50 ein­fa­che Regeln

BILD-Arti­kel vom 18. Okto­ber 2026

Titel: „Drei Jah­re nach dem BILD-Mani­fest: Deutsch­land, wir haben immer noch ein Pro­blem!“

Kern­aus­sa­ge

Der Arti­kel zieht eine über­wie­gend nega­ti­ve Bilanz über die gesell­schaft­li­che Ent­wick­lung Deutsch­lands seit 2023. Damals ver­öf­fent­lich­te BILD nach den isla­mis­ti­schen Ter­ror­an­schlä­gen der Hamas auf Isra­el ein Mani­fest mit 50 Regeln für das Zusam­men­le­ben.

Drei Jah­re spä­ter über­prüft die Zei­tung die­se Regeln anhand von Sta­tis­ti­ken, Umfra­gen und aktu­el­len Bei­spie­len.

Das zen­tra­le Fazit von BILD: Deutsch­land ist nicht wesent­lich tole­ran­ter, siche­rer oder respekt­vol­ler gewor­den. In zahl­rei­chen Berei­chen hät­ten sich die Pro­ble­me sogar ver­schärft.

Die sie­ben wich­tigs­ten The­men

1. Gesell­schaft­li­cher Zusam­men­halt und Respekt

  • 83 % der Befrag­ten glau­ben, dass die Empa­thie in Deutsch­land abnimmt.
  • 64 % emp­fin­den den Umgang mit­ein­an­der als unhöf­li­cher als vor drei Jah­ren.
  • Die Zustim­mung zu gesell­schaft­li­cher Viel­falt ist laut Robert-Bosch-Stif­tung von 63 % (2019) auf 45 % gesun­ken.

BILD sieht dar­in Anzei­chen einer zuneh­men­den gesell­schaft­li­chen Spal­tung.

2. Migra­ti­on, Inte­gra­ti­on und Rechts­staat

Die Zei­tung kri­ti­siert ins­be­son­de­re Inte­gra­ti­ons­de­fi­zi­te und die Miss­ach­tung deut­scher Geset­ze und gesell­schaft­li­cher Wer­te.

  • Laut einer zitier­ten Unter­su­chung stellt etwa ein Fünf­tel der befrag­ten Mus­li­me die Regeln des Korans über deut­sches Recht.
  • 35,5 % der Tat­ver­däch­ti­gen hat­ten laut Arti­kel 2025 kei­ne deut­sche Staats­an­ge­hö­rig­keit.
  • Rund ein Drit­tel der 15-jäh­ri­gen Schü­ler erreicht beim Lesen nicht das PISA-Min­dest­ni­veau.

BILD for­dert die Aner­ken­nung des Grund­ge­set­zes, die Ach­tung gesell­schaft­li­cher Regeln und aus­rei­chen­de Deutsch­kennt­nis­se.

3. Anti­se­mi­tis­mus und reli­giö­ser Extre­mis­mus

Der Arti­kel bewer­tet den zuneh­men­den Anti­se­mi­tis­mus als beson­ders alar­mie­rend.

  • 2025 wur­den 8.725 anti­se­mi­ti­sche Vor­fäl­le regis­triert, 79 % mehr als 2023.
  • 68 % der befrag­ten jüdi­schen Gemein­den emp­fin­den das Leben in Deutsch­land als unsi­che­rer als vor dem 7. Okto­ber 2023.
  • Gleich­zei­tig ver­weist BILD auf isla­mis­ti­sche Gefähr­der und reli­giö­sen Extre­mis­mus.

4. Gewalt und öffent­li­che Sicher­heit

BILD beschreibt eine Ver­schlech­te­rung des Sicher­heits­ge­fühls und ver­weist auf stei­gen­de Fall­zah­len bei ver­schie­de­nen Straf­ta­ten.

BereichIm Arti­kel genann­te Zah­len
Mes­ser­an­grif­fe 202529.243
Ver­ge­wal­ti­gun­gen 202514.454
Anti­se­mi­ti­sche Straf­ta­ten 20256.548
Que­er­feind­li­che Delik­te 20252.377
Opfer häus­li­cher Gewalt 2024265.942

Die Zei­tung for­dert stär­ke­ren Respekt gegen­über Poli­zei, Jus­tiz und staat­li­chem Gewalt­mo­no­pol.

