Advanced Micro Devices Inc.
Sector: Technology Semiconductors

AMD verdient sein Geld heute vor allem mit dem Verkauf von Hochleistungsprozessoren und Beschleunigern. Das Unternehmen entwickelt CPUs, GPUs, AI-Beschleuniger, FPGAs und kundenspezifische Chips; die eigentliche Chipfertigung wird überwiegend an externe Foundries wie TSMC ausgelagert.
Für das Gesamtjahr 2025 sah die Umsatzstruktur so aus:
| Geschäft | Umsatz 2025 | Anteil | Was AMD verkauft |
|---|---|---|---|
| Data Center | 16,6 Mrd. $ | 48 % | EPYC-Server-CPUs, Instinct-AI-GPUs, Networking |
| Client | 10,6 Mrd. $ | 31 % | Ryzen-CPUs für Notebooks und Desktop-PCs |
| Gaming | 3,9 Mrd. $ | 11 % | Radeon-GPUs + Chips für Spielekonsolen |
| Embedded | 3,5 Mrd. $ | 10 % | Embedded CPUs, FPGAs, Adaptive SoCs usw. |
| Gesamt | 34,6 Mrd. $ | 100 % |
1. Rechenzentren und KI – inzwischen das wichtigste Geschäft
Hier verkauft AMD vor allem EPYC-Serverprozessoren und Instinct-GPU-Beschleuniger. Die Instinct-Chips werden für KI-Training und Inference eingesetzt und konkurrieren insbesondere mit Nvidias Data-Center-GPUs. Zu den Abnehmergruppen gehören Hyperscaler, Cloudanbieter, Serverhersteller und große Rechenzentren. Außerdem baut AMD sein Angebot um Netzwerkchips und komplette Rack-Level-AI-Systeme aus.
Dieser Bereich wächst derzeit besonders stark. Im Q2 2026 erzielte AMD bereits 6,72 Mrd. $ Data-Center-Umsatz, also rund 58 % des gesamten Quartalsumsatzes von 11,54 Mrd. $. Gegenüber Q2 2025 hatte sich der Data-Center-Umsatz mehr als verdoppelt. Haupttreiber waren EPYC und Instinct.
Damit ist AMD inzwischen deutlich stärker ein Data-Center- und AI-Unternehmen als noch vor wenigen Jahren.
2. PCs – Ryzen
AMD verkauft Ryzen-Prozessoren für Desktop-PCs, Notebooks, Workstations und zunehmend sogenannte AI-PCs.
Die Kunden sind unter anderem PC-Hersteller, Distributoren und Mainboardhersteller. 2025 kamen damit 10,64 Mrd. $ Umsatz herein. Der Umsatz stieg gegenüber 2024 um 51 %.
Hier konkurriert AMD hauptsächlich mit Intel bei CPUs sowie teilweise mit Apple und ARM-basierten Plattformen.
3. Gaming – Radeon und Konsolen
Das Gaming-Geschäft besteht aus zwei recht unterschiedlichen Bereichen:
Radeon: AMD verkauft diskrete Grafikkarten bzw. GPUs für Gaming-PCs und Workstations.
Semi-Custom-Chips: AMD entwickelt speziell angepasste SoCs für andere Unternehmen. Besonders wichtig sind hier Spielekonsolen. AMD-Chips stecken beispielsweise in Sony PlayStation 5 und Microsoft Xbox Series X/S.
2025 brachte Gaming rund 3,91 Mrd. $ Umsatz. Im Q2 2026 fiel der Gaming-Umsatz allerdings auf 779 Mio. $, hauptsächlich wegen geringerer Semi-Custom-Umsätze.
4. Embedded – Industrie, Automotive, Telekommunikation etc.
Durch die Übernahme von Xilinx ist AMD auch stark bei FPGAs und sogenannten Adaptive SoCs.
Diese Chips werden beispielsweise verwendet in:
Industrieanlagen, Telekommunikationsinfrastruktur, Automotive, Medizintechnik, Luft- und Raumfahrt, Verteidigung, Messgeräten sowie Netzwerk- und Rechenzentrumsanwendungen.
Mit 3,45 Mrd. $ Umsatz 2025 ist der Bereich kleiner, aber traditionell relativ margenstark.
Wo AMD aktuell tatsächlich am stärksten wächst
Die Verschiebung wird deutlich, wenn man 2025 mit dem neuesten Quartal Q2 2026 vergleicht:
| Umsatzanteil | 2025 | Q2 2026 |
|---|---|---|
| Data Center | 48 % | 58 % |
| Client/PC | 31 % | 27 % |
| Gaming | 11 % | 7 % |
| Embedded | 10 % | 8 % |
Die zentrale wirtschaftliche Entwicklung ist daher: AMD verschiebt sich von einem klassischen PC-CPU/Gaming-Chip-Hersteller hin zu einem Anbieter von Rechenzentrums- und AI-Infrastruktur. Im Q2 2026 erwirtschaftete das Data-Center-Segment allein 2,10 Mrd. $ operativen Gewinn bei 6,72 Mrd. $ Umsatz.
