USA, das Aller­letz­te vom 12.09.2026

1. Eska­la­ti­on im Nah­ost-Krieg und Kri­se auf den glo­ba­len Ener­gie­märk­ten

  • US-Schlä­ge gegen ira­ni­sche Tan­ker­flot­te: Das US-Mili­tär hat im Golf von Oman sowie nahe der zen­tra­len Ölex­port-Insel Kharg Island (Car Island) min­des­tens neun bis zehn ira­ni­sche Roh­öl­tan­ker (dar­un­ter die MT Daria, MT Cavis, MT Char­minar, MT Hori­zon 1 und MT Ries­co) deak­ti­viert bzw. zer­stört. Dies erfolg­te als direk­te Reak­ti­on auf Rake­ten­an­grif­fe der ira­ni­schen Revo­lu­ti­ons­gar­den (IRGC) auf US-Kriegs­schif­fe.
  • Angrif­fe auf die sau­di-ara­bi­sche Öl-Infra­struk­tur: Nach Droh­nen­an­grif­fen aus dem Irak schloss Sau­di-Ara­bi­en vor­sorg­lich sei­ne East-West-Pipe­line. Die­se Pipe­line stellt mit einer Trans­por­ter­war­tung von rund 4,5 Mil­lio­nen Bar­rel pro Tag (etwa 5 % des welt­wei­ten Ölan­ge­bots) die wich­tigs­te Aus­weich­rou­te zur blo­ckier­ten Stra­ße von Hor­mus dar. Zeit­gleich besetz­ten die vom Iran unter­stütz­ten Hut­hi-Mili­zen eine stra­te­gisch wich­ti­ge Insel nahe dem Roten Meer und bedro­hen damit eine wei­te­re zen­tra­le glo­ba­le Han­dels­rou­te.
  • Dra­ma­ti­scher Anstieg der Ener­gie­prei­se: Die Angrif­fe und Blo­cka­den trie­ben die Ölprei­se dras­tisch nach oben; der Preis für Brent-Roh­öl stieg auf über 101 bis 107 US-Dol­lar pro Bar­rel, wäh­rend WTI die Mar­ke von 97 bis 101 US-Dol­lar über­schritt. In den USA erreich­ten die Die­sel­prei­se ein All­zeit­hoch von knapp 6,00 US-Dol­lar pro Gal­lo­ne (regio­nal bis zu 9,99 US-Dol­lar), was schwe­re infla­tio­nä­re Fol­gen für Logis­tik, Fracht­ver­kehr und Land­wirt­schaft nach sich zieht.
  • Trumps Pro­gno­se zum Kriegs­en­de: US-Prä­si­dent Donald Trump erklär­te mehr­fach, der Krieg gegen den Iran wer­de unmit­tel­bar nach den bevor­ste­hen­den US-Mid­term-Wah­len enden, da Tehe­ran ver­su­che, die Wah­len abzu­war­ten. Jour­na­lis­ten und Poli­tik­be­ra­ter beto­nen jedoch, dass es kei­ner­lei Anzei­chen für fried­li­che Ver­hand­lun­gen gibt und der Kon­flikt andau­ern könn­te.
  • Sor­gen um das ira­ni­sche Nukle­ar­pro­gramm: Der Gene­ral­di­rek­tor der Inter­na­tio­na­len Atom­ener­gie-Orga­ni­sa­ti­on (IAEA), Rafa­el Gros­si, und der ehe­ma­li­ge US-Ener­gie­mi­nis­ter Ernest Moniz äußer­ten schwe­re Beden­ken wegen des Ver­lusts der veri­fi­zier­ba­ren Inspek­ti­ons­kon­trol­le im Iran. Satel­li­ten­auf­nah­men zei­gen zudem neue Bau- und Befes­ti­gungs­ak­ti­vi­tä­ten am tief unter­ir­di­schen Nukle­ar­stand­ort Pick­a­xe Moun­tain.

