Dau­er­haf­te Wohn­nut­zung in Feri­en­haus- und Wochen­end­haus­ge­bie­ten

Dau­er­haf­te Wohn­nut­zung in Feri­en­haus- und Wochen­end­haus­ge­bie­ten und Aus­wir­kun­gen auf tou­ris­ti­sche Infra­struk­tur

Ant­wort der Bun­des­re­gie­rung auf eine Klei­ne Anfra­ge der AfD-Frak­ti­on bezüg­lich der dau­er­haf­ten Wohn­nut­zung in Feri­en­haus- und Wochen­end­haus­ge­bie­ten und deren Aus­wir­kun­gen auf die tou­ris­ti­sche Infra­struk­tur.

Kern­aus­sa­gen der Bun­des­re­gie­rung:

  1. Kein Hand­lungs­be­darf im Bun­des­recht: Die Bun­des­re­gie­rung sieht die aktu­el­len Rege­lun­gen des Bau­ge­setz­bu­ches (BauGB) und der Bau­nut­zungs­ver­ord­nung (BauN­VO), ins­be­son­de­re § 10 BauN­VO für Son­der­ge­bie­te der Erho­lung, als aus­rei­chend und bewährt an. Es besteht kein Bedarf für gesetz­li­che Ände­run­gen oder neue bun­des­wei­te Leit­li­ni­en.
  2. Län­der­sa­che (Voll­zug): Die Durch­set­zung des Bau­pla­nungs­rechts und das Ein­schrei­ten gegen unzu­läs­si­ges Dau­er­woh­nen obliegt den Behör­den der Län­der und Gemein­den. Der Bund hat hier­zu kei­ne eige­nen Erkennt­nis­se oder Daten, da er für den Tou­ris­mus­voll­zug nicht zustän­dig ist.
  3. Abgren­zung klar defi­niert: Die recht­li­che Tren­nung zwi­schen erlaub­ter Erho­lungs­nut­zung (wech­seln­der Per­so­nen­kreis) und unzu­läs­si­ger dau­er­haf­ter Wohn­nut­zung ist aus Sicht der Bun­des­re­gie­rung ein­deu­tig gere­gelt.
  4. Kei­ne sys­te­ma­ti­schen Pro­ble­me bekannt: Der Bun­des­re­gie­rung sind kei­ne flä­chen­de­cken­den Pro­ble­me bekannt, dass tou­ris­ti­sche Kapa­zi­tä­ten durch Dau­er­woh­nen ent­zo­gen wer­den („tou­ris­ti­sche Tro­cken­le­gung“). Es han­delt sich ggf. um Ein­zel­fäl­le, die lokal zu lösen sind (ggf. mit Dul­dun­gen aus Här­te­grün­den).
  5. Kei­ne geplan­ten Stu­di­en oder Sta­tis­ti­ken: Die Bun­des­re­gie­rung plant nicht, die Ent­wick­lung von Feri­en­haus­ge­bie­ten sta­tis­tisch oder wis­sen­schaft­lich näher zu beob­ach­ten, da sie kei­nen Bedarf dafür sieht.
  6. Rol­le des Tou­ris­mus: Zwar erkennt die Regie­rung die wirt­schaft­li­che Bedeu­tung des Tou­ris­mus für länd­li­che und küs­ten­na­he Regio­nen an, ver­weist aber bei kon­kre­ten Steue­rungs­maß­nah­men erneut auf die Zustän­dig­keit der Län­der und die Not­wen­dig­keit einer ord­nungs­ge­mä­ßen bau­pla­nungs­recht­li­chen Nut­zung.

Fazit:
Die Bun­des­re­gie­rung lehnt wei­te­re bun­des­recht­li­che Initia­ti­ven ab und ver­weist kon­se­quent auf die bestehen­de Rechts­la­ge sowie die Ver­ant­wor­tung der Län­der und Kom­mu­nen für den Voll­zug und die Über­wa­chung der Nut­zungs­be­stim­mun­gen in Feri­en­haus­ge­bie­ten.


Quel­le: Bun­des­tags­druck­sa­che 21/8762

Wie hilf­reich war die­ser Bei­trag?

Kli­cke auf die Ster­ne um zu bewer­ten!

Durch­schnitt­li­che Bewer­tung 0 / 5. Anzahl Bewer­tun­gen: 0

Bis­her kei­ne Bewer­tun­gen! Sei der Ers­te, der die­sen Bei­trag bewer­tet.

Es tut uns leid, dass der Bei­trag für dich nicht hilf­reich war!

Las­se uns die­sen Bei­trag ver­bes­sern!

Wie kön­nen wir die­sen Bei­trag ver­bes­sern?

Disclaimer: Dieser Beitrag dient lediglich zu allgemeinen Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Bitte konsultieren Sie vor jeder Anlageentscheidung einen unabhängigen Finanzberater