Frau­en als Opfer von Straf­ta­ten im Jahr 2025

Wor­um es in der Druck­sa­che geht

Die Bun­des­re­gie­rung beant­wor­tet eine Klei­ne Anfra­ge der AfD-Frak­ti­on zu Frau­en als Opfer von Straf­ta­ten im Jahr 2025. Grund­la­ge sind Daten der Poli­zei­li­chen Kri­mi­nal­sta­tis­tik (PKS), die Fäl­le nach Abschluss der Ermitt­lun­gen erfasst (nicht zwin­gend Tat­zeit­raum).

Ach­tung: Beim Begriff „Deut­sche“ ist zu beach­ten, dass es sich nicht nur um Aut­hoch­tho­ne han­deln muss, son­dern auch um „natu­ra­li­zed citi­zens“. oder In der BRD gilt der Grund­satz: Wenn Karam aus Syri­en kürz­lich die deut­sche Staats­an­ge­hö­rig­keit ‘erwor­ben’ hat, ist er Deut­scher. Dann ist der Täter also ein “Deut­scher”.

Defi­ni­tio­nen:

  • Nicht­deut­sche: Per­so­nen aus­län­di­scher Staats­an­ge­hö­rig­keit, Staa­ten­lo­se oder Per­so­nen mit ungeklärter/fehlender Staats­an­ge­hö­rig­keit. Eine zusätz­li­che deut­sche Staats­an­ge­hö­rig­keit führt zur Zäh­lung als „deutsch“.
  • Zuwan­de­rer: Eine Teil­men­ge der Nicht­deut­schen. Erfasst sind Per­so­nen mit den Auf­ent­halts­an­läs­sen „Asyl­be­wer­ber“, „Schutz- und Asyl­be­rech­tig­te, Kon­tin­gent­flücht­lin­ge“, „Dul­dung“ oder „uner­laub­ter Auf­ent­halt“.

Die Aus­wer­tung bezieht sich auf vier Straf­ta­ten­kom­ple­xe:

  • Sexu­el­le Selbst­be­stim­mung (§§ 174 bis 184i StGB, PKS-Schlüs­sel 100000)
  • Straf­ta­ten gegen das Leben (§§ 211 bis 222 StGB, PKS-Schlüs­sel 000000)
  • Kör­per­li­che Unver­sehrt­heit (§§ 223 bis 231 StGB, PKS-Schlüs­sel 220000)
  • Per­sön­li­che Frei­heit (§§ 232 bis 241a StGB, PKS-Schlüs­sel 230000)

1. Anzahl weib­li­cher Opfer 2025 (nach Delikts­be­rei­chen)

a) Sexu­el­le Selbst­be­stim­mung (PKS 100000)

  • Opfer ins­ge­samt: 76.955
  • Frau­en: 65.075
  • Anteil Frau­en: 84,6 %

b) Straf­ta­ten gegen das Leben (PKS 000000)

  • Frau­en: 1.396 (34,7 %)

c) Kör­per­ver­let­zung (PKS 220000)

  • Frau­en: 263.974 (38,4 %)

d) Straf­ta­ten gegen die per­sön­li­che Frei­heit (PKS 230000)

  • Frau­en: 160.404 (45,0 %)

2. Fäl­le mit min­des­tens einem tat­ver­däch­ti­gen Zuwan­de­rer (TV) oder Nicht­deut­schen (weib­li­che Opfer)

Sexu­el­le Selbst­be­stim­mung (PKS 100000)

  • Frau­en Opfer bei TV Zuwan­de­rer: 5.373
  • Frau­en Opfer bei TV Nicht­deut­sche: 18.028

Leben (PKS 000000)

  • 71 / 535

Kör­per­ver­let­zung (PKS 220000)

  • 19.868 / 85.930

Per­sön­li­che Frei­heit (PKS 230000)

  • 10.100 / 45.521

3. Antei­le der Tat­ver­däch­ti­gen (Zuwan­de­rer / Nicht­deut­sche / Deut­sche)

Bei­spiel­haf­te Wer­te (je nach Delikts­be­reich unter­schied­lich):

