Trumps Wahl­kampf­auf­tritt in South Caro­li­na

Donald Trump trat in Myrt­le Beach, South Caro­li­na, im Rah­men einer Wahl­kampf­ver­an­stal­tung auf, um die Wäh­ler für die bevor­ste­hen­de GOP-Stich­wahl am Diens­tag, dem 25. August, zu mobi­li­sie­ren.

1. Unter­stüt­zung für Dar­le­ne Gra­ham und Mobi­li­sie­rungs­auf­ruf

Haupt­an­lass des Auf­tritts war die Unter­stüt­zung von Sena­to­rin Dar­le­ne Gra­ham, die für die Nomi­nie­rung zur Nach­fol­ge ihres uner­war­tet ver­stor­be­nen Bru­ders, des lang­jäh­ri­gen Sena­tors Lind­sey Gra­ham, kan­di­diert. Gra­ham tritt in der Stich­wahl gegen den Abge­ord­ne­ten Ralph Nor­man an.

  • Hin­ter­grund der Kan­di­da­tur: Nach dem Tod von Lind­sey Gra­ham wur­de Dar­le­ne Gra­ham von Gou­ver­neur Hen­ry McMas­ter ernannt, um die ver­blei­ben­de Amts­zeit vor­erst zu über­neh­men. Trump berich­tet, dass er sie per­sön­lich dazu gedrängt habe, sich auch für die regu­lä­re Amts­zeit zu bewer­ben.
  • Poli­ti­sche Aus­rich­tung: Trump hebt her­vor, dass sich Gra­ham im Gegen­satz zu ihrem außen­po­li­tisch fokus­sier­ten Bru­der vor allem auf die wirt­schaft­li­che Erschwing­lich­keit („afforda­bili­ty“) für die Bür­ger kon­zen­trie­re. Zudem lobt er ihr Enga­ge­ment für das Mili­tär, den Schutz des zwei­ten Ver­fas­sungs­zu­sat­zes (Recht auf Waf­fen­be­sitz) sowie ihre Ableh­nung von Amnes­tien für ille­ga­le Ein­wan­de­rer.
  • Der Mobi­li­sie­rungs-Appell: Trump betont die Sor­ge, dass sei­ne Anhän­ger bei Wah­len, auf denen sein eige­ner Name nicht direkt auf dem Stimm­zet­tel steht, sel­te­ner zur Wahl gehen. Er bit­tet die Wäh­ler daher ein­dring­lich dar­um, bei der Stich­wahl so abzu­stim­men, „als ob ich selbst auf dem Stimm­zet­tel stün­de“.

2. Die Supre­me-Court-Ent­schei­dung zum White House „Military/Ballroom“-Komplex

Als eine der wich­tigs­ten aktu­el­len Neu­ig­kei­ten ver­kün­det Trump eine Ent­schei­dung des Obers­ten Gerichts­hofs der USA (Supre­me Court) bezüg­lich des umstrit­te­nen Bau­pro­jekts im Wei­ßen Haus.

  • Der Supre­me Court und der Chief Jus­ti­ce haben ent­schie­den, dass der Bau des 400 Mil­lio­nen Dol­lar teu­ren „Military/Ballroom“-Komplexes auf dem his­to­ri­schen Gelän­de des Wei­ßen Hau­ses fort­ge­setzt wer­den darf.
  • Trump bezeich­net das Vor­ha­ben als hoch­gra­dig sicher­heits­re­le­vant für das Land. Es umfas­se mili­tä­ri­sche Schutz­kom­po­nen­ten wie schuss­si­che­res Glas sowie Ver­tei­di­gungs­sys­te­me gegen Droh­nen und Rake­ten.
  • Er hebt her­vor, dass das Bau­vor­ha­ben – ent­ge­gen übli­cher staat­li­cher Groß­pro­jek­te – unter dem Bud­get und vor dem Zeit­plan rea­li­siert wird.

