Tages­rück­blick: US-Märk­te 05.02.2026

Kom­pakt­ver­si­on

Der aktu­el­le Markt­zu­stand ist durch eine extre­me Vola­ti­li­tät und brei­te Liqui­die­run­gen gekenn­zeich­net, wobei selbst posi­ti­ve Unter­neh­mens­er­geb­nis­se oft abver­kauft wer­den. Wäh­rend die gro­ßen Tech-Wer­te und Momen­tum-Akti­en unter erheb­li­chem Druck ste­hen, fin­det eine Rota­ti­on in defen­si­ve Sek­to­ren wie Basis­kon­sum­gü­ter, Roh­stof­fe und Ener­gie statt.

Unter­neh­mens­er­geb­nis­se und Markt­re­ak­tio­nen

  • Ama­zon: Die Aktie ver­lor nach­börs­lich über 8 %, da die Aus­sich­ten für das ope­ra­ti­ve Ein­kom­men leicht unter den Erwar­tun­gen lagen. Beson­ders bemer­kens­wert sind die geplan­ten Inves­ti­tio­nen (CAPEX) von 200 Mil­li­ar­den Dol­lar für die­ses Jahr, was deut­lich über den Schät­zun­gen der Wall Street liegt. Posi­tiv ent­wi­ckel­te sich hin­ge­gen der Cloud-Bereich.
  • Roblox & Red­dit: Roblox sprang nach star­ken Zah­len und Nut­zer­wachs­tum um über 20 % nach oben. Red­dit zeig­te sich vola­til; trotz guter Zah­len, ange­ho­be­ner Pro­gno­sen und eines Akti­en­rück­kauf­pro­gramms reagier­te der Kurs schwan­kend.
  • Tech-Sek­tor all­ge­mein: Vie­le Soft­ware-Akti­en wie Micro­soft und Sales­force ste­hen unter Druck. Der Soft­ware­sek­tor hat seit Jah­res­be­ginn etwa 27 % an Wert ver­lo­ren, was einem mas­si­ven Draw­down ent­spricht.

Makro­öko­no­mi­sche Daten und Arbeits­markt

  • Der US-Arbeits­markt signa­li­siert eine deut­li­che Abküh­lung. Die gemel­de­ten Ent­las­sun­gen in der Pri­vat­wirt­schaft stie­gen im Janu­ar auf den höchs­ten Stand seit 2009 (108.000 Stel­len), wobei unter ande­rem Ama­zon und UPS betrof­fen sind.
  • Die Anzahl der offe­nen Stel­len (JOLTS) lag mit 6,5 Mil­lio­nen deut­lich unter den erwar­te­ten 7,2 Mil­lio­nen.
  • Auf­grund die­ser schwa­chen Daten stieg die Wahr­schein­lich­keit für eine Zins­sen­kung im März auf etwa 21 %, wäh­rend die Ren­di­ten der Staats­an­lei­hen san­ken.

Bit­co­in und Kryp­to-Markt

  • Im Kryp­to-Bereich wird von einem „Blut­bad“ gespro­chen; Bit­co­in ver­lor allein in einer Woche 25 % an Wert.
  • Es besteht momen­tan eine hohe Kor­re­la­ti­on zwi­schen Bit­co­in und Soft­ware-Akti­en. Bit­co­in ist tech­nisch extrem über­ver­kauft, wobei Kurs­zie­le im Bereich von 58.000 Dol­lar gese­hen wer­den.
  • Unter­neh­men mit Kryp­to-Bezug wie MicroStra­tegy (-30 % in einer Woche) oder Coin­ba­se lit­ten mas­siv unter die­sem Abver­kauf.

Grün­de für die Markt­schwä­che und Aus­blick

  • Levera­ge und Posi­tio­nie­rung: Ein Haupt­pro­blem ist die hohe Kon­zen­tra­ti­on von Kapi­tal im Tech-Sek­tor, oft ver­bun­den mit hohem Hebel (Levera­ge), was nun zu Zwangs­li­qui­die­run­gen führt. Zuvor war das Sen­ti­ment extrem bul­lisch, was nun kor­ri­giert wird.
  • Poli­ti­sche Fak­to­ren: Kom­men­ta­re von Donald Trump zu ver­schie­de­nen Bran­chen (z. B. Kran­ken­ver­si­che­run­gen) sowie sei­ne Zoll­po­li­tik sor­gen für zusätz­li­che Unsi­cher­heit und Belas­tung bei Ein­zel­wer­ten wie United­He­alth oder Estée Lau­der.
  • Yen Car­ry Trade: Die Auf­lö­sung des Yen Car­ry Trades sorgt zusätz­lich für Gegen­wind an der Wall Street.

Trotz der aktu­el­len Tur­bu­len­zen wird dar­auf hin­ge­wie­sen, dass in den Sek­to­ren mit mas­si­ven Kurs­rück­gän­gen auch neue Chan­cen für Anle­ger mit aus­rei­chend Cash-Reser­ven ent­ste­hen kön­nen. Das Ertrags­wachs­tum im S&P 500 wird wei­ter­hin als gesund ein­ge­stuft.


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