Sexu­el­le Selbst­be­stim­mung (PKS 100000)

  • Zuwan­de­rer: 10,5 %
  • Nicht­deut­sche: 34,9 %
  • Deut­sche: 65,1 %

Kör­per­ver­let­zung (PKS 220000)

  • Zuwan­de­rer: 8,3 %
  • Nicht­deut­sche: 29,2 %
  • Deut­sche: 65,2 %

4. Anteil männ­li­cher Tat­ver­däch­ti­ger

Sehr hoher Män­ner­an­teil in allen Berei­chen.

Bei­spiel Sexu­el­le Selbst­be­stim­mung (PKS 100000):

  • Män­ner ins­ge­samt: 97,4 %
  • Män­ner Zuwan­de­rer: 10,4 %
  • Män­ner Nicht­deut­sche: 34,2 %
  • Män­ner Deut­sche: 63,2 %

5. Nicht­deut­sche weib­li­che Opfer (mit TV Zuwan­de­rer / Nicht­deut­sche)

Sexu­el­le Selbst­be­stim­mung (PKS 100000)

  • 1.649 / 5.524

Kör­per­ver­let­zung (PKS 220000)

  • 13.054 / 50.515

Per­sön­li­che Frei­heit (PKS 230000)

  • 5.486 / 22.068

8. Zuwan­de­rin­nen als Opfer (mit TV Zuwan­de­rer / Nicht­deut­sche)

Sexu­el­le Selbst­be­stim­mung (PKS 100000)

  • 714 / 906

Kör­per­ver­let­zung (PKS 220000)

  • 8.359 / 3.215

Per­sön­li­che Frei­heit (PKS 230000)

  • 9.990 / 3.989

11. Deut­sche Frau­en als Opfer (mit TV Zuwan­de­rer / Nicht­deut­sche)

Sexu­el­le Selbst­be­stim­mung (PKS 100000)

  • 3.724 / 12.504

Kör­per­ver­let­zung (PKS 220000)

  • 6.814 / 35.415

Per­sön­li­che Frei­heit (PKS 230000)

  • 35.415 / 23.453

Wich­ti­ge Hin­wei­se der Bun­des­re­gie­rung

  • PKS zählt Opfer­ereig­nis­se, nicht Per­so­nen → Mehr­fach­op­fer wer­den mehr­fach gezählt.
  • Ein Fall kann meh­re­re Opfer und meh­re­re Tat­ver­däch­ti­ge ent­hal­ten.
  • „Zuwan­de­rer“ ist ein klar defi­nier­ter Auf­ent­halts­sta­tus (Asyl­be­wer­ber, Dul­dung etc.).
  • PKS ist eine Aus­gangs­sta­tis­tik → Fäl­le wer­den nach Abschluss der Ermitt­lun­gen gezählt, nicht nach Tat­da­tum.

Aus­wer­tung nach Fra­ge­kom­ple­xen

Wor­um es inhalt­lich geht

Die AfD-Frak­ti­on stellt der Bun­des­re­gie­rung eine Klei­ne Anfra­ge zu Frau­en als Opfer von Straf­ta­ten im Jahr 2025. Im Mit­tel­punkt ste­hen Fall­zah­len, Tat­ver­däch­ti­gen­struk­tu­ren und Ver­glei­che nach Her­kunfts­grup­pen.

Zen­tra­le The­men der Anfra­ge

1. Anzahl weib­li­cher Opfer (2025)

Für vier gro­ße Delikts­be­rei­che wer­den Fall­zah­len abge­fragt:

  • Sexu­el­le Selbst­be­stim­mung (§§ 174–184i StGB)
  • Straf­ta­ten gegen das Leben (§§ 211–222 StGB)
  • Kör­per­ver­let­zungs­de­lik­te (§§ 223–231 StGB)
  • Straf­ta­ten gegen die per­sön­li­che Frei­heit (§§ 232–241a StGB)

Zusätz­lich soll jeweils der Anteil der Frau­en an allen Opfern genannt wer­den.