3. Wirt­schafts­po­li­tik: Tari­fe, Steu­er­sen­kun­gen und Infra­struk­tur

Ein zen­tra­ler Teil der Rede wid­met sich Trumps wirt­schafts­po­li­ti­scher Agen­da, wobei er ins­be­son­de­re sei­ne Zoll- und Steu­er­plä­ne her­vor­hebt:

  • Zöl­le („Tariffs“): Nach­dem die Medi­en ihn zuvor dafür kri­ti­siert hat­ten, bezeich­net Trump das Wort „Zoll“ scherz­haft als sein „fünft­liebs­tes Wort“ (nach Gott, Reli­gi­on, Fami­lie und sei­ner Frau). Er ver­tei­digt sei­ne Zoll­po­li­tik vehe­ment und behaup­tet, Zöl­le mach­ten das Land reich und zwän­gen aus­län­di­sche Unter­neh­men dazu, Fabri­ken in den USA zu bau­en. Als Bei­spiel nennt er den Rekord­zu­wachs an Auto­mo­bil­wer­ken in South Caro­li­na.
  • Steu­er­li­che Ent­las­tun­gen: Trump ver­spricht weit­rei­chen­de Steu­er­be­frei­un­gen, dar­un­ter die Abschaf­fung von Steu­ern auf Trink­gel­der („no tax on tips“), auf Über­stun­den sowie auf die Sozi­al­be­zü­ge von Senio­ren.
  • För­de­rung von US-Pro­duk­ten: Er kün­digt eine neue Rege­lung an, nach der die Zin­sen für Auto­kre­di­te zu 100 % von der Ein­kom­men­steu­er abge­setzt wer­den kön­nen – dies soll jedoch aus­schließ­lich für Fahr­zeu­ge gel­ten, die in den USA her­ge­stellt wur­den.
  • Wirt­schafts­da­ten: Er bean­sprucht für sei­ne Regie­rungs­zeit eine his­to­risch nied­ri­ge Infla­ti­on, Rekord­be­schäf­ti­gung und einen mas­si­ven Anstieg der 401k-Alters­vor­sor­gen um durch­schnitt­lich fast 40,000 US-Dol­lar seit sei­nem Amts­an­tritt.

4. Ein­wan­de­rung, Grenz­si­cher­heit und das Gedicht „The Sna­ke“

Trump wid­met einen erheb­li­chen Teil sei­ner Rede der schar­fen Kri­tik an der Ein­wan­de­rungs­po­li­tik der demo­kra­ti­schen Vor­gän­ger­re­gie­rung und zeich­net ein dras­ti­sches Bild der Lage:

  • Die „Migran­ten-Inva­si­on“: Trump behaup­tet, unter der Biden-Regie­rung sei­en rund 25 Mil­lio­nen Men­schen unkon­trol­liert ins Land geströmt. Dar­un­ter befän­den sich Kri­mi­nel­le, Mör­der sowie Per­so­nen aus aus­län­di­schen Gefäng­nis­sen und psych­ia­tri­schen Anstal­ten.
  • Erfol­ge der eige­nen Amts­zeit: Er erklärt, dass sei­ne Regie­rung die Gren­ze ab dem ers­ten Tag ver­sie­gelt habe. Er ver­weist dar­auf, dass in den ver­gan­ge­nen 15 Mona­ten „null ille­ga­le Ein­wan­de­rer“ in die USA gelas­sen wur­den. Zudem sei der Schmug­gel von Fen­ta­nyl ins­ge­samt um 64 % und über den See­weg sogar um 97 % zurück­ge­gan­gen.
  • „The Sna­ke“: Um sei­ne War­nung vor ille­ga­ler Migra­ti­on zu unter­mau­ern, trägt Trump das bekann­te Lied/Gedicht „The Sna­ke“ vor. Es erzählt die Geschich­te einer barm­her­zi­gen Frau, die eine halb erfro­re­ne Schlan­ge ret­tet und pflegt, nur um am Ende von ihr töd­lich gebis­sen zu wer­den – mit den Wor­ten der Schlan­ge: „Du wuss­test ver­dammt genau, dass ich eine Schlan­ge bin, bevor du mich auf­ge­nom­men hast“.

5. Außen­po­li­tik: Die Schwä­chung des Irans

Trump berich­tet von den mili­tä­ri­schen Fort­schrit­ten im Nahen Osten, ins­be­son­de­re im Hin­blick auf den Iran:

  • Er beschreibt eine geziel­te mili­tä­ri­sche Kam­pa­gne („detour“), um zu ver­hin­dern, dass der Iran in den Besitz von Atom­waf­fen gelangt.
  • Der Iran sei inzwi­schen mili­tä­risch so weit geschwächt, dass das Land fak­tisch kei­ne Mari­ne, Luft­waf­fe, Radar- oder Fer­ti­gungs­an­la­gen mehr besit­ze. Da die ers­ten drei Füh­rungs­ebe­nen des Lan­des aus­ge­schal­tet wor­den sei­en, scherzt Trump, sein größ­tes Pro­blem sei der­zeit, über­haupt zu wis­sen, mit wem er ver­han­deln soll.
  • Zudem erklärt Trump, er betrach­te die stra­te­gisch wich­ti­ge Stra­ße von Hor­mus mitt­ler­wei­le als „ame­ri­ka­ni­sches Ter­ri­to­ri­um“.

