Chart des Tages — 21.09.2026

Advan­ced Micro Devices Inc.

Sec­tor: Tech­no­lo­gy Semi­con­duc­tors

AMD ver­dient sein Geld heu­te vor allem mit dem Ver­kauf von Hoch­leis­tungs­pro­zes­so­ren und Beschleu­ni­gern. Das Unter­neh­men ent­wi­ckelt CPUs, GPUs, AI-Beschleu­ni­ger, FPGAs und kun­den­spe­zi­fi­sche Chips; die eigent­li­che Chip­fer­ti­gung wird über­wie­gend an exter­ne Found­ries wie TSMC aus­ge­la­gert.

Für das Gesamt­jahr 2025 sah die Umsatz­struk­tur so aus:

GeschäftUmsatz 2025AnteilWas AMD ver­kauft
Data Cen­ter16,6 Mrd. $48 %EPYC-Ser­ver-CPUs, Instinct-AI-GPUs, Net­wor­king
Cli­ent10,6 Mrd. $31 %Ryzen-CPUs für Note­books und Desk­top-PCs
Gam­ing3,9 Mrd. $11 %Rade­on-GPUs + Chips für Spie­le­kon­so­len
Embedded3,5 Mrd. $10 %Embedded CPUs, FPGAs, Adap­ti­ve SoCs usw.
Gesamt34,6 Mrd. $100 %

1. Rechen­zen­tren und KI – inzwi­schen das wich­tigs­te Geschäft

Hier ver­kauft AMD vor allem EPYC-Ser­ver­pro­zes­so­ren und Instinct-GPU-Beschleu­ni­ger. Die Instinct-Chips wer­den für KI-Trai­ning und Infe­rence ein­ge­setzt und kon­kur­rie­ren ins­be­son­de­re mit Nvi­di­as Data-Cen­ter-GPUs. Zu den Abneh­mer­grup­pen gehö­ren Hypers­ca­ler, Clou­dan­bie­ter, Ser­ver­her­stel­ler und gro­ße Rechen­zen­tren. Außer­dem baut AMD sein Ange­bot um Netz­werk­chips und kom­plet­te Rack-Level-AI-Sys­te­me aus.

Die­ser Bereich wächst der­zeit beson­ders stark. Im Q2 2026 erziel­te AMD bereits 6,72 Mrd. $ Data-Cen­ter-Umsatz, also rund 58 % des gesam­ten Quar­tals­um­sat­zes von 11,54 Mrd. $. Gegen­über Q2 2025 hat­te sich der Data-Cen­ter-Umsatz mehr als ver­dop­pelt. Haupt­trei­ber waren EPYC und Instinct.

Damit ist AMD inzwi­schen deut­lich stär­ker ein Data-Cen­ter- und AI-Unter­neh­men als noch vor weni­gen Jah­ren.

2. PCs – Ryzen

AMD ver­kauft Ryzen-Pro­zes­so­ren für Desk­top-PCs, Note­books, Work­sta­tions und zuneh­mend soge­nann­te AI-PCs.

Die Kun­den sind unter ande­rem PC-Her­stel­ler, Dis­tri­bu­to­ren und Main­board­her­stel­ler. 2025 kamen damit 10,64 Mrd. $ Umsatz her­ein. Der Umsatz stieg gegen­über 2024 um 51 %.

Hier kon­kur­riert AMD haupt­säch­lich mit Intel bei CPUs sowie teil­wei­se mit Apple und ARM-basier­ten Platt­for­men.

3. Gam­ing – Rade­on und Kon­so­len

Das Gam­ing-Geschäft besteht aus zwei recht unter­schied­li­chen Berei­chen:

Rade­on: AMD ver­kauft dis­kre­te Gra­fik­kar­ten bzw. GPUs für Gam­ing-PCs und Work­sta­tions.

Semi-Cus­tom-Chips: AMD ent­wi­ckelt spe­zi­ell ange­pass­te SoCs für ande­re Unter­neh­men. Beson­ders wich­tig sind hier Spie­le­kon­so­len. AMD-Chips ste­cken bei­spiels­wei­se in Sony Play­Sta­ti­on 5 und Micro­soft Xbox Series X/S.

