ifo-Geschäfts­kli­ma Deutsch­land – März 2026

1. Ent­wick­lung des ifo Geschäfts­kli­mas

Im März 2026 hat sich die wirt­schaft­li­che Stim­mung der Unter­neh­men in Deutsch­land deut­lich ver­schlech­tert.

  • Der ifo-Geschäfts­kli­ma­in­dex sank von 88,4 Punk­ten (Febru­ar 2026) auf 86,4 Punk­te.
  • Ursa­che dafür sind deut­lich pes­si­mis­ti­sche­re Geschäfts­er­war­tun­gen.
  • Die Bewer­tung der aktu­el­len Geschäfts­la­ge blieb dage­gen unver­än­dert.
  • Gleich­zei­tig ist die Unsi­cher­heit unter den Unter­neh­men spür­bar gestie­gen.
  • Als wich­ti­ger Ein­fluss­fak­tor wird der Krieg im Iran genannt, der Hoff­nun­gen auf eine wirt­schaft­li­che Erho­lung vor­erst been­det hat.

2. Ent­wick­lung nach Wirt­schafts­sek­to­ren

Ver­ar­bei­ten­des Gewer­be (Indus­trie)

  • Der Index sank nach meh­re­ren Mona­ten mit stei­gen­der Ten­denz.
  • Beson­ders die Geschäfts­er­war­tun­gen ver­schlech­ter­ten sich deut­lich.
  • Auch die Beur­tei­lung der aktu­el­len Lage wur­de schlech­ter.
  • Ener­gie­in­ten­si­ve Indus­trien sind beson­ders betrof­fen.

Inter­pre­ta­ti­on:
Die Indus­trie reagiert sen­si­bel auf Ener­gie­prei­se und geo­po­li­ti­sche Risi­ken, wes­halb exter­ne Schocks hier stär­ker durch­schla­gen.

Dienst­leis­tungs­sek­tor

  • Das Geschäfts­kli­ma hat sich stark ein­ge­trübt.
  • Die aktu­el­le Lage wird etwas bes­ser bewer­tet.
  • Die Erwar­tun­gen sind jedoch stark ein­ge­bro­chen.

Beson­ders betrof­fen:

  • Tou­ris­mus
  • Logis­tik

Inter­pre­ta­ti­on:
Der Sek­tor zeigt eine typi­sche Kon­junk­tur­re­ak­ti­on: aktu­el­le Nach­fra­ge sta­bil, aber star­ke Sor­gen über zukünf­ti­ge Nach­fra­ge.

Han­del

  • Das Geschäfts­kli­ma ist eben­falls gesun­ken.
  • Grund: pes­si­mis­ti­sche­re Erwar­tun­gen.
  • Infla­ti­ons­sor­gen der Ver­brau­cher belas­ten sowohl Groß- als auch Ein­zel­han­del.
  • Die aktu­el­le Geschäfts­la­ge wird etwas posi­ti­ver beur­teilt.

Inter­pre­ta­ti­on:
Die Nach­fra­ge ist aktu­ell noch vor­han­den, jedoch rech­nen Händ­ler mit rück­läu­fi­ger Kauf­kraft.

Bau­haupt­ge­wer­be

  • Das Geschäfts­kli­ma hat sich deut­lich ver­schlech­tert.
  • Die Erwar­tun­gen bra­chen so stark ein wie zuletzt im März 2022.
  • Die aktu­el­le Lage wird dage­gen bes­ser bewer­tet.

Inter­pre­ta­ti­on:
Der Bau befin­det sich ver­mut­lich in einer Über­gangs­pha­se: lau­fen­de Pro­jek­te sichern noch die aktu­el­le Lage, zukünf­ti­ge Auf­trä­ge erschei­nen jedoch unsi­cher.

3. Gesamt­wirt­schaft­li­che Ein­ord­nung

Die ifo-Kon­junk­tur­uhr (Sei­te 3 des Doku­ments) ord­net die Wirt­schaft anhand von Geschäfts­la­ge und Erwar­tun­gen in vier Pha­sen ein:

  1. Boom – gute Lage, posi­ti­ve Erwar­tun­gen
  2. Abküh­lung – gute Lage, nega­ti­ve Erwar­tun­gen
  3. Kri­se – schlech­te Lage, nega­ti­ve Erwar­tun­gen
  4. Erho­lung – schlech­te Lage, posi­ti­ve Erwar­tun­gen

Die aktu­el­len Daten zei­gen:

  • Geschäfts­er­war­tun­gen sin­ken deut­lich
  • Geschäfts­la­ge bleibt sta­bil

Das deu­tet kon­junk­tu­rell eher auf eine Abküh­lungs­pha­se bzw. eine dro­hen­de Schwä­che­pha­se hin.

4. Mess­me­tho­dik des ifo Geschäfts­kli­mas

Der Index basiert auf monat­li­chen Umfra­gen von etwa 9.000 Unter­neh­men aus:

  • Ver­ar­bei­ten­dem Gewer­be
  • Dienst­leis­tungs­sek­tor
  • Han­del
  • Bau­haupt­ge­wer­be

Unter­neh­men bewer­ten:

  • aktu­el­le Geschäfts­la­ge (gut / befrie­di­gend / schlecht)
  • Erwar­tun­gen für die nächs­ten sechs Mona­te (bes­ser / gleich / schlech­ter)

Aus den Ant­wor­ten wer­den Sal­do­in­di­ka­to­ren berech­net, deren trans­for­mier­ter Mit­tel­wert den Geschäfts­kli­ma­in­dex ergibt (Basis­jahr 2015 = 100).

5. Zen­tra­le Kern­aus­sa­gen

  1. Das ifo Geschäfts­kli­ma ist im März 2026 deut­lich gesun­ken.
  2. Geschäfts­er­war­tun­gen bre­chen ein, wäh­rend die aktu­el­le Lage sta­bil bleibt.
  3. Geo­po­li­ti­sche Unsi­cher­heit und Infla­ti­on belas­ten die wirt­schaft­li­chen Per­spek­ti­ven.
  4. Beson­ders stark betrof­fen sind Dienst­leis­tun­gen, Bau und ener­gie­in­ten­si­ve Indus­trien.
  5. Die wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung deu­tet auf wach­sen­de Unsi­cher­heit und eine mög­li­che kon­junk­tu­rel­le Abschwä­chung hin.

Quel­le: ifo

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