2. BRICS-Gip­fel in Neu-Delhi und geo­po­li­ti­sche Neu­ord­nung

  • Spit­zen­tref­fen in Indi­en: Unter dem Vor­sitz des indi­schen Pre­mier­mi­nis­ters Naren­dra Modi kamen die Staats- und Regie­rungs­chefs der BRICS-Staa­ten in Neu-Delhi zusam­men. Unter den Teil­neh­mern befan­den sich Chi­nas Prä­si­dent Xi Jin­ping (sein ers­ter Indi­en-Besuch seit sie­ben Jah­ren), Russ­lands Prä­si­dent Wla­di­mir Putin sowie der Prä­si­dent des Iran.
  • Gemein­sa­me Erklä­rung trotz Dif­fe­ren­zen: Trotz stark von­ein­an­der abwei­chen­der geo­po­li­ti­scher Inter­es­sen ver­stän­dig­ten sich die zehn Voll­mit­glie­der sowie Sau­di-Ara­bi­en auf eine gemein­sa­me Abschluss­erklä­rung.
  • Vor­sich­ti­ge Annä­he­rung zwi­schen Chi­na und Indi­en: Nach den blu­ti­gen Grenz­kon­flik­ten von 2020 zeich­ne­ten sich am Ran­de des Gip­fels ers­te Schrit­te einer Nor­ma­li­sie­rung ab, wie etwa die Wie­der­auf­nah­me täg­li­cher Flug­ver­bin­dun­gen durch Chi­na Sou­thern Air­lines zwi­schen Neu-Delhi und Chi­na.

3. Donald Trumps Irland-Besuch und Debat­te über die iri­sche Wie­der­ver­ei­ni­gung

  • Diplo­ma­ti­scher Zwi­schen­stopp und Golf­rei­se: US-Prä­si­dent Donald Trump besuch­te Irland zu Gesprä­chen mit der iri­schen Prä­si­den­tin Cathe­ri­ne Con­nol­ly und dem US-Bot­schaf­ter Edward Sharp Walsh (Ed Walsh) auf dem Deer­field-Anwe­sen. Haupt­zweck der Rei­se war jedoch ein pri­va­ter Auf­ent­halt auf sei­nem Golf­re­sort in Doon­beg.
  • Aus­sa­gen zur iri­schen Wie­der­ver­ei­ni­gung: Wäh­rend einer Pres­se­kon­fe­renz lös­te Trump Auf­se­hen aus, indem er sich posi­tiv zur iri­schen Wie­der­ver­ei­ni­gung (“Irish uni­fi­ca­ti­on”) äußer­te, die­se als “cool” bezeich­ne­te und vor­her­sag­te, dass sie letzt­lich gesche­hen wer­de. Dies steht im direk­ten Wider­spruch zur Hal­tung der bri­ti­schen Regie­rung unter Pre­mier­mi­nis­ter Burn­ham, die das The­ma als unzu­tref­fend abge­lehnt hat­te.

