Deutsch­land: Nach­rich­ten des Tages (12.09.2026)

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8–12 Minu­ten

Die wich­tigs­ten The­men und Ereig­nis­se des Tages, geord­net nach The­men­be­rei­chen:

1. Innen­po­li­tik: INSA-Sonn­tags­trend & bun­des­wei­te Bür­ger­pro­tes­te

  • INSA-Sonn­tags­trend: Laut dem neu­en Sonn­tags­trend des Mei­nungs­for­schungs­in­sti­tuts INSA für BILD baut die AfD eine Woche nach der Land­tags­wahl in Sach­sen-Anhalt ihren Vor­sprung vor der Uni­on wei­ter aus. Die AfD gewinnt einen Pro­zent­punkt hin­zu und erreicht 29 Pro­zent, wäh­rend die CDU/CSU unver­än­dert bei 20 Pro­zent liegt. Die Grü­nen legen um einen Punkt zu und über­ho­len mit 14 Pro­zent die SPD (13 Pro­zent). Die Lin­ke kommt wei­ter­hin auf 10 Pro­zent. Sowohl die FDP (4 Pro­zent) als auch das BSW (3 Pro­zent, −1) wür­den an der Fünf-Pro­zent-Hür­de schei­tern. Sons­ti­ge Par­tei­en erzie­len 7 Pro­zent.
  • Koali­ti­ons­op­tio­nen im Bund: INSA-Chef Her­mann Bin­kert rech­net vor, dass 14 Pro­zent der Wäh­ler­stim­men an Par­tei­en fal­len, die den Ein­zug ver­pas­sen; somit sind für eine par­la­men­ta­ri­sche Mehr­heit über 43 Pro­zent erfor­der­lich. Rech­ne­risch wäre eine Kenia-Koali­ti­on aus CDU/CSU, Grü­nen und SPD mit zusam­men 47 Pro­zent die der­zeit wahr­schein­lichs­te Regie­rungs­op­ti­on. Ein Bünd­nis aus AfD und Uni­on käme zwar auf 49 Pro­zent, wird von der Uni­on wegen ihres Unver­ein­bar­keits­be­schlus­ses jedoch aus­ge­schlos­sen. Bei der AfD in Sach­sen-Anhalt fei­er­ten Spit­zen­kan­di­dat Ulrich Sieg­mund sowie die Par­tei­chefs Tino Chrup­al­la und Ali­ce Wei­del das zurück­lie­gen­de Wahl­er­geb­nis.
  • Demons­tra­tio­nen gegen Rechts­extre­mis­mus: In mehr als 30 deut­schen Städ­ten gin­gen zehn­tau­sen­de Men­schen für Demo­kra­tie, Tole­ranz und Viel­falt auf die Stra­ße.
    • In Ham­burg demons­trier­ten rund 25.000 Men­schen gegen die Poli­tik der AfD.
    • In Ber­lin betei­lig­ten sich laut Ver­an­stal­tern 18.000 bis über 30.000 Demons­tran­ten.
    • In Düs­sel­dorf ver­sam­mel­ten sich unter dem Mot­to „Gegen die AfD und rech­te Het­ze“ rund 20.000 Men­schen.
    • In Mün­chen pro­tes­tier­ten cir­ca 12.000 Men­schen.
    • Wei­te­re Kund­ge­bun­gen fan­den in Leip­zig (ca. 2.500 Teil­neh­men­de), Mag­de­burg (rund 1.000 Teil­neh­men­de) und Erfurt (ca. 350 Teil­neh­men­de) statt. Zivil­ge­sell­schaft­li­che Initia­ti­ven for­der­ten dabei ver­stärkt die ver­fas­sungs­recht­li­che Prü­fung eines AfD-Ver­bots­ver­fah­rens.