2. Tat­ver­däch­ti­gen­struk­tur (all­ge­mein)

Für die­sel­ben Delikts­be­rei­che wird abge­fragt:

  • Wie vie­le Fäl­le hat­ten min­des­tens einen Zuwan­de­rer oder nicht­deut­schen Tat­ver­däch­ti­gen?
  • Wie hoch war der pro­zen­tua­le Anteil von
    • Zuwan­de­rern
    • nicht­deut­schen Tat­ver­däch­ti­gen
    • deut­schen Tat­ver­däch­ti­gen an allen Tat­ver­däch­ti­gen?
  • Wie hoch war der Anteil männ­li­cher Tat­ver­däch­ti­ger, jeweils getrennt nach Her­kunfts­grup­pen?

3. Opfer­grup­pen nach Her­kunft

Die Fra­gen wer­den anschlie­ßend für drei spe­zi­fi­sche Opfer­grup­pen wie­der­holt:

a) Nicht­deut­sche Frau­en

Fall­zah­len und Tat­ver­däch­ti­gen­struk­tur wie oben – aber nur für nicht­deut­sche Opfer.

b) Zuge­wan­der­te Frau­en

Erneut die­sel­ben Fra­gen – dies­mal für zuge­wan­der­te Opfer.

c) Deut­sche Frau­en

Auch hier: Fall­zah­len und Tat­ver­däch­ti­gen­struk­tur, getrennt nach Her­kunft der Tat­ver­däch­ti­gen.

Ziel der Anfra­ge

Die AfD möch­te:

  • aktu­el­le Kri­mi­na­li­täts­da­ten für das Jahr 2025 erhal­ten,
  • Ver­glei­che zwi­schen deut­schen, nicht­deut­schen und zuge­wan­der­ten Tat­ver­däch­ti­gen zie­hen,
  • Geschlech­ter­ver­tei­lung der Tat­ver­däch­ti­gen ana­ly­sie­ren,
  • Opfer­grup­pen nach Her­kunft geson­dert betrach­ten.

Es han­delt sich um eine sta­tis­ti­sche Detail­ab­fra­ge zu Gewalt‑, Sexu­al- und Frei­heits­de­lik­ten gegen Frau­en.

1. Metho­di­sche Vor­be­mer­kun­gen der Bun­des­re­gie­rung

Die Inter­pre­ta­ti­on der Daten erfor­dert die Beach­tung fol­gen­der sta­tis­ti­scher Grund­sät­ze der Poli­zei­li­chen Kri­mi­nal­sta­tis­tik (PKS):

  • Zähl­wei­se: Erfasst wird die Häu­fig­keit des „Opfer­wer­dens“. Per­so­nen, die mehr­fach Opfer wur­den, wer­den mehr­fach gezählt.
  • Tat­sta­tus: Die Daten umfas­sen sowohl ver­such­te als auch voll­ende­te Straf­ta­ten.
  • Mehr­fach­zu­ord­nun­gen: Pro Fall kön­nen meh­re­re Opfer und meh­re­re Tat­ver­däch­ti­ge (TV) erfasst sein. Pro­zen­tua­le Sum­men bei TV-Merk­ma­len (z. B. Staats­an­ge­hö­rig­keit) kön­nen 100 % über­stei­gen, wenn eine Per­son im Berichts­zeit­raum meh­re­re Straf­ta­ten mit unter­schied­li­chen Merk­mals­aus­prä­gun­gen began­gen hat.
  • Erfas­sungs­tie­fe: Opfer­an­ga­ben wer­den in der PKS grund­sätz­lich nur bei Straf­ta­ten gegen höchst­per­sön­li­che Rechts­gü­ter (Leben, kör­per­li­che Unver­sehrt­heit, Frei­heit, Ehre, sexu­el­le Selbst­be­stim­mung) erfasst.
  • Defi­ni­tio­nen:
  • Nicht­deut­sche: Per­so­nen aus­län­di­scher Staats­an­ge­hö­rig­keit, Staa­ten­lo­se oder Per­so­nen mit ungeklärter/fehlender Staats­an­ge­hö­rig­keit. Eine zusätz­li­che deut­sche Staats­an­ge­hö­rig­keit führt zur Zäh­lung als „deutsch“.
  • Zuwan­de­rer: Eine Teil­men­ge der Nicht­deut­schen. Erfasst sind Per­so­nen mit den Auf­ent­halts­an­läs­sen „Asyl­be­wer­ber“, „Schutz- und Asyl­be­rech­tig­te, Kon­tin­gent­flücht­lin­ge“, „Dul­dung“ oder „uner­laub­ter Auf­ent­halt“.
  • Zeit­be­zug: Die PKS ist eine Aus­gangs­sta­tis­tik. Das „Berichts­jahr 2025“ bezieht sich auf den Zeit­punkt der Erfas­sung nach Abschluss der poli­zei­li­chen Ermitt­lun­gen, nicht zwin­gend auf den exak­ten Tat­zeit­punkt.

