DAX-Tages­über­blick – 19.01.2026

Kom­pakt­ver­si­on

Kurs­in­for­ma­tio­nen DAX

DAX-Schluss­stand: 24.959,06 Punk­te
Ver­än­de­rung: −336,80 Punk­te (−1,33 %)
Han­dels­schluss: 17:50 Uhr (Xetra)
Schluss­preis des letz­ten Han­dels­ta­ges: 24.959,06
Tages­tie­f/-hoch: 24.911,59 / 25.070,61
52-Wochen­tie­f/-hoch: 18.489,91 / 25.507,79

1. Markt­ver­lauf und tech­ni­sche Ein­ord­nung

Der DAX ver­zeich­ne­te zum Wochen­auf­takt einen deut­li­chen Abver­kauf und fiel klar unter die psy­cho­lo­gisch wich­ti­ge Mar­ke von 25.000 Punk­ten. Damit wur­de nicht nur ein kurz­fris­ti­ges Unter­stüt­zungs­ni­veau auf­ge­ge­ben, son­dern auch ein spür­ba­rer Stim­mungs­wech­sel nach dem jüngs­ten Rekord­hoch ober­halb von 25.500 Punk­ten voll­zo­gen. Der Rück­gang ist in sei­ner Grö­ßen­ord­nung bemer­kens­wert, signa­li­siert aber weni­ger einen tech­ni­schen Trend­bruch als viel­mehr eine abrup­te Neu­be­wer­tung poli­ti­scher Risi­ken .

Intra­day

2. Haupt­be­las­tungs­fak­tor: Zoll- und Geo­po­li­tik­ri­si­ken

Aus­lö­ser der Schwä­che waren erneut Zoll­dro­hun­gen der US-Regie­rung unter Prä­si­dent Donald Trump, dies­mal im Kon­text des eska­lie­ren­den Streits um Grön­land. Die ange­kün­dig­ten Straf­zöl­le von zunächst 10 % ab Febru­ar, mit einer mög­li­chen Aus­wei­tung auf 25 % ab Juni, tref­fen vor allem euro­päi­sche Export­na­tio­nen und haben die Angst vor einem neu­en, lang­wie­ri­gen Han­dels­kon­flikt geschürt .

Markt­teil­neh­mer bewer­ten die­se Ent­wick­lung nicht als iso­lier­tes han­dels­po­li­ti­sches Ereig­nis, son­dern als poten­zi­el­len Belas­tungs­fak­tor für die trans­at­lan­ti­schen Bezie­hun­gen ins­ge­samt. Ent­spre­chend hoch fiel die Risi­ko­aver­si­on aus. Die Tat­sa­che, dass die US-Bör­sen fei­er­tags­be­dingt geschlos­sen waren, dürf­te die Ner­vo­si­tät zusätz­lich ver­stärkt haben, da eine unmit­tel­ba­re Gegen­re­ak­ti­on aus New York aus­blieb .

Kri­ti­sche Ein­ord­nung:
Der star­ke Markt­im­puls steht in einem gewis­sen Span­nungs­ver­hält­nis zur real­wirt­schaft­li­chen Daten­la­ge in Euro­pa, die zuletzt durch­aus sta­bil war. Dies legt nahe, dass der Abver­kauf weni­ger fun­da­men­tal getrie­ben ist, son­dern vor allem durch poli­tisch indu­zier­te Unsi­cher­heit und kurz­fris­ti­ge Absi­che­rungs­stra­te­gien. Eine Über­trei­bung kann daher nicht aus­ge­schlos­sen wer­den.

3. Sek­to­ra­le Gewin­ner und Ver­lie­rer

Ver­lie­rer­sek­to­ren

Beson­ders stark unter Druck gerie­ten Auto­mo­bil­wer­te, da sie als zyklisch und stark export­ab­hän­gig gel­ten. BMW, Mer­ce­des-Benz, Volks­wa­gen und Por­sche ver­lo­ren teils deut­lich über­durch­schnitt­lich. Auch Adi­das zähl­te zu den größ­ten Tages­ver­lie­rern, zusätz­lich belas­tet durch skep­ti­sche Ana­lys­ten­kom­men­ta­re zum ope­ra­ti­ven Geschäft .

Sta­bi­li­sie­ren­de Fak­to­ren

Dem­ge­gen­über stan­den Bay­er mit kräf­ti­gen Kurs­ge­win­nen nach posi­ti­ven Nach­rich­ten im Gly­pho­sat-Rechts­streit sowie Rüs­tungs­wer­te wie Rhein­me­tall, die von der geo­po­li­ti­schen Unsi­cher­heit ten­den­zi­ell pro­fi­tie­ren konn­ten. Die­se Ein­zel­be­we­gun­gen konn­ten den brei­ten Markt jedoch nicht sta­bi­li­sie­ren.

4. Inter­na­tio­na­les und markt­über­grei­fen­des Umfeld

Euro­pa­weit domi­nier­te eine kla­re Risk-off-Stim­mung: Der Euro­S­to­xx 50 ver­lor rund 1,7 %, auch ande­re Leit­bör­sen schlos­sen deut­lich im Minus. Par­al­lel dazu stie­gen Gold und Sil­ber auf neue Rekord­stän­de, was die Flucht in ver­meint­lich siche­re Häfen unter­streicht. Die Kapi­tal­um­schich­tun­gen spre­chen für ein defen­si­ves Anle­ger­ver­hal­ten und ein gestie­ge­nes Miss­trau­en gegen­über risi­ko­be­haf­te­ten Assets .

5. Gesamt­be­wer­tung und Aus­blick

Der Han­dels­tag mar­kiert weni­ger einen fun­da­men­ta­len Wen­de­punkt als viel­mehr eine poli­tisch getrie­be­ne Kor­rek­tur­pha­se nach einer sehr star­ken Vor­wo­chen­ral­ly. Ent­schei­dend für die kom­men­den Tage wird sein, ob sich die Rhe­to­rik im Han­dels­kon­flikt wei­ter ver­schärft oder ers­te Signa­le der Dees­ka­la­ti­on auf­tau­chen – ins­be­son­de­re im Vor­feld des ange­kün­dig­ten EU-Son­der­gip­fels.

Kurz­fris­tig bleibt die Vola­ti­li­tät erhöht. Mit­tel­fris­tig ist jedoch offen, ob die Zoll­the­ma­tik tat­säch­lich die Sub­stanz der Unter­neh­mens­ge­win­ne belas­tet oder ob der Markt – wie in frü­he­ren Epi­so­den – nach einer Pha­se der Unsi­cher­heit wie­der zur Tages­ord­nung über­geht.


Order Book Sta­tis­tics – Xetra® Clo­se

OpenHighLowClo­se
ADIDAS AG NA O.N.155,7156,65151,55151,55
AIRBUS SE211,1215,8208,5210,35
ALLIANZ SE NA O.N.375,9380,2375379,3
BASF SE NA O.N.43,7144,4643,3644,07
BAY.MOTOREN WERKE AG ST8686,1682,4885,68
BAYER AG NA O.N.43,4844,984344,4
BEIERSDORF AG O.N.97,7297,9296,696,6
BRENNTAG SE NA O.N.49,8350,0648,6448,88
COMMERZBANK AG33,9934,5433,4534,54
CONTINENTAL AG O.N.63,5265,7663,5265,76
DAIMLER TRUCK HLDG NA ON39,4740,4638,740,06
DEUTSCHE BANK AG NA O.N.32,6633,1532,2732,7
DEUTSCHE BOERSE NA O.N.209,7213,1209210,3
DEUTSCHE POST AG NA O.N.46,3447,0446,146,44
DT.TELEKOM AG NA27,0427,626,9927,58
E.ON SE NA O.N.17,3617,5817,3117,44
FRESEN.MED.CARE AG INH ON37,2637,536,8137,1
FRESENIUS SE+CO.KGAA O.N.49,3549,4248,8649,37
GEA GROUP AG60,460,659,9560,5
HANNOVER RUECK SE NA O.N.245245,6243244
HEIDELBERG MATERIALS O.N.227232,9226,2232,7
HENKEL AG+CO.KGAA VZO71,8472,4271,6872,1
INFINEON TECH.AG NA O.N.40,5641,2240,3340,64
MERCEDES-BENZ GRP NA O.N.56,4457,7654,8957,54
MERCK KGAA O.N.126,75129,45126,75129,1
MTU AERO ENGINES NA O.N.384,1387,2379,8380,5
MUENCH.RUECKVERS. NA O.N.521,6527,2520,8524
PORSCHE AUTOM.HLDG VZO35,9736,5635,8136,11
QIAGEN NV EO -,0140,2340,6338,939,26
RHEINMETALL AG1915,5196618801920
RWE AG INH O.N.50,3251,750,151,64
SAP SE O.N.199,34199,5195,48195,96
SCOUT24 SE NA O.N.84,8585,3583,6583,65
SIEMENS AG NA O.N.253,2256,45251256
SIEMENS ENERGY AG NA O.N.132,15134,85131134,15
SIEMENS HEALTH.AG NA O.N.45,5945,5944,4544,65
SYMRISE AG INH. O.N.72,8473,4672,3272,5
VOLKSWAGEN AG VZO O.N.96,7899,195,898,6
VONOVIA SE NA O.N.25,0925,2724,8124,96
ZALANDO SE25,2625,5924,8325,46

Top/Flop

Perf. abso­lutPerf. rela­tiv
BAYER AG NA O.N.+2,886,94 %
DT.TELEKOM AG NA+0,531,96 %
RHEINMETALL AG+18,000,95 %
RWE AG INH O.N.+0,140,27 %
E.ON SE NA O.N.+0,020,11 %
HEIDELBERG MATERIALS O.N.-0,50-0,21 %
HANNOVER RUECK SE NA O.N.-0,60-0,25 %
ALLIANZ SE NA O.N.-1,30-0,34 %
DEUTSCHE BOERSE NA O.N.-0,80-0,38 %
CONTINENTAL AG O.N.-0,34-0,51 %
MUENCH.RUECKVERS. NA O.N.-3,00-0,57 %
HENKEL AG+CO.KGAA VZO-0,42-0,58 %
MERCK KGAA O.N.-0,90-0,69 %
FRESENIUS SE+CO.KGAA O.N.-0,46-0,92 %
FRESEN.MED.CARE AG INH ON-0,37-0,99 %
ZALANDO SE-0,26-1,01 %
VONOVIA SE NA O.N.-0,27-1,07 %
BASF SE NA O.N.-0,52-1,17 %
COMMERZBANK AG-0,41-1,17 %
GEA GROUP AG-0,75-1,22 %
SYMRISE AG INH. O.N.-0,96-1,31 %
SIEMENS ENERGY AG NA O.N.-2,15-1,58 %
SIEMENS AG NA O.N.-4,25-1,63 %
MTU AERO ENGINES NA O.N.-6,90-1,78 %
BEIERSDORF AG O.N.-1,78-1,81 %
MERCEDES-BENZ GRP NA O.N.-1,28-2,18 %
DEUTSCHE BANK AG NA O.N.-0,85-2,53 %
SCOUT24 SE NA O.N.-2,25-2,62 %
DAIMLER TRUCK HLDG NA ON-1,10-2,67 %
VOLKSWAGEN AG VZO O.N.-2,80-2,76 %
BRENNTAG SE NA O.N.-1,44-2,86 %
DEUTSCHE POST AG NA O.N.-1,38-2,89 %
SAP SE O.N.-6,19-3,06 %
INFINEON TECH.AG NA O.N.-1,29-3,08 %
AIRBUS SE-6,95-3,20 %
BAY.MOTOREN WERKE AG ST-3,04-3,43 %
SIEMENS HEALTH.AG NA O.N.-1,65-3,56 %
PORSCHE AUTOM.HLDG VZO-1,40-3,73 %
QIAGEN NV EO -,01-1,73-4,22 %
ADIDAS AG NA O.N.-8,30-5,19 %

Index Report­ing Instru­mentLastClo­se — Pre­vious DayChan­ge in %
CDAX-GESAMTINDEX (PERF)2.110,352.134,71-1,14%
CLASSIC ALL SH. TR12.318,9812.461,51-1,14%
DAX PERFORMANCE-INDEX24.960,3325.276,28-1,25%
HDAX PERFORMANCE-INDEX13.184,9013.349,20-1,23%
MDAX PERFORMANCE-INDEX31.448,7331.866,13-1,31%
PRIME ALL SH. TR9.641,289.764,39-1,26%
SDAX PERFORMANCEINDEX18.020,0318.317,85-1,63%
TECDAX TR3.678,483.747,21-1,83%
TECHN. ALL SHARE TR3.607,543.670,61-1,72%

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