Asyl­sta­tis­tik für das Jahr 2025

Bun­des­tags­druck­sa­che 21/4448
„Ergän­zen­de Infor­ma­tio­nen zur Asyl­sta­tis­tik für das Jahr 2025“ (Ant­wort der Bun­des­re­gie­rung auf die Klei­ne Anfra­ge der Frak­ti­on Die Lin­ke, Druck­sa­che 21/3695)

1. Kern­kenn­zah­len 2025 (BAMF-Ent­schei­dun­gen)

Unbe­rei­nig­te Gesamt­schutz­quo­te (alle Ent­schei­dun­gen):

  • Gesamt­jahr 2025: 28,1 % (87.394 Schutz­ge­wäh­run­gen)
  • 4. Quar­tal 2025: 42,4 % (34.938 Schutz­ge­wäh­run­gen)

Berei­nig­te Gesamt­schutz­quo­te (nur inhalt­li­che Ent­schei­dun­gen):

  • Gesamt­jahr 2025: 37,5 %
  • 4. Quar­tal 2025: 53,2 %

Auf­schlüs­se­lung nach Schutz­art (Gesamt­jahr 2025, abso­lut / Anteil):

  • Asyl­be­rech­ti­gung (Art. 16a GG): 4.124 / 1,3 %
  • Flücht­lings­schutz (§ 3 AsylG): 66.035 / 21,2 %
  • Sub­si­diä­rer Schutz (§ 4 AsylG): 5.130 / 1,6 %
  • Abschie­bungs­ver­bot (§ 60 Abs. 5+7 Auf­enthG): 12.105 / 3,9 %

Höchs­te Schutz­quo­ten 2025 (unbe­rei­nigt / berei­nigt):

  • Afgha­ni­stan: 67,2 % / 78,9 %
  • Eri­trea: 71,3 % / 82,4 %
  • Soma­lia: 59,5 % / 83,7 %

Nied­rigs­te Quo­ten bei siche­ren Her­kunfts­staa­ten (Alba­ni­en, Bos­ni­en, Koso­vo, Nord­ma­ze­do­ni­en, Mon­te­ne­gro, Ser­bi­en) nahe 0 %.

2. Wich­ti­ge wei­te­re Sta­tis­ti­ken

  • Asyl­ge­su­che nach uner­laub­ter Ein­rei­se 2025: Bun­des­po­li­zei erfass­te ca. 5.000–6.000 Fäl­le (deut­lich weni­ger als 2024 mit über 20.000).
  • Gesamt­an­trä­ge 2025: 111.814 (deut­li­cher Rück­gang gegen­über 213.499 in 2024).
  • Visum­freie Ein­rei­se 2025: 9.361 Per­so­nen (haupt­säch­lich Geor­gi­en, Vene­zue­la, Kolum­bi­en).
  • Visum-Ein­rei­se (Jan–Okt 2025): 15.166 Per­so­nen (Syri­en, Afgha­ni­stan, Tür­kei füh­rend).
  • Nach­ge­bo­re­ne Kin­der (< 1 Jahr) 2025: 17.707 (rund 15–16 % aller Anträ­ge; Syri­en 29,2 %, Afgha­ni­stan 15,2 %).

3. Grün­de für Flücht­lings­schutz (§ 3 AsylG) 2025

  • Fami­li­en­flücht­lings­schutz: 30.241 (45,8 %)
  • Staat­li­che Ver­fol­gung: 27.617 (davon 18.626 geschlechts­spe­zi­fisch)
  • Nicht­staat­li­che Ver­fol­gung: 6.452 (davon 4.960 geschlechts­spe­zi­fisch)

4. Sons­ti­ge Ver­fah­rens­er­le­di­gun­gen 2025

  • Ein­stel­lun­gen wegen § 33/32a AsylG: 12.539
  • Unzu­läs­sig (u. a. Dub­lin, siche­re Dritt­staa­ten): über 53.000
  • Sons­ti­ge Ein­stel­lun­gen: 7.037

5. Bestands­kräf­ti­ge Ent­schei­dun­gen (1. Halb­jahr 2025)

  • Ableh­nun­gen: 61,5 % der rechts­kräf­ti­gen Ent­schei­dun­gen
  • For­mel­le Erle­di­gun­gen: 14,9 %
  • Schutz­ge­wäh­run­gen: nur noch 15,3 %

Fazit der Bun­des­re­gie­rung

Die Ant­wort ent­hält aus­schließ­lich die erbe­te­nen Tabel­len und Zah­len des BAMF/AZR/Bundespolizei. Sie betont aus­drück­lich, dass die berei­nig­te Quo­te kei­ne Blei­be­per­spek­ti­ve begrün­den kann, da for­mel­le Ableh­nun­gen trotz­dem zur Aus­rei­se­pflicht füh­ren.

Die Druck­sa­che lie­fert die detail­lier­tes­te offi­zi­el­le Auf­schlüs­se­lung der Asyl­sta­tis­tik 2025 (72 Sei­ten mit über 20 Tabel­len). Die wich­tigs­ten Trends: stark rück­läu­fi­ge Antrags­zah­len, wei­ter­hin hohe Schutz­quo­ten bei Afgha­ni­stan, Soma­lia und Eri­trea, sehr nied­ri­ge bei Maghreb-Staa­ten und West­bal­kan.

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