Marktbericht Deutschland – Wirtschafts- und Börsennachrichten


Detail
Index: DAX®
Handelsplatz: Deutsche Börse
Datum: 07.08.2026
Vortag: 26140.13
Erster: 26235.80
Höchst: 26445.18 (14:50:42)
Tiefst: 26223.64 (09:14:18)
Letzter: 26319.45
Veränderung: +179.32
Veränderung(%): +0.69
| Datum | Kurs | % | Volumen |
|---|---|---|---|
| 07.08.26 | 26.319,45 PTS | +0,69 % | 49.318.090 |
| 06.08.26 | 26.140,13 PTS | +0,05 % | 60.992.102 |
| 05.08.26 | 26.126,30 PTS | -0,29 % | 60.397.282 |
| 04.08.26 | 26.202,35 PTS | +0,77 % | 60.970.273 |
| 03.08.26 | 26.001,31 PTS | +1,45 % | 63.659.293 |
Schwache US-Jobdaten treiben DAX – Tech bestätigt, MDAX bremst
Fazit in drei Punkten
- Treiber: Der überraschende Beschäftigungsrückgang in den USA drängte Spekulationen auf eine baldige Zinserhöhung der Federal Reserve zurück. Davon profitierten vor allem hoch bewertete Technologieaktien.
- Bestätigung: TecDAX, Nasdaq und SDAX sowie der fallende VDAX-New stützen die DAX-Bewegung. Die nur mäßige DAX-Marktbreite und der kaum veränderte MDAX zeigen jedoch, dass der Rekord nicht auf einem einheitlichen Konjunkturoptimismus beruhte.
- Nächster Handelstag: Am Montag müssen Unternehmenszahlen von Hypoport und GEA sowie die Reaktion des US-Marktes bestätigen, dass die Neubewertung der Zinserwartungen trägt. Für den DAX bildet das Rekordhoch bei 26.445 Punkten die zentrale Hürde.
Marktüberblick
| Markt | Stand | Veränderung |
|---|---|---|
| DAX | 26.319,45 Punkte | +0,69 % |
| MDAX | 32.461,79 Punkte | +0,09 % |
| TecDAX PR | 2.888,62 Punkte | +1,69 % |
| SDAX | 18.659,63 Punkte | +0,51 % |
| Euro Stoxx 50 | 6.523,86 Punkte | +0,33 % |
| Dow Jones¹ | 53.955,95 Punkte | +0,13 % |
| S&P 500¹ | 7.748,14 Punkte | +0,50 % |
| Nasdaq Composite¹ | 26.633,56 Punkte | +1,08 % |
| Brent/ICE¹ | ca. 82,00 Dollar | ca. −0,70 % |
| EUR/USD | 1,1561 Dollar | +0,33 % |
| Gold | 4.406,50 Dollar | +2,49 % |
| Bundesanleihe, 10 Jahre | 3,13 % | +0,32 % bzw. +1 bp |
| VDAX-New, 17:30 Uhr | 15,39 Punkte | −2,83 % |
¹ Laufende Notierungen beziehungsweise Wall-Street-Indikation zum Redaktionsschluss gegen 18 Uhr, keine US-Schlussstände.
Analyse des Tages
Der DAX erreichte bei 26.445 Punkten ein Rekordhoch und schloss mit 26.319 Punkten knapp darunter. Der entscheidende Impuls kam nicht aus Deutschland, sondern vom amerikanischen Arbeitsmarkt: Außerhalb der Landwirtschaft gingen im Juli 23.000 Stellen verloren, während Ökonomen etwa 80.000 zusätzliche Stellen erwartet hatten. Hinzu kamen Abwärtsrevisionen von insgesamt 103.000 Stellen für die beiden Vormonate und ein mit 0,1 Prozent schwächer als erwarteter Lohnanstieg. Die Arbeitslosenquote sank allerdings auf 4,1 Prozent. Das Gesamtbild spricht damit für eine Abkühlung, nicht für einen abrupten Einbruch.
Am Zinsmarkt sank die vom Terminmarkt abgeleitete Wahrscheinlichkeit einer Fed-Erhöhung im September laut Reuters von rund 55 auf etwa 40 Prozent. Diese Verschiebung erklärt, warum Nasdaq und TecDAX deutlich stärker stiegen als Dow Jones und Euro Stoxx 50. Auch US-Treasury-Renditen und der Dollar gaben nach. Die deutschen Daten – ein Produktionsplus von 0,2 Prozent im Juni und Exporte auf Rekordniveau – stützten den Vormittag, lösten den Rekordlauf aber nicht aus.
Die Marktbreite fällt differenziert aus. Im DAX stiegen 22 der 40 Aktien, 17 fielen und eine notierte unverändert. Das ist konstruktiv, aber keine umfassende Kaufbewegung. Der Index profitierte überproportional von Schwergewichten wie SAP, Siemens und Infineon. Deutlich überzeugender war die Breite im TecDAX mit 22 Gewinnern und acht Verlierern. Auch im SDAX überwogen steigende Titel mit 43 zu 24. Dagegen standen im MDAX 26 Verlierern nur 23 Gewinner gegenüber; sein minimales Indexplus kaschiert damit eine schwache Binnenstruktur.