2. Nah­ost-Eska­la­ti­on, Öl-Infra­struk­tur & Ener­gie­preis­de­bat­te

  • Mili­tä­ri­sche Zuspit­zung am Roten Meer und im Irak: Die vom Iran unter­stütz­te Hut­hi-Miliz rückt im Jemen wei­ter vor und hat nach eige­nen Anga­ben die Hafen­stadt Mok­ha sowie stra­te­gi­sche Inseln in der Meer­enge Bab al-Man­dab besetzt. Gleich­zei­tig wur­de die über 1.200 Kilo­me­ter lan­ge sau­di-ara­bi­sche Ost-West-Pipe­line durch einen Droh­nen­an­griff – mut­maß­lich aus dem Irak – beschä­digt und vor­sichts­hal­ber still­ge­legt. Damit ist für den welt­größ­ten Ölex­por­teur Sau­di-Ara­bi­en die Aus­weich­rou­te zum Roten Meer blo­ckiert, wäh­rend die Stra­ße von Hor­mus vom Iran ver­sperrt bleibt.
  • Anstieg der Ener­gie- und Sprit­prei­se: Durch die dro­hen­den Ver­sor­gungs­eng­päs­se stieg der Roh­öl­preis der Nord­see­sor­te Brent auf etwa 105 US-Dol­lar pro Bar­rel. An deut­schen Tank­stel­len kos­te­te der Liter Die­sel in Ham­burg zeit­wei­se bis zu 2,55 Euro und Super 2,43 Euro. Bun­des­netz­agen­tur-Chef Klaus Mül­ler beru­hig­te hin­sicht­lich der Gas­ver­sor­gung und ver­wies dar­auf, dass die Spei­cher der­zeit zu gut 55 Pro­zent gefüllt sei­en.
  • Poli­ti­sche Ent­las­tungs­de­bat­te in Deutsch­land: Der Preis­auf­trieb erhöht den Druck auf die Bun­des­re­gie­rung. Bünd­nis 90/Die Grü­nen sowie Die Lin­ke (unter Lin­ken-Che­fin Ines Schwerdt­ner) for­dern eine Über­ge­winn­steu­er für Mine­ral­öl­kon­zer­ne. Bran­den­burgs Minis­ter­prä­si­dent Diet­mar Woid­ke und die meck­len­burg-vor­pom­mer­sche Minis­ter­prä­si­den­tin Manue­la Schwe­sig ver­lan­gen einen Tank­preis­de­ckel. CDU-Wirt­schafts­mi­nis­te­rin Kathe­ri­na Rei­che lehnt sol­che staat­li­chen Ein­grif­fe hin­ge­gen als markt­ver­zer­rend ab. Am Mon­tag sol­len im Sul­ta­nat Oman diplo­ma­ti­sche Gesprä­che zwi­schen dem Iran, dem Irak und den Golf­staa­ten zur Lage an der Stra­ße von Hor­mus statt­fin­den.

3. Inter­na­tio­na­le Diplo­ma­tie & Sicher­heits­po­li­tik

  • BRICS-Gip­fel in Neu-Delhi: Beim zwei­tä­gi­gen Tref­fen der elf BRICS-Staa­ten in Indi­ens Haupt­stadt Neu-Delhi berie­ten unter ande­rem der indi­sche Pre­mier­mi­nis­ter Naren­dra Modi, Russ­lands Prä­si­dent Wla­di­mir Putin, Chi­nas Staats­chef Xi Jin­ping und Irans Prä­si­dent Mass­ud Peseschki­an. In einer gemein­sa­men Erklä­rung rie­fen die BRICS-Staa­ten zu maxi­ma­ler Zurück­hal­tung im Nahen Osten auf und ver­ur­teil­ten Angrif­fe auf zivi­le Infra­struk­tur.
  • Sabo­ta­ge-Ermitt­lun­gen Flug­ha­fen Leipzig/Halle: Nach Erkennt­nis­sen von Sicher­heits­be­hör­den und des Recher­che­ver­bunds aus NDR, WDR und SZ (berich­tet von Jour­na­list Manu­el Bewar­der) führt der geschei­ter­te Droh­nen- und Sabo­ta­ge­an­griff auf den Flug­ha­fen Leipzig/Halle vom August direkt zum rus­si­schen Mili­tär­ge­heim­dienst GRU. Ein fest­ge­stell­ter Tat­ver­däch­ti­ger vor Ort war als Logis­ti­ker tätig und den Behör­den bereits im Vor­feld durch GRU-Ver­bin­dun­gen bekannt.
  • Wei­te­re inter­na­tio­na­le Mel­dun­gen:
    • Ukrai­ne-Krieg: Nächt­li­che rus­si­sche Droh­nen- und Luft­an­grif­fe for­der­ten laut Prä­si­dent Wolo­dym­yr Selen­skyj min­des­tens drei Todes­op­fer und zahl­rei­che Ver­letz­te, unter ande­rem in Sapo­rischschja und Odes­sa.
    • Zug­un­glück in Frank­reich: Bei der Ent­glei­sung eines Regio­nal­zu­ges in der Nor­man­die wur­den 44 Pas­sa­gie­re ver­letzt. Die Poli­zei schließt Sabo­ta­ge nicht aus, nach­dem ein beschä­dig­tes Schie­nen­teil auf der Stre­cke ent­deckt wur­de.

