Ent­wick­lung krank­heits­be­ding­ter Fehl­zei­ten in den Bun­des­mi­nis­te­ri­en, dem Bun­des­kanz­ler­amt und den obers­ten Bun­des­be­hör­den

Wor­um es ins­ge­samt geht

Die Bun­des­re­gie­rung beant­wor­tet eine Klei­ne Anfra­ge der AfD zur Ent­wick­lung krank­heits­be­ding­ter Fehl­zei­ten in Bun­des­mi­nis­te­ri­en, dem Bun­des­kanz­ler­amt und den obers­ten Bun­des­be­hör­den seit 2020. Das Doku­ment ent­hält Erläu­te­run­gen, Bewer­tun­gen, sowie umfang­rei­che Tabel­len zu Fehl­ta­gen und Fehl­zei­ten­an­tei­len.

Zen­tra­le Aus­sa­gen der Bun­des­re­gie­rung

1. Ent­wick­lung der Fehl­zei­ten seit 2020

  • 2020–2021: Deut­li­cher Rück­gang der Fehl­zei­ten (Pan­de­mie­ef­fek­te: Home­of­fice, Schutz­maß­nah­men).
  • 2022: Wie­der­an­stieg auf Vor­pan­de­mie-Niveau.
  • Seit 2023: Leich­ter Rück­gang, etwa auf Niveau von 2015.
  • Gro­ße Unter­schie­de zwi­schen Behör­den auf­grund:
    • Alters- und Per­so­nal­struk­tur
    • Tätig­keits­pro­fi­len (z. B. Voll­zug, kör­per­lich belas­ten­de Tätig­kei­ten)
    • Gefähr­dungs­la­gen

2. Daten­la­ge & Ein­schrän­kun­gen

  • Vie­le Daten stam­men aus dem Gesund­heits­för­de­rungs­be­richt der Bun­des­ver­wal­tung.
  • 2025er Daten lie­gen noch nicht vor.
  • Behör­den­spe­zi­fi­sche Aus­wer­tun­gen nach Sta­tus- und Lauf­bahn­grup­pen sind oft nicht ver­füg­bar.
  • Bei klei­nen Grup­pen (z. B. ein­fa­cher Dienst) wer­den Daten nicht ver­öf­fent­licht, um Rück­schlüs­se auf Ein­zel­per­so­nen zu ver­hin­dern.

3. Fehl­zei­ten 2024 – wich­tigs­te Ergeb­nis­se

Durch­schnitt­li­che krank­heits­be­ding­te Fehl­ta­ge (Minis­te­ri­en & Geschäfts­be­rei­che)

Spann­wei­te: 11,65 bis 25,15 Tage je Beschäf­tig­ten.

Höchs­te Wer­te (2024):

  • Bun­des­rat (BR): 25,15 Tage
  • Bun­des­tag (BT): 22,34 Tage
  • BMFSFJ: 21,49 Tage

Nied­rigs­te Wer­te (2024):

  • Umwelt­mi­nis­te­ri­um (BMUV): 7,37 Tage
  • UKRat: 11,65 Tage
  • BMWK: 12,13 Tage

Obers­te Bun­des­be­hör­den (ohne Geschäfts­be­rei­che)

Mit­tel­wert: 15,20 Tage.

4. Unter­schie­de nach Sta­tus­grup­pen (2024)

  • Tarif­be­schäf­tig­te: 22,68 Tage
  • Beamte/Richter: 20,13 Tage → Tarif­be­schäf­tig­te haben im Schnitt mehr Fehl­ta­ge.

5. Unter­schie­de nach Lauf­bahn­grup­pen (2024)

  • Ein­fa­cher Dienst: 34,66 Tage (sehr hoch)
  • Mitt­le­rer Dienst: 25,45 Tage
  • Geho­be­ner Dienst: 17,63 Tage
  • Höhe­rer Dienst: 10,97 Tage → Je höher die Lauf­bahn, des­to gerin­ger die Fehl­zei­ten.

6. Maß­nah­men zur Reduk­ti­on von Fehl­zei­ten

  • Seit 2009: Betrieb­li­cher Arbeits- und Gesund­heits­schutz eta­bliert.
  • Maß­nah­men sind behör­den­spe­zi­fisch, kei­ne zen­tra­le Über­sicht.
  • Wich­ti­ge Instru­men­te:
    • Betrieb­li­ches Ein­glie­de­rungs­ma­nage­ment (BEM)
    • Gefähr­dungs­be­ur­tei­lun­gen nach Arbeits­schutz­ge­setz
  • Ein­fluss ein­zel­ner Maß­nah­men auf Fehl­zei­ten nicht quan­ti­fi­zier­bar.

7. Fehl­zei­ten­an­tei­le (2020–2024)

Das Doku­ment ent­hält umfang­rei­che Tabel­len zu:

  • Fehl­zei­ten­an­tei­len in Pro­zent
  • Auf­ge­schlüs­selt nach:
    • Behör­de
    • Sta­tus­grup­pe
    • Lauf­bahn­grup­pe
    • Jahr → Die Wer­te vari­ie­ren stark zwi­schen Behör­den und Grup­pen.

Kurz­fa­zit

Die Fehl­zei­ten in der Bun­des­ver­wal­tung sind seit 2022 wie­der hoch, aber leicht rück­läu­fig. Gro­ße Unter­schie­de bestehen zwi­schen Behör­den, Sta­tus­grup­pen und Lauf­bah­nen. Die Bun­des­re­gie­rung ver­weist auf struk­tu­rel­le Fak­to­ren und pan­de­mie­be­ding­te Effek­te. Maß­nah­men exis­tie­ren, aber ihr kon­kre­ter Ein­fluss lässt sich nicht iso­liert mes­sen.


Quel­le: Bun­des­tags­druck­sa­che 21/7655

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Disclaimer: Dieser Beitrag dient lediglich zu allgemeinen Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Bitte konsultieren Sie vor jeder Anlageentscheidung einen unabhängigen Finanzberater