Lage der christ­li­chen Min­der­heit in Isra­el und den Paläs­ti­nen­si­schen Gebie­ten

Die AfD-Frak­ti­on erkun­digt sich nach der Lage christ­li­cher Min­der­hei­ten in Isra­el, der West­bank und dem Gaza­strei­fen, ins­be­son­de­re im Kon­text zuneh­men­der Über­grif­fe, Ein­schrän­kun­gen reli­giö­ser Pra­xis und demo­gra­fi­scher Ent­wick­lun­gen.

Kern­aus­sa­gen der Bun­des­re­gie­rung

🔹 1. Erkennt­nis­la­ge zu Über­grif­fen

  • Bun­des­re­gie­rung erfasst kei­ne eige­nen Sta­tis­ti­ken zu Über­grif­fen auf Chris­ten.
  • Kennt­nis über zuneh­men­de Span­nun­gen und Gewalt, basie­rend auf:
    • Medi­en­be­rich­ten
    • NGO-Daten (z. B. Ros­sing Cen­ter)
    • Aus­tausch mit kirch­li­chen Akteu­ren
  • Bei­spie­le: Angrif­fe auf Geist­li­che, Vor­fäl­le in Tay­beh (West­bank).

🔹 2. Moti­ve & Straf­ver­fol­gung

  • Kei­ne eige­nen Erkennt­nis­se zu Täter-Moti­ven.
  • Kei­ne Daten zur straf­recht­li­chen Ver­fol­gung oder Ver­ur­tei­lung.

🔹 3. Lage in den Paläs­ti­nen­si­schen Gebie­ten

  • Star­ker Rück­gang der christ­li­chen Bevöl­ke­rung, beson­ders im Gaza­strei­fen seit 2007.
  • Ursa­chen laut exter­nen Berich­ten:
    • Sicher­heits­la­ge
    • Wirt­schaft­li­che Pro­ble­me
    • Reli­giö­ser Druck
    • Ein­schrän­kun­gen reli­giö­ser Pra­xis
  • Bun­des­re­gie­rung hat kei­ne eige­nen Bewer­tun­gen zu Ursa­chen.

🔹 4. Reli­gi­ons­frei­heit & Zugang zu hei­li­gen Stät­ten

  • Ten­den­zi­el­le Ver­schlech­te­rung der Reli­gi­ons­frei­heit in der Regi­on.
  • Chris­ten in Jeru­sa­lem waren wie­der­holt von Zugangs­be­schrän­kun­gen betrof­fen.

🔹 5. Schutz­maß­nah­men

Isra­el

  • Reli­gi­ons­frei­heit gesetz­lich garan­tiert.
  • Maß­nah­men:
    • Über­wa­chungs­ka­me­ras an christ­li­chen Orten
    • Sicher­heits­kon­zep­te mit Kir­chen
    • Son­der­ge­sand­ter für christ­li­che Welt (Geor­ge Deek)

Paläs­ti­nen­si­sche Gebie­te

  • The­ma­ti­sie­rung der Lage der Chris­ten durch die PA.
  • Poli­ti­sche Ein­bin­dung von Chris­ten:
    • Chris­ten in Regie­rung und Gemein­de­rä­ten
    • Bür­ger­meis­ter­äm­ter in christ­lich gepräg­ten Orten für Chris­ten reser­viert

🔹 6. Ver­gleich der Wirk­sam­keit

  • Bun­des­re­gie­rung hat kei­nen sys­te­ma­ti­schen Ver­gleich zwi­schen Isra­el und den Paläs­ti­nen­si­schen Gebie­ten vor­ge­nom­men.

🔹 7. Rol­le in der deut­schen Außen­po­li­tik

  • Reli­gi­ons­frei­heit für Chris­ten wird kon­ti­nu­ier­lich the­ma­ti­siert.
  • Kei­ne spe­zi­fi­schen För­der­pro­gram­me für christ­li­che Gemein­den.
  • Kir­chen­ar­beit in den Paläs­ti­nen­si­schen Gebie­ten wird mit 10,64 Mio. € (2025) unter­stützt.

Asyl­sta­tis­ti­ken (2017–2026)

Anträ­ge aus den Paläs­ti­nen­si­schen Gebie­ten

  • Ste­ti­ger Anstieg bis 2023 (743 Anträ­ge), danach leich­ter Rück­gang.
  • Reli­gi­ons­zu­ge­hö­rig­keit:
    • Über­wie­gend mus­li­misch
    • Christ­li­che Antrag­stel­ler: jähr­lich 1–3 Per­so­nen, sel­ten mehr
  • Alters­struk­tur:
    • Hoher Anteil jun­ger Erwach­se­ner (18–30 Jah­re)
    • Regel­mä­ßig auch Kin­der und Min­der­jäh­ri­ge
  • Rück­füh­rungs­quo­te:
    • Kei­ne Daten vor­han­den.

Über­ge­ord­ne­te Ein­schät­zung

  • Bun­des­re­gie­rung stützt sich über­wie­gend auf exter­ne Quel­len.
  • Eige­ne Daten­er­he­bung fin­det nicht statt.
  • Wahr­neh­mung einer zuneh­men­den Gewalt, beson­ders durch Sied­ler im West­jor­dan­land seit Okto­ber 2023.
  • Reli­gi­ons­frei­heit bleibt ein wich­ti­ges The­ma in den bila­te­ra­len Bezie­hun­gen.

Qel­le: Bun­des­tags-Druck­sa­che 21/7634

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