4. Regio­na­le Poli­tik, Gesetz­ge­bung & Ver­brau­cher­schutz

  • End­spurt vor der Wahl in Ber­lin: Eine Woche vor der Abge­ord­ne­ten­haus­wahl in Ber­lin zeich­net sich ein enges Ren­nen ab. Die Lin­ke um Spit­zen­kan­di­da­tin Elif Eralp for­dert eine stär­ke­re Miet­preis­re­gu­lie­rung und die Ver­ge­sell­schaf­tung gro­ßer Immo­bi­li­en­kon­zer­ne. Der amtie­ren­de Finanz­se­na­tor und CDU-Spit­zen­kan­di­dat Ste­fan Evers lehnt Ver­ge­sell­schaf­tun­gen strikt ab. Die AfD tritt mit Kris­tin Brin­ker an, die Grü­nen mit Wer­ner Graf. SPD-Spit­zen­kan­di­dat Stef­fen Krach geht geschwächt in den Wahl­kampf, da die Staats­an­walt­schaft gegen ihn wegen des Ver­dachts der Vor­teils­nah­me ermit­telt.
  • Miet­recht und Ren­ten­de­bat­te: Bun­des­jus­tiz­mi­nis­te­rin Katha­ri­na Hubig (SPD) prüft die Ein­füh­rung von Buß­gel­dern bei Ver­stö­ßen gegen die Miet­preis­brem­se. In der Ren­ten­de­bat­te for­dert Uni­ons­frak­ti­ons­chef Thors­ten Frei eine ver­kürz­te Über­gangs­frist bei der Abschaf­fung der abschlags­frei­en Ren­te nach 45 Bei­trags­jah­ren; SPD-Che­fin Bär­bel Bas zeig­te sich offen für Kom­pro­mis­se.
  • Ver­brau­cher­schutz: Ver­brau­cher­zen­tra­len war­nen vor betrü­ge­ri­schen Abo­fal­len der Hong­kon­ger Fir­ma Mar­got Brands Limi­t­ed, die unbe­rech­tig­te For­de­run­gen für angeb­li­che Astro­lo­gie- und Fit­ness-Abos per Inkas­so ein­treibt (unter den Betrof­fe­nen ist unter ande­rem Trau­del S.).

5. Kul­tur: 83. Film­fest­spie­le von Vene­dig

  • Die Film­fest­spie­le von Vene­dig gin­gen mit der Preis­ver­lei­hung zu Ende:
    • Gol­de­ner Löwe (Bes­ter Film): Aus­ge­zeich­net wur­de die däni­sche Regis­seu­rin May el-Touk­hy für ihr Dra­ma Woman Unknown (Quin­de Ukent) über ein Dienst­mäd­chen im Nach­kriegs-Kopen­ha­gen.
    • Bes­te Haupt­dar­stel­le­rin: Matil­de Arcel für ihre Rol­le in Woman Unknown.
    • Bes­ter Haupt­dar­stel­ler: John Mal­ko­vich für sei­ne Dar­bie­tung in Mar­tin McDo­naghs schwar­zer Komö­die Wild Hor­se 9.
    • Spe­zi­al­preis der Jury: Der Doku­men­tar­film No Other Land (NASA) der israe­li­schen Fil­me­ma­cher Yuval Abra­ham und Rachel Szor.
    • Bes­te Regie: Ilja Chrscha­now­ski für das Pro­jekt DAU.
    • Die inter­na­tio­na­le Jury stand unter der Lei­tung von Mag­gie Gyl­len­haal.