Die Sektorrotation folgte der Zinslogik. Software, Halbleiter, Immobilien und Teile der Autoindustrie legten zu. Chemie, Versicherungen, Rüstung und erneuerbare Energien blieben zurück. Der VDAX-New sank um 2,83 Prozent und bestätigt die höhere Risikobereitschaft. Gold gewann zugleich 2,49 Prozent: Der schwächere Dollar und niedrigere US-Renditen wirkten stärker als die Aktienhausse. Brent fiel trotz der Spannungen um die Straße von Hormus auf etwa 82 Dollar. Der Markt preiste somit keinen unmittelbar bevorstehenden größeren Angebotsausfall ein.
Einzelwerte
- SAP +4,08 %: Niedrigere Zinserwartungen stützten die Bewertung; die Aktie überwand zudem wieder ihre 200-Tage-Linie.
- Infineon +2,92 %: Gute Zahlen und ein stärker als erwarteter Ausblick von Microchip Technology verbesserten die Stimmung im Chipsektor.
- Süss MicroTec +5,18 %: Die starke Auftragslage und zwei Kaufempfehlungen verstärkten den Branchenimpuls.
- Daimler Truck −2,81 %: Der Quartalsgewinn fiel von 245 auf 128 Millionen Euro. Nordamerikanische Zölle belasteten; der Auftragseingang verfehlte den Konsens.
- Allianz −1,63 %: Ein operatives Rekordergebnis genügte nicht. Analysten kritisierten das Wachstum im Schaden- und Unfallgeschäft.
- Lanxess −4,37 %: Die Zahlen bestätigten eine verhaltene Chemienachfrage; erhöhte Energie- und geopolitische Risiken belasteten den Ausblick.
Ausblick auf Montag, 10. August
- 07:15 Uhr – Hypoport: Der detaillierte Halbjahresbericht muss die vorläufigen Q2-Werte von 67 Millionen Euro Rohertrag und 7,3 Millionen Euro EBIT bestätigen; der Analystencall beginnt um 10 Uhr.
- 07:30 Uhr – GEA: Erwartet werden die bereits vorläufig gemeldeten 1,44 Milliarden Euro Umsatz und 250 Millionen Euro bereinigtes EBITDA. Der bisherige Konsens lag bei 233 Millionen Euro; entscheidend sind Auftragseingang und Aussagen zum zweiten Halbjahr.
- 09:30 Uhr – Geldmarkt: Deutschland versteigert drei- und neunmonatige Bubills. Vergleichswerte der vorherigen Auktionen sind 2,28 beziehungsweise 2,409 Prozent.
- 18:00 Uhr – Patrizia: Die Q2-Zahlen erscheinen nach dem Xetra-Schluss und können vor allem das Immobiliensegment am Dienstag beeinflussen.
- Charttechnik: Über 26.445 Punkten wäre der Rekordausbruch bestätigt. Unterhalb von 26.140 Punkten, dem vorherigen Schluss, droht ein Rücklauf zur psychologisch wichtigen Marke von 26.000 Punkten.

Die wichtigsten Indizes
| Name | Letzter Preis | +/- % | Datum/Zeit letzter Preis |
| AEX 25 | 1112,48 | 0,09 | 2026.08.07 18:17 |
| ATX | 6671,41 | -1,47 | 2026.08.07 17:29 |
| Benzin NYMEX Rolling | 3 | 1,93 | 2026.08.07 18:17 |
| Brent Crude Rohöl Preis | 83,66 | 0,87 | 2026.08.07 18:17 |
| CAC 40 | 8713,4 | -0,03 | 2026.08.07 18:17 |
| CDAX (Performance) | 2223,29 | 0,62 | 2026.08.07 17:50 |
| DAX | 26319,45 | 0,69 | 2026.08.07 17:50 |
| DAX (Kursindex) | 9606,64 | 0,69 | 2026.08.07 17:50 |
| Dieselpreis | 1146,64 | 1,31 | 2026.08.07 18:17 |
| Dow Jones Industrial | 53979,11 | 0,14 | 2026.08.07 18:17 |
| Erdgaspreis | 2,66 | 0,93 | 2026.08.07 18:17 |
| EUR/USD | 1,16 | 0,35 | 2026.08.07 18:17 |
| EURO STOXX 50 | 6522,22 | 0,34 | 2026.08.07 18:17 |
| FTSE 100 Index | 10899,8 | 0,35 | 2026.08.07 18:17 |
| GEX (Performance) | 2637,26 | 1,15 | 2026.08.07 17:50 |
| Goldpreis | 4344,91 | 2,32 | 2026.08.07 18:17 |
| Hang Seng | 25851,33 | 0,92 | 2026.08.07 18:17 |
| HDAX (Performance) | 13930,35 | 0,62 | 2026.08.07 17:50 |
| IBEX35 | 20173,98 | 0,14 | 2026.08.07 18:17 |
| MDAX | 32405,18 | -0,16 | 2026.08.07 18:17 |
| NASDAQ 100 | 29693,2 | 1,06 | 2026.08.07 18:17 |
| Nikkei 225 | 66053,59 | 0,57 | 2026.08.07 18:17 |
| Platin NYMEX | 1766,53 | 1,6 | 2026.08.07 18:17 |
| S&P 500 | 7753,7 | 0,55 | 2026.08.07 18:17 |
| SDAX | 18661,19 | 0,39 | 2026.08.07 18:16 |
| Silberpreis | 63,5 | 2,76 | 2026.08.07 18:17 |
| SMI | 14541,07 | 0,08 | 2026.08.07 18:17 |
| TecDAX | 4068,78 | 1,69 | 2026.08.07 17:50 |
| VDAX | 15,39 | -2,83 | 2026.08.07 17:30 |
| WTI Rohöl Preis | 78,36 | 0,79 | 2026.08.07 18:17 |
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