigte an, dass Schulen mit Konsequenzen rechnen müssen, wenn sie nach Auffassung der Regierung gegen bundesrechtliche Vorgaben zu Elternrechten oder Diskriminierung verstoßen. In solchen Fällen kann auch der Entzug von Bundesmitteln drohen. Dabei handelt es sich jedoch nicht um einen automatischen Förderstopp allein aufgrund der Vermittlung bestimmter Inhalte; entscheidend sind konkrete Verstöße gegen geltendes Bundesrecht und die jeweiligen Förderbedingungen.
Die Maßnahmen sind Teil eines umfassenderen politischen Kurswechsels der Trump-Regierung in der Bildungs- und Gesellschaftspolitik. Während die Regierung betont, Elternrechte stärken und ideologische Einflussnahme an Schulen begrenzen zu wollen, kritisieren Gegner die Maßnahmen als Eingriff in pädagogische Freiheit und den Schutz von LGBTQ-Schülern.