6. Sport & Wet­ter

  • Ten­nis (US Open): Alex­an­der Zverev besieg­te im Halb­fi­na­le den Rus­sen Karen Chat­scha­now glatt in drei Sät­zen (6:3, 7:6, 7:6) und zieht ins Fina­le der US Open ein, wo er auf den US-Ame­ri­ka­ner Ben Shel­ton trifft.
  • Bas­ket­ball-WM der Frau­en: Das deut­sche Team unter­lag im Halb­fi­na­le in Ber­lin dem Favo­ri­ten Frank­reich (ange­führt von Gab­by Wil­liams mit 22 Punk­ten) mit 64:86 und spielt am Sonn­tag um die Bron­ze­me­dail­le.
  • Fuß­ball-Bun­des­li­ga (3. Spiel­tag):
    • Der SC Frei­burg über­nahm durch einen 5:0‑Kantersieg gegen Borus­sia Mön­chen­glad­bach die Tabel­len­füh­rung. Yan­nik Engel­hardt und Igor Mat­a­nović tra­fen jeweils dop­pelt, den End­stand besorg­te Maxi­mi­li­an Egge­stein. Glad­bach-Kapi­tän Tim Klein­dienst sah Gelb-Rot, wäh­rend Glad­bach-Trai­ner Eugen Pol­an­ski nach der drit­ten Nie­der­la­ge unter star­kem Druck steht.
    • Der FC Augs­burg trenn­te sich 2:2 von Bay­er Lever­ku­sen. Für Lever­ku­sen tra­fen Kofa­ne und Patrik Schick; für Augs­burg erziel­te Micha­el Gre­go­rit­sch zwei Tore (nach Vor­ar­beit u. a. durch Fabi­an Rie­der) und wur­de mit 38 Tref­fern zum FCA-Rekord­tor­schüt­zen in der Bun­des­li­ga.
    • Die wei­te­ren Ergeb­nis­se: Borus­sia Dort­mund – SC Pader­born 3:0, TSG Hof­fen­heim – VfB Stutt­gart 2:1, FSV Mainz 05 – Ein­tracht Frank­furt 1:3, 1. FC Köln – Wer­der Bre­men 1:1, Uni­on Ber­lin – Schal­ke 04 (unter Trai­ner Miron Mus­lic) 1:3.

Die Ent­wick­lung der Ener­gie­prei­se ist durch die jüngs­te mili­tä­ri­sche Eska­la­ti­on im Nahen Osten mas­siv unter Druck gera­ten und sorgt auch in Deutsch­land für eine inten­si­ve poli­ti­sche Debat­te.

Aktu­el­le Preis­la­ge an den Märk­ten und Tank­stel­len

  • Roh­öl­preis: Der Preis für die Nord­see­sor­te Brent stieg seit Beginn des Kon­flikts mit dem Iran deut­lich an und liegt aktu­ell bei rund 105 US-Dol­lar pro Bar­rel.
  • Kraft­stoff­prei­se: An den deut­schen Zapf­säu­len macht sich die Sor­ge vor Eng­päs­sen bereits bemerk­bar. In Ham­burg erreich­te der Liter Die­sel zeit­wei­se bis zu 2,55 Euro, wäh­rend Super-Ben­zin bei 2,43 Euro pro Liter lag. Der im Mai und Juni gewähr­te Tan­kra­batt hat­te die Sprit­prei­se und die Infla­ti­on vor­über­ge­hend gedrückt, ist jedoch aus­ge­lau­fen, wes­halb die Teue­rungs­ra­te wie­der ansteigt.
  • Heiz­öl, Gas und Lebens­mit­tel: Neben den Treib­stoff­kos­ten ver­teu­ern sich kurz vor Beginn der Heiz­sai­son auch Heiz­öl und Gas, was wie­der­um zu stei­gen­den Prei­sen bei Lebens­mit­teln führt.
  • Gas­spei­cher­stän­de: Zur Gas­ver­sor­gung ver­such­te der Chef der Bun­des­netz­agen­tur, Klaus Mül­ler, zu beru­hi­gen: Die deut­schen Gas­spei­cher wei­sen der­zeit einen Füll­stand von gut 55 Pro­zent auf. Damit befin­det sich bereits mehr Gas in den Spei­chern, als im gesam­ten ver­gan­ge­nen Win­ter­halb­jahr ent­nom­men wur­de. Den­noch wird wegen der Lage im Nahen Osten mit wei­ter stei­gen­den Ener­gie­prei­sen gerech­net.