2025 brach­te Gam­ing rund 3,91 Mrd. $ Umsatz. Im Q2 2026 fiel der Gam­ing-Umsatz aller­dings auf 779 Mio. $, haupt­säch­lich wegen gerin­ge­rer Semi-Cus­tom-Umsät­ze.

4. Embedded – Indus­trie, Auto­mo­ti­ve, Tele­kom­mu­ni­ka­ti­on etc.

Durch die Über­nah­me von Xilinx ist AMD auch stark bei FPGAs und soge­nann­ten Adap­ti­ve SoCs.

Die­se Chips wer­den bei­spiels­wei­se ver­wen­det in:

Indus­trie­an­la­gen, Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­in­fra­struk­tur, Auto­mo­ti­ve, Medi­zin­tech­nik, Luft- und Raum­fahrt, Ver­tei­di­gung, Mess­ge­rä­ten sowie Netz­werk- und Rechen­zen­trums­an­wen­dun­gen.

Mit 3,45 Mrd. $ Umsatz 2025 ist der Bereich klei­ner, aber tra­di­tio­nell rela­tiv mar­gen­stark.

Wo AMD aktu­ell tat­säch­lich am stärks­ten wächst

Die Ver­schie­bung wird deut­lich, wenn man 2025 mit dem neu­es­ten Quar­tal Q2 2026 ver­gleicht:

Umsatz­an­teil2025Q2 2026
Data Cen­ter48 %58 %
Client/PC31 %27 %
Gam­ing11 %7 %
Embedded10 %8 %

Die zen­tra­le wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung ist daher: AMD ver­schiebt sich von einem klas­si­schen PC-CPU/­Gam­ing-Chip-Her­stel­ler hin zu einem Anbie­ter von Rechen­zen­trums- und AI-Infra­struk­tur. Im Q2 2026 erwirt­schaf­te­te das Data-Cen­ter-Seg­ment allein 2,10 Mrd. $ ope­ra­ti­ven Gewinn bei 6,72 Mrd. $ Umsatz.

Soft­ware wie ROCm spielt stra­te­gisch eben­falls eine wich­ti­ge Rol­le, ist aber pri­mär ein Mit­tel, um AMD-Hard­ware für KI attrak­ti­ver zu machen. AMD weist Soft­ware nicht als bedeu­ten­den eigen­stän­di­gen Umsatz­be­reich aus. Dane­ben erhält AMD bei bestimm­ten kun­den­spe­zi­fi­schen Chip­pro­jek­ten Ent­wick­lungs­ge­büh­ren, der Schwer­punkt des Geschäfts bleibt jedoch der Ver­kauf von Halb­lei­ter­pro­duk­ten.

Kurz gesagt: AMD ver­dient sein Geld haupt­säch­lich mit AI-GPUs und Ser­ver-CPUs → Ryzen-PC-Pro­zes­so­ren → Gam­in­g/­Kon­so­len-Chips → Embedded/FPGAs. Der ent­schei­den­de Wachs­tums- und zuneh­mend auch Ergeb­nis­trei­ber ist der­zeit Data Cen­ter + AI.


Momen­tum-Aktie

Eine Momen­tum-Aktie ist eine Aktie, deren Kurs bereits einen star­ken Auf­wärts- oder Abwärts­trend zeigt und bei der Anle­ger dar­auf set­zen, dass sich die­ser Trend zunächst fort­setzt.

Momen­tum-Anle­ger rich­ten ihren Blick weni­ger auf die Fra­ge, ob eine Aktie güns­tig bewer­tet ist, son­dern vor allem dar­auf, wel­che Titel aktu­ell beson­ders stark stei­gen. Die Grund­idee dahin­ter ist ein­fach: Akti­en, die sich in der Ver­gan­gen­heit bes­ser als der Markt ent­wi­ckelt haben, kön­nen die­sen Trend eine gewis­se Zeit fort­set­zen. Des­halb ach­ten Momen­tum-Anle­ger auf Kurs­stär­ke, rela­ti­ve Per­for­mance, Han­dels­vo­lu­men und kla­re Auf­wärts­trends. Ent­schei­dend ist dabei nicht, eine Aktie mög­lichst früh zu ent­de­cken, son­dern in einen bereits bestehen­den Trend ein­zu­stei­gen. Gleich­zei­tig birgt die­se Stra­te­gie Risi­ken, denn star­ke Kurs­be­we­gun­gen kön­nen abrupt enden. Momen­tum-Inves­t­ing setzt daher auf Trends – und auf die Fähig­keit, recht­zei­tig zu erken­nen, wenn deren Stär­ke nach­lässt.

