Die Pkw-Neuzulassungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 2,6 % auf 212.563 Fahrzeuge. In den ersten acht Monaten des Jahres lag das Plus bei 4,8 % auf 1,965 Mio. Fahrzeuge. Haupttreiber waren Elektroautos: Die BEV-Zulassungen legten um 75 % auf 68.930 Fahrzeuge zu und erreichten einen Marktanteil von 32,4 %. Auch Hybride gewannen hinzu.
Als wichtigen Grund wird die Elektro-Prämie genannt, die laut EY die Nachfrage stark ankurbelt. Gleichzeitig wird gewarnt, dass dieses Wachstum stark von staatlicher Förderung abhängen könnte. Klassische Verbrenner verloren deutlich: Benziner gingen um 38 % zurück und kamen nur noch auf 16,7 % Marktanteil, Diesel sanken um 17,3 % auf einen Anteil von 10,6 %.
Bei den Herstellern entwickelte sich das Bild unterschiedlich: Volkswagen verlor 14 %, während BMW um 2 % und Mercedes um 8 % zulegten. Besonders stark wuchsen Tesla mit mehr als einer Verdoppelung der Verkäufe und BYD mit +370 % auf 5.256 Fahrzeuge. Chinesische Hersteller verzeichnen derzeit ein überdurchschnittliches Wachstum in Deutschland.
Trotz der höheren Zulassungen schwächelt die Produktion: Im August wurden 229.900 Pkw hergestellt, 4 % weniger als im Vorjahr. Auch von Januar bis August sank die Produktion um 4 % auf 2,65 Mio. Fahrzeuge und lag damit 16 % unter dem Niveau von 2019. EY erwartet für das Gesamtjahr 2026 zwar rund 3 % mehr Neuwagenverkäufe als 2025, aber weiterhin ein Niveau 18 % unter 2019.
Kurz gesagt: Der deutsche Automarkt wächst wieder leicht, aber fast ausschließlich dank des starken Elektroauto-Booms. Verbrenner verlieren deutlich, chinesische Hersteller gewinnen schnell Marktanteile, und die heimische Produktion bleibt schwach.