Aus­wei­sun­gen in den Jah­ren 2024 und 2025


Über­blick

Die Bun­des­re­gie­rung beant­wor­tet eine Klei­ne Anfra­ge der Frak­ti­on Die Lin­ke zu Aus­wei­sun­gen in den Jah­ren 2024 und 2025. Das Doku­ment lie­fert umfang­rei­che sta­tis­ti­sche Daten aus dem Aus­län­der­zen­tral­re­gis­ter (AZR) zu Umfang, Her­kunft, Auf­ent­halts­sta­tus und Fol­gen von Aus­wei­sungs­ver­fü­gun­gen.

🔹 Kern­aus­sa­gen zu Umfang und Ent­wick­lung

  • 338.673 Per­so­nen waren zum 31.12.2025 mit einer Aus­wei­sungs­ver­fü­gung im AZR gespei­chert.
  • Davon ent­fie­len auf:
    • 2024: 9.277 Aus­wei­sun­gen
    • 2025: 8.232 Aus­wei­sun­gen
  • Die Zahl der jähr­li­chen Aus­wei­sun­gen liegt damit wei­ter­hin im Bereich von 7.000–8.000, wie in den Vor­jah­ren.

🔹 Geschlecht & Alter

  • Geschlecht:
    • 292.103 männ­lich
    • 45.902 weib­lich
    • 16 divers
  • Alters­struk­tur:
    • Schwer­punkt bei Erwach­se­nen zwi­schen 27 und 60 Jah­ren (über 190.000 Per­so­nen).
    • Min­der­jäh­ri­ge spie­len zah­len­mä­ßig eine gerin­ge Rol­le.

🔹 Her­kunfts­län­der

  • Größ­te Grup­pen ins­ge­samt (Bestand zum 31.12.2025):
    • Tür­kei (51.635)
    • Ehem. Jugo­sla­wi­en (27.341)
    • Ukrai­ne (18.004)
    • Alba­ni­en (12.393)
    • Marok­ko (11.143)
  • In den Jah­ren 2024/2025 beson­ders häu­fig betrof­fen:
    • Geor­gi­en, Alba­ni­en, Tür­kei, Alge­ri­en, Mol­dau, Viet­nam, Ser­bi­en.

🔹 Bun­des­län­der

  • Höchs­te Bestän­de an Aus­wei­sungs­ver­fü­gun­gen:
    • Nord­rhein-West­fa­len (68.943)
    • Baden-Würt­tem­berg (57.034)
    • Bay­ern (53.238)
    • Hes­sen (50.797)
  • Die Ver­tei­lung spie­gelt weit­ge­hend die Bevöl­ke­rungs- und Migran­ten­struk­tur der Län­der.

🔹 Auf­ent­halts­sta­tus vor Aus­wei­sung

Von den Per­so­nen mit Aus­wei­sungs­ver­fü­gung hat­ten vor der letz­ten Ent­schei­dung:

  • 17.477 ein befris­te­tes Auf­ent­halts­recht
  • 3.720 ein unbe­fris­te­tes Auf­ent­halts­recht
  • 16.869 eine Dul­dung
  • 31.420 kei­nen gül­ti­gen Auf­ent­halts­ti­tel oder einen erloschenen/abgelehnten Titel

🔹 Schutz­be­rech­tig­te unter den Aus­ge­wie­se­nen

  • 1.409 Per­so­nen hat­ten zum Zeit­punkt der Aus­wei­sung einen Schutz­sta­tus (Flücht­ling, Asyl­be­rech­tig­ter, sub­si­di­är Schutz­be­rech­tig­ter).
  • Größ­te Grup­pen: Tür­kei, Syri­en, Irak, Iran, Afgha­ni­stan.

🔹 Auf­häl­ti­ge vs. nicht auf­häl­ti­ge Per­so­nen

  • 36.533 Per­so­nen waren zum Stich­tag noch in Deutsch­land auf­häl­tig.
  • 302.140 Per­so­nen waren nicht mehr auf­häl­tig (Aus­rei­se oder unbe­kann­ter Ver­bleib).
  • Das AZR erlaubt kei­ne Unter­schei­dung zwi­schen frei­wil­li­ger und unfrei­wil­li­ger Aus­rei­se.

🔹 Dul­dun­gen bei Aus­ge­wie­se­nen

  • 8.624 Per­so­nen mit Aus­wei­sungs­ver­fü­gung hat­ten zum Stich­tag eine Dul­dung.
  • Häu­figs­te Grün­de:
    • feh­len­de Rei­se­do­ku­men­te
    • sons­ti­ge Abschie­bungs­hin­der­nis­se
    • fami­liä­re Bin­dun­gen
    • medi­zi­ni­sche Grün­de
    • unge­klär­te Iden­ti­tät (§ 60b Auf­enthG)

🔹 Maß­nah­men nach § 56 Auf­enthG (Mel­de­pflich­ten, Kon­takt­ver­bo­te etc.)

  • Nur 3 Fäl­le im Zeit­raum 2024–2025 im AZR gespei­chert.
  • Kei­ne Abschie­bungs­an­ord­nun­gen nach § 58a Auf­enthG im Zeit­raum 2024–2025.

Ein­ord­nung

Das Doku­ment zeigt:

  • eine sta­bi­le Zahl von Aus­wei­sun­gen,
  • eine star­ke Kon­zen­tra­ti­on auf bestimm­te Her­kunfts­län­der,
  • eine hohe Zahl nicht mehr auf­häl­ti­ger Per­so­nen,
  • sowie erheb­li­che sozia­le und recht­li­che Fol­gen für Betrof­fe­ne, wie die Fra­ge­stel­ler her­vor­he­ben.

Quel­le: Druck­sa­che 21/426

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