- Verteidigungsminister Boris Pistorius ordnet Verpflichtungen für die Litauen-Brigade an – die Entscheidung ist gefallen, nachdem monatelang klar war, dass Freiwillige nicht ausreichen .
Betroffene Soldaten
- Bis zu 1000 Soldaten sollen bereits im Herbst verpflichtet werden .
- Insgesamt sollen 4800 deutsche Soldaten bis Ende 2027 dauerhaft in Litauen stationiert werden .
- Aktuell wären bis zu 20 % der Brigade von einer Verpflichtung betroffen; Ziel ist, dies auf 10 % zu senken .
Hintergrund: Mangel an Freiwilligen
- Der Freiwilligenanteil liegt nur bei rund 60 % der benötigten Dienstposten .
- Besonders fehlen IT-Spezialisten, Logistiker, Köche und Mannschaftsdienstgrade .
- Pistorius hatte ursprünglich auf vollständige Freiwilligkeit gesetzt, aber bereits im Juni eingeräumt, dass Verpflichtungen nötig werden könnten .
Zeitdruck
- Die Brigade muss Ende 2027 vollständig einsatzbereit sein, doch für Personalentscheidungen bleiben nur wenige Monate .
- Verpflichtete Soldaten müssen informiert werden, können Rechtsmittel einlegen und benötigen Zeit für die Planung eines möglichen Umzugs nach Litauen .
Maßnahmen der Bundeswehr
- Umfangreiche Werbekampagnen laufen seit Monaten, um Freiwillige zu gewinnen .
- Es gab sogar Schnupperreisen für Soldaten und Familien nach Litauen .