Ergebnisse der eSafety‑Studie
- Über 81 % der australischen Teenager nutzten weiterhin Social Media drei Monate nach Einführung des Unter‑16‑Verbots (Start: 10. Dezember).
- 58 % der Jugendlichen gaben an, Social Media täglich oder häufiger zu nutzen – nahezu unverändert gegenüber der Zeit vor dem Verbot.
- Etwa die Hälfte der Jugendlichen berichtete, dass Plattformen ihr Alter nicht überprüft haben.
- Viele Accounts wurden entweder als über 16 eingestuft oder die Altersprüfung lag falsch.
Gründe für das Scheitern des Verbots
- Fehlende oder unzureichende Alterskontrollen durch große Plattformen wie Instagram, Snapchat, TikTok, YouTube und Facebook.
- Kinder konnten bestehende Accounts behalten oder neue erstellen, ohne wirksame Altersprüfung.
- Trotz Rückgang der offiziellen Accountzahlen (von 52 % auf 42 %) blieb die tatsächliche Nutzung nahezu gleich.
Auswirkungen & Beobachtungen
- Kaum Veränderungen bei Aktivitäten wie Sport, Musik, Zeit mit Freunden oder Teilnahme an Community‑Events.
- Mehr Nutzung von Messaging‑Apps und Online‑Gaming.
- Reddit‑Nutzung stieg von 6 % auf über 9 %.
- 65 % der Kinder berichteten, dass das Verbot keine negativen Auswirkungen auf ihre mentale Gesundheit hatte.
Regulatorische Reaktionen
- eSafety untersucht mögliche Nicht‑Einhaltung durch fünf Plattformen.
- Die australische Regierung will:
- Strafen für Verstöße erhöhen,
- Informationsrechte der Behörde ausweiten.
Unbeabsichtigte Folgen
- Elterliche Aufmerksamkeit für Social‑Media‑Nutzung ihrer Kinder ging zurück.
- Dies könnte die Erkennung von Online‑Risiken und Hilfesuche erschweren.