Asi­ens Bör­sen am Mor­gen – 13.08.2026

Bör­sen­nach­rich­ten aus dem asia­tisch-pazi­fi­schen Raum

Der 13. August 2026 ist geprägt von einer posi­ti­ven Dyna­mik an den asia­ti­schen Akti­en­märk­ten, einer deut­li­chen Abküh­lung des aus­tra­li­schen Immo­bi­li­en­mark­tes sowie wich­ti­gen geld­po­li­ti­schen Signa­len aus Japan und den USA.

Glo­ba­le Markt­ent­wick­lun­gen und US-Geld­po­li­tik

Die asia­ti­schen Akti­en­märk­te ver­zeich­ne­ten am Don­ners­tag deut­li­che Gewin­ne, nach­dem mode­ra­te US-Infla­ti­ons­da­ten die Erwar­tung wei­te­rer Zins­er­hö­hun­gen durch die Fede­ral Reser­ve im Sep­tem­ber dämpf­ten.

  • US-Infla­ti­on: Die Ver­brau­cher­prei­se in den USA stie­gen im Juli nur um 0,1 % oder 0,2 % (je nach Mess­me­tho­de), was den lang­sams­ten Anstieg der Kern­in­fla­ti­on seit März 2021 mar­kiert. Dies führ­te dazu, dass die Märk­te die Wahr­schein­lich­keit einer Zins­er­hö­hung im Sep­tem­ber nun auf unter 50 % schät­zen.
  • Süd­ko­rea im Bul­len­markt: Der süd­ko­rea­ni­sche Kos­pi-Index stieg um bis zu 4,8 % und trat damit in einen tech­ni­schen Bul­len­markt ein. Getrie­ben wur­de die­se Ral­lye vor allem durch die Schwer­ge­wich­te im Halb­lei­ter­sek­tor wie Sam­sung Elec­tro­nics und SK Hynix, die von einer Erho­lung im KI-Han­del pro­fi­tier­ten.
  • Gold­preis auf Rekord­ni­veau: Auf­grund der nach­las­sen­den Zins­er­war­tun­gen stieg der Gold­preis auf ein Zwei-Monats-Hoch und notier­te sta­bil über 4.400 $ pro Unze.

Aus­tra­li­en: Immo­bi­li­en­markt unter Druck und RBA-Geld­po­li­tik

In Aus­tra­li­en zei­gen sich deut­li­che Brems­spu­ren auf dem Woh­nungs­markt, was sich unmit­tel­bar auf den Ban­ken­sek­tor aus­wirkt.

  • Ein­bruch bei Hypo­the­ken­an­trä­gen: Die gro­ßen aus­tra­li­schen Ban­ken (ANZ, CBA, West­pac) mel­de­ten einen Rück­gang der Hypo­the­ken­an­trä­ge um 12 % bis 20 %. Die­ser Ein­bruch wird auf die Ent­schei­dung der Regie­rung zurück­ge­führt, steu­er­li­che Ver­güns­ti­gun­gen für Immo­bi­li­en­in­ves­to­ren im Mai-Bud­get zu strei­chen, sowie auf die bereits hohen Kre­dit­kos­ten.
  • Zins­po­li­tik der RBA: Chris­to­pher Kent, Assistant Gover­nor der Reser­ve Bank of Aus­tra­lia (RBA), erklär­te, dass die bis­he­ri­gen Zins­er­hö­hun­gen wie beab­sich­tigt wir­ken und die Aus­ga­ben dämp­fen. Obwohl die Zin­sen die­se Woche bei 4,35 % belas­sen wur­den, bleibt Gou­ver­neu­rin Miche­le Bul­lock wach­sam und schließt wei­te­re Erhö­hun­gen nicht aus, da die Kern­in­fla­ti­on mit 3,6 % wei­ter­hin über dem Ziel­band von 2–3 % liegt.

Wich­ti­ge Unter­neh­mens­nach­rich­ten aus der Regi­on

Meh­re­re Groß­un­ter­neh­men ver­öf­fent­lich­ten heu­te ihre Finanz­ergeb­nis­se mit teils mas­si­ven Kurs­re­ak­tio­nen:

  • ASX Ltd: Der aus­tra­li­sche Bör­sen­be­trei­ber ver­zeich­ne­te einen Anstieg des zugrun­de lie­gen­den Jah­res­ge­winns um 5 % auf 536,4 Mil­lio­nen A$, da die hohe Markt­vo­la­ti­li­tät das Han­dels­vo­lu­men befeu­er­te. Die Aktie ver­zeich­ne­te dar­auf­hin den stärks­ten Anstieg seit Anfang 2020.
  • Ori­gin Ener­gy: Der Ener­gie­ver­sor­ger über­traf die Gewinn­erwar­tun­gen dank eines star­ken Bei­trags sei­nes Bat­te­rie­port­fo­li­os, was die Aktie um 6,5 % stei­gen ließ.
  • Tel­s­tra: Aus­tra­li­ens größ­tes Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­un­ter­neh­men kün­dig­te einen Akti­en­rück­kauf im Wert von 1 Mil­li­ar­de A$ an, nach­dem der Net­to­ge­winn um 3,2 % auf 2,24 Mil­li­ar­den A$ gestie­gen war.
  • Tre­asu­ry Wine Estates: Der Besit­zer der Mar­ke Pen­folds muss­te einen Jah­res­ver­lust von 1,08 Mil­li­ar­den A$ hin­neh­men, pri­mär auf­grund mas­si­ver Abschrei­bun­gen auf sein US-Geschäft.
  • Sam­so­ni­te: Der Kof­fer­her­stel­ler über­nimmt für 178,5 Mil­lio­nen $ eine 85 %-Mehr­heits­be­tei­li­gung an der von Schau­spie­le­rin Shay Mit­chell gegrün­de­ten Life­style-Mar­ke Béis.

Regio­na­le Brenn­punk­te in Asi­en

  • Japan: Die Groß­han­dels­prei­se stie­gen im Juli um 7,2 % im Ver­gleich zum Vor­jahr. Die­ser anhal­tend hohe Preis­druck ver­stärkt die Spe­ku­la­tio­nen, dass die Bank of Japan (BOJ) bereits im Sep­tem­ber die Zin­sen erneut anhe­ben könn­te.
  • Indo­ne­si­en: Anle­ger bli­cken gespannt auf die Haus­halts­re­de von Prä­si­dent Pra­bo­wo Subi­an­to, wobei der Fokus auf der Ein­hal­tung der Defi­zit­gren­ze von 3 % des BIP liegt. Zudem wird das Ride-Hai­ling-Unter­neh­men GoTo Ende des Monats aus dem MSCI Indo­ne­sia Index ent­fernt, was auf Liqui­di­täts­pro­ble­me zurück­ge­führt wird.
  • Neu­see­land: Pre­mier­mi­nis­ter Chris­to­pher Lux­on über­stand eine par­tei­in­ter­ne Ver­trau­ens­fra­ge, nach­dem Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Chris Penk ihn her­aus­ge­for­dert hat­te. Penk wur­de dar­auf­hin sei­ner Ämter ent­ho­ben.

Indus­trie, Ener­gie und Roh­stof­fe

  • Elek­tro­mo­bi­li­tät: Die welt­wei­ten Ver­käu­fe von Elek­tro­fahr­zeu­gen stie­gen im Juli um 9 %. Wäh­rend der Markt in Euro­pa um 33 % wuchs, ver­zeich­ne­ten Chi­na (-5 %) und Nord­ame­ri­ka (-27 %) Rück­gän­ge, letz­te­res vor allem durch das Ende staat­li­cher Steu­er­gut­schrif­ten.
  • Rio Tin­to & Toma­go: Die aus­tra­li­sche Regie­rung sag­te 1,76 Mil­li­ar­den A$ zu, um die Toma­go-Alu­mi­ni­um­schmel­ze über das Jahr 2028 hin­aus in Betrieb zu hal­ten und den Über­gang zu 100 % erneu­er­ba­ren Ener­gien bis 2033 zu unter­stüt­zen.
  • Ölmarkt: Die Ölprei­se fie­len leicht auf etwa 80 $ pro Bar­rel, da schwä­che­re Nach­fra­ge­pro­gno­sen die Sor­gen über Ver­sor­gungs­un­ter­bre­chun­gen durch den Krieg zwi­schen den USA, Isra­el und dem Iran über­flo­gen.
  • Auto­mo­bil­in­dus­trie: Ford wird den Import des Lin­coln Nau­ti­lus aus Chi­na in die USA stop­pen und die Pro­duk­ti­on ab 2030 voll­stän­dig in den Hei­mat­markt ver­la­gern, auch auf­grund des poli­ti­schen Drucks durch Zöl­le.

An den asia­ti­schen Bör­sen herrscht am Don­ners­tag, den 13. August 2026, eine über­wie­gend posi­ti­ve Stim­mung. Getrie­ben durch mode­ra­te US-Infla­ti­ons­da­ten und eine Ral­lye im Tech­no­lo­gie­sek­tor ver­zeich­ne­ten vie­le Indi­zes deut­li­che Gewin­ne.

Hier ist ein detail­lier­ter Über­blick über die Ent­wick­lun­gen in den ein­zel­nen Regio­nen:

Süd­ko­rea: Auf dem Weg in den Bul­len­markt

Der süd­ko­rea­ni­sche Kos­pi-Index ist der her­aus­ra­gen­de Gewin­ner des Tages. Er stieg um bis zu 4,8 % (bzw. knapp 4 % zum Han­dels­en­de bei etwa 6.830 Punk­ten) und steht damit kurz vor dem Ein­tritt in einen tech­ni­schen Bul­len­markt.

  • KI-Han­del: Die Erho­lung wird vor allem durch eine Rück­kehr des Ver­trau­ens in den KI-Sek­tor befeu­ert. Die Schwer­ge­wich­te im Halb­lei­ter­be­reich, Sam­sung Elec­tro­nics und SK Hynix, ver­zeich­ne­ten Gewin­ne von jeweils mehr als 4 % bis 7 %.
  • Regu­la­to­rik: Neue Maß­nah­men der Regie­rung zur Ein­schrän­kung von gehe­bel­ten ETFs sowie Plä­ne für mil­li­ar­den­schwe­re Inves­ti­ti­ons­pro­jek­te in der Halb­lei­ter­indus­trie stütz­ten die Kur­se zusätz­lich.

Japan: Rekord­hochs beim Topix

Die japa­ni­schen Märk­te pro­fi­tier­ten eben­falls von den nach­las­sen­den Zins­sor­gen in den USA.

  • Nik­kei 225: Der Leit­in­dex leg­te um 1,86 % zu.
  • Topix: Der brei­ter gefass­te Topix-Index stieg um 1 % auf neue Rekord­hochs.
  • Sek­to­ren: Tech­no­lo­gie- und KI-Wer­te (wie Advan­test und Mura­ta Manu­fac­tu­ring) führ­ten die Gewin­ner­lis­te an, aber auch Bank­ak­ti­en wie Mitsu­bi­shi UFJ zeig­ten eine star­ke Per­for­mance.
  • Wäh­rung: Der Yen sta­bi­li­sier­te sich bei etwa 159,3 pro Dol­lar, bleibt aber auf­grund der Zins­dif­fe­renz zu den USA unter Druck.

Chi­na und Hong­kong: Tech-geführ­te Erho­lung

Die chi­ne­si­schen Fest­land­bör­sen konn­ten ihre Gewin­ne aus der vor­an­ge­gan­ge­nen Sit­zung aus­bau­en.

  • Shang­hai und Shen­zhen: Der Shang­hai Com­po­si­te stieg um 0,3 %, wäh­rend der Shen­zhen Com­po­nent um 1 % zuleg­te. Inves­to­ren grif­fen nach dem jüngs­ten Aus­ver­kauf wie­der bei Tech­no­lo­gie­ti­teln zu, wobei Akti­en wie SMIC und Zhongji Inno­light zu den Top-Gewin­nern zähl­ten.
  • Hong­kong: Der Hang Seng Index zeig­te sich unein­heit­lich und notier­te leicht im Minus (-0,1 %) oder nahe­zu unver­än­dert (+0,04 %). Belas­tet wur­de der Markt durch Ten­cent, des­sen Aktie nach der Bekannt­ga­be von Quar­tals­er­geb­nis­sen, die eine mas­si­ve Stei­ge­rung der Aus­ga­ben für KI-Pro­jek­te (ca. 7,8 Mrd. $) zeig­ten, zeit­wei­se um über 3 % nach­gab.

Ande­re Regio­nen in Asi­en

  • Indo­ne­si­en: Der IDX Com­po­si­te ver­zeich­ne­te Ver­lus­te von über 1,1 %. Der Markt war­tet gespannt auf die Haus­halts­re­de von Prä­si­dent Pra­bo­wo Subi­an­to, von der Signa­le für fis­ka­li­sche Dis­zi­plin erwar­tet wer­den. Zudem belas­te­te die Nach­richt, dass der Fahr­dienst-Rie­se GoTo auf­grund von Liqui­di­täts­sor­gen aus dem MSCI Indo­ne­sia Index ent­fernt wird.
  • Indi­en: Die Indi­zes Sen­sex und Nif­ty 50 gaben leicht nach (-0,15 % bis ‑0,24 %). Hier drück­ten die anhal­ten­den Span­nun­gen zwi­schen den USA, Isra­el und dem Iran sowie die Unsi­cher­heit über die Wie­der­eröff­nung der Stra­ße von Hor­mus auf die Stim­mung, was die Ölprei­se stütz­te und Infla­ti­ons­ängs­te schür­te.
  • Aus­tra­li­en: Der S&P/ASX 200 fiel um etwa 0,4 % bis 0,6 %. Haupt­ur­sa­che ist die deut­li­che Abküh­lung am Immo­bi­li­en­markt und die haw­ki­she (zins­er­hö­hungs­be­rei­te) Hal­tung der aus­tra­li­schen Zen­tral­bank (RBA).

Zen­tra­le Trei­ber des Mark­tes

  1. US-Infla­ti­ons­da­ten: Die Ver­brau­cher­prei­se in den USA stie­gen im Juli nur mode­rat um 0,1 % bzw. 0,2 %. Dies ver­rin­ger­te die Erwar­tung einer Zins­er­hö­hung durch die Fed im Sep­tem­ber auf unter 50 %, was den Risi­ko­ap­pe­tit in Asi­en stärk­te.
  2. KI-Boom: Trotz kurz­zei­ti­ger Unsi­cher­hei­ten bleibt der Trend zu mas­si­ven Inves­ti­tio­nen in KI-Infra­struk­tur ein Haupt­mo­tor für die asia­ti­schen Tech­no­lo­gie­wer­te.
  3. Geo­po­li­tik: Der Kon­flikt im Nahen Osten bleibt ein Risi­ko­fak­tor, ins­be­son­de­re im Hin­blick auf die Ölver­sor­gung und die glo­ba­len Infla­ti­ons­ra­ten.

Der Ein­tritt in einen tech­ni­schen Bul­len­markt mar­kiert für Süd­ko­rea eine mas­si­ve Erho­lung von den his­to­ri­schen Kurs­ver­lus­ten des Vor­mo­nats. Ein sol­cher Bul­len­markt wird übli­cher­wei­se als ein Anstieg von 20 % gegen­über einem jüngs­ten Tief­stand defi­niert.

Die Bedeu­tung die­ser Ent­wick­lung für den süd­ko­rea­ni­schen Markt lässt sich in fol­gen­de Kern­punk­te unter­tei­len:

1. Schnel­le Erho­lung von einem his­to­ri­schen Ein­bruch

Der süd­ko­rea­ni­sche Leit­in­dex Kos­pi ist seit sei­nem Tief­stand am 30. Juli um rund 23 % gestie­gen und notier­te am Don­ners­tag bei etwa 6.830 Punk­ten. Dies stellt eine rapi­de Kehrt­wen­de dar, nach­dem der Index im Juli mit einem Minus von 22 % sei­nen schlech­tes­ten Monat seit der glo­ba­len Finanz­kri­se erlebt hat­te. Der Ein­tritt in den Bul­len­markt signa­li­siert, dass die Pha­se extre­mer Vola­ti­li­tät und erzwun­ge­ner Liqui­da­tio­nen, die Mil­li­ar­den an Pri­vat­ver­mö­gen ver­nich­tet hat­ten, vor­erst über­wun­den scheint.