5. Frau­en­rech­te und Gleich­be­rech­ti­gung

Trotz gesetz­li­cher Gleich­be­rech­ti­gung sieht BILD erheb­li­che Defi­zi­te.

  • Frau­en ver­die­nen bei ver­gleich­ba­rer Tätig­keit und Qua­li­fi­ka­ti­on durch­schnitt­lich 6 % weni­ger.
  • Häus­li­che Gewalt bleibt ein gro­ßes Pro­blem.
  • Frau­en­häu­ser ver­fü­gen laut Arti­kel nicht über genü­gend Plät­ze.
  • Sexu­el­le Beläs­ti­gung und heim­li­che Intim­auf­nah­men wer­den als Bei­spie­le man­geln­den Respekts gegen­über Frau­en ange­führt.

6. Demo­kra­tie und Mei­nungs­frei­heit

Der Arti­kel kri­ti­siert einen zuneh­mend aggres­si­ven poli­ti­schen Dis­kurs.

Poli­ti­ker wür­den bedroht, Anders­den­ken­de aus­ge­grenzt und Mei­nun­gen vor­schnell als extre­mis­tisch abge­stem­pelt.

Bun­des­tags­prä­si­den­tin Julia Klöck­ner wird mit der For­de­rung zitiert, kon­tro­ver­se Mei­nun­gen aus­zu­hal­ten und poli­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zun­gen stär­ker mit Argu­men­ten zu füh­ren.

7. All­tags­kul­tur und Eigen­ver­ant­wor­tung

Auch schein­bar klei­ne Regeln wer­den betrach­tet: Höf­lich­keit, Müll­ent­sor­gung, Rück­sicht­nah­me, Arbeits­pflicht und Steu­er­zah­lung.

  • 69 % der Befrag­ten emp­fin­den deut­sche Innen­städ­te als schmut­zi­ger als vor drei Jah­ren.
  • 64 % hal­ten Steu­er­zah­lun­gen für rich­tig, weil sie staat­li­che Auf­ga­ben finan­zie­ren.
  • Posi­tiv erwähnt wer­den außer­dem der Aus­bau von Solar­an­la­gen, Ver­bes­se­run­gen beim Schutz quee­rer Men­schen und die sin­ken­de Zahl isla­mis­ti­scher Gefähr­der.

Ein­ord­nung der Argu­men­ta­ti­on

Der Arti­kel ist kei­ne neu­tra­le wis­sen­schaft­li­che Bestands­auf­nah­me, son­dern eine jour­na­lis­tisch zuge­spitz­te, mei­nungs­be­ton­te Bewer­tung gesell­schaft­li­cher Ent­wick­lun­gen.

Dabei fal­len drei Aspek­te auf:

  1. Pro­blem­ori­en­tier­te Aus­wahl: BILD kon­zen­triert sich auf Miss­stän­de, wäh­rend posi­ti­ve Ent­wick­lun­gen weni­ger Raum erhal­ten.
  2. Unter­schied­li­che Beleg­ar­ten: Poli­zei­sta­tis­ti­ken, Bevöl­ke­rungs­um­fra­gen, poli­ti­sche Aus­sa­gen und ein­zel­ne Kri­mi­nal­fäl­le wer­den gemein­sam zur Bewer­tung her­an­ge­zo­gen. Die­se Bele­ge besit­zen jedoch unter­schied­li­che Aus­sa­ge­kraft.
  3. Nicht immer ein­deu­ti­ge Ursa­chen: Stei­gen­de Fall­zah­len oder nega­ti­ve Wahr­neh­mun­gen bele­gen nicht auto­ma­tisch, wodurch eine Ent­wick­lung ver­ur­sacht wur­de. Gera­de bei Migra­ti­on, Kri­mi­na­li­tät und gesell­schaft­li­cher Pola­ri­sie­rung sind wei­te­re Ein­fluss­fak­to­ren zu berück­sich­ti­gen.

