Wachsende Konkurrenz aus China
- Zwei Drittel der 1.300 befragten deutschen Unternehmen spüren deutlichen Wettbewerbsdruck durch chinesische Firmen .
- In der Industrie liegt der Anteil sogar bei 83 % .
- Chinesische Unternehmen konkurrieren nicht mehr nur über Preis und Masse, sondern zunehmend über Technologie und Innovation .
Reaktionen deutscher Unternehmen
- 88 % schließen einen Rückzug aus ihren Geschäftsfeldern aus .
- Stattdessen setzen sie auf:
- Produktinnovation (60 %)
- Kostenreduktion (50 %)
- Erschließung neuer Märkte (39 %)
- Kooperationen mit chinesischen Partnern (ca. 33 %)
Handelsbilanz & wirtschaftlicher Kontext
- Deutschlands Handelsdefizit mit China stieg um 22 Mrd. € auf 89,3 Mrd. € im Vorjahr .
- Gründe: Importanstieg (8,8 %) und Exportrückgang (9,7 %) .
Forderungen an die EU
- 55 % der Unternehmen wünschen stärkere EU‑Schutzmaßnahmen gegen Wettbewerbsverzerrungen – trotz möglicher Nachteile wie höhere Preise oder Bürokratie .
- Gewünschte Maßnahmen:
- Koordinierte EU‑Linie gegenüber China (67 %)
- Reduktion strategischer Abhängigkeiten (60 %)
- Schutz kritischer Infrastruktur (49 %)
- Marktzugangsbeschränkungen (36 %)
- Dennoch: Kein Ruf nach einem Handelskrieg, sondern nach konsequenter Nutzung bestehender Instrumente .
Komplexe Beziehungen
- Auch Firmen ohne direkte China‑Geschäfte spüren wachsenden Druck (38 %) .
- China ist für deutsche Unternehmen gleichzeitig Absatzmarkt, Beschaffungsmarkt, Produktionsstandort, Partner und Konkurrent .
- Unternehmen betonen zudem hausgemachte Probleme wie hohe Energie‑ und Arbeitskosten sowie Bürokratie .