2. Wie­der­erwach­tes Ver­trau­en in den KI-Sek­tor

Der Auf­schwung wird maß­geb­lich durch eine Ral­lye im Halb­lei­ter­sek­tor getrie­ben.

  • Schwer­ge­wich­te als Moto­ren: Die Bran­chen­rie­sen Sam­sung Elec­tro­nics und SK Hynix ver­zeich­ne­ten Kurs­ge­win­ne von jeweils über 5 % bis 7 %.
  • Inves­ti­ti­ons­be­reit­schaft: Daten über wei­ter­hin mas­si­ve KI-Aus­ga­ben glo­ba­ler Big-Tech-Unter­neh­men haben den Opti­mis­mus für Hard­ware-Akti­en zurück­ge­bracht.
  • Struk­tur­vor­teil: Exper­ten beto­nen, dass die begrenz­te Lie­fer­ka­pa­zi­tät bei Spei­cher­chips ein „phy­si­scher Fla­schen­hals“ ist, den nur weni­ge Unter­neh­men welt­weit (wie Sam­sung und SK Hynix) lösen kön­nen, was die lang­fris­ti­ge Nach­fra­ge sichert.

3. Unter­stüt­zung durch die Regie­rung und Geld­po­li­tik

Zusätz­lich zur Markt­dy­na­mik haben regu­la­to­ri­sche Fak­to­ren den Bul­len­markt begüns­tigt:

  • Regu­lie­rungs­er­leich­te­run­gen: Die süd­ko­rea­ni­sche Regie­rung plant, Vor­schrif­ten für Halb­lei­ter- und KI-Mega­pro­jek­te zu lockern, was Inves­ti­tio­nen in Höhe von schät­zungs­wei­se 4,2 Bil­lio­nen KRW aus­lö­sen soll.
  • Markt­sta­bi­li­sie­rung: Neue Maß­nah­men zur Ein­schrän­kung spe­ku­la­ti­ver Käu­fe bei gehe­bel­ten ETFs (Exch­an­ge Traded Funds) auf Ein­zel­ak­ti­en haben dazu bei­getra­gen, den Markt zu beru­hi­gen und die Vola­ti­li­tät auf den nied­rigs­ten Stand seit April zu sen­ken.
  • US-Ein­fluss: Mode­ra­te US-Infla­ti­ons­da­ten haben die Sor­ge vor wei­te­ren Zins­er­hö­hun­gen der Fed gedämpft, was tech­no­lo­gie­las­ti­ge Märk­te wie den Kos­pi zusätz­lich stützt.

4. Rück­kehr aus­län­di­scher Inves­to­ren

Wäh­rend aus­län­di­sche Anle­ger im bis­he­ri­gen Jah­res­ver­lauf auf­grund eines über­hitz­ten Mark­tes net­to Akti­en im Wert von über 100 Mil­li­ar­den Dol­lar abge­zo­gen hat­ten, tra­ten sie am Don­ners­tag wie­der als Käu­fer auf. Die gesun­ke­nen Bewer­tun­gen nach dem Juli-Crash machen den süd­ko­rea­ni­schen Markt für inter­na­tio­na­les Kapi­tal wie­der attrak­tiv.

Fazit: Der Bul­len­markt bedeu­tet für Süd­ko­rea vor allem eine Sta­bi­li­sie­rung des Finanz­plat­zes und eine Bestä­ti­gung sei­ner zen­tra­len Rol­le im glo­ba­len KI-Boom. Den­noch mah­nen Exper­ten zur Vor­sicht: Eine Fort­set­zung der Ral­lye hängt stark von einer dau­er­haf­ten Sta­bi­li­sie­rung der US-Zin­sen und des KI-Nar­ra­tivs ab.