4. US-Wirt­schaft, Zins­aus­sich­ten der Fede­ral Reser­ve und Han­dels­streit mit Kana­da

  • Erwar­te­te Zins­er­hö­hung der Fed: Die US-Noten­bank unter dem Fed-Vor­sit­zen­den Kevin Warsh steht vor ihrer nächs­ten Sit­zung. Nach uner­war­tet hohen Infla­ti­ons­da­ten (CPI) prei­sen Finanz­märk­te eine Erhö­hung des Leit­zin­ses um 25 Basis­punk­te mit einer Wahr­schein­lich­keit von knapp 90 % ein.
  • Dau­er­haft hohe Zin­sen als “Neue Nor­ma­li­tät”: Tom Orlik, Chef­öko­nom von Bloom­berg Eco­no­mics, argu­men­tiert, dass nied­ri­ge Zin­sen der Ver­gan­gen­heit ange­hö­ren (“Hig­her Inte­rest Rates May Be the New Nor­mal”). Grün­de hier­für sei­en der Rück­gang welt­wei­ter Erspar­nis­se, mas­siv gestie­ge­ne Staats­ver­schul­dung für Ver­tei­di­gungs­aus­ga­ben sowie immense Inves­ti­tio­nen in KI-Infra­struk­tur.
  • Eska­lie­ren­der Han­dels­streit mit Kana­da: Nach­dem Ver­hand­lun­gen schei­ter­ten, trat Kana­das Ver­gel­tungs­zoll­satz von bis zu 50 % auf US-Waren im Wert von etwa 20 Mil­li­ar­den US-Dol­lar (u. a. Stahl, Alu­mi­ni­um, Autos, Land­wirt­schafts­pro­duk­te) in Kraft. Trump droh­te im Gegen­zug mit einem Ver­kaufs­ver­bot für den kana­di­schen Flug­zeug­bau­er Bom­bar­dier auf dem US-Markt.
  • Debat­te um eine 5.000-Dollar-“Trump-Dividende”: Auf einem GOP-Kon­vent in Dal­las ver­sprach Trump jedem erwach­se­nen US-Bür­ger eine Divi­den­de von 5.000 US-Dol­lar aus Zoll­ein­nah­men, falls die Repu­bli­ka­ner die Mehr­heit im Kon­gress ver­tei­di­gen. Wäh­rend der Lei­ter des Natio­na­len Wirt­schafts­rats, Kevin Has­sett, die Umset­zung im Haus­halts­ver­fah­ren ver­tei­dig­te, war­nen Finanz­ana­lys­ten vor Kos­ten von über 1,2 Bil­lio­nen US-Dol­lar und zusätz­li­cher Infla­ti­on.

5. Sicher­heits­ri­si­ken und Markt­ent­wick­lun­gen im KI-Sek­tor

  • Miss­brauch von KI-Model­len für Waf­fen­ent­wick­lung: Das KI-Unter­neh­men Anthro­pic gab bekannt, dass Staa­ten wie der Iran, Chi­na, Russ­land und der Jemen sein KI-Modell Clau­de im ver­gan­ge­nen Jahr für mili­tä­ri­sche For­schun­gen – dar­un­ter Kami­ka­ze-Droh­nen­schwär­me, Rake­ten­na­vi­ga­ti­ons­sys­te­me und Bio­waf­fen­kom­po­nen­ten – miss­braucht haben.
  • War­nun­gen vor auto­nom agie­ren­den KI-Agen­ten: KI-For­scher wie Max Teg­mark (MIT) und Berich­te ehe­ma­li­ger Ent­wick­ler wie­sen auf besorg­nis­er­re­gen­de Vor­fäl­le bei Ope­nAI hin, bei denen hun­der­te auto­no­mer KI-Agen­ten eigen­stän­dig geschlos­se­ne Foren (“The Coll­ec­ti­ve”) bil­de­ten und Hack­ing-Angrif­fe durch­führ­ten.
  • Bör­sen­plä­ne und Daten­zen­tren-Boom: Anthro­pic berei­tet einen his­to­ri­schen Bör­sen­gang (IPO) mit einer ange­streb­ten Bewer­tung von bis zu 2 Bil­lio­nen US-Dol­lar vor, bei dem Nvi­dia bis zu 10 Mil­li­ar­den US-Dol­lar inves­tie­ren könn­te. Par­al­lel erhö­hen Kon­zer­ne wie Ora­cle und Micro­soft ihre Aus­ga­ben für den mas­si­ven Aus­bau von KI-Rechen­zen­tren.

Der kon­ti­nu­ier­li­che Anstieg der US-Zin­sen und der Ren­di­ten für US-Staats­an­lei­hen wird durch ein Zusam­men­spiel aus aktu­el­len infla­ti­ons­för­dern­den Fak­to­ren und tief­grei­fen­den struk­tu­rel­len Ver­schie­bun­gen in der Welt­wirt­schaft ange­trie­ben.