Software wie ROCm spielt strategisch ebenfalls eine wichtige Rolle, ist aber primär ein Mittel, um AMD-Hardware für KI attraktiver zu machen. AMD weist Software nicht als bedeutenden eigenständigen Umsatzbereich aus. Daneben erhält AMD bei bestimmten kundenspezifischen Chipprojekten Entwicklungsgebühren, der Schwerpunkt des Geschäfts bleibt jedoch der Verkauf von Halbleiterprodukten.
Kurz gesagt: AMD verdient sein Geld hauptsächlich mit AI-GPUs und Server-CPUs → Ryzen-PC-Prozessoren → Gaming/Konsolen-Chips → Embedded/FPGAs. Der entscheidende Wachstums- und zunehmend auch Ergebnistreiber ist derzeit Data Center + AI.
Momentum-Aktie
Eine Momentum-Aktie ist eine Aktie, deren Kurs bereits einen starken Aufwärts- oder Abwärtstrend zeigt und bei der Anleger darauf setzen, dass sich dieser Trend zunächst fortsetzt.
Momentum-Anleger richten ihren Blick weniger auf die Frage, ob eine Aktie günstig bewertet ist, sondern vor allem darauf, welche Titel aktuell besonders stark steigen. Die Grundidee dahinter ist einfach: Aktien, die sich in der Vergangenheit besser als der Markt entwickelt haben, können diesen Trend eine gewisse Zeit fortsetzen. Deshalb achten Momentum-Anleger auf Kursstärke, relative Performance, Handelsvolumen und klare Aufwärtstrends. Entscheidend ist dabei nicht, eine Aktie möglichst früh zu entdecken, sondern in einen bereits bestehenden Trend einzusteigen. Gleichzeitig birgt diese Strategie Risiken, denn starke Kursbewegungen können abrupt enden. Momentum-Investing setzt daher auf Trends – und auf die Fähigkeit, rechtzeitig zu erkennen, wenn deren Stärke nachlässt.
Die Schattenseiten der Momentum-Strategie
Das Hauptrisiko sind sogenannte Momentum-Reversals: Sobald sich die Marktstimmung dreht, können zuvor besonders stark gestiegene Aktien auch überdurchschnittlich schnell fallen.
Die Momentum-Strategie verspricht auf den ersten Blick einen einfachen Königsweg an der Börse: Kaufe, was steigt, verkaufe, was fällt, und reite auf der Welle des Trends. Doch wer sich allein auf diese Logik verlässt, unterschätzt oft die Risiken, die sich hinter dem scheinbar simplen Prinzip verbergen.
Das größte Problem ist die Anfälligkeit für plötzliche Trendumkehrungen. Gerade wenn sich Märkte nach starken Verwerfungen abrupt erholen, können Momentum-Portfolios innerhalb weniger Wochen einen Großteil ihrer Gewinne wieder verlieren – Phänomene, die als “Momentum Crashes” bekannt sind. Hinzu kommt, dass Momentum-Aktien sich häufig in bestimmten Branchen konzentrieren, was die Diversifikation schwächt und das Portfolio anfällig für sektorspezifische Schocks macht.
Auch die Marktmechanik selbst birgt Tücken: Weil zahlreiche Anleger und quantitative Fonds ähnliche Strategien verfolgen, entsteht ein sogenanntes Crowding-Risiko. Kippt die Stimmung, ziehen sich viele Akteure gleichzeitig zurück, was Verluste dramatisch beschleunigen kann. Wer zudem auf einen bereits laufenden Trend aufspringt, läuft Gefahr, spät einzusteigen – oft genau dann, wenn der Höhepunkt bereits überschritten ist.
Nicht zu unterschätzen sind schließlich die psychologischen Fallen: Übermäßiges Vertrauen in kurzfristige Kursbewegungen, die Schwierigkeit, rechtzeitig auszusteigen, und die Neigung, Übertreibungen und Blasenbildung noch zu verstärken. Wer Momentum-Investing betreibt, sollte sich dieser Risiken bewusst sein und mit klaren Regeln – etwa Stop-Loss-Mechanismen, begrenzten Positionsgrößen und einer Kombination mit anderen Anlagefaktoren – gegensteuern.
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Die hier dargestellten Charts dienen lediglich der allgemeinen Information und stellen keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar.