USA, das Aller­letz­te vom 15.09.2026

Die wich­tigs­ten The­men und Ereig­nis­se des Tages, geord­net nach The­men­be­rei­chen:

1. Jus­tiz, Inne­re Sicher­heit und Ermitt­lun­gen

Pres­se­kon­fe­renz von Jus­tiz­mi­nis­ter Todd Blan­che

US-Jus­tiz­mi­nis­ter Todd Blan­che gab vor den Medi­en eine umfas­sen­de Unter­rich­tung über die aktu­el­len Prio­ri­tä­ten und Ermitt­lungs­er­fol­ge des US-Jus­tiz­mi­nis­te­ri­ums (DOJ):

  • Ter­ro­ris­mus­be­kämp­fung: Seit der Rück­kehr von Prä­si­dent Donald Trump ins Amt ver­zeich­ne­te das FBI 4.260 Fest­nah­men im Zusam­men­hang mit aus­län­di­schen Ter­ror­or­ga­ni­sa­tio­nen (FTOs) – ein Anstieg um 38 % gegen­über der Vor­gän­ger­re­gie­rung – sowie die Ver­hin­de­rung von 1.039 mut­maß­li­chen Anschlä­gen. Blan­che hob die Fest­nah­me des 21-jäh­ri­gen Jona­than Kra­mer in But­ler Coun­ty (Penn­syl­va­nia) her­vor, dem die Unter­stüt­zung von ISIS durch den Emp­fang von Schuss­waf­fen und Muni­ti­on zur Last gelegt wird. Zudem gab die Staats­an­walt­schaft des Sou­thern Dis­trict of New York (SDNY) Ankla­gen gegen rus­si­sche Geheim­dienst­ak­teu­re bekannt, denen Ter­ror­fi­nan­zie­rung und Auf­trags­mor­de welt­weit vor­ge­wor­fen wer­den.
  • Kri­mi­na­li­täts­be­kämp­fung: Unter Trumps Füh­rung sank die Mord­ra­te im Jahr 2025 um fast 20 %, die Gewalt­kri­mi­na­li­tät um knapp 10 %. Ein­jäh­ri­gen Part­ner­schaf­ten wie dem Memo­ran­dum of Under­stan­ding mit Mem­phis ver­zeich­ne­ten knapp 13.000 Fest­nah­men, die Sicher­stel­lung von über 2.000 ille­ga­len Waf­fen und die Auf­fin­dung von über 200 ver­miss­ten Kin­dern. FBI-Direk­tor Kash Patel gab bekannt, dass in den ers­ten 18 Mona­ten der Admi­nis­tra­ti­on alle zehn Per­so­nen der Top-10-Fahn­dungs­lis­te des FBI gefasst wur­den.
  • Betrugs­be­kämp­fung: Ermitt­lun­gen zu COVID-Hilfs­be­trug in Mis­sou­ri führ­ten zu Ankla­gen gegen 160 Per­so­nen mit einer Scha­dens­sum­me von 245 Mil­lio­nen US-Dol­lar. Zudem wur­den im Sou­thern Dis­trict of Cali­for­nia unter US-Staats­an­walt Adam Gor­don 12 Per­so­nen fest­ge­nom­men, die über 10 Mil­lio­nen US-Dol­lar an Kita-För­der­gel­dern über Schein­ein­rich­tun­gen ver­un­treu­ten (alle Ange­klag­ten sind ein­ge­bür­ger­te Staats­bür­ger aus Syri­en, Afgha­ni­stan, dem Sudan, Irak und Soma­lia).
  • Wahl­recht & Supre­me Court: Das DOJ und das DHS inten­si­vie­ren die Straf­ver­fol­gung unge­setz­li­cher Wahl­teil­nah­men durch Nicht-US-Bür­ger. Nach­dem der Supre­me Court eine Exe­ku­ti­v­a­n­ord­nung zur Ein­schrän­kung von Brief­wahl­un­ter­la­gen ablehn­te, übte Trump schar­fe Kri­tik an den von ihm ernann­ten Rich­tern. Blan­che ver­tei­dig­te das Recht des Prä­si­den­ten auf freie Mei­nungs­äu­ße­rung, beton­te jedoch, dass das DOJ die Gerichts­ur­tei­le strikt befol­gen wer­de.
  • Per­so­nel­les & Fen­ta­nyl: Blan­che bestä­tig­te den Rück­tritt des Son­der­er­mitt­lers Joe diGe­no­va. Im Zusam­men­hang mit dem mut­maß­li­chen Fen­ta­nyl-Tod der Schau­spie­le­rin Hay­den Panet­tie­re beton­te Blan­che, dass das DOJ Fen­ta­nyl-Dea­ler kon­se­quent wegen Mor­des anklagt.

