1. Preise für Wohnimmobilien in Deutschland (4. Quartal 2025)
Quelle:
Zentrale Ergebnisse
- Die Wohnimmobilienpreise stiegen im 4. Quartal 2025 um 3,0 % gegenüber dem Vorjahresquartal.
- Gegenüber dem 3. Quartal 2025 gab es nur einen leichten Anstieg von 0,1 %.
- Im Jahresdurchschnitt 2025 lagen die Preise 3,2 % über dem Niveau von 2024.
- Dies ist der erste Jahresanstieg seit 2022.
Regionale Preisentwicklung
Im Vergleich zum 4. Quartal 2024:
Eigentumswohnungen
- Ländliche Kreise: +5,4 %
- Große Städte außerhalb der Top‑7: +4,8 %
- Top-7-Metropolen (Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart, Düsseldorf): +2,1 %
Ein- und Zweifamilienhäuser
- Ländliche Kreise: +3,2 %
- Kreisfreie Städte: +3,1 %
- Metropolen: +1,5 %
Entwicklung gegenüber dem Vorquartal
Uneinheitliche Entwicklung:
Eigentumswohnungen
- Metropolen: −1,6 %
- Kreisfreie Städte: −0,1 %
- Ländliche Kreise: +2,6 %
Ein- und Zweifamilienhäuser
- Kreisfreie Städte: −1,5 %
- Ländliche Kreise: −0,3 %
- Metropolen: +0,9 %
Langfristige Entwicklung
- 2023: −8,4 % Preisrückgang
- 2024: −1,5 %
- 2025: +3,2 %
Interpretation:
Nach zwei Jahren rückläufiger Preise zeigt sich eine Stabilisierung bzw. leichte Erholung des Immobilienmarktes.
2. Auftragseingang im Bauhauptgewerbe (Januar 2026)
Quelle:
Zentrale Ergebnisse
- Auftragseingang −5,1 % gegenüber Dezember 2025 (preis‑, kalender- und saisonbereinigt).
- −4,3 % gegenüber Januar 2025 (real).
- −3,9 % gegenüber Januar 2025 (nominal).
Entwicklung nach Bausektor (Vormonatsvergleich)
- Hochbau: −5,0 %
- Tiefbau: −5,1 %
Dreimonatsvergleich
November 2025 – Januar 2026 gegenüber den drei Monaten zuvor:
- Gesamt: −2,8 %
- Hochbau: −5,8 %
- Tiefbau: 0,0 %
Umsatzentwicklung
- Umsatz im Bauhauptgewerbe (real): −7,5 % gegenüber Januar 2025
- Nominal: −5,1 %
- Gesamtumsatz: ca. 5,4 Milliarden Euro
Beschäftigung
- Zahl der Beschäftigten: +1,0 % auf etwa 537 000 Personen.
Gesamtbewertung der beiden Meldungen
Die beiden Veröffentlichungen zeigen unterschiedliche Trends im Immobilien- und Bausektor:
- Immobilienpreise steigen wieder leicht, besonders außerhalb der großen Metropolen.
- Der Bausektor schwächelt weiterhin, erkennbar an sinkenden Auftragseingängen und Umsätzen.
- Dies deutet auf eine zeitliche Verzögerung zwischen Nachfrage (Immobilienpreise) und Bautätigkeit hin.
Ökonomisch bedeutet das:
- Käufernachfrage stabilisiert sich wieder.
- Bauträger und Bauunternehmen reagieren noch auf die vorherige Krise (hohe Zinsen, Kostensteigerungen).
- Ein nachhaltiger Aufschwung im Baugewerbe ist kurzfristig noch nicht erkennbar.
Quelle: Statistisches Bundesamt
