1. Rückgang der Asylanträge
- Im Jahr 2025 stellten 669 400 Personen erstmals einen Asylantrag in der EU.
- Das entspricht einem Rückgang von 27 % gegenüber 2024, als noch 912 400 Anträge registriert wurden.
- Die Daten basieren auf der Eurostat-Statistik zu Asylanträgen.

2. Wichtigste Herkunftsländer der Antragsteller
Die meisten Erstanträge kamen von Personen aus:
- Venezuela: 89 500 Anträge (13 % aller Anträge)
- Afghanistan: 63 800 (10 %)
- Syrien: 40 000 (6 %)
Syrien hatte zuvor über viele Jahre (2013–2024) den ersten Platz bei den Herkunftsländern.
3. Wichtigste Zielländer innerhalb der EU
Die meisten Asylanträge wurden in folgenden Ländern gestellt:
| Land | Anzahl | Anteil |
|---|---|---|
| Spanien | 141 000 | 21 % |
| Italien | 126 600 | 19 % |
| Frankreich | 116 400 | 17 % |
| Deutschland | 113 200 | 17 % |
| Griechenland | 55 400 | 8 % |
Diese fünf Länder vereinen zusammen 83 % aller Asylanträge in der EU.
4. Asylanträge im Verhältnis zur Bevölkerung
- EU-weit: 1,5 Erstanträge pro 1 000 Einwohner.
- Höchste Werte:
- Griechenland: 5,3 pro 1 000 Einwohner
- Zypern und Spanien: jeweils 2,9
- Luxemburg: 2,6
- Irland: 2,4
5. Unbegleitete minderjährige Asylbewerber
- 21 125 Anträge wurden von unbegleiteten Minderjährigen gestellt.
- Häufigste Herkunftsländer:
- Afghanistan (13 %)
- Eritrea, Syrien, Ägypten und Somalia (jeweils etwa 11 %).
- Die meisten dieser Anträge gingen ein in:
- Deutschland (23 %)
- Niederlande (17 %)
- Spanien (15 %)
- Griechenland (14 %)
- Belgien (8 %).

Kurze Einordnung
Der Artikel zeigt einen deutlichen Rückgang der Asyl-Erstanträge in der EU im Jahr 2025. Gleichzeitig konzentrieren sich sowohl die Herkunftsländer (z. B. Venezuela, Afghanistan) als auch die Zielstaaten innerhalb der EU stark auf wenige Länder.
Quelle: eurostat