2. Zen­tra­le Ergeb­nis­se nach Fra­ge­kom­ple­xen

Die Aus­wer­tung bezieht sich auf vier Straf­ta­ten­kom­ple­xe:

  1. Sexu­el­le Selbst­be­stim­mung (§§ 174 bis 184i StGB, PKS-Schlüs­sel 100000)
  2. Straf­ta­ten gegen das Leben (§§ 211 bis 222 StGB, PKS-Schlüs­sel 000000)
  3. Kör­per­li­che Unver­sehrt­heit (§§ 223 bis 231 StGB, PKS-Schlüs­sel 220000)
  4. Per­sön­li­che Frei­heit (§§ 232 bis 241a StGB, PKS-Schlüs­sel 230000)

A. Gesamt­zah­len weib­li­cher Opfer im Jahr 2025 (Fra­ge 1)

  • Sexu­el­le Selbst­be­stim­mung: 65.075 weib­li­che Opfer (Anteil an allen Opfern: 84,6 % von ins­ge­samt 76.955).
  • Straf­ta­ten gegen das Leben: 1.396 weib­li­che Opfer (Anteil: 34,7 % von ins­ge­samt 4.028).
  • Kör­per­li­che Unver­sehrt­heit: 263.974 weib­li­che Opfer (Anteil: 38,4 % von ins­ge­samt 687.981).
  • Per­sön­li­che Frei­heit: 160.404 weib­li­che Opfer (Anteil: 45,0 % von ins­ge­samt 356.080).

B. Weib­li­che Opfer bei min­des­tens einem nicht­deut­schen oder zuge­wan­der­ten Tat­ver­däch­ti­gen (Fra­gen 2–4)

  • Abso­lu­te Zah­len weib­li­cher Opfer:
  • Sexu­el­le Selbst­be­stim­mung: 5.373 (bei mind. 1 TV Zuwan­de­rer) / 18.028 (bei mind. 1 TV nicht­deutsch).
  • Kör­per­li­che Unver­sehrt­heit: 19.868 (Zuwan­de­rer) / 85.930 (nicht­deutsch).
  • Tat­ver­däch­ti­gen-Struk­tur (Fra­ge 3): In allen vier Delikts­be­rei­chen stellt die Grup­pe der deut­schen Tat­ver­däch­ti­gen die Mehr­heit (zwi­schen 65,1 % bei Sexu­al­straf­ta­ten und 70,8 % bei Straf­ta­ten gegen das Leben). Der Anteil nicht­deut­scher TV liegt zwi­schen 29,2 % und 34,9 %, der Anteil von TV mit Zuwan­de­rer­sta­tus zwi­schen 6,2 % und 10,5 %.
  • Geschlecht der Tat­ver­däch­ti­gen (Fra­ge 4): Männ­li­che Tat­ver­däch­ti­ge domi­nie­ren alle Kate­go­rien stark, ins­be­son­de­re bei Straf­ta­ten gegen die sexu­el­le Selbst­be­stim­mung (97,4 % männ­lich).