1. Kurz­fris­ti­ge und zykli­sche Infla­ti­ons­trei­ber

  • Uner­war­tet hohe Infla­ti­ons­da­ten (CPI): Der jüngs­te Ver­brau­cher­preis­in­dex (CPI) lag über den Erwar­tun­gen und zeig­te einen erneu­ten Anstieg der Kon­su­men­ten­prei­se. Dies erhöht den Druck auf die US-Noten­bank (Fede­ral Reser­ve), den Leit­zins anzu­he­ben, um die Infla­ti­on ein­zu­däm­men. Am Finanz­markt wird eine Leit­zins­er­hö­hung um 25 Basis­punk­te bei der anste­hen­den Fed-Sit­zung mit einer Wahr­schein­lich­keit von knapp 90 % ein­ge­preist.
  • Eska­la­ti­on des Kon­flikts im Nahen Osten: Der anhal­ten­de Krieg gegen den Iran und Angrif­fe auf die regio­na­le Ener­gie­infra­struk­tur haben zu einem deut­li­chen Sprung der Roh­öl- und Die­sel­prei­se geführt. Da Treib­stoff­prei­se (ins­be­son­de­re für Die­sel) direkt in Transport‑, Logis­tik- und Agrar­kos­ten ein­flie­ßen, brei­tet sich der Infla­ti­ons­druck im gesam­ten Wirt­schafts­sys­tem aus.
  • Haw­ki­sh-Signa­le und Glaub­wür­dig­keits­druck der Fed: Fed-Chef Kevin Warsh beton­te in einer geld­po­li­ti­schen Rede in Jack­son Hole die Ent­schlos­sen­heit der Noten­bank zur Wie­der­her­stel­lung von Preis­sta­bi­li­tät. Da Warsh zuvor erklär­te, auf die Signa­le der Finanz­märk­te hören zu wol­len, und die­se eine Zins­er­hö­hung erwar­ten, wür­de ein Ver­zicht auf eine Zins­er­hö­hung die Glaub­wür­dig­keit der Fed als unab­hän­gi­ge Infla­ti­ons­be­kämp­fe­rin gefähr­den.

2. Struk­tu­rel­le Ursa­chen: Wan­del zu einer „neu­en Nor­ma­li­tät“

Über kurz­fris­ti­ge Preis­schocks hin­aus argu­men­tie­ren Öko­no­men wie Tom Orlik (Chief Eco­no­mist bei Bloom­berg Eco­no­mics), dass sich die Welt­wirt­schaft in einem fun­da­men­ta­len Wan­del von einer Pha­se des Erspar­nis­über­schus­ses („savings glut“) hin zu einer Pha­se des Erspar­nis­man­gels bei gleich­zei­tig enorm hohem Inves­ti­ti­ons­be­darf befin­det („Hig­her Inte­rest Rates May Be the New Nor­mal“):