Geo­po­li­ti­sche Ursa­chen und Blo­cka­den der Export­rou­ten

Haupt­ur­sa­che für den Preis­schock sind mas­si­ve Stö­run­gen der zen­tra­len Erd­öl-Trans­port­rou­ten aus dem Per­si­schen Golf:

  • Blo­cka­de der Meer­engen: Die vom Iran unter­stütz­te Hut­hi-Miliz rückt im Jemen wei­ter vor, hat die Hafen­stadt Mok­ha sowie stra­te­gi­sche Inseln ein­ge­nom­men und kon­trol­liert nun die wich­ti­ge Meer­enge Bab al-Man­dab am Roten Meer. Zudem ist die Stra­ße von Hor­mus durch den Iran blo­ckiert.
  • Still­le­gung der Ost-West-Pipe­line: Eine ent­schei­den­de Aus­weich­rou­te Sau­di-Ara­bi­ens – die über 1.200 Kilo­me­ter lan­ge Ost-West-Pipe­line, die Öl vom Per­si­schen Golf zum Roten Meer trans­por­tiert – wur­de nach einem Droh­nen­an­griff (mut­maß­lich aus dem Irak) beschä­digt und vor­sichts­hal­ber still­ge­legt.
  • Dadurch sind die Erd­öl­ex­por­te Sau­di-Ara­bi­ens als welt­weit größ­tem Ölex­por­teur schwer beein­träch­tigt, und der Abtrans­port in Rich­tung Euro­pa und Asi­en ist weit­ge­hend unter­bro­chen.

Poli­ti­sche Debat­te über Ent­las­tungs­maß­nah­men in Deutsch­land

Der ver­zeich­ne­te Preis­an­stieg erhöht den Hand­lungs­druck auf die Bun­des­re­gie­rung in Ber­lin erheb­lich:

  • Über­ge­winn­steu­er: Bünd­nis 90/Die Grü­nen sowie Die Lin­ke (u. a. Par­tei­che­fin Ines Schwerdt­ner) for­dern eine Über­ge­winn­steu­er für Mine­ral­öl­kon­zer­ne, um die erziel­ten Son­der­ge­win­ne sozi­al ziel­ge­nau an die Ver­brau­cher umzu­ver­tei­len.
  • Tank­preis­de­ckel: Die Minis­ter­prä­si­den­ten Diet­mar Woid­ke (Bran­den­burg) und Manue­la Schwe­sig (Meck­len­burg-Vor­pom­mern) spre­chen sich für die Ein­füh­rung eines staat­li­chen Tank­preis­de­ckels aus.
  • Hal­tung des Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­ums: CDU-Wirt­schafts­mi­nis­te­rin Kathe­ri­na Rei­che lehnt sol­che Ein­grif­fe ab und stuft sie als markt­ver­zer­rend ein. Die Bun­des­re­gie­rung ver­weist zudem auf feh­len­den finan­zi­el­len Spiel­raum im Haus­halt.

Ein klei­ner Hoff­nungs­schim­mer für eine Ent­las­tung der Märk­te liegt auf ange­kün­dig­ten diplo­ma­ti­schen Gesprä­chen am Mon­tag im Sul­ta­nat Oman, bei denen der Iran, der Irak und die Golf­staa­ten über einen mög­li­chen Pas­sa­ge­me­cha­nis­mus für die Stra­ße von Hor­mus ver­han­deln wol­len.


Das Wet­ter in den kom­men­den Tagen zeigt einen raschen Wech­sel zwi­schen Spät­som­mer und Früh­herbst, bedingt durch ein Tief­druck­ge­biet über Süd­skan­di­na­vi­en und des­sen nach­fol­gen­de Fron­ten­sys­te­me.