Die US-Infla­ti­on zeigt der­zeit Anzei­chen einer deut­li­chen Abschwä­chung, was durch die jüngs­ten Wirt­schafts­da­ten für Juli 2026 belegt wird. Die Haupt­grün­de für die­sen Rück­gang las­sen sich laut den vor­lie­gen­den Quel­len auf fol­gen­de Fak­to­ren zurück­füh­ren:

  • Abklin­gen­de Ener­gie­preis­schocks: Ein wesent­li­cher Grund für die Abschwä­chung der Infla­ti­on ist, dass die Aus­wir­kun­gen des Ener­gie­preis­schocks infol­ge des Krie­ges zwi­schen den USA, Isra­el und dem Iran im letz­ten Monat wei­ter nach­ge­las­sen haben. Obwohl die Ölprei­se auf­grund des Kon­flikts vola­til blei­ben, scheint der ers­te mas­si­ve Preis­schock ver­daut zu sein.
  • Trend zur Dis­in­fla­ti­on durch gerin­ge­re Kos­ten: Exper­ten wie David Kel­ly von JPMor­gan Asset Manage­ment sehen einen anhal­ten­den Dis­in­fla­ti­ons­trend, der unter ande­rem durch nied­ri­ge­re Zoll­kos­ten begüns­tigt wird. Zudem wird erwar­tet, dass sich die Ver­sor­gungs­la­ge sta­bi­li­siert, sobald wie­der mehr Öl durch die Stra­ße von Hor­mus fließt.
  • Abküh­lung des Arbeits­mark­tes: Ein bereits zuvor ein­set­zen­der Trend eines sich abküh­len­den Arbeits­mark­tes hat die Erwar­tun­gen an die künf­ti­ge Infla­ti­on gedämpft. Eine gerin­ge­re Dyna­mik am Arbeits­markt ver­rin­gert in der Regel den Auf­wärts­druck auf die Löh­ne und damit auf die End­ver­brau­cher­prei­se.
  • Mode­ra­ter Anstieg der Ver­brau­cher­prei­se: Im Juli stie­gen die Ver­brau­cher­prei­se im Monats­ver­gleich nur um 0,1 % bzw. 0,2 % an, was den Erwar­tun­gen der Öko­no­men ent­sprach. Beson­ders bedeut­sam ist, dass ein wich­ti­ger Maß­stab für die Kern­in­fla­ti­on damit den lang­sams­ten Anstieg seit März 2021 ver­zeich­ne­te.

Trotz die­ser posi­ti­ven Signa­le mah­nen Exper­ten zur Vor­sicht. Es bestehen wei­ter­hin Risi­ken für die Preis­sta­bi­li­tät, ins­be­son­de­re durch anhal­ten­den Preis­druck in einer star­ken Wirt­schaft, die hohe Nach­fra­ge im Zuge des KI-Booms sowie die Gefahr erneu­ter Ölpreis­spit­zen, falls die Span­nun­gen im Nahen Osten wie­der eska­lie­ren soll­ten. Die­se Fak­to­ren könn­ten eine schnel­le­re Rück­kehr der Infla­ti­on zum Ziel­wert der Fede­ral Reser­ve (Fed) erschwe­ren.

Über­sicht der wich­tigs­ten asia­tisch-pazi­fi­schen Markt­in­di­zes (Stand: 05:00 Uhr MEZ)

Hier sind die extra­hier­ten Wer­te aus dem Bild in Tabel­len­form:

NameKursÄnde­rungÄnde­rung %
SSE Com­po­si­te Index3.963,04+16,36+0,41%
CSI 3004.712,08+21,17+0,45%
IDX Com­po­si­te6.300,31-73,54-1,15%
Hang Seng Chi­na Enter­pri­ses…8.445,79-0,48-0,01%
Hang Seng Index25.450,73+10,56+0,04%
Tai­wan Capi­ta­liza­ti­on Weigh­ted…45.988,04+469,97+1,03%
KOSPI6.819,49+240,45+3,65%
Nik­kei 22568.609,92+1.085,86+1,61%
Nif­ty 5024.435,95-35,75-0,15%
NZX 50 Index13.803,26+65,60+0,48%
BSE Sen­sex77.966,35-187,90-0,24%
S&P Asia 5011.106,83+358,37+3,33%
TOPIX4.158,77+19,77+0,48%
S&P/ASX 2009.157,60-51,80-0,56%

*Bei den ange­zeig­ten Kur­sen han­delt es sich um Moment­auf­nah­men, da der Bör­sen­han­del zum Zeit­punkt der Erstel­lung die­ses Bei­trags noch läuft.

