- Innerhalb von 24 Stunden überquerten rund 49.000 Menschen die Grenze nach Ceuta – ein historisch beispielloser Wert.
- Mindestens 19 Leichen wurden im Wasser gefunden.
Reaktion Spaniens und Marokkos
- Beide Länder verstärkten den Grenzzaun und setzten Wasserwerfer sowie zusätzliche Sicherheitskräfte ein.
- Die Grenzübertritte konnten vorerst gestoppt werden.
- Spanien will die illegal Eingereisten schnellstmöglich zurückführen, muss aber neue Gerichtsentscheidungen beachten, die sofortige Rückweisungen einschränken.
Hintergrund & mögliche Auslöser
- Ein Urteil des spanischen Obersten Gerichtshofs könnte den Ansturm begünstigt haben: Migranten, die auf See abgefangen werden, dürfen nicht mehr sofort zurückgeschoben werden.
- Ceuta und Melilla sind die einzigen EU-Landgrenzen zu Afrika, was die Region besonders sensibel macht.
Situation auf marokkanischer Seite
- Tausende Migranten strömten in die Stadt Fnideq, viele suchten alternative Wege entlang der Küste.
- Menschen aus Marokko und Subsahara-Afrika versuchten zu schwimmen oder den Zaun zu umgehen.
Politische Spannungen in Europa
- Italiens Premierministerin Giorgia Meloni droht mit einer Aussetzung des Schengen-Abkommens gegenüber Spanien.
- Italien kritisiert Spaniens Amnestieprogramm, das Hunderttausenden irregulären Migranten eine Chance auf Staatsbürgerschaft gab.
- Spaniens Regierung weist die Kritik zurück und fordert europäische Solidarität.
Belastung der lokalen Behörden
- Polizeiverbände beklagen Personalmangel an der Grenze.
- Hilfsorganisationen sprechen von unzureichenden Ressourcen in Ceuta und fordern eine grundlegende Reform der Migrationspolitik.
Eine beispiellose Migrationskrise an der EU-Außengrenze in Ceuta sorgt für politische Spannungen in Europa und stellt sowohl Spanien als auch Marokko vor große Herausforderungen.