C. Nicht­deut­sche weib­li­che Opfer (Fra­gen 5–7)

  • Betrach­tet wur­den nicht­deut­sche weib­li­che Opfer, bei denen min­des­tens ein nicht­deut­scher oder zuge­wan­der­ter TV regis­triert war.
  • Tat­ver­däch­ti­gen-Struk­tur (Fra­ge 6): Auch bei nicht­deut­schen Opfern sind in allen Delikts­be­rei­chen deut­sche Tat­ver­däch­ti­ge in der Mehr­heit betei­ligt (z. B. 63,1 % nicht­deut­sche TV vs. 36,9 % deut­sche TV bei Sexu­al­straf­ta­ten; bei Kör­per­ver­let­zung 67,5 % nicht­deut­sche TV vs. 32,6 % deut­sche TV). Hin­weis: Da Mehr­fach­nen­nun­gen mög­lich sind, kön­nen sich die Kon­tex­te über­schnei­den.
  • Geschlecht (Fra­ge 7): Der Anteil männ­li­cher TV bleibt sehr hoch (z. B. 97,3 % bei Sexu­al­straf­ta­ten).

D. Zuge­wan­der­te weib­li­che Opfer („Zuwan­de­rin­nen“) (Fra­gen 8–10)

  • Abso­lu­te Zah­len: Bei Sexu­al­straf­ta­ten gab es 714 Fäl­le mit mind. einem TV Zuwan­de­rer und 906 Fäl­le mit mind. einem TV nicht­deutsch. Bei Kör­per­ver­let­zung waren es 8.359 bzw. 9.990 Fäl­le.
  • Tat­ver­däch­ti­gen-Struk­tur (Fra­ge 9): In die­ser spe­zi­fi­schen Kon­stel­la­ti­on (zuge­wan­der­tes Opfer) ist der Anteil nichtdeutscher/zugewanderter TV natur­ge­mäß höher. Bei Sexu­al­straf­ta­ten ent­fie­len 82,2 % der TV auf Nicht­deut­sche (davon 64,6 % Zuwan­de­rer), 17,8 % auf Deut­sche. Bei Kör­per­ver­let­zung lagen die Wer­te bei 81,6 % Nicht­deut­schen (67,3 % Zuwan­de­rer) und 18,4 % Deut­schen.
  • Geschlecht (Fra­ge 10): Auch hier sind männ­li­che TV mit 97,4 % (Sexu­al­straf­ta­ten) bis 68,6 % (Kör­per­ver­let­zung) stark in der Über­zahl.

E. Deut­sche weib­li­che Opfer (Fra­gen 11–13)

  • Abso­lu­te Zah­len: Bei Sexu­al­straf­ta­ten waren 3.724 deut­sche Frau­en Opfer in Fäl­len mit mind. einem TV Zuwan­de­rer, und 12.504 in Fäl­len mit mind. einem TV nicht­deutsch.
  • Tat­ver­däch­ti­gen-Struk­tur (Fra­ge 12): Bei deut­schen weib­li­chen Opfern ist der Anteil deut­scher Tat­ver­däch­ti­ger durch­weg am höchs­ten.
  • Sexu­el­le Selbst­be­stim­mung: 71,1 % deut­sche TV (29,0 % nicht­deutsch, 8,7 % Zuwan­de­rer).
  • Kör­per­li­che Unver­sehrt­heit: 79,5 % deut­sche TV (20,6 % nicht­deutsch, 4,1 % Zuwan­de­rer).
  • Straf­ta­ten gegen das Leben und per­sön­li­che Frei­heit zei­gen ähn­li­che Mehr­heits­ver­hält­nis­se zuguns­ten deut­scher TV (81,4 % bzw. 79,5 %).
  • Geschlecht (Fra­ge 13): Der hohe Anteil männ­li­cher Tat­ver­däch­ti­ger bestä­tigt sich auch in die­ser Grup­pe (z. B. 97,4 % bei Sexu­al­straf­ta­ten).