Wet­ter­la­ge in der Nacht und am Sonn­tag, den 13. Sep­tem­ber

  • Nacht­ver­lauf: Eine Kalt­front zieht von Nord­wes­ten her auf und brei­tet sich über die Mit­te bis in den Osten Deutsch­lands aus. Dabei fällt zeit­wei­se Regen mit Nie­der­schlags­men­gen von bis zu 7 Litern pro Qua­drat­me­ter. Der Süden bleibt unter leich­tem Hoch­druck­ein­fluss zunächst noch weit­ge­hend tro­cken und zeigt Wol­ken­lü­cken.
  • Tiefst­wer­te in der Nacht: Die Tem­pe­ra­tu­ren sin­ken bei kla­rem Him­mel im Süden an den Alpen auf fri­sche 7 bis 13 Grad, wäh­rend sie unter der geschlos­se­nen Wol­ken­de­cke an der See und im Nor­den mil­de 14 bis 17 Grad errei­chen.
  • Tages­ver­lauf am Sonn­tag: Der Sonn­tag bringt in wei­ten Tei­len des Lan­des vie­le Wol­ken und wie­der­hol­te Nie­der­schlä­ge. Im Ver­lauf des Tages zieht der Regen wei­ter süd­wärts und geht in Schau­er über. Am Nach­mit­tag kann sich der Regen von Wes­ten her stel­len­wei­se ver­stär­ken, wobei lokal bis zu 20 Liter Regen pro Qua­drat­me­ter mög­lich sind. Im Nord­wes­ten las­sen die Schau­er am Nach­mit­tag bereits wie­der nach und die Son­ne kommt stel­len­wei­se zum Vor­schein.

Regio­na­ler Tem­pe­ra­tur­ver­gleich am Sonn­tag

Die Tem­pe­ra­tu­ren wei­sen am Sonn­tag ein deut­li­ches Nord-Süd- bezie­hungs­wei­se Nord­west-Süd­west-Gefäl­le auf:

  • Mit­te und Nord­hälf­te: Hier wird es spür­bar küh­ler. Die Höchst­wer­te lie­gen meist zwi­schen 17 und 23 Grad (in der Nord­hälf­te um 19 Grad, bei län­ger anhal­ten­dem Dau­er­re­gen bei etwa 17 bis 18 Grad).
  • Süden und Süd­wes­ten: Vor allem am Ober­rhein hält sich die war­me Luft noch am längs­ten. Hier wer­den noch ein­mal spät­som­mer­li­che Höchst­wer­te von 24 bis 28 Grad erreicht.

Aus­blick auf die nächs­te Woche (Mon­tag bis Mitt­woch)

  • Mon­tag (14. Sep­tem­ber): Das Regen­ge­biet zieht weit­ge­hend nach Süd­os­ten ab und die Schau­er am Alpen­rand klin­gen ab. Über dem Groß­teil Deutsch­lands setzt sich wie­der tro­cke­nes und meist freund­li­ches Wet­ter durch.
  • Diens­tag (15. Sep­tem­ber): Nach Durch­zug einer Warm­front klet­tern die Tem­pe­ra­tu­ren noch­mals kräf­tig an. Es wird über­wie­gend son­nig und mit Höchst­wer­ten von bis zu 29 Grad rich­tig spät­som­mer­lich warm. Erst spä­ten Nach­mit­tag bezie­hungs­wei­se abends zie­hen im Nord­wes­ten neue Schau­er und ein­zel­ne Gewit­ter auf.
  • Mitt­woch (16. Sep­tem­ber): Eine nach­fol­gen­de Kalt­front bringt einen spür­ba­ren Wet­ter­um­schwung. Das Wet­ter wird im gesam­ten Bun­des­ge­biet unbe­stän­di­ger, wech­sel­haf­ter und mit län­ger anhal­ten­den Regen­fäl­len im Osten und Süden deut­lich küh­ler.

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Disclaimer: Dieser Beitrag dient lediglich zu allgemeinen Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Bitte konsultieren Sie vor jeder Anlageentscheidung einen unabhängigen Finanzberater