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Zusammenfassung der aktuellen DAX-Lage (05.01.2026)
1. Aktueller Stand
- Der DAX notiert am späten Nachmittag bei 24.856 Punkten und liegt damit rund 1,3 % im Plus gegenüber dem Vortag.
- Es wurde ein neues Rekordhoch erreicht; das Tageshoch liegt knapp unter 24.860 Punkten.
- Damit bewegt sich der Index zugleich am oberen Ende seiner 52-Wochen-Spanne.

Tops
| Rheinmetall AG | 1.756,50 | 9,64% |
| Infineon Technologies AG | 40,00 | 4,53% |
| Siemens Energy AG | 126,95 | 3,38% |
| Airbus SE | 208,65 | 2,33% |
| SAP SE | 206,40 | 2,20% |
Flops
| Volkswagen AG | 103,00 | -3,24% |
| Porsche Automobil Holding SE | 39,38 | -2,72% |
| BMW | 93,78 | -2,64% |
| Mercedes-Benz Group | 60,44 | -2,41% |
| BASF SE | 44,10 | -1,52% |
2. Haupttreiber der Kursentwicklung
- Rüstungswerte sind der dominante Impulsgeber. Aktien wie Rheinmetall, Renk und Hensoldt verzeichnen teils kräftige zweistellige Tagesgewinne und ziehen den Index deutlich nach oben.
- Auslöser ist die geopolitische Eskalation rund um Venezuela nach dem militärischen Eingreifen der USA. Die Märkte preisen steigende Verteidigungsausgaben und anhaltende Unsicherheit ein.
- Zusätzlich stützen positive Vorgaben aus den USA, insbesondere aus dem Technologie- und Chipsektor, sowie feste asiatische Börsen den DAX.
3. Weitere Einflussfaktoren
- Anleger schichten Kapital teilweise aus den USA nach Europa um, um ein starkes US-Übergewicht in den Portfolios zu reduzieren. Davon profitiert der DAX überproportional.
- Auf Makroebene richten sich die Blicke auf Inflationsdaten für Deutschland und die Eurozone sowie auf Industrie- und Auftragszahlen. Die Erwartung sinkender Inflationsraten dämpft zwar Zinssorgen, ist aber noch nicht belastbar.
4. Kritische Einordnung
- Der Anstieg ist stark sektorgetrieben: Ohne die Rallye der Rüstungswerte wäre das Plus deutlich geringer ausgefallen. Das erhöht die Abhängigkeit von geopolitischen Nachrichten.
- Rekordstände bei gleichzeitig noch fragilem Handelsvolumen (Feriennachlauf) bergen Rückschlagrisiken.
- Die optimistische Bewertung setzt voraus, dass geopolitische Spannungen nicht eskalieren und die Konjunkturdaten die Hoffnungen auf Stabilisierung bestätigen. Andernfalls drohen schnelle Korrekturen.
Kurzfazit:
Der DAX erreicht neue Höchststände, getragen vor allem von Rüstungsaktien und internationalen Börsenimpulsen. Die Bewegung wirkt jedoch einseitig und geopolitisch sensibel; ihre Nachhaltigkeit hängt weniger von der Binnenkonjunktur als von externen Entwicklungen ab.