3. Anla­ge: Straf­ta­ten­schlüs­sel 2025

Der Ant­wort ist eine detail­lier­te Anla­ge bei­gefügt, die die exak­ten PKS-Schlüs­sel und die zuge­hö­ri­gen Para­gra­fen des Straf­ge­setz­bu­ches (StGB) auf­lis­tet, die in die Aus­wer­tung ein­ge­flos­sen sind. Dazu gehö­ren unter ande­rem:

  • Sexu­el­le Selbst­be­stim­mung: Ver­ge­wal­ti­gung (§ 177), sexu­el­ler Miss­brauch von Kin­dern und Jugend­li­chen (§§ 176 ff.), sexu­el­ler Miss­brauch von Schutz­be­foh­le­nen (§ 174), Zuhäl­te­rei (§ 181a).
  • Leben: Mord (§ 211), Tot­schlag (§ 212), fahr­läs­si­ge Tötung (§ 222).
  • Kör­per­li­che Unver­sehrt­heit: Gefähr­li­che und schwe­re Kör­per­ver­let­zung (§§ 224, 226), Miss­hand­lung von Schutz­be­foh­le­nen (§ 225), Ver­stüm­me­lung weib­li­cher Geni­ta­li­en (§ 226a).
  • Per­sön­li­che Frei­heit: Men­schen­raub (§ 234), Frei­heits­be­rau­bung (§ 239), Nachstellung/Stalking (§ 238), Zwangs­hei­rat (§ 237), Men­schen­han­del zum Zweck der Aus­beu­tung (§§ 232 ff.).

4. Fazit der Aus­wer­tung

  1. Geschlechts­spe­zi­fi­sche Betrof­fen­heit: Frau­en stel­len bei Straf­ta­ten gegen die sexu­el­le Selbst­be­stim­mung die kla­re Mehr­heit der Opfer (84,6 %). Bei Kör­per­ver­let­zung und Frei­heits­de­lik­ten liegt ihr Anteil zwi­schen 38 % und 45 %.
  2. Tat­ver­däch­ti­gen-Pro­fil: Über alle Delikts­be­rei­che und Opfer­grup­pen hin­weg stel­len deut­sche Staats­an­ge­hö­ri­ge die Mehr­heit der Tat­ver­däch­ti­gen. Dies gilt ins­be­son­de­re, wenn das Opfer deut­sche Staats­an­ge­hö­ri­ge ist.
  3. Geschlecht der Tat­ver­däch­ti­gen: Straf­ta­ten, ins­be­son­de­re Sexu­al­straf­ta­ten, wer­den fast aus­schließ­lich von männ­li­chen Tat­ver­däch­ti­gen began­gen (durch­ge­hend über 97 % in die­ser Kate­go­rie).
  4. Sta­tis­ti­sche Rela­ti­vie­rung: Die Daten zei­gen, dass die Natio­na­li­tät des Opfers einen star­ken Kor­re­la­ti­ons­fak­tor zur Natio­na­li­tät des Tat­ver­däch­ti­gen auf­weist (z. B. höhe­rer Anteil nicht­deut­scher TV bei nichtdeutschen/zugewanderten Opfern), was auf sozia­le und räum­li­che Nah­be­zie­hun­gen bei der Kri­mi­na­li­täts­ent­ste­hung hin­deu­tet.

Hin­weis: Alle Zah­len bezie­hen sich auf das Berichts­jahr 2025 der Poli­zei­li­chen Kri­mi­nal­sta­tis­tik und unter­lie­gen den oben genann­ten metho­di­schen Ein­schrän­kun­gen (z. B. Mehr­fach­zäh­lun­gen).


Quel­le: Ant­wort: Druck­sa­che 21/6757

Quel­le: Anfra­ge: Bun­des­tags-Druck­sa­che 21/6757

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