Die Schat­ten­sei­ten der Momen­tum-Stra­te­gie

Das Haupt­ri­si­ko sind soge­nann­te Momen­tum-Rever­sals: Sobald sich die Markt­stim­mung dreht, kön­nen zuvor beson­ders stark gestie­ge­ne Akti­en auch über­durch­schnitt­lich schnell fal­len.

Die Momen­tum-Stra­te­gie ver­spricht auf den ers­ten Blick einen ein­fa­chen Königs­weg an der Bör­se: Kau­fe, was steigt, ver­kau­fe, was fällt, und rei­te auf der Wel­le des Trends. Doch wer sich allein auf die­se Logik ver­lässt, unter­schätzt oft die Risi­ken, die sich hin­ter dem schein­bar simp­len Prin­zip ver­ber­gen.

Das größ­te Pro­blem ist die Anfäl­lig­keit für plötz­li­che Trend­um­keh­run­gen. Gera­de wenn sich Märk­te nach star­ken Ver­wer­fun­gen abrupt erho­len, kön­nen Momen­tum-Port­fo­li­os inner­halb weni­ger Wochen einen Groß­teil ihrer Gewin­ne wie­der ver­lie­ren – Phä­no­me­ne, die als “Momen­tum Cra­s­hes” bekannt sind. Hin­zu kommt, dass Momen­tum-Akti­en sich häu­fig in bestimm­ten Bran­chen kon­zen­trie­ren, was die Diver­si­fi­ka­ti­on schwächt und das Port­fo­lio anfäl­lig für sek­tor­spe­zi­fi­sche Schocks macht.

Auch die Markt­me­cha­nik selbst birgt Tücken: Weil zahl­rei­che Anle­ger und quan­ti­ta­ti­ve Fonds ähn­li­che Stra­te­gien ver­fol­gen, ent­steht ein soge­nann­tes Crow­ding-Risi­ko. Kippt die Stim­mung, zie­hen sich vie­le Akteu­re gleich­zei­tig zurück, was Ver­lus­te dra­ma­tisch beschleu­ni­gen kann. Wer zudem auf einen bereits lau­fen­den Trend auf­springt, läuft Gefahr, spät ein­zu­stei­gen – oft genau dann, wenn der Höhe­punkt bereits über­schrit­ten ist.

Nicht zu unter­schät­zen sind schließ­lich die psy­cho­lo­gi­schen Fal­len: Über­mä­ßi­ges Ver­trau­en in kurz­fris­ti­ge Kurs­be­we­gun­gen, die Schwie­rig­keit, recht­zei­tig aus­zu­stei­gen, und die Nei­gung, Über­trei­bun­gen und Bla­sen­bil­dung noch zu ver­stär­ken. Wer Momen­tum-Inves­t­ing betreibt, soll­te sich die­ser Risi­ken bewusst sein und mit kla­ren Regeln – etwa Stop-Loss-Mecha­nis­men, begrenz­ten Posi­ti­ons­grö­ßen und einer Kom­bi­na­ti­on mit ande­ren Anla­ge­fak­to­ren – gegen­steu­ern.

Infor­ma­ti­on

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Die hier dar­ge­stell­ten Charts die­nen ledig­lich der all­ge­mei­nen Infor­ma­ti­on und stel­len kei­ne Kauf- oder Ver­kaufs­emp­feh­lung dar.


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Disclaimer: Dieser Beitrag dient lediglich zu allgemeinen Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Bitte konsultieren Sie vor jeder Anlageentscheidung einen unabhängigen Finanzberater