Neue FBI-Erkennt­nis­se zum Trump-Atten­tä­ter Tho­mas Crooks

Vor dem Jus­tiz­aus­schuss des Senats und durch frei­ge­ge­be­ne FBI-Doku­men­te wur­den neue Details über den Atten­tä­ter Tho­mas Crooks bekannt:

  • Crooks kauf­te Waf­fen­tei­le und Aus­rüs­tung unter dem Pseud­onym Bob Dole.
  • Sein Vater beschrieb ihn in Inter­views als seit sei­ner Geburt emo­ti­ons­los („emo­ti­on­less sin­ce birth“) und extrem iso­liert. Er beob­ach­te­te ihn vor der Tat beim hek­ti­schen Rei­ni­gen von Waf­fen und Füh­ren von Selbst­ge­sprä­chen in der Gara­ge. Crooks ver­such­te zudem, eine Pis­to­le im Glock-Stil mit­tels 3D-Dru­cker her­zu­stel­len.
  • Sei­ne Ein­äsche­rung wur­de von einem anony­men Spen­der bezahlt.
  • FBI-Direk­tor Kash Patel stell­te klar, dass die Aus­wer­tung von 27 Gerä­ten kei­ne Hin­wei­se auf Kom­pli­zen im In- oder Aus­land ergab; Crooks habe aus­schließ­lich mit sei­nen Eltern kom­mu­ni­ziert und als Ein­zel­tä­ter gehan­delt.

2. Finanz­märk­te, Geld­po­li­tik und die glo­ba­le Ener­gie­kri­se

Fed-Sit­zung, Kevin Warsh und Rekord-Anlei­he­ren­di­ten

Die US-Noten­bank Fede­ral Reser­ve unter Füh­rung des Fed-Vor­sit­zen­den Kevin Warsh hat ihre zwei­tä­gi­ge Zins­sit­zung begon­nen. An den Finanz­märk­ten wird eine Anhe­bung des Leit­zin­ses um 25 Basis­punk­te mit über 90 % Wahr­schein­lich­keit ein­ge­preist, um dem hart­nä­cki­gen Infla­ti­ons­druck ent­ge­gen­zu­wir­ken.

  • Par­al­lel dazu stieg die Ren­di­te der 10-jäh­ri­gen US-Staats­an­lei­he auf 5,00 % bzw. 5,01 % – den höchs­ten Stand seit 2007. Die 30-jäh­ri­ge Ren­di­te erreich­te mit 5,36 % eben­falls mehr­jäh­ri­ge Höchst­stän­de.
  • Markt­ana­lys­ten wie Jason Tho­mas (Car­lyle) und Guneet Dhin­gra (BNP Pari­bas) war­nen, dass ein Ver­zicht auf eine Zins­er­hö­hung das Ver­trau­en der Anlei­he­märk­te erschüt­tern und die Ren­di­ten am lan­gen Ende noch wei­ter in die Höhe trei­ben könn­te.

Ölpreis­schock im Nahen Osten

Die Ener­gie­prei­se erleb­ten einen mas­si­ven Schub: Brent-Roh­öl stieg auf über 106 bis 109 US-Dol­lar pro Bar­rel, WTI klet­ter­te auf über 102 bis 105 US-Dol­lar.

  • Haupt­aus­lö­ser waren Hut­hi-Droh­nen­an­grif­fe auf die ost-west­li­che Pipe­line in Sau­di-Ara­bi­en sowie die Ein­stel­lung von Ölver­la­dun­gen im Roten Meer am Hafen Yan­bu. Da zugleich die Stra­ße von Hor­muz blo­ckiert bleibt, fehlt dem Welt­markt eine kri­ti­sche Men­ge an Roh­öl.
  • Sau­di-Ara­bi­en hat Berich­ten zufol­ge ver­trau­li­che Gesprä­che mit Isra­el gesucht, um Unter­stüt­zung gegen die ver­än­der­ten Bedro­hun­gen zu bit­ten.

