Trans­pa­renz-Kon­trol­le ver­wei­gert – Bun­des­re­gie­rung ent­zieht Mil­lio­nen­pro­jek­te par­la­men­ta­ri­schen Nach­prüf­bar­keit


Die Bun­des­re­gie­rung beant­wor­tet eine Klei­ne Anfra­ge der AfD zu 20 ent­wick­lungs­po­li­ti­schen Pro­jek­ten in Chi­na, deren Titel und Maß­nah­men­be­schrei­bun­gen im Trans­pa­renz­por­tal nicht ver­öf­fent­licht sind.

Das Gesamt­vo­lu­men die­ser lau­fen­den Pro­jek­te beträgt 9,113 Mil­lio­nen Euro.

Die Bun­des­re­gie­rung ver­wei­gert die Offen­le­gung der Pro­jekt­da­ten mit fol­gen­der Begrün­dung:

  • Zwar bestehe eine grund­sätz­li­che Trans­pa­renz­ver­pflich­tung im Rah­men der IATI,
    die­se wer­de jedoch durch Geheim­schutz, Daten­schutz und Infor­ma­ti­ons­frei­heits­recht begrenzt.
  • Die Pro­jek­te wür­den in einem poli­tisch sen­si­blen und sicher­heits­kri­ti­schen Umfeld in Chi­na durch­ge­führt.
  • Eine öffent­li­che Nen­nung von Pro­jek­ten, Part­ner­or­ga­ni­sa­tio­nen oder Maß­nah­men kön­ne:
    • loka­le zivil­ge­sell­schaft­li­che Akteu­re gefähr­den,
    • zu recht­li­cher oder kör­per­li­cher Bedro­hung füh­ren,
    • den Fort­be­stand der Orga­ni­sa­tio­nen ris­kie­ren.
  • Auch deut­sche Part­ner sei­en bei Auf­ent­hal­ten vor Ort poten­zi­ell gefähr­det.
  • Selbst eine Über­mitt­lung als Ver­schluss­sa­che an den Bun­des­tag wird abge­lehnt, da bereits ein gerin­ges Risi­ko des Bekannt­wer­dens nicht ver­tret­bar sei.

Nach Abwä­gung zwi­schen par­la­men­ta­ri­schem Infor­ma­ti­ons­recht und dem Schutz von Leben, Frei­heit und Funk­ti­ons­fä­hig­keit der Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit kom­me die Bun­des­re­gie­rung zu dem Ergeb­nis, dass im vor­lie­gen­den Fall der Schutz der betei­lig­ten Per­so­nen über­wiegt.

Eine inhalt­li­che Offen­le­gung der Pro­jek­te erfolgt daher nicht.


Die Bun­des­re­gie­rung beant­wor­tet eine Klei­ne Anfra­ge der AfD zu zwei ent­wick­lungs­po­li­ti­schen Pro­jek­ten in Vene­zue­la, deren Titel und Maß­nah­men­be­schrei­bun­gen im Trans­pa­renz­por­tal nicht ver­öf­fent­licht sind.

Das Finan­zie­rungs­vo­lu­men der bei­den lau­fen­den Pro­jek­te beträgt 1.284.568,04 Euro (Stand: 28. Novem­ber 2025).

Die Bun­des­re­gie­rung lehnt eine Offen­le­gung der Pro­jekt­da­ten ab und begrün­det dies wie folgt:

  • Deutsch­land habe sich zwar im Rah­men der Inter­na­tio­nal Aid Trans­pa­ren­cy Initia­ti­ve (IATI) zur Trans­pa­renz ver­pflich­tet,
    die­se sei jedoch durch Geheim­schutz­vor­schrif­ten, Daten­schutz­recht und Infor­ma­ti­ons­frei­heits­ge­setz ein­ge­schränkt.
  • Die Pro­jek­te wür­den in einem poli­tisch insta­bi­len und sicher­heits­kri­ti­schen Umfeld in Vene­zue­la durch­ge­führt.
  • Eine öffent­li­che Benen­nung von Pro­jekt­ti­teln, Maß­nah­men oder Part­nern kön­ne:
    • loka­le zivil­ge­sell­schaft­li­che Orga­ni­sa­tio­nen gefähr­den,
    • ihre recht­li­che und kör­per­li­che Unver­sehrt­heit sowie teil­wei­se ihr Leben bedro­hen,
    • auch deut­sche Part­ner vor Ort in Gefahr brin­gen.
  • Die Ver­trau­lich­keit sen­si­bler Daten sei Vor­aus­set­zung für die Zusam­men­ar­beit mit loka­len Akteu­ren.
  • Selbst eine Über­mitt­lung der Infor­ma­tio­nen als Ver­schluss­sa­che an den Bun­des­tag wer­de aus­ge­schlos­sen, da schon ein gerin­ges Risi­ko des Bekannt­wer­dens nicht hin­nehm­bar sei.

Nach Abwä­gung zwi­schen dem par­la­men­ta­ri­schen Infor­ma­ti­ons­recht und dem Schutz von Leben, Frei­heit und Funk­ti­ons­fä­hig­keit der Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit kommt die Bun­des­re­gie­rung zu dem Ergeb­nis, dass im kon­kre­ten Fall der Schutz der betei­lig­ten Per­so­nen Vor­rang hat.

Daher wer­den weder Pro­jekt­ti­tel noch Maß­nah­men­be­schrei­bun­gen offen­ge­legt.

Wei­ter Pro­jek­te:

  • Nicht nament­lich dekla­rier­te Pro­jek­te in der Repu­blik Mol­dau
  • Nicht nament­lich dekla­rier­te Pro­jek­te in der Ukrai­ne
  • Nicht nament­lich dekla­rier­te Pro­jek­te in Tadschi­ki­stan
  • Nicht nament­lich dekla­rier­te Pro­jek­te in Sim­bab­we
  • Nicht nament­lich dekla­rier­te Pro­jek­te in den Phil­ip­pi­nen
  • Nicht nament­lich dekla­rier­tes Pro­jekt in Eri­trea

Quel­len:

  • Druck­sa­che 21/3589
  • Druck­sa­che 21/3588
  • Druck­sa­che 21/3586
  • Druck­sa­che 21/3585
  • Druck­sa­che 21/3584
  • Druck­sa­che 21/3582
  • Druck­sa­che 21/3580
  • Druck­sa­che 21/3579

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