Alphabet profitiert stark vom AI‑Boom – aber nicht überall
- Chatbots bedrohten ursprünglich Googles Suchdominanz, doch bislang sind sie eher ein Vorteil für Alphabet .
- Das Cloud‑Geschäft, ein zentraler Anbieter von AI‑Rechenzentren, übertraf die Erwartungen deutlich: – Umsatz ca. 10 % über Prognose – Operatives Ergebnis 26 % über Erwartung
- Diese Stärke hilft, Sorgen über die enormen 187 Mrd. USD Investitionen in Infrastruktur zu dämpfen .
Das Kerngeschäft „Search“ zeigt Schwäche
- Das Suchgeschäft wuchs zwar 17 % im Jahresvergleich, aber langsamer als im Vorquartal .
- Margen im Service‑Segment (Ads + YouTube) lagen leicht unter Analystenerwartungen .
- Dennoch: 76 % der Nutzer nennen Google weiterhin als primäre Suchmaschine .
Generative AI verändert die Suche – und sorgt für Konflikte
- Nutzer von generativer AI suchen mehr, nicht weniger .
- Googles Chatbot Gemini hat inzwischen 950 Mio. monatlich aktive Nutzer – fast auf ChatGPT‑Niveau .
- Google zeigt bei vielen Suchanfragen nun AI‑generierte Antworten, was Publisher verärgert: – Einige, darunter Reddit, erwägen, Google‑Crawler zu blockieren .
Anleger vertrauen Alphabet – aber die Konkurrenz schläft nicht
- Alphabet ist der einzige große Cloud‑Anbieter (Microsoft, Amazon, Meta, Oracle), der den S&P 500 im letzten Jahr übertroffen hat .
- Doch der Wettbewerb verschärft sich: – OpenAI und Anthropic drängen voran – Googles neues AI‑Modell ist monatelang überfällig und enttäuschte zuletzt in Benchmarks .
Alphabet bleibt breit aufgestellt – aber Druck steigt
- Alphabet kann über viele Bereiche vom AI‑Trend profitieren: eigene Chips, Server, YouTube usw. .
- Wenn einzelne Geschäftsbereiche schwächeln, wird es umso wichtiger, in anderen führend zu bleiben .
Alphabet steht zwischen zwei Polen: Ein stark wachsendes Cloud‑AI‑Geschäft und ein Suchgeschäft, das erstmals echte Risse zeigt. Der Konzern profitiert massiv vom AI‑Boom, doch die technische Verzögerung bei eigenen Modellen und der Druck durch Publisher und Konkurrenten erhöhen das Risiko.