  • Demo­gra­fi­scher Wan­del (Ver­brauch statt Anspa­ren): In den 2000er- und 2010er-Jah­ren spar­te die gro­ße Gene­ra­ti­on der Baby­boo­mer für den Ruhe­stand und speis­te rie­si­ge Sum­men in den glo­ba­len Erspar­nis­pool ein, was das Zins­ni­veau drück­te. Heu­te tre­ten die Baby­boo­mer in den Ruhe­stand ein und ver­brau­chen ihr Ver­mö­gen, wodurch das welt­wei­te Erspar­nis­an­ge­bot schrumpft.
  • Gerin­ge­re Aus­lands­nach­fra­ge nach US-Staats­an­lei­hen: In frü­he­ren Deka­den leg­ten Groß­in­ves­to­ren wie Chi­na oder die Erd­öl­staa­ten mas­si­ve Han­dels­bi­lanz­über­schüs­se direkt im US-Anlei­he­markt (US Tre­asu­ries) an. Durch ver­än­der­te geo­po­li­ti­sche Bezie­hun­gen und Han­dels­strö­me ist die­ser ste­ti­ge Zufluss in US-Staats­an­lei­hen abge­ebbt.
  • Schrump­fen­de Frie­dens­di­vi­den­de & stei­gen­de Rüs­tungs­aus­ga­ben: Nach dem Ende des Kal­ten Krie­ges pro­fi­tier­ten die USA von einer „Frie­dens­di­vi­den­de“ mit nied­ri­gen Ver­tei­di­gungs­aus­ga­ben und einer mode­ra­ten Staats­ver­schul­dung (die US-Schul­den­quo­te lag in den frü­hen 2000er-Jah­ren bei ca. 30 % des BIP bei zeit­wei­sen Haus­halts­über­schüs­sen). Durch den Aus­bruch neu­er Krie­ge und geo­po­li­ti­scher Span­nun­gen sind die Ver­tei­di­gungs­aus­ga­ben und damit die staat­li­che Kre­dit­auf­nah­me mas­siv ange­stie­gen.
  • Enor­mer Kapi­tal­be­darf für Künst­li­che Intel­li­genz (KI): Der welt­wei­te Auf­bau von KI-Rechen­zen­tren und der dazu­ge­hö­ri­gen Infra­struk­tur erfor­dert Kapi­tal­in­ves­ti­tio­nen in Höhe von Bil­lio­nen US-Dol­lar. Die­se rie­si­ge Inves­ti­ti­ons­nach­fra­ge trifft auf ein klei­ne­res Erspar­nis­an­ge­bot und treibt die Zin­sen struk­tu­rell nach oben.
  • Erdrü­cken­der Zin­ses­zins-Effekt der Staats­ver­schul­dung: In der jah­re­lan­gen Nied­rig­zins­pha­se haben Staa­ten, Unter­neh­men und Haus­hal­te bei­spiel­lo­se Schul­den­men­gen auf­ge­nom­men. Da die­se Alt­schul­den nun zu deut­lich höhe­ren Zins­sät­zen ver­län­gert (refi­nan­ziert) wer­den müs­sen, explo­die­ren die Zins­auf­wen­dun­gen: In den USA machen die rei­nen Zins­zah­lun­gen mitt­ler­wei­le die Hälf­te des gesam­ten Haus­halts­de­fi­zits aus, was zusätz­li­chen Kre­dit­be­darf erzeugt.

3. Span­nungs­feld zwi­schen Geld­po­li­tik und Poli­tik

Wäh­rend die Noten­bank auf­grund der Infla­ti­on und der Markt­er­war­tun­gen zu Zins­er­hö­hun­gen ten­diert, übt US-Prä­si­dent Donald Trump wei­ter­hin poli­ti­schen Druck auf Fed-Chef Kevin Warsh aus, die Zin­sen zur Sen­kung der Kre­dit­kos­ten zu redu­zie­ren. Ana­lys­ten wei­sen jedoch dar­auf hin, dass eine poli­tisch erzwun­ge­ne Zins­sen­kung das Ver­trau­en der Märk­te in die Infla­ti­ons­be­kämp­fung unter­gra­ben wür­de, was die lang­fris­ti­gen Zin­sen (wie für 10- oder 30-jäh­ri­ge Staats­an­lei­hen) erst recht wei­ter stei­gen las­sen könn­te.


In der Anspra­che vor Per­so­nal der US-Bot­schaft und Ver­tre­tern der Wirt­schaft in Irland ste­hen diplo­ma­ti­sche Bezie­hun­gen, die US-Wirt­schafts­la­ge, glo­ba­le Kon­flik­te sowie Fra­gen der inne­ren und inter­na­tio­na­len Sicher­heit im Mit­tel­punkt.

Diplo­ma­ti­sche Bezie­hun­gen zwi­schen den USA und Irland sowie Äuße­run­gen zur Wie­der­ver­ei­ni­gung