6. Sen­kung der Medi­ka­men­ten­prei­se

Trump rühmt sich, die größ­ten Preis­sen­kun­gen für ver­schrei­bungs­pflich­ti­ge Medi­ka­men­te in der Geschich­te der USA durch­ge­setzt zu haben, mit Rabat­ten von 60 % bis zu 90 %.

  • Er erklärt, er habe die­ses Ziel erreicht, indem er ande­re Län­der dazu gezwun­gen habe, ihre eige­nen Medi­ka­men­ten­prei­se zu ver­dop­peln oder zu ver­drei­fa­chen, um die Preis­nach­läs­se für den US-Markt aus­zu­glei­chen. Er betont, dass die Repu­bli­ka­ner die kom­men­den Wah­len allein auf­grund die­ses The­mas gewin­nen soll­ten.

7. Gesell­schafts­po­li­tik und Angrif­fe auf die Demo­kra­ten

Trump wirft den Demo­kra­ten vor, eine extrem lin­ke, „kom­mu­nis­ti­sche“ Agen­da zu ver­fol­gen.

  • Er posi­tio­niert sich ent­schie­den gegen geschlechts­an­glei­chen­de Maß­nah­men bei Kin­dern („trans­gen­der muti­la­ti­on“) und gegen die Teil­nah­me von Trans-Per­so­nen an Frau­en­sport­wett­be­wer­ben.
  • Er bean­sprucht für sei­ne Amts­zeit den his­to­risch stärks­ten Rück­gang der Mord­ra­te auf den nied­rigs­ten Stand seit dem Jahr 1900. In die­sem Zusam­men­hang hebt er die erfolg­rei­che Bekämp­fung der Kri­mi­na­li­tät in Washing­ton D.C. (wo 5.000 Kri­mi­nel­le ent­fernt wor­den sei­en) sowie den Ein­satz der Natio­nal­gar­de in New Orleans her­vor.

Dar­le­ne Gra­ham ist eine US-Sena­to­rin aus South Caro­li­na, die sich der­zeit im Wahl­kampf für eine regu­lä­re Amts­zeit im US-Senat befin­det.

Ihre Per­son, ihr poli­ti­scher Wer­de­gang und ihre Kern­po­si­tio­nen las­sen sich anhand der Details aus der Wahl­kampf­re­de von Donald Trump wie folgt beschrei­ben:

1. Nach­fol­ge ihres Bru­ders Lind­sey Gra­ham

Dar­le­ne Gra­ham ist die Schwes­ter des uner­war­tet ver­stor­be­nen, lang­jäh­ri­gen Sena­tors Lind­sey Gra­ham. Nach sei­nem Tod wur­de sie von South Caro­li­nas Gou­ver­neur Hen­ry McMas­ter ernannt, um die ver­blei­ben­de Amts­zeit ihres Bru­ders von fünf Mona­ten im Senat kom­mis­sa­risch zu über­neh­men. Trump beton­te in sei­ner Rede, dass er sie über ihren Bru­der Lind­sey seit lan­ger Zeit kennt und dass Lind­sey sie mehr respek­tiert habe als jede ande­re Per­son. Trump selbst sowie Gou­ver­neur McMas­ter dräng­ten sie schließ­lich dazu, sich auch für die regu­lä­re Amts­zeit im Senat zu bewer­ben.

2. Aktu­el­ler Wahl­kampf und Stich­wahl (Run­off)

Gra­ham steht vor einer ent­schei­den­den GOP-Stich­wahl am Diens­tag, dem 25. August, gegen den repu­bli­ka­ni­schen Abge­ord­ne­ten Ralph Nor­man um die Nomi­nie­rung für den Senats­sitz. Donald Trump unter­stützt sie vehe­ment und hielt die Kund­ge­bung in Myrt­le Beach ab, um sei­ne Wäh­ler zu mobi­li­sie­ren. Neben der Unter­stüt­zung durch Trump wur­de sie auch offi­zi­ell und nach­drück­lich von Gou­ver­neur Hen­ry McMas­ter sowie dem Abge­ord­ne­ten Rus­sell Fry endor­sed (befür­wor­tet).

