Der VDMA redu­ziert sei­ne Pro­duk­ti­ons­pro­gno­se für das Jahr 2026.

Ver­schärf­te Pro­gno­se für 2026, Hoff­nung auf Erho­lung 2027

Der Ver­band Deut­scher Maschi­nen- und Anla­gen­bau (VDMA) hat sei­ne Wirt­schafts­pro­gno­se für die deut­sche Bran­che nach unten kor­ri­giert. Statt der zuvor erwar­te­ten Sta­gna­ti­on wird nun für das Jahr 2026 mit einem rea­len Pro­duk­ti­ons­rück­gang von 2 Pro­zent gerech­net. Damit wür­de die Pro­duk­ti­on im Maschi­nen- und Anla­gen­bau zum vier­ten Mal in Fol­ge schrump­fen. Für das Jahr 2027 zeich­net sich jedoch eine Trend­wen­de ab, wobei ein rea­les Pro­duk­ti­ons­wachs­tum von 3 Pro­zent pro­gnos­ti­ziert wird.

Grün­de für die Abwärts­re­vi­si­on

Die Anpas­sung der Pro­gno­se resul­tiert aus der anhal­tend schwa­chen Ent­wick­lung im lau­fen­den Jahr:

  • In den ers­ten sie­ben Mona­ten des Jah­res lag die rea­le Pro­duk­ti­on 4,1 Pro­zent unter dem Vor­jah­res­ni­veau.
  • Die tech­ni­schen Kapa­zi­tä­ten sind deut­lich unter­aus­ge­las­tet.
  • Die posi­ti­ve Dyna­mik aus stei­gen­den Auf­trags­ein­gän­gen und leicht ver­bes­ser­ten Geschäfts­er­war­tun­gen reicht laut VDMA nicht aus, um das schwa­che ers­te Halb­jahr voll­stän­dig zu kom­pen­sie­ren. Die­se Impul­se haben zudem noch nicht die gesam­te Brei­te des Maschi­nen- und Anla­gen­baus erreicht.

Posi­ti­ve Signa­le und Licht­bli­cke

Trotz der düs­te­ren Gesamt­pro­gno­se gibt es eini­ge ermu­ti­gen­de Indi­ka­to­ren:

  • Stei­gen­de Auf­trags­ein­gän­ge: Die preis­be­rei­nig­ten Auf­trags­ein­gän­ge stie­gen in den ers­ten sie­ben Mona­ten um 5 Pro­zent gegen­über dem Vor­jahr.
  • Star­ke Aus­lands­nach­fra­ge: Beson­ders kräf­tig leg­ten die Bestel­lun­gen aus Nicht-Euro-Län­dern zu (+14 Pro­zent).
  • Ver­bes­ser­te Erwar­tun­gen: Die Geschäfts­er­war­tun­gen haben sich zuletzt leicht auf­ge­hellt, was in der zwei­ten Jah­res­hälf­te auch in der Pro­duk­ti­on ankom­men soll.

Struk­tu­rel­le Schwä­chen

Ein zen­tra­les Pro­blem bleibt die Bin­nen­nach­fra­ge: Die Nach­fra­ge aus dem deut­schen Bin­nen­markt liegt deut­lich hin­ter der Aus­lands­nach­fra­ge zurück. Dies bremst die brei­te Erho­lung der Bran­che trotz posi­ti­ver exter­ner Impul­se.

Zitat von Johan­nes Ger­nandt (VDMA-Chef­volks­wirt):

„2026 wird damit vor­aus­sicht­lich das vier­te Jahr mit Pro­duk­ti­ons­rück­gang in Fol­ge. Die bes­se­re Auf­trags­la­ge und die leicht auf­ge­hell­ten Erwar­tun­gen spre­chen aber dafür, dass die Pro­duk­ti­on 2027 wie­der wächst.“

Fazit

Der deut­sche Maschi­nen- und Anla­gen­bau befin­det sich wei­ter­hin in einer schwie­ri­gen Pha­se mit dem vier­ten jähr­li­chen Pro­duk­ti­ons­rück­gang in Fol­ge. Wäh­rend die aktu­el­le Situa­ti­on durch Unter­aus­las­tung und schwa­che Inlands­nach­fra­ge geprägt ist, deu­ten stei­gen­de inter­na­tio­na­le Auf­trä­ge und ver­bes­ser­te Erwar­tun­gen dar­auf hin, dass sich die Bran­che im Jahr 2027 erho­len könn­te.


Quel­le: VDMA

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