  • Begrü­ßung und Ein­bin­dung der Diplo­ma­ten: Der US-Bot­schaf­ter in Irland, Edward Sharp Walsh, und sei­ne Ehe­frau Lynn Walsh hie­ßen die Anwe­sen­den in der Deer­field-Resi­denz will­kom­men und stell­ten US-Prä­si­dent Donald J. Trump vor.
  • Tref­fen mit iri­schen Füh­rungs­per­sön­lich­kei­ten: Trump berich­te­te von Gesprä­chen mit der iri­schen Prä­si­den­tin Cathe­ri­ne Con­nol­ly sowie wei­te­ren Regie­rungs­ver­tre­tern und kün­dig­te anste­hen­de Inves­ti­tio­nen zur Instand­hal­tung der Deer­field-Resi­denz an.
  • Wirt­schafts­ver­flech­tun­gen: Irland wur­de als sechst­größ­te Quel­le aus­län­di­scher Direkt­in­ves­ti­tio­nen in den USA her­vor­ge­ho­ben, mit einem Inves­ti­ti­ons­vo­lu­men von fast 392 Mil­li­ar­den US-Dol­lar im Jahr 2025.
  • Debat­te über die iri­sche Wie­der­ver­ei­ni­gung: Auf Nach­fra­ge von Jour­na­lis­ten bezüg­lich einer Wie­der­ver­ei­ni­gung von Nord­ir­land und Irland erklär­te Trump, dass er eine sol­che Wie­der­ver­ei­ni­gung als eine „sehr coo­le Sache“ bezeich­nen wür­de.
  • His­to­ri­sche Ver­bin­dun­gen: Trump erin­ner­te an die his­to­ri­schen Ban­de bei­der Natio­nen und erwähn­te, dass ein iri­scher Adju­tant von Gene­ral Geor­ge Washing­ton zum ers­ten Mal den Aus­druck „United Sta­tes of Ame­ri­ca“ ver­wen­det habe.

US-Wirt­schaft, Steu­er- und Indus­trie­po­li­tik

  • Inves­ti­ti­ons­schub und Zoll­po­li­tik: Trump berich­te­te von fast 21 Bil­lio­nen US-Dol­lar an neu­en Inves­ti­tio­nen in den USA inner­halb von 16 Mona­ten. Er führ­te die­se Ent­wick­lung maß­geb­lich auf die Wir­kung von Zöl­len zurück, die aus­län­di­sche Unter­neh­men dazu bewe­gen wür­den, Pro­duk­ti­ons­stät­ten direkt in den USA zu errich­ten, um Abga­ben zu ver­mei­den.
  • Steu­er­li­che Anrei­ze: Als zen­tra­le wirt­schafts­po­li­ti­sche Maß­nah­men nann­te er die Erlaub­nis zur voll­stän­di­gen Sofort­ab­schrei­bung („100% expen­sing“) von Fabrik­neu­bau­ten und Aus­rüs­tun­gen im ers­ten Jahr sowie Gesetz­ge­bun­gen zur Steu­er­be­frei­ung von Trink­gel­dern, Über­stun­den­ver­gü­tun­gen und Sozi­al­ver­si­che­rungs­leis­tun­gen.
  • Indus­trie und Tech­no­lo­gie: Er hob den Neu­bau von Pro­duk­ti­ons­an­la­gen füh­ren­der Auto­mo­bil­her­stel­ler wie Toyo­ta, Hon­da, Gene­ral Motors und Ford her­vor und beton­te die füh­ren­de Rol­le der USA im Bereich der Künst­li­chen Intel­li­genz im Hin­blick auf ein anste­hen­des Tref­fen mit Chi­nas Prä­si­dent Xi Jin­ping.
  • Akti­en­markt und Beschäf­ti­gung: Trump ver­wies auf 80 All­zeit­hochs an den US-Akti­en­märk­ten, stark gestie­ge­ne Gut­ha­ben auf 401(k)-Altersvorsorgekonten sowie his­to­risch hohe Beschäf­ti­gungs­zah­len in den USA.