Anhö­rung von Finanz­mi­nis­ter Scott Bes­sent

US-Finanz­mi­nis­ter Scott Bes­sent sag­te vor dem Finan­cial Ser­vices Com­mit­tee des Reprä­sen­tan­ten­hau­ses unter dem Vor­sitz von French Hill aus:

  • Bes­sent hob das US-Wirt­schafts­wachs­tum her­vor (pro­ji­zier­tes BIP-Wachs­tum von über 4 % für Q3 durch die Atlan­ta Fed) und führ­te die hohen Anlei­he­ren­di­ten vor­ran­gig auf den exter­nen Ölpreis­schock zurück.
  • Die demo­kra­ti­sche Abge­ord­ne­te Maxi­ne Waters griff Bes­sent scharf an und warf ihm vor, die Belas­tun­gen der Haus­hal­te durch Infla­ti­on (3,4 %), höhe­re Kre­dit­zin­sen und Zöl­le zu igno­rie­ren.
  • Die Anhö­rung wur­de mehr­fach von Demons­tran­ten (unter ande­rem der Akti­vis­ten­grup­pe Code Pink) unter­bro­chen, die von den Sicher­heits­kräf­ten aus dem Saal ent­fernt wer­den muss­ten.

3. Kryp­to-Gesetz­ge­bung: Schei­tern des CLARITY Act

  • Senats­ab­stim­mung: Der US-Senat stimm­te mit 50 zu 49 Stim­men gegen die Wei­ter­be­hand­lung des „CLARITY Act“ (einem umfas­sen­den Regu­lie­rungs­rah­men für Kryp­to­wäh­run­gen), da die erfor­der­li­che Hür­de von 60 Stim­men ver­fehlt wur­de.
  • Debat­te: Der Vor­sit­zen­de des Ban­king Com­mit­tee, Sena­tor Tim Scott, warb ein­dring­lich für das Gesetz und bezeich­ne­te die Tech­no­lo­gie als das „Inter­net des Gel­des“, das Rechts­si­cher­heit und Finanz­do­mi­nanz sichern sol­le. Auf der Gegen­sei­te warn­ten Kri­ti­ker wie die Sena­to­rin Eliza­beth War­ren und der Abge­ord­ne­te Brad Sher­man vor den Gefah­ren von Sta­b­le­co­ins. Sher­man beton­te, dass ver­zins­te oder beloh­nungs­ba­sier­te Sta­b­le­co­in-Model­le den Geschäfts­ban­ken bis zu 1,5 Bil­lio­nen US-Dol­lar an Ein­la­gen ent­zie­hen und die Geld­wä­sche­be­kämp­fung unter­gra­ben könn­ten.
  • Markt­re­ak­ti­on: Nach dem Votum brach der Bit­co­in-Kurs um über 3 % auf rund 76.000 US-Dol­lar ein; auch Ether (-5,6 %) und XRP (-8,6 %) erlit­ten deut­li­che Ver­lus­te.

4. Künst­li­che Intel­li­genz: Trumps Kurs vs. Regu­lie­rungs­druck

Donald Trumps Hal­tung zur KI

Prä­si­dent Donald Trump lehn­te Auf­ru­fe zur Dros­se­lung der KI-Ent­wick­lung oder zur Ein­füh­rung staat­li­cher Schutz­plan­ken ent­schie­den ab:

  • Trump bezeich­ne­te War­nun­gen vor exis­ten­zi­el­len KI-Risi­ken als „Hoax“ und Vor­wand poli­ti­scher Geg­ner sowie Chi­nas, um die ame­ri­ka­ni­sche Wirt­schaft zu schwä­chen.
  • Wäh­rend einer Tech-Kon­fe­renz in Los Ange­les schal­te­te sich Trump spon­tan per Tele­fon in den Büh­nen­auf­tritt von Nvi­dia-CEO Jen­sen Huang ein, um die Fort­füh­rung des KI-Aus­baus zu bekräf­ti­gen.

Sicher­heits­de­bat­te und Kri­tik

Im Gegen­satz zur Hal­tung des Wei­ßen Hau­ses wächst der par­tei­über­grei­fen­de Ruf nach Regu­lie­rung:

  • Ex-Prä­si­dent Barack Oba­ma, Sena­tor Ber­nie San­ders, Ste­ve Ban­non sowie Max Teg­mark (Future of Life Insti­tu­te) for­der­ten ver­bind­li­che Sicher­heits­stan­dards und men­schen­zen­trier­te KI-Richt­li­ni­en.
  • Bran­chen­ken­ner und frü­he­re For­scher von Unter­neh­men wie Anthro­pic, Ope­nAI und Goog­le Deep­Mind (dar­un­ter die Ex-US-Son­der­be­auf­trag­te Rum­man Chowd­hu­ry) warn­ten vor Risi­ken auto­no­mer Sys­te­me und for­der­ten Haf­tungs­re­geln sowie Kon­trol­len. Auf loka­ler Ebe­ne wächst Zudem der Wider­stand von Bür­gern gegen den immensen Ener­gie- und Was­ser­ver­brauch neu­er Rechen­zen­tren.

5. Ener­gie­po­li­tik, NATO und Par­tei­po­li­tik

  • G20-Ener­gie­mi­nis­ter­tref­fen in Hous­ton: Die USA ver­han­deln mit einer Dele­ga­ti­on aus Vene­zue­la (ein­schließ­lich Ver­tre­tern der staat­li­chen Erd­öl­ge­sell­schaft PDVSA) über pri­va­te Inves­ti­tio­nen zur Erhö­hung der För­der­da­ten und Roh­öl­lie­fe­run­gen an Raf­fi­ne­rien an der US-Golf­küs­te. Zudem kün­dig­te die Umwelt­schutz­be­hör­de EPA die voll­stän­di­ge Auf­he­bung der Treib­haus­gas-Emis­si­ons­stan­dards für Kraft­wer­ke aus der Biden-Ära an.
  • NATO-Alli­anz: Donald Trump äußer­te öffent­lich sei­nen Unmut dar­über, dass die NATO-Alli­ier­ten den US-Streit­kräf­ten bei der Siche­rung der Stra­ße von Hor­muz nicht zu Hil­fe kamen. Der US-NATO-Bot­schaf­ter Matthew Whita­ker erklär­te, die Ver­bün­de­ten sei­en zwar dabei, ihre Aus­ga­ben auf das zuge­sag­te 5 %-BIP-Ziel zu stei­gern, doch lang­jäh­ri­ge Kapa­zi­täts­de­fi­zi­te erschwer­ten ein schnel­les Han­deln.
  • Aus­blick auf die Prä­si­dent­schafts­wahl 2028: Der Gou­ver­neur von Kali­for­ni­en, Gavin News­om, stell­te klar, dass er bei den demo­kra­ti­schen Vor­wah­len 2028 nicht antre­ten wer­de, falls die ehe­ma­li­ge Vize­prä­si­den­tin Kama­la Har­ris kan­di­die­ren soll­te.


Man beschäf­tigt sich mit ame­ri­ka­ni­scher Poli­tik nicht aus Ame­ri­ka-Fas­zi­na­ti­on, son­dern aus deut­schem Eigen­in­ter­es­se.

Wie hilf­reich war die­ser Bei­trag?

Kli­cke auf die Ster­ne um zu bewer­ten!

Durch­schnitt­li­che Bewer­tung 0 / 5. Anzahl Bewer­tun­gen: 0

Bis­her kei­ne Bewer­tun­gen! Sei der Ers­te, der die­sen Bei­trag bewer­tet.

Es tut uns leid, dass der Bei­trag für dich nicht hilf­reich war!

Las­se uns die­sen Bei­trag ver­bes­sern!

Wie kön­nen wir die­sen Bei­trag ver­bes­sern?

Disclaimer: Dieser Beitrag dient lediglich zu allgemeinen Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Bitte konsultieren Sie vor jeder Anlageentscheidung einen unabhängigen Finanzberater