Die wirtschaftliche Entwicklung in der Schweiz verlief im Jahr 2025 deutlich dynamischer als in Deutschland. Während das reale Bruttoinlandsprodukt der Schweiz um 1,6 Prozent zunahm, wuchs die deutsche Wirtschaft im selben Jahr lediglich um 0,2 Prozent. Damit zeigte sich die Schweizer Konjunktur wesentlich robuster.
Ein wichtiger Grund für das stärkere Wachstum der Schweiz war die hohe Binnennachfrage. Diese stieg um 2,5 Prozent. Besonders die Investitionen entwickelten sich positiv und legten um 3,5 Prozent zu. Auch der private Konsum trug zum Wachstum bei, wenngleich er mit einem Plus von 1,7 Prozent etwas schwächer zunahm als im Vorjahr. Vor allem Ausgaben für Gesundheit, Verkehr und Gastgewerbe unterstützten den Konsum.
In Deutschland war die wirtschaftliche Entwicklung 2025 dagegen deutlich verhaltener. Nach den revidierten Berechnungen stagnierte das deutsche BIP 2024, bevor es 2025 preisbereinigt um lediglich 0,2 Prozent wuchs. Die deutsche Wirtschaft bewegte sich damit nur knapp über der Stagnation.
Auch bei den Investitionen zeigen sich Unterschiede. In der Schweiz zogen insbesondere die Investitionen in Ausrüstungsgüter und im Bau wieder deutlich an. In Deutschland verlief die Entwicklung deutlich schwächer und uneinheitlicher. Im Jahr 2026 zeigte sich zwar eine leichte Erholung: Im zweiten Quartal stieg das deutsche BIP um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal und um 1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Verantwortlich dafür war vor allem die positive Entwicklung der Exporte.
Insgesamt zeigt der Vergleich, dass die Schweiz 2025 wirtschaftlich deutlich stärker gewachsen ist als Deutschland. Während das Schweizer Wachstum vor allem von der Binnennachfrage und steigenden Investitionen getragen wurde, blieb die deutsche Wirtschaft weitgehend schwach. Die Schweiz erwies sich damit im Jahr 2025 als deutlich wachstumsstärker und konjunkturell stabiler.