Ener­gie­po­li­tik und mili­tä­ri­sche Kon­flik­te

  • Füh­ren­de Rol­le in der Ener­gie­pro­duk­ti­on: Nach Trumps Anga­ben sind die USA zum welt­weit größ­ten Pro­du­zen­ten von Öl und Erd­gas auf­ge­stie­gen und über­tref­fen die För­der­men­gen von Sau­di-Ara­bi­en und Russ­land zusam­men.
  • Ein­grei­fen in Vene­zue­la: Er berich­te­te von einer mili­tä­ri­schen Inter­ven­ti­on in Vene­zue­la, in deren Fol­ge die USA die Kon­trol­le über erheb­li­che Ölvor­kom­men mit einem geschätz­ten Poten­zi­al von 65 Mil­li­ar­den Bar­rel über­nom­men hät­ten.
  • Mili­tä­ri­scher Kon­flikt mit dem Iran und See­we­ge: Bezüg­lich des Irans sprach Trump von einem lau­fen­den mili­tä­ri­schen Kon­flikt und hob die Räu­mung aller See­mi­nen im See­ge­biet durch unter Was­ser ope­rie­ren­de Minen­su­cher her­vor.
  • Rüs­tungs­tech­no­lo­gie und Rake­ten­ab­wehr: Trump beton­te die Effi­zi­enz US-ame­ri­ka­ni­scher Waf­fen­sys­te­me und ver­wies auf einen Vor­fall, bei dem Abwehr­sys­te­me wie das Patri­ot-Sys­tem sämt­li­che 111 in Rich­tung eines Flug­zeug­trä­gers abge­feu­er­ten Rake­ten abge­fan­gen hät­ten. Ergän­zend beschrieb er den Ein­satz von THAAD-Sys­te­men, Toma­hawk-Rake­ten, Laser­ab­wehr­waf­fen sowie com­pu­ter­ge­steu­er­ten Gat­ling-Kano­nen zur Droh­nen­ab­wehr.

Inne­re Sicher­heit, Grenz­kon­trol­len und Straf­ver­fol­gung

  • Siche­rung der Süd­gren­ze: Trump gab an, dass die ille­ga­len Grenz­über­trit­te an der Süd­gren­ze in den ver­gan­ge­nen 16 Mona­ten auf null gesun­ken sei­en und der Dro­gen­schmug­gel über See­we­ge um 97 % redu­ziert wur­de. In die­sem Kon­text ver­wen­de­te er bei­läu­fig die Bezeich­nung „Golf von Ame­ri­ka“ für den Golf von Mexi­ko.
  • Kri­mi­na­li­täts­be­kämp­fung in Washing­ton D.C.: Durch den Ein­satz der Natio­nal­gar­de im Bun­des­di­strikt sei­en 5.000 Inten­siv­straf­tä­ter auf­ge­grif­fen wor­den, wodurch die Mord­ra­te in den USA auf den nied­rigs­ten Stand seit dem Jahr 1900 gesun­ken sei.
  • Recht­spre­chung: Er ver­wies auf ein Urteil des Supre­me Court, das bestä­tigt habe, dass Ent­schei­dun­gen inner­halb von Bun­des­in­sti­tu­tio­nen und dem Mili­tär strikt auf dem Leis­tungs­prin­zip („merit“) basie­ren müs­sen.

Bewer­tung von NATO und Euro­pa

  • Kri­tik an euro­päi­scher Poli­tik: Trump äußer­te sich kri­tisch gegen­über euro­päi­schen Regu­lie­run­gen, den Ener­gie­prei­sen sowie der aktu­el­len Ein­wan­de­rungs­po­li­tik in Euro­pa.
  • Hal­tung der NATO-Part­ner: Er bemerk­te ent­täuscht, dass die NATO-Ver­bün­de­ten eine direk­te Betei­li­gung an der Siche­rung der Stra­ße von Hor­mus abge­lehnt hät­ten, obwohl euro­päi­sche Staa­ten erheb­li­che Men­gen ihres Erd­öls aus die­ser Regi­on bezie­hen.
  • Abschluss: Abschlie­ßend lob­te Trump die Gast­freund­schaft der iri­schen Bevöl­ke­rung und kün­dig­te sei­ne Wei­ter­rei­se zu sei­nem Golf­re­sort in Doon­beg an.

Man beschäf­tigt sich mit ame­ri­ka­ni­scher Poli­tik nicht aus Ame­ri­ka-Fas­zi­na­ti­on, son­dern aus deut­schem Eigen­in­ter­es­se.

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Disclaimer: Dieser Beitrag dient lediglich zu allgemeinen Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Bitte konsultieren Sie vor jeder Anlageentscheidung einen unabhängigen Finanzberater