Gesamt­fa­zit

Die zen­tra­le Bot­schaft lau­tet: Deutsch­land ver­fügt über kla­re demo­kra­ti­sche Wer­te und gesell­schaft­li­che Regeln, aber deren prak­ti­sche Ein­hal­tung ist aus Sicht von BILD zuneh­mend gefähr­det.

Beson­ders pro­ble­ma­tisch bewer­tet die Zei­tung Anti­se­mi­tis­mus, Extre­mis­mus, Inte­gra­ti­ons­de­fi­zi­te, Gewalt, man­geln­den Respekt und die gesell­schaft­li­che Pola­ri­sie­rung.

Der Arti­kel ver­bin­det damit einen Appell: Wer in Deutsch­land lebt, soll die Grund­rech­te ande­rer respek­tie­ren, die demo­kra­ti­sche Rechts­ord­nung aner­ken­nen und Ver­ant­wor­tung für das gesell­schaft­li­che Zusam­men­le­ben über­neh­men.

Auf den Punkt gebracht: BILD argu­men­tiert, dass nicht neue Wer­te benö­tigt wer­den, son­dern die bereits vor­han­de­nen Wer­te kon­se­quen­ter gelebt und durch­ge­setzt wer­den müss­ten.

Die meis­ten der 50 Regeln im BILD-Mani­fest sind tat­säch­lich ein­fach for­mu­liert. Aber dei­ne Fra­ge trifft einen ent­schei­den­den Punkt:

Was für uns selbst­ver­ständ­lich erscheint, muss für ande­re Men­schen nicht auto­ma­tisch selbst­ver­ständ­lich sein. Und selbst wer eine Regel ver­steht, muss sie nicht unbe­dingt akzep­tie­ren oder befol­gen.

Genau hier liegt eine der zen­tra­len Her­aus­for­de­run­gen der Inte­gra­ti­ons­po­li­tik.

Gehen Poli­ti­ker und NGOs davon aus, dass jeder die­se Regeln kennt?

Offi­zi­ell nicht. Der Staat hat aus­drück­lich Pro­gram­me ein­ge­rich­tet, um Zuge­wan­der­ten die deut­sche Spra­che, die Rechts­ord­nung und gesell­schaft­li­che Grund­wer­te zu ver­mit­teln.

Bei­spiels­wei­se umfasst der all­ge­mei­ne Inte­gra­ti­ons­kurs:

  • 600 Unter­richts­ein­hei­ten Deutsch.
  • 100 Unter­richts­ein­hei­ten Ori­en­tie­rung zu Demo­kra­tie, Geschich­te, Grund­rech­ten und gesell­schaft­li­chem Zusam­men­le­ben.
  • Einen Abschluss­test namens „Leben in Deutsch­land“.

Dabei wer­den unter ande­rem Gleich­be­rech­ti­gung, Reli­gi­ons­frei­heit, Mei­nungs­frei­heit und die Rech­te von Frau­en und Kin­dern behan­delt.

Aller­dings ist die Teil­nah­me nicht für jeden Zuge­wan­der­ten ver­pflich­tend. Sie hängt unter ande­rem vom Auf­ent­halts­sta­tus und den Deutsch­kennt­nis­sen ab.

NGOs sind zudem kei­ne ein­heit­li­che Grup­pe. Man­che bie­ten Sprach­kur­se und Wer­te­ver­mitt­lung an, ande­re kon­zen­trie­ren sich auf Rechts­be­ra­tung, huma­ni­tä­re Hil­fe oder sozia­le Betreu­ung. Aus ihren unter­schied­li­chen Auf­ga­ben lässt sich kei­ne gemein­sa­me Annah­me über das Wer­te­ver­ständ­nis von Zuge­wan­der­ten ablei­ten.