Han­dels­zei­ten der wich­tigs­ten asia­ti­schen Bör­sen

Japan – Tokyo Stock Exch­an­ge (Nik­kei 225)

  • Orts­zeit (JST): 9:00 – 11:30 Uhr und 12:30 – 15:00 Uhr
  • MEZ: 1:00 – 3:30 Uhr und 4:30 – 7:00 Uhr
  • MESZ: 0:00 – 2:30 Uhr und 3:30 – 6:00 Uhr
  • Mit­tags­pau­se: 11:30 – 12:30 Uhr Orts­zeit

Hong Kong – Hong Kong Stock Exch­an­ge (Hang Seng)

  • Orts­zeit (HKT): 9:30 – 12:00 Uhr und 13:00 – 16:00 Uhr
  • MEZ: 2:30 – 5:00 Uhr und 6:00 – 9:00 Uhr
  • MESZ: 3:30 – 6:00 Uhr und 7:00 – 10:00 Uhr
  • Mit­tags­pau­se: 12:00 – 13:00 Uhr Orts­zeit

Chi­na – Shang­hai Stock Exch­an­ge (SSE Com­po­si­te)

  • Orts­zeit (CST): 9:30 – 11:30 Uhr und 13:00 – 15:00 Uhr
  • MEZ: 2:30 – 4:30 Uhr und 6:00 – 8:00 Uhr
  • MESZ: 3:30 – 5:30 Uhr und 7:00 – 9:00 Uhr
  • Mit­tags­pau­se: 11:30 – 13:00 Uhr Orts­zeit

Süd­ko­rea – Korea Exch­an­ge (KOSPI)

  • Orts­zeit (KST): 9:00 – 15:20 Uhr
  • MEZ: 1:00 – 7:20 Uhr
  • MESZ: 0:00 – 6:20 Uhr
  • Kei­ne Mit­tags­pau­se

Indi­en – Bom­bay Stock Exch­an­ge (BSE Sen­sex)

  • Orts­zeit (IST): 9:15 – 15:30 Uhr
  • MEZ: 5:00 – 11:00 Uhr (Win­ter)
  • MESZ: 3:45 – 9:45 Uhr (Som­mer)
  • Kei­ne Mit­tags­pau­se

Aus­tra­li­en – ASX (S&P/ASX 200)

  • Orts­zeit (AEST): 10:00 – 16:00 Uhr
  • MEZ: 0:00 – 6:00 Uhr
  • MESZ: 23:00 – 5:00 Uhr (Vor­abend)
  • Kei­ne Mit­tags­pau­se

Sin­ga­pur – Sin­ga­po­re Exch­an­ge (SGX)

  • Orts­zeit (SGT): 9:00 – 12:00 Uhr und 13:00 – 17:00 Uhr
  • MEZ: 2:00 – 5:00 Uhr und 6:00 – 10:00 Uhr
  • MESZ: 3:00 – 6:00 Uhr und 7:00 – 11:00 Uhr

Wich­ti­ge Hin­wei­se:

Früh­han­del: Asia­ti­sche Bör­sen öff­nen bereits in den frü­hen Mor­gen­stun­den deut­scher Zeit (zwi­schen 0:00–7:00 Uhr MEZ)

Mit­tags­pau­sen: Beson­ders in Japan, Chi­na und Hong Kong gibt es aus­ge­dehn­te Mit­tags­pau­sen (1–1,5 Stun­den)

Wochen­en­de: Alle Bör­sen sind sams­tags und sonn­tags geschlos­sen

MESZ – euro­päi­sche Som­mer­zeit­um­stel­lung

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Disclaimer: Dieser Beitrag dient lediglich zu allgemeinen Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Bitte konsultieren Sie vor jeder Anlageentscheidung einen unabhängigen Finanzberater