3. Beruf­li­cher und fami­liä­rer Hin­ter­grund

Vor ihrer Zeit im Senat war Gra­ham über vie­le Jah­re im öffent­li­chen Dienst des Bun­des­staa­tes South Caro­li­na aktiv:

  • Sie lei­te­te eine bedeu­ten­de staat­li­che Behör­de mit 130 Mit­ar­bei­tern und einem Bud­get von 90 Mil­lio­nen US-Dol­lar.
  • Sie war Mit­glied des South Caro­li­na Work­force Deve­lo­p­ment Board, einer Ein­rich­tung zur Unter­stüt­zung arbei­ten­der Fami­li­en.
  • Sie ist ver­hei­ra­tet und trat bei der Wahl­kampf­ver­an­stal­tung gemein­sam mit ihrem Ehe­mann und ihrer Fami­lie auf, die Trump als „wun­der­ba­re, unter­stüt­zen­de Fami­lie“ her­ab­hob.

4. Poli­ti­sche Schwer­punk­te

Obwohl sie die Nach­fol­ge ihres Bru­ders ange­tre­ten hat, unter­schei­det sie sich laut Trump in ihren poli­ti­schen Prio­ri­tä­ten von ihm:

  • Fokus auf Bezahl­bar­keit (Afforda­bili­ty): Wäh­rend Lind­sey Gra­ham stark außen­po­li­tisch enga­giert war, kon­zen­triert sich Dar­le­ne Gra­ham vor allem auf all­täg­li­che wirt­schaft­li­che Fra­gen der Bür­ger – wie die Kos­ten für ein Laib Brot oder für Fleisch.
  • Mili­tär und Vete­ra­nen: Sie setzt sich lei­den­schaft­lich für die Unter­stüt­zung des US-Mili­tärs und der Vete­ra­nen ein. In Gesprä­chen mit Trump ver­ur­teil­te sie unter ande­rem, dass ille­ga­le Ein­wan­de­rer in teu­ren Hotels unter­ge­bracht wur­den, wäh­rend Mili­tär­ve­te­ra­nen in New York auf der Stra­ße schla­fen muss­ten.
  • Wei­te­re Posi­tio­nen: Sie ver­tritt eine klas­sisch kon­ser­va­ti­ve Linie: Sie for­dert nied­ri­ge­re Steu­ern, lehnt Amnes­tien für ille­ga­le Ein­wan­de­rer strikt ab und ver­spricht, den zwei­ten Ver­fas­sungs­zu­satz (das Recht auf Waf­fen­be­sitz) kon­se­quent zu ver­tei­di­gen. Zudem stellt sie sich gegen geschlechts­an­glei­chen­de Ein­grif­fe bei Kin­dern und den Start von Trans-Per­so­nen im Frau­en­sport.

The Sna­ke

Oscar Brown Jr.

On her way to work one mor­ning
Down the path ‘long­side the lake
A ten­der-hear­ted woman saw a poor half-fro­zen sna­ke
His pret­ty colo­red skin had been all fros­ted with the dew
“Oh well,” she cried, “I’ll take you in and I’ll take care of you”
“Take me in, ten­der woman
Take me in, for heaven’s sake
Take me in, ten­der woman,” sig­hed the sna­ke

She wrap­ped him up all cozy in a com­fort­er of silk
And laid him by thе fire­si­de with some honеy and some milk
She hur­ried home from work that night, and soon as she arri­ved
She found that pret­ty sna­ke she’d taken in had been revi­ved
“Take me in, ten­der woman
Take me in, for heaven’s sake
Take me in, ten­der woman,” sig­hed the sna­ke

She clut­ched him to her bosom, “You’­re so beau­tiful,” she cried
“But if I had­n’t brought you in, by now you might have died“
She stro­ked his pret­ty skin again and kissed and held him tight
Ins­tead of say­ing thanks, that sna­ke gave her a vicious bite
“Take me in, ten­der woman
Take me in, for heaven’s sake
Take me in, ten­der woman,” sig­hed the sna­ke

“I saved you,” cried the woman
“And you’­ve bit­ten me, but why?
And you know your bite is poi­so­no­us and now I’m gon­na die”
“Oh shut up, sil­ly woman,” said the rep­ti­le with a grin
“You knew damn well I was a sna­ke befo­re you took me in”
“Take me in, ten­der woman
Take me in, for heaven’s sake
Take me in, ten­der woman,” sig­hed the sna­ke
“Take me in, ten­der woman,” sig­hed the sna­ke
“Take me in, ten­der woman,” sig­hed the sna­ke


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