Das eigent­li­che Pro­blem: Ken­nen, ver­ste­hen, akzep­tie­ren und ein­hal­ten

Hier muss man vier Din­ge unter­schei­den:

Stu­feEnt­schei­den­de Fra­ge
Ken­nenWeiß die Per­son, dass Frau­en und Män­ner gleich­be­rech­tigt sind?
Ver­ste­henVer­steht sie, was die­se Gleich­be­rech­ti­gung prak­tisch bedeu­tet?
Akzep­tie­renErkennt sie die Gleich­be­rech­ti­gung auch dann an, wenn sie ihren per­sön­li­chen Über­zeu­gun­gen wider­spricht?
Ein­hal­tenRespek­tiert sie die­se Rech­te tat­säch­lich im All­tag?

Ein bestan­de­ner Inte­gra­ti­ons­test beweist Wis­sen, aber nicht auto­ma­tisch inne­re Über­zeu­gung oder zukünf­ti­ges Ver­hal­ten.

Das gilt übri­gens für Zuge­wan­der­te genau­so wie für Men­schen, die in Deutsch­land gebo­ren wur­den.

War­um sind ein­fa­che Regeln nicht unbe­dingt selbst­ver­ständ­lich?

Neh­men wir drei Bei­spie­le aus dem BILD-Mani­fest.

Gleich­be­rech­ti­gung: Wer in einem Umfeld auf­ge­wach­sen ist, in dem Män­ner über wesent­li­che Lebens­ent­schei­dun­gen von Frau­en bestim­men, kann ein ande­res Rol­len­ver­ständ­nis mit­brin­gen. Das bedeu­tet nicht, dass alle Men­schen aus die­sem Umfeld sol­che Auf­fas­sun­gen tei­len.

Reli­gi­ons­frei­heit: Die Vor­stel­lung, dass Men­schen ihre Reli­gi­on wech­seln, Reli­gi­on kri­ti­sie­ren oder über­haupt nicht glau­ben dür­fen, wird nicht in allen Gesell­schaf­ten glei­cher­ma­ßen geschützt.

Staat­li­ches Gewalt­mo­no­pol: Wo Men­schen staat­li­chen Insti­tu­tio­nen miss­trau­en oder Kon­flik­te tra­di­tio­nell über Fami­lie und Gemein­schaft lösen, kann die Rol­le unab­hän­gi­ger Gerich­te anders wahr­ge­nom­men wer­den.

Die­se Unter­schie­de spre­chen für eine kon­kre­te, ver­ständ­li­che Ver­mitt­lung der deut­schen Rechts­ord­nung, nicht für pau­scha­le Urtei­le über Her­kunfts­grup­pen.

Was pas­siert, wenn jemand die Regeln nicht akzep­tiert?

Hier ist die Unter­schei­dung zwi­schen Recht und gesell­schaft­li­cher Erwar­tung wich­tig.

Das Grund­ge­setz und die gel­ten­den Geset­ze sind ver­bind­lich. Nie­mand darf bei­spiels­wei­se Gewalt mit reli­giö­sen Über­zeu­gun­gen oder kul­tu­rel­len Tra­di­tio­nen recht­fer­ti­gen.

Ande­re Regeln des BILD-Mani­fests, etwa zur Begrü­ßung per Hand­schlag oder zur Bedeu­tung von Bier und Wein, sind dage­gen gesell­schaft­li­che Kon­ven­tio­nen. Sie sind weder all­ge­mei­ne Rechts­pflich­ten noch Vor­aus­set­zun­gen für einen recht­mä­ßi­gen Auf­ent­halt.

Bei Inte­gra­ti­ons­kur­sen gibt es durch­aus Kon­se­quen­zen für ver­pflich­te­te Teil­neh­mer, die nicht ord­nungs­ge­mäß teil­neh­men. Dazu kön­nen Aus­wir­kun­gen auf Auf­ent­halts­ti­tel, Sozi­al­leis­tun­gen und Buß­gel­der gehö­ren.

Aber: Der Staat kann die Ein­hal­tung von Geset­zen ver­lan­gen, nicht die voll­stän­di­ge Über­nah­me einer bestimm­ten per­sön­li­chen Welt­an­schau­ung. Auch kon­ser­va­ti­ve reli­giö­se Über­zeu­gun­gen sind geschützt, solan­ge dar­aus kei­ne Ver­let­zun­gen der Rech­te ande­rer ent­ste­hen.

Wo liegt die poli­ti­sche Streit­fra­ge?

Die ent­schei­den­de poli­ti­sche Fra­ge lau­tet des­halb weni­ger, ob man die­se Regeln ver­mit­teln soll­te. Dar­über besteht bei den grund­le­gen­den Ver­fas­sungs­prin­zi­pi­en weit­ge­hend Einig­keit.

Umstrit­ten ist viel­mehr, wie ver­bind­lich die Ver­mitt­lung sein soll, wie ihre Wirk­sam­keit über­prüft wird und wel­che Kon­se­quen­zen bei Ver­stö­ßen ange­mes­sen sind.

Der BILD-Arti­kel lie­fert zahl­rei­che Bei­spie­le für gesell­schaft­li­che Pro­ble­me. Er belegt aber nicht, wie vie­le Zuge­wan­der­te die genann­ten Regeln tat­säch­lich nicht ken­nen, ableh­nen oder nach einem Inte­gra­ti­ons­kurs miss­ach­ten. Die­se Schluss­fol­ge­rung lässt sich aus den ange­führ­ten Zah­len allein nicht zie­hen.

Mei­ne zen­tra­le Unter­schei­dung

Man soll­te zwei Erwar­tun­gen klar for­mu­lie­ren:

Nie­mand muss sei­ne Her­kunft, Reli­gi­on oder kul­tu­rel­le Iden­ti­tät auf­ge­ben, um in Deutsch­land zu leben. Aber jeder muss die gel­ten­den Geset­ze und die Rech­te ande­rer Men­schen respek­tie­ren.

Das gilt ohne Aus­nah­me für Zuge­wan­der­te und Ein­hei­mi­sche.

Die wei­ter­füh­ren­de Fra­ge fin­de ich beson­ders wich­tig: Reicht es aus, Men­schen unse­re Regeln zu erklä­ren, oder müss­te der Staat sys­te­ma­ti­scher über­prü­fen, ob die grund­le­gen­den Regeln ver­stan­den wur­den und im tat­säch­li­chen Ver­hal­ten respek­tiert wer­den?

Dabei wäre vor allem zu klä­ren, was sich objek­tiv über­prü­fen lässt, ohne in die Gedan­ken- und Glau­bens­frei­heit ein­zu­grei­fen.


Hier sind die 50 Regeln aus dem BILD-Mani­fest, wie sie im vor­lie­gen­den Doku­ment auf­ge­führt sind:

  1. Für JEDEN, der in Deutsch­land lebt, gilt Arti­kel 1 des Grund­ge­set­zes: „Die Wür­de des Men­schen ist unan­tast­bar“!
  2. Für uns gibt es kei­ne Ungläu­bi­gen! Jeder kann glau­ben, an was er will – gern auch an den Weih­nachts­mann.
  3. Wer unse­re Ver­fas­sung und unse­re Rechts­ord­nung für eine Ansamm­lung unver­bind­li­cher Rat­schlä­ge hält, soll­te Deutsch­land mög­lichst schnell ver­las­sen.
  4. Wer bei uns dau­er­haft leben möch­te, muss Deutsch ler­nen. Nur wenn wir die­sel­be Spra­che spre­chen, wer­den wir uns ver­ste­hen.
  5. Jeder kann in Deutsch­land fried­lich für sei­ne Über­zeu­gung demons­trie­ren. Zur frei­en Mei­nungs­äu­ße­rung gehört nicht, Men­schen zu bedro­hen oder zusam­men­zu­schla­gen, Stei­ne zu wer­fen, Autos anzu­zün­den, Mör­der zu fei­ern.
  6. Wir ver­mum­men oder ver­hül­len uns nicht, wir schau­en uns ins Gesicht (es sei denn, es ist Kar­ne­val oder Coro­na).
  7. Respekt und Nächs­ten­lie­be tra­gen unse­re freie Gesell­schaft.
  8. Vor dem Hin­ter­grund des dun­kels­ten Kapi­tels unse­rer Geschich­te ist die Sicher­heit Isra­els deut­sche Staats­rä­son! Das heißt: Das Ein­tre­ten für die Sicher­heit des jüdi­schen Vol­kes ist nicht ver­han­del­bar. Kri­tik an der Poli­tik Isra­els ist selbst­ver­ständ­lich erlaubt.
  9. Bit­te recht freund­lich: Wir sagen Bit­te und Dan­ke.
  10. Wir geben uns zur Begrü­ßung oder zum Abschied gern die Hand.
  11. Wir ver­ste­hen die Poli­zei als „Freund und Hel­fer“, nicht als Repres­si­ons­ap­pa­rat oder als Feind, als Geg­ner.
  12. Vie­le Deut­sche essen Schwei­ne­fleisch. Es gibt bei uns übri­gens fast 10 Mil­lio­nen Vege­ta­ri­er oder Vega­ner. Frei­heit geht auch durch den Magen.
  13. Es gilt das Gewalt­mo­no­pol des Staa­tes. Außer den staat­lich beauf­trag­ten Orga­nen hat nie­mand das Recht, Gewalt gegen Men­schen oder Sachen aus­zu­üben.
  14. Wir akzep­tie­ren, dass unser frei gewähl­tes Par­la­ment die Regeln für unser Zusam­men­le­ben fest­legt, die von unab­hän­gi­gen Gerich­ten über­prüft wer­den kön­nen.
  15. Män­ner dür­fen Män­ner lie­ben und Frau­en Frau­en. Wer damit ein Pro­blem hat, ist selbst das Pro­blem. Lie­ben und lie­ben las­sen!
  16. Auch wenn sich jemand weder als Frau noch als Mann fühlt, wird er oder sie nicht ver­folgt oder bestraft. Bei uns dür­fen Bür­ger quer­den­ken und que­er leben.
  17. Wir ver­ste­hen die Sozi­al­be­hör­den nicht als Arbeit­ge­ber, son­dern als Insti­tu­ti­on, die Men­schen in finan­zi­el­ler Not hilft. Men­schen, die nicht arbei­ten kön­nen. Nicht Men­schen, die nicht arbei­ten wol­len.
  18. Wir ach­ten die Jus­tiz, weil sie ohne Anse­hen der Per­son urteilt.
  19. Im Schwimm­bad tra­gen Frau­en Biki­ni oder Bade­an­zug. Und wer gern nackt in der Ost­see baden möch­te – auch okay!
  20. Frau­en und Män­ner sind gleich­be­rech­tigt. In jeder Hin­sicht.
  21. Gleich­be­rech­ti­gung auch bei der Bezah­lung von Arbeit (da müs­sen wir noch auf­ho­len)!
  22. Wir dis­ku­tie­ren kon­tro­vers und lei­den­schaft­lich, aber wir belei­di­gen Anders­den­ken­de nicht.
  23. Wir sind tole­rant mit Tole­ran­ten.
  24. Und haben kei­ner­lei Tole­ranz bei Into­le­ranz!
  25. Wir ver­wen­den Böl­ler nur zu Sil­ves­ter, also wenn es erlaubt ist.
  26. Wir ver­bren­nen kei­ne Flag­gen von Staa­ten, die wir nicht lei­den kön­nen. Das ist ein Straf­tat­be­stand!
  27. Wir ach­ten jede Reli­gi­on, aber wir tren­nen klar Reli­gi­on von Staat.
  28. Frau­en, die fremd­ge­hen, wer­den nicht ver­sto­ßen und schon gar nicht ver­prü­gelt oder gar gestei­nigt! Bei einer Schei­dung gilt für die Kin­der das gemein­sa­me Sor­ge­recht. Es ist egal, wer das Schei­tern der Ehe ver­ur­sacht hat.
  29. Man muss kei­ne Jung­frau sein, um zu hei­ra­ten!
  30. Wer bei uns Schutz vor poli­ti­scher Ver­fol­gung oder Krieg sucht, bekommt ihn. Und selbst wer dar­auf kei­nen Anspruch hat, darf häu­fig blei­ben. Dafür erwar­ten wir kei­ne Dank­bar­keit, auch wenn sie ange­bracht wäre. Was wir aber ver­lan­gen, ist die unbe­ding­te Ein­hal­tung unse­rer Geset­ze und dass unse­re Wer­te und unse­re Art zu leben respek­tiert wer­den.
  31. Wir ver­hei­ra­ten kei­ne Kin­der. Und auch Män­ner nicht mit mehr als einer Frau.
  32. Frau­en ent­schei­den – wie Män­ner – selbst dar­über, wie sie sich anzie­hen, mit wem sie befreun­det sind, wen sie lie­ben, ob sie lie­ber in die Dis­co oder in die Kir­che gehen, wen sie wäh­len und wel­chen Beruf sie ergrei­fen.
  33. Deutsch­land ist ein Land der Gril­ler. Nach einem Pick­nick im Park neh­men wir unse­ren Müll wie­der mit.
  34. Mes­ser gehö­ren bei uns in die Küche und nicht in die Hosen­ta­sche.
  35. Wir zah­len Steu­ern, weil wir wis­sen, dass sie das Fun­da­ment des Staa­tes sind.
  36. Wenn eine Frau Nein zu einem Mann sagt, gilt das ohne Wenn und Aber. Alles ande­re erfüllt den Straf­tat­be­stand der sexu­el­len Beläs­ti­gung oder der Ver­ge­wal­ti­gung.
  37. Wir erwar­ten von jedem, der kann und darf, dass er sich um Arbeit bemüht und für sei­nen Lebens­un­ter­halt selbst auf­kommt – selbst dann, wenn Sozi­al­hil­fe oder Bür­ger­geld zunächst höher sein soll­ten als der Lohn.
  38. In Deutsch­land gibt es Schul­pflicht. Wir glau­ben an die Bedeu­tung von Bil­dung und Ler­nen.
  39. Wir machen in Bus­sen und Bah­nen den Platz frei für Älte­re und Behin­der­te.
  40. Prost, Deutsch­land! Hier­zu­lan­de gehö­ren Bier und Wein zur Kul­tur. Das soll­te man respek­tie­ren, und wer nicht trin­ken will, der lässt es.
  41. Wie lang oder kurz der Rock ist, ent­schei­det allein die Frau, die ihn trägt.
  42. Wer es nicht erträgt, dass Poli­ti­ker, Show-Stars, Göt­ter oder Pro­phe­ten kari­kiert wer­den, ist in Deutsch­land nicht rich­tig.
  43. Die Medi­en hin­ter­fra­gen die Poli­ti­ker, aber wir ver­trau­en grund­sätz­lich dar­auf, dass die Gewähl­ten wahr­heits­ge­mäß und zum Woh­le des Vol­kes ent­schei­den.
  44. Ehre bedeu­tet nicht das Recht des Stär­ke­ren.
  45. In den sozia­len Netz­wer­ken sind Respekt und Wert­schät­zung genau­so selbst­ver­ständ­lich wie im Super­markt oder auf dem Amt.
  46. Wir ver­su­chen, die Umwelt zu schüt­zen, Res­sour­cen zu scho­nen. Nach­hal­tig­keit ist Zukunft.
  47. Deutsch­land hat ein Herz für Kin­der. Sie wer­den nicht geschla­gen, son­dern geför­dert.
  48. Cat­cal­ling, also Frau­en hin­ter­her­zu­pfei­fen oder ‑rufen, ist Beläs­ti­gung.
  49. Bei uns dür­fen Jun­gen und Mäd­chen gemein­sam auf Klas­sen­fahrt, in den Sport- und Schwimm­un­ter­richt.
  50. Wir lie­ben das Leben und nicht den Tod.

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Disclaimer: Dieser Beitrag dient lediglich zu allgemeinen Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Bitte konsultieren Sie vor jeder Anlageentscheidung